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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Neulich war ich mal wieder bei Ikea

Genauer gesagt gestern. Und es ist jedes Mal ein echtes Highlight: Wo sonst sieht man so viele Päärchen, die im Partnerlook herumlaufen? Wo sonst findet man so viele “Dinge”, bei denen man sich fragt wozu man die wohl brauchen könnte?

Okay, oft fragt sich scheinbar nur Mann sowas, denn auch wenn es etwas Klischeehaft klingen mag: Ich habe noch nie einen Mann so seltsame Glaskugeln, die irgendwie stylisch leuchten und schon deswegen total Hipp sind.

Auch die vielen kleinen Kisten und Kästen, die gigantische Auswahl an Kerzen, Gläsern und typisch schwedischem sonstigem Krimskrams finden wohl eher unter der weiblichen Kundschaft ihre Fans.

Damit bin ich schon mitten beim Thema: Ikea ist für Frauen konzipiert. Sicher, auch Männer kaufen dort ein – hab ich schließlich gestern auch gemacht, und nichtmal für gar so wenig Geld. Aber Männer kaufen anders ein als Frauen. Männer gehen einkaufen weil sie etwas brauchen. Frauen gehen einkaufen um einkaufen zu gehen.

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ver.di vs. Telekom

Ich verfolge gerade auf Phoenix die Kundgebung von ver.di zum Stellenabbau der Telekom. Bsirske redet. Er sagt was er immer bei solchen Anlässen sagt, von daher ist die Veranstaltung nicht weiter aufregend.

Bei mir hat sich aber gerade folgende Erkenntnis durchgesetzt: Normalerweise wäre ich auf Seite der Firma, die sich um mehr Wettbewerbsfähigkeit bemüht, die Servicefreundlicher werden will und die ihren miserablen Ruf durch verschiedene Maßnahmen verbessern will.

Doch in diesem Fall: Die Telekom ist ein ehemaliger Monopolist, arbeitet z.B. beim VDSL-Netz daran es wieder zu werden und verfügt über einen gefährtlich hohen Marktanteil. Sicher, die Kunden laufen in Scharen weg. Der Service ist nunmal nicht der Beste und die Preise sind eher im vergleichsweise oberen Bereich. Insofern ist die Konzernleitung zu verstehen, wenn sie hier Verbesserungsbedarf sieht.

Keine Ahnung ob die Gewerkschaften wirklich etwas dran ändern können – aber wenn, dann würden sie damit vermutlich nur den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt beflügeln, was ich persönlich – als dank des Monopols nach wie vor von echtem Internet (damit meine ich so Dinge wie schneller als ISDN und vor allem: zum Festpreis) Ausgeschlossener – nur begrüßen kann.

In diesem Sinne: Solidarität!

Hamburger Obergenossen treten geschlossen zurück

spdlogo.pngVermutlich war es nach einer dermaßen undemokratischem Verhalten Einzelner das beste so: Der Vorstand der Hamburger SPD ist vergangene Nacht geschlossen zurückgetreten. Aber auch wenn Hubertus Heil nun damit rechnet, dass “Kübelweise Dreck” über seine Hamburger Kollegen ausgeschüttet werden könnte, so regt sich bei mir nichts dergleichen. Denn für die Hamburger Politik bedeutet dass, dass die einzig wichtige Oppositionspartei bis auf weiteres praktisch keine Rolle mehr spielt – und im kommenden Jahr sind Wahlen!

Schlimmstenfalls bedeutet dass, dass die CDU, die ohnehin schon mit absoluter Mehrheit regiert, nun komplette Narrenfreiheit genießt, weil sich ohnehin kein Mensch mehr für die betriebene Politik interessiert, solange die SPD durch ihre Selbstzerfleischung Schlagzeile auf Schlagzeile produziert. Jene, die ihre eigene Machtgeilheit dermaßen über das Ansehen von Demokratie und ihren eigenen Berufsstand stellen, werden so für weitere “Politikverdrossenheit” und Wahlverweigerer sorgen. Schon deshalb ist Schadenfreude an dieser Stelle fehl am Platz, wie auch immer man zur SPD stehen mag.

Galgenhumor

Köstlicher Galgenhumor bei law blog-Lesern:

# Anonymous meint: (27. 2 .2007 um 17:08)
@ 17
nun, wenn man sich die Fortschritte der letzten 10 Jahre anschaut…wer weiß wozu die Proben dann nützlich sind….
Ähnliche Aussage des Herrn IM: “Niemand hat die Absicht, Mautdaten zur weiteren Verwendung als der Verkehrskontrolle zu sammeln.”

# Anonymous meint: (27. 2 .2007 um 17:11)
Es hatte ja auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen. ;-)

# Sittenwächter meint: (27. 2 .2007 um 17:17)

Niemand hat anscheinend sowieso ne ganze Menge tolle Ideen.
Arbeitet der nicht beim Schäuble?

Der zugehörige Artikel ist übrigens ebenso lesenswert wie diese ihn betreffenden Kommentare.

EU-Kommissarin findet SMS-Gebühren zu hoch

Und damit stimmt sie mit meiner Empfindung durchaus überein. Im Gegensatz zur EU-Kommission wäre ich allerdings nie ernsthaft und ohne Gewissensbisse auf folgenden Gedanken kommen (gelesen auf Golem.de):

Die erhobenen Gebühren für SMS und den Datenaustausch stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten der Mobilfunkfirmen, so der Standpunkt von Reding. Sollten die Preissenkungen nicht freiwillig erfolgen, müsse man einschreiten.

…drohte EU-Kommissarin Viviane Reding.

Klar hätte ich kein Problem damit, für SMS weniger zu zahlen. Allerdings: Seit wann legen Regierungsorganisationen und Behörden die Preise für irgendwelche Luxusgüter fest, deren Nutzung in den allermeisten Fällen (typisch für Luxusgüter) absolut unnötig ist?

Wann hat die Umwandlung des Europäischen Binnenmarktes in eine sozialistische Planwirtschaft stattgefunden? Und warum habe ich davon nichts mitbekommen?

Aber nun ist es wohl zu spät und da heißt es in bester Mitläufermanier: Weitere Verbesserungsvorschläge machen, die das Leben in der Volksrepublik Europa schöner machen.

Hier meine vorläufige Liste von Dingen, die mir persönlich viel zu teuer sind:

  • Bier
  • Autos
  • GEZ-Gebühren
  • Brüsseler Beamten (hier vor allem: zu Teuer im Verhältnis zum Nutzen!)
  • EU-Kommissare (hier ebenso…)
  • Internet per ISDN
  • Benzin
  • viele deutsche Erzeugnisse generell
  • Windows Vista
  • …undsoweiterundsofort

Da ich heute noch andere Dinge vor habe, breche ich das mal an der Stelle ab – liegt aber nicht am Mangel an Ideen. Frau Kommunistinissarin: Übernehmen Sie!

Mir ist zwar klar, dass eine gesetzliche Senkung von Preisen bei – zum Beispiel – deutschen Autos zu Arbeitsplatzverlagerung oder Rationalisierung führen kann – aber ich behaupte ja auch nicht, dass Sozialismus nur Vorteile hätte. Außerdem könnte die Autoindustrie ja, statt wieder bei den Arbeitnehmern zu sparen, lieber bei der Modellpalette sparen: Nur noch ein Modell, am besten aus billigem Plastik statt aus kostbarem Stahl. Und die Produktion wird nicht an der Nachfrage orientiert, sondern es wird so produziert wie es die EU-Kommission (heißt es noch Kommission oder schon Politbüro?) für richtig hält. Sicher, vielleicht müssen Kunden, sofern sie nicht über gute Kontakte zu den richtigen Leuten pflegen, das ein oder andere Jahrzehnt auf ein Auto warten – aber hey, was tut man nicht alles für niedrigere Preise!

Ja klar, das ist polemisch und ziemlich überspitzt. Und ganz bestimmt ist es möglich, SMS zu niedrigeren Preisen anzubieten und trotzdem noch satte Gewinne damit zu machen. Da aber im Mobilfunkbereich noch marktwirtschaftliche Regeln gelten und darum die Nachfrage das Angebot bestimmt, bestimmt der SMS-Kunde mit seinem Konsum die Preise.

Wenn SMS wirklich diese “extrem hohen Preise” hätten, von denen Reding sich scheinbar zu Taten genötigt fühlt, dann würde doch nicht so massiv auf dieses Kommunikationsmittel zurückgegriffen werden – jedenfalls nicht, wenn man alternativ auch anrufen oder andere Wege nutzen könnte. Der Preis scheint dem Verbraucher also nicht zu hoch zu sein, auch nicht gemessen an dem eher bescheidenen (160 Zeichen, jippie…) Nutzen.

Ist der “zuständigen” SMS-Kommissarin also nur etwas langweilig gewesen? Man weiß es nicht – aber wie heißt es so schön: Die Wege des Herrn Brüssels sind unergründlich…

UPDATE: Soeben habe ich zufällig einen Service entdeckt, der zeigt welche Anbieter im Internet kostenlosen SMS-Versand anbieten: http://www.sms-lotse.de/ – damit hat sich der Vorstoß wohl erledigt. Kostenlos ist ja nun wirklich nicht teuer…

Operation: Glühbirnendämmerung

Bundesumweltminister Gabriel will laut Spiegel Online die “Glühbirne aus Europa verdrängen”. Als gelernter Elektriker ist man zwar versucht zu sagen, dass Birnen an Bäumen wachsen und es sich bei dem, was Gabriel meint auf jeden Fall um eine Glühlampe handeln müsste – aber ich will mal nicht so kleinlich sein.

traurigelampe.jpg

Ist es sinnvoll, herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen? Auf jeden Fall. Ihre Erfindung war zwar eine kleine Revolution, die Technik selbst ist aber inzwischen einfach überholt. Preisliche Unterschiede sind inzwischen oft nur ncoh minimal und die Faustregel, dass eine Energiesparlampe bis zu 10 Mal länger hält relativiert den geringfügig höheren Preis sowieso.

Es ist einfach so, dass eine Glühlampe die meiste Leistung, die sie verbraucht, in Wärme umwandelt. Ist ja auch kein Wunder, denn dass Prinzip der Glühlampe basiert nunmal ( – Überraschung…) das Glühen eines Drahtes. Alles was glüht bringt natürlich eine gewisse Helligkeit – jedoch immer im Verbund mit sehr viel Wärme.

Bei Energiesparlampen ist das anders, deren Funktionsprinzip entspricht dem der Leuchtstoffröhre. Die sind von Haus aus sparsamer, weil dort nichts glüht und somit auch kein kostbarer Strom unnötig übermäßig in Wärme umgewandelt wird. Das in der Lampe enthaltene Gas wird durch elektrischen Strom ionisiert und so elektrisch Leitend gemacht. Dieser Vorgang dauert einige Sekunden und wird von uns manchmal als kurzes Flackern oder verzögertes Einschalten wahrgenommen – je nach Lampe und je nach persönlicher Definition… Anschließend leuchtet das Ding jedenfalls, weil der eletrische Strom das enthaltene Gas zum Leuchten bringt.

Nachdem wir all das nun wissen (und ich unterstelle Mal, dass diese Fakten, zumindest jene zum Thema Effizienz und Sparsamkeit, vielen Menschen schon bekannt gewesen sein dürften bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe…), haben wir es jetzt noch nötig den Bundesumweltminister entscheiden zu lassen, dass wir Energiesparlampen zu nutzen haben, beziehungsweise dass wir herkömmliche Lampen eventuell gar nicht mehr kaufen können, auch wenn wir das wollen?

Eigentlich nicht. Mal abgesehen davon, dass der rechnende Mensch bereits heute – ohne staatlichen Druck – doch lieber zur sparsamen Variante greift, ist ein Verkaufsverbot einzelner Produkte – auch wenn sie technisch längst überholt sein mögen – kein Mittel, dessen sich die Politik bedienