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Biermarken ohne Marke: Billigbiere im Vergleich

Posted on | Oktober 15, 2006 | 10 Comments

Manchmal lohnt es sich tatsächlich auch mal woanders einkaufen zu gehen. Gestern brauchten mein Bruder und n Kumpel dringend ein paar Bier, beim “Standard-Supermarkt”, also dem, zu dem wir normalerweise immer fahren, war aber parkplatzmäßig dermaßen Ausnahmezustand, dass wir beschlossen zu einem anderen Laden zu fahren. Der hat sich übrigens gerade erst vor ein paar Wochen umbenannt (ich denke damit kann man sich ungefähr denken welche Firma gemeint ist, ohne dass ich hier in den Verdacht gerade Schleichwerbung zu machen…). Die Entdeckung, die wir dabei machten nehme ich hier mal zum Anlass ein bisschen was zu Billig-Bieren zu schreiben, zumindest zu den meiner Meinung nach Bekanntesten und wichtigsten “Marken”.

Bier 1: “5,0 Original”

Wir liefen also in diesem neuen Laden so durch die Reihen und irgendwann vielen uns ungewöhnlich gestaltete 0,5-Liter-Dosen auf. Ja richtig, Dosen. Und drin war – Bier. Es gab diese Dosen in Schwarz, Rot, Orange und Grün. Als erstes fällt einem die große “5,0″ auf, die auf den Dosen steht – die Prozentzahl des Alkohol-Anteils. Auf den grünen Dosen steht allerdings eine 2,5 weil es sich dabei um Alster handelt. Die anderen Farben bedeuten: Schwarz = Pils, Rot = Export oder Lager (weiß ich gar nicht mehr so genau) und das Orangene enthält Weizen.

Wir haben die drei normalen Biersorten erstmal durchprobiert, das Schwarze gefiel uns dreien am besten, auch wenn das Rote fast genauso schmeckte. Das Weizen hat uns nicht so überzeugt, aber das Schwarze und das Rote ist durchaus trinkbar.
Was uns außer dem Geschmack noch tief beeindruckt hat, ist der Preis: 29 Cent für einen halben Liter Bier, da kann man wirklich nicht meckern. Natürlich kommen noch die unvermeidlichen 25 Cent Pfand pro Dose dazu, aber auch dann ist es immer noch günsiger als jedes Markenbier, dass man in Dosen kaufen kann.

Fazit: Wer aus den üblichen Gründen, die für Dosen sprechen (bessere Verstauungsmöglichkeit, weniger Gewicht beim Leergut…), mal ein gutes Dosenbier sucht, dem sei “5,0 Original”, wie sich die Marke nennt (kommt von Feldschlösschen, Braunschweig – sagt jedenfalls Wikipedia) ans hiermit mal zum Testen empfohlen.

Bier 2: Oettinger-Pils

Oettinger ist wohl die bekannteste Marke, wenn es um billiges Bier geht. Allerdings ist es vermutlich auch die unbeliebteste Marke – ich kenne niemanden der es so wirklich gerne mag.

Dabei gibt es Oettinger in mehreren Varianten: Als Halbliter-Flaschen, als Export, als Pils. Und es gibt sicher noch andere, die mir gerade nicht einfallen. Die einzige Version die mir wirklich schmeckt, ist die 0,33-Liter-Pilsflasche. Die Kiste davon kostet, wenn ich das noch richtig weiß, irgendwas zwischen 5 und 6 Euro. Das ist auf jeden Fall günstig. Aber auch die beschriebene Variante überzeugt mich geschmacklich nicht so wirklich, wenn ich die Wahl habe greife ich trotzdem lieber zu anderen Sorten. Was außerdem nervt ist diese dumme Alu-Folie, die man erstmal abpulen muss bevor man trinken kann. Das ist irgendwie sinnlos und bringt an sich nichts, ich finde auch nicht dass es die Flasche irgendwie hübscher macht oder so.
Fazit: Wenn es schon Oettinger sein muss, dann empfehle ich auf jeden Fall die 0,33iger Pils – Version, generell würde ich aber eher zu anderen Billig-Sorten raten.

Bier 3: Maternus (“Aldi-Bier”)

Gibts nur in Plastikflaschen mit Schraubverschluss. Wer also mal wissen will wie sich Amerikaner beim Biertrinken fühlen, der kann das mit dieser Marke ausprobieren (auch wenns da noch mehr Dosen gibt, aber Plastikflaschen soweit ich weiß auch…).

Geschmacklich finde ichs wenig interessant, auch wenn der Preis sicher okay ist. Für mich kommt die Marke allerdings nicht in Frage. Was allerdings empfehlenswert ist, ist das Alster dass es in den gleichen Flaschen gibt. Schmeckt ausgezeichnet, kostet wenig und der Schraubverschluss erweist sich z.B. am Strand oder so als ideal.

Fazit: Das Bier selber würde ich lieber stehen lassen, das Alster ist aber zu empfehlen.

Bier 4: Nörten-Hardenberger Pils

Mein absolutes Lieblingsbier, zumindest gleich nach Beck’s. Gibts leider fast nirgends zu kaufen, außer in einem einzigen mir bekannten Laden. Schmeckt aber wirklich gut und man kriegt für 6 Euro ne ganze Kiste. Zum Vergleich: Die Kiste Beck’s kostet gerne mal 12,50 Euro, was für den rechnenden Bierliebhaber bedeutet, dass er die Wahl zwischen einer Kiste Beck’s und zwei Kisten Nörten-Hardenberger hätte. Da Becks meiner Meinung nach auch nicht soo viel besser schmeckt wie die günstige Alternative, muss ich persönlich da nicht lange überlegen. Ich trinke deshalb seit Jahren hauptsächlich Nörten-Hardenberger Pils.

