Monatsarchiv für Januar 2007

Jan 31 2007

“SCHUMMI WIEDERKEHRT!” – Wenn Möchtegern-Gauner das Phishing für sich entdecken

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein, In Eigener Sache

Irgendwie hatte ich mich schon daran gewöhnt, ständig irgendwelche Phishing-Mails zu bekommen, in denen Betrüger sich als offizielle Bankangestellte ausgeben und mich auffordern, mich bei ihnen einzuloggen.

Doch was ich grade in meinem Postfach gefunden habe, war zumindest für mich völlig neu, sowohl in Art der geschädigten Firma, als auch was die Auslegung der deutschen Sprache angeht…

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Jan 27 2007

Bereichsleiter Schadensregulierung von M bis Z – Er kommt zurück!

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Endlich geht es wieder los: Der wohl beliebteste Chef Deutschlands, aka Bernd Stromberg quält ab demnächst wieder Woche für Woche seine Mitarbeiter mit dummen Sprüchen, hinterlistigen Schuldzuweisungen und sämtlichen unfairen Mitteln, die sich ein Bürokratengehirn so ausdenken kann – denn das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof.

Von dieser für mich zu meinen Lieblingsserien gehörenden Fernsehserie gibts ab März endlich die dritte Staffel auf Pro7 zu sehen.

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Jan 25 2007

Leserbrief: Energiepolitik (erschienen im Winsener Anzeiger vom 25. Januar 2007)

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

“Egal, was Ihnen auf den Nägeln brennt, beim WA sind Sie an der richtigen Adresse: Schreiben Sie einen Leserbrief und tun Sie Ihre Meinung kund” – so wirbt der Winsener Anzeiger um Leserbriefe.

Die längste Zeit habe ich meine Meinung ausschließlich hier, in anderen Blogs oder auch in Foren vertreten – doch zu einem Leserbrief von vorgestern hatte ich einfach eine Meinung, die ich äußern wollte. Und siehe da – heute wurde mein Leserbrief dann auch tatsächlich gleich veröffentlicht.

Da es sein kann, dass sowas häufiger vorkommt (ohne dass ich dazu nun konkrete Pläne hätte), habe ich mich entschlossen daraus gleich mal eine Serie zu machen.

Und nun zum Leserbrief selbst, der eine Reaktion auf den folgenden Leserbrief war:

Leserbrief

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Jan 19 2007

Faslam!

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein, Regionales, Termine

In gut einer Woche ist es mal wieder soweit: Faslam in Hoopte!Hoopti

Da ich anhand der Kommentare und auch der seit einiger Zeit erhobenen Statistiken davon ausgehen kann, dass nicht jeder der hier mal reinliest aus meiner Gegend kommt, halte ich es für sinnvoll nicht nur darauf hinzuweisen, dass Faslam ist, sondern auch kurz zu erklären was Faslam ist.

Vereinfacht könnte man sagen, dass es sich um eine Karnevalsvariante handelt – aaaaaber: Während Karneval irgendwie mit Rosenmontag, Fastenzeit und Katholiken zusammenhängt, ist Faslam aus einem Brauch der Knechte und Mägde der Bauern entstanden, weshalb ich der Meinung bin, dass man Faslam nicht einfach als norddeutschen Karneval bezeichnen sollte.

Räumlich beschränkt sich der Brauch soweit ich weiß auf das Gebiet zwischen Hamburg und Lüneburg, wobei die wenigsten Hamburger und Lüneburger von seiner Existenz wissen dürften. Denn Faslam gibt es – und das hängt natürlich mit der ursprünglichen Herkunft zusammen – natürlich nur auf dem Land. Selbst unsere Kreisstadt Winsen, die ja doch noch eher dörflichen Charakter hat, hat keinen eigenen Faslam sondern muss sich Jahr für Jahr den der Stöckter “leihen”.

Faslam besteht nicht nur aus einem Umzug, der eigentlich als einziges Element so wirklich an Karneval erinnert (den gibt es auch längst nicht in allen Orten), sondern traditionellerweise aus einem Lumpenball (alternativ auch mal Faslamsparty, Faslamsdisko oder ähnlich genannt), dem “Schnorren” (der eigentliche, ursprüngliche Kern: Man läuft durchs Dorf, klingelt an jeder Tür, singt was vor und erwartet logischerweise eine möglichst hochprozentige Gegenleistung, etwas Geld, ein paar Eier oder Ahnliches als Gegenleistung) und dem anschließendem Verzehr der erschnorrten Dinge (woraus heute in den meisten Orten eine recht anständige, dorf-, bzw. mitgliederöffentliche Fete entstanden ist, die mit ihrem ureigenen Charme zumindest bei uns den eigentlichen Höhepunkt der ganzen Faslamszeit bildet, was nicht nur daran liegt das die Umzugswagen hier prämiert werden…).

Seit Wochen wird nun also schon im ganzen Dorf eifrig gewerkelt, um am Sonntag, dem 28. Januar 2007 einen sehenswerten, farbenfrohen und vor Stimmung strotzenden Umzug hinzulegen, der sich dann den ganzen Nachmittag Bonbon-werfend und Schnaps-verschenkend durchs Dorf bewegen wird.

Wer jetzt neugierig geworden ist, aber keine Ahnung hat wo er nun diesen Umzug sehen kann, dem habe ich mit freundlicher Unterstützung von Google-Earth eine kleine Anfahrtsskizze gebastelt:

Übersichstkarte Faslam

Die Wochenenden drauf finden übrigens noch weitere sehenswerte Umzüge in unserer Gegend statt, die aus meiner Erfahrung wichtigsten sind (in zufälliger und nicht wertender Reihenfolge):

Da ich den Lokalpatriotismus – vor allem den in Faslamsangelegenheiten – nur zu gut kenne, spricht natürlich nichts dagegen wenn Menschen aus Gegenden, die sich nun wegen Nichtnennung vernachlässigt fühlen diesen Artikel per Kommentar ein wenig erweitern – mir fehlt jetzt nur die Zeit und die Lust sämtliche faslamstreibenden Orte und deren Eigenheiten aufzuzählen…

Mehr zum Faslam an sich bietet Wikipedia an, mehr zum Hoopter Faslam gibts auf der dazugehörigen Website.

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Jan 19 2007

Front Deutscher Äpfel

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein, Satire

So heißt die “Nationale Initiative gegen die Überfremdung des deutschen Obstbestandes und gegen faul herumlungerndes Fallobst”. Das erste Mal hatte ich davon schon vor einiger Zeit hier mal was gelesen, eben gerade war deren “Führer” mit einigen Gefolgsleuten zu Gast bei Extra3, wo er unter anderem über “diesen Möchtegern-Führer aus Sachsen mit dem lächerlichen Künstlernamen Apfel” schwadronierte und stolz seine schwarz-weiß-rote Apfel-Armbinde und ein entsprechendes Banner präsentierte – köstlich. Ich glaube, mehr muss ich dazu auch gar nicht mehr schreiben, die “FDÄ” hält für Infos aus erster Hand außerdem auch noch ein interessantes Weltnetzangebot bereit.

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Jan 11 2007

Ob ein Bier schmeckt, erkennt man am Preis

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein, Bier

Über Billigbiere und deren wachsende Angebotsvielfalt habe ich mich ja schon einmal ausgelassen. Natürlich gibts da Unterschiede im Geschmack – und Geschmäcker wiederum sind bekanntlich auch verschieden, weshalb pauschale Aussagen á la schmeckt oder schmecktnich sowieso nie für jeden gelten können.

Die Geschmacksunterschiede entstehen in erster Linie aufgrund minimaler Unterschiede in der Produktion oder in der Herkunft der Zutaten. Die Qualität von Bieren, die nach dem deutschen Reinheitsgebot hergestellt werden ist unabhängig davon bei allen Marken (und auch bei allen „Nichtmarken“) mehr oder weniger gleich, zumal hinter vielen Billigbieren sowieso irgendwelche Großen der Branche stehen und man davon ausgehen kann, dass deren Qualitätsstandards im Wesentlichen für all ihre Produkte gelten.

Wovon der Geschmack auf keinen Fall abhängen dürfte, ist ob auf den Kaufpreis einer Kiste (hier gibt es inzwischen immerhin Preisunterschiede von über 100%) noch die Kosten für den einen oder anderen Quadratmeter Regenwald, Werbegelder für Beckenbauer, der Nationalelf, Rudi Assauer, Rennwagen oder teuren und aufwändigen Werbekampagnen, beziehungsweise irgendwelchen kostbaren imageträchtigen Markennamen, die aus Sicht der Hersteller offensichtlich nunmal einfach ihren Preis haben sollten, draufgeschlagen worden sind.

Nur diese Dinge sind es aber, die ein Markenbier im Vergleich zu einem – ich nenn es jetzt einfach mal so – Normalbier unterscheidet. Trotzdem erlebe ich immer wieder, dass ich mich zum Beispiel rechtfertigen muss dass es auf meinen Partys nunmal keine Markenbiere mehr zu trinken gibt. Als wenn ich etwas dafür kann, dass mein Lieblingsbier nunmal nicht zu den Sorten gehört, die für überbezahlte Stars und Sportler sorgt oder Premiumfernsehen in Pro7 und RTL via Werbespots finanziert.

Aber das ist ein anderes Thema. Ausdrücken möchte ich mit dieser Feststellung eigentlich nur, dass sich verblüffend viele Menschen (darunter natürlich auch sehr viele intelligente Personen) überraschend bereitwillig durch Werbung und/oder irgendwelche Idole manipulieren lassen.

Stimmt gar nicht? Hm… Na dann täusche ich mich wohl.

Aber: Wieso probieren dann so wenige dieser Menschen (freiwillig) mal eine Biersorte, die sie nicht in der Hand von Günter Jauch oder an den Rändern von Fussballstadien, auf mannshohen Plakaten, in Zeitschriften oder im Fernsehen gesehen haben?


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Jan 11 2007

Die perfekte Fernsehzeitung

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Ein sehr nützliches Programm, dass ich bereits seit einiger Zeit benutze ist der TV-Browser. Es handelt sich dabei um eine Art Fernsehzeitung für den Rechner. Man läd sich einfach online das Programm für die kommenden Tage und Wochen runter, was selbst ISDN-geplagte Nutzer wie ich es einer bin in ihrer Geduld nicht überstrapaziert. Man kann sich selbstverständlich seine Lieblingssendungen markieren und sich daran erinnern lassen (sofern der Rechner eingeschaltet ist und das Programm läuft) oder sich über eine Filterfunktion nur die Sendungen anzeigen lassen, die man irgendwann mal als seine Favoriten markiert hat.

Letzteres nutze ich ganz gerne, weil ich dann nicht nur gedanklich den ganzen anderen Murks ausblenden muss sondern ihn auch optisch komplett aus meiner Programmübersicht verbannen kann.

Das Teil ist werbefrei, Open-Source und kostenlos und mindestens für einen kleinen Test sehr zu empfehlen.

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Jan 09 2007

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein, In Eigener Sache

Nachdem ich nun schon so einige Beiträge hier verzapft habe, hielt ich die Installation eines Statistik-Tools für eine ganz gute Idee. Ab sofort wertet also der Counter von Blogscout.de alles an Statistik aus, was sich hier so tut (inklusive Besucherzahlen und dieser ganze Zirkus). Sofern das nicht allzu unbedeutende, uninteressante Zahlen sind, werde ich eventuell von Zeit zu Zeit mal was hier dazu schreiben.

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Jan 09 2007

Weihnachtsgans vs. Skifahren im Ruhrpott

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Nachdem die letzten Tage durch die Medien ging, dass sich einige Klimaforscher und Politiker kritisch über Skisportereignisse geäußert hatten, die nur durch künstliche Maßnahmen stattfinden hatten können, was besagten Menschen zum Teil offenbar “pervers” (Winfried Hermann, Grüne) vorkommt, halte ich mal kackfrech folgende perversen Verschwendungsorgien dagegen:

Meine erste Reaktion auf die ach so perversen Skifahrer (ich war übrigens noch nie in meinem Leben Skifahren, weder auf echtem noch auf künstlichem Schnee) war die, darüber nachzudenken ob man nicht analog über ein totales Verbot von elektrischem Licht nachdenken sollte, schließlich könnte man doch das natürlich vorhandene viel besser und energiesparender nutzen.

Aber Weihnachtsgans und Lichterketten scheinen mir da noch viel bessere Beispiele für Energieverschwendung zu sein. Und auf beides könnte ich persönlich gut verzichten, wenn ich nicht aus Prinzip die Auffassung vertreten würde, dass jeder, der dafür zahlt meinetwegen soviel Energie für was auch immer verschwenden sollte wie er will.

Wenn man politisch etwas dagegen machen möchte, was ja durchaus der Fall zu sein scheint, dann kann man das über Steuern machen – aber nicht über fruchtlose Apelle von Leuten, die scheinbar nichts Besseres zu tun haben, als anderen Menschen ihre Hobbys und Gewohnheiten vorzuschreiben.

Oben genannte Zahlen stammen übrigens von der Website der VDEW – die als Dachverband der deutschen Stromwirtschaft wohl über jeden Verdacht übertrieben hohe Zahlen zu veröffentlichen erhaben sein dürfte.

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Jan 09 2007

Kernenergie als Ausgleich für unterbrochene Ölversorgung?

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Das sowas geht lässt jedenfalls die Aussage von Lieblingskanzlerin Merkel in der ARD gestern (ich glaube es waren die Tagesthemen, das Zitat ist aber z.B. heute bei Spiegel Online nachzulesen) vermuten. Oder soll Otto-Normal-Medienkonsument hier nur einmal mehr für dumm verkauft werden?

Fakt ist: Laut VDEW (das ist immerhin der Dachverband der Deutschen Stromerzeuger) fällt der Teil des Stromes, der aus Erdöl erzeugt wird in dem netten Tortendiagramm auf der verlinkten Seite unter “Heizöl, Pumpspeicher und Sonstige” und liegt damit unter 3%.

Messerscharf schließe ich daraus, dass Erdöl für die Stromerzeugung praktisch keine Rolle spielt. Und da Atomkraftwerke nach wie vor nur Strom erzeugen und Autos nach wie vor praktisch nur mit Benzin, eventuell noch mit diversen Gasen betrieben werden, dürfte es nicht ganz einfach sein die eine Energie mit der anderen zu ersetzen.

Trotzdem erklärte uns Frau Merkel gestern: Wegen des jederzeit möglichen Engpasses in der Ölversorgung “muss man sich natürlich auch überlegen, was für Folgen hat es, wenn wir Kernkraftwerke abschalten.”

Es mag sicher Argumente geben, die den Betrieb von Atomkraftwerken rechtfertigen. Aber Ölknappheit gehört da nun wirklich nicht zu und dass inzwischen bei jeder wie auch immer gearteten Energieproblematik ständig auf die angebliche Notwendigkeit von AKW hingewiesen wird, geht mir ehrlichgesagt langsam auf die Nerven. Und gerade wenn wie in diesem Fall das Eine mit dem Anderen in der Praxis nur wenig zu tun hat, wird doch deutlich wie plump man hier zum Teil versucht uns davon zu überzeugen, dass Atomkraft nicht nur für die Energieerzeuger wichtig ist (die ja gar keine neuen Kraftwerke bauen wollen, etwa um das “Klima zu schützen”, was angeblich ja so toll geht, sondern nur die alten weiterlaufen lassen möchten, weil ihnen dass viele viele Millionen im Jahr einbringt), sondern auch für uns alle.

Abschließend kann ich nicht beurteilen, ob Atomkraft so wichtig für uns ist dass wir sie wirklich “brauchen”. Wenn aber auf diese Art argumentiert wird, dann beschleicht mich doch der Verdacht, dass es unabhängig von Fragen der Notwendigkeit nur darum geht, mit allen Mitteln bestimmte Stimmungen zu erzeugen und eine Art Pro-Atomkraft-Bewegung künstlich zu erzeugen.

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