Wozu die Marke gehört ist mir allerdings immer noch nicht so ganz klar. Zwar steht auf den Flaschen drauf, dass es sich um ein Produkt der Kasseler Martini-Brauerei handelt, wozu die aber nun gehören weiß ich nicht, Gerüchten zufolge steckt da irgendwie Warsteiner hinter – aber wirkliche Beweise dafür sind mir bisher nicht untergekommen. Spielt an sich auch keine Rolle.

Fazit: Wer das Bier trotz der geringen Verbreitung jedenfalls doch mal irgendwo im Laden sieht, der sollte es ruhig mal antesten, es lohnt sich.

Das wären meine Vorschläge, wenn jemand noch andere vernünftige Billigbiere kennt, dann kann er ja gerne nen Kommentar schreiben. Falls wer Fragen hat, wo man die Biere kaufen kann, dann sollte er mir ne Mail schreiben, hier öffentlich hinschreiben will ich das nicht.

Comments

10 Responses to “Biermarken ohne Marke: Billigbiere im Vergleich”

  1. Nils
    Oktober 15th, 2006 @ 21:23

    oh man…da fährt man einmal mit dir zu rewe um bier zu kaufen und schon steht das im internet1

  2. Jan
    Oktober 15th, 2006 @ 22:52

    Ja so ist das eben. Irgendwie muss ich meine Langeweile schließlich überbrücken..

  3. Karl Quendt
    April 18th, 2007 @ 11:11

    Nörten-Hardenberger Pils

    Hallo,

    die Martini Brauerei gehört der Einbecker Brauerei in Einbeck.
    War gestern dort zu einer Besichtigung und habe dort jede Menge
    Kisten von Nörten-Hardendeberger gesehen.

    Tschüß
    Karl

  4. Jan
    April 18th, 2007 @ 11:41

    Danke!

  5. chrisse
    Juni 4th, 2007 @ 12:07

    guten tach,

    also ich bin vor kurzem im pennymarkt auf bier gestoßen.das sixpack halbliterflaschen kostet hier 1.99 plus pfand.die flaschen haben einen geschickten dreh-kronkorken-verschluss das bier schmeckt meiner meinung nach aber ziemlich beschissen ein richtiges penner bier..!man sollte auf jedenfall auf andere “marken” wie das 5,0 original umsteigen (übrigens auch mein absoluter favorit.)

    tschüss
    chrisse

  6. Jan
    Juni 4th, 2007 @ 14:02

    Halbliterflaschen sind nun gar nicht mein Ding, bin einfach Drittelliter gewohnt – von daher juckt mich das nicht so.

    Danke jedenfalls für den Tipp, ich werd mal drauf achten.

  7. klaski
    April 21st, 2008 @ 21:02

    morgen ich komme aus bayern und kenne einen drittelliter nur als pils!!! wenn dann trinke ich aus halbe aber am liebsten sind mir mass!!1naja wie gesagt bin ich aus bayern und aus der nähe von Altötting! ich kenn des öttinger pils gar ned aber ihr müsst mal nach einem schwendl suchen oder nach einem falkenfelser beide mit 5,5 prozent alk
    und beides billigbiere

  8. Thorolf
    Juni 26th, 2008 @ 09:20

    Hi, jan, Du must mich nicht gleich erschrecken, wenn Du das 1/2ltr Oettinger Pils nicht magst, nicht, daß da noch welche in den Sog kommen … :-)
    Also: Ich ahbe mich auch schon seit Jahren über die hohen Bierpreise geärgert und geglaubt, wo Qualität drin ist, muß auch der Preis hoch sein.
    Die Oettinger Reihe mag nicht jedem schmecken, aber das Pils in der halben Liter Flasche ist -gut gekühlt- wirklich zu empfehlen und zu genießen.
    Ich bin drauf gekommen, weil bei uns im ComputerClub meine bevorzugte Marke ausgegangen war und ich -ohne es zu wissen- ein OE Pils bekam.
    Seitdem trinke ich es sehr gerne und entschuldige mich auch nicht mehr dafür.
    By the way … dieser Blog gefällt mir sehr gut und ich werde ihn als Dauerempfehlung in meinem Blog anzeigen.
    Weiter so … Biergenießer sind die besseren Menschen …
    sagte mir erst gestern jemand beim Halbfinale vorm Fernseher …

  9. Jan
    Juni 26th, 2008 @ 09:40

    Nö, irgendwann gibt sich dieses alberne Markendenken. Als ich Anfangs nur noch Billigbier hingestellt habe, gabs auch erstmal mürrisches Nippen und dumme Sprüche, vor allem wenn ich verkündet hatte, was das kostet.

    Inzwischen juckt das keinen mehr, allen schmeckts – auch wenn kaum einer es mir nach tut. Aber was solls, muss ja jeder selber wissen und wenn mancher halt gerne für 15 Euro ne Kiste Becks kauft, dann trink ich auch das…

    Danke fürs Empfehlen, übrigens.

  10. Filterblog » Ob ein Bier schmeckt, erkennt man am Preis
    September 14th, 2008 @ 11:21

    [...] Billigbiere und deren wachsende Angebotsvielfalt habe ich mich ja schon einmal ausgelassen. Natürlich gibts da Unterschiede im Geschmack – und Geschmäcker wiederum sind [...]

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    Wenn du von Rockstars hören willst, wen du wählen sollst, dann bist du ein noch größerer Volldepp als wir es sind. Warum sind wir Rockstars? Weil wir Volldeppen sind. Wir schlafen den ganzen Tag, spielen abends Musik und ab und zu lesen wir vielleicht auch mal das Washington Journal. — Alice Cooper

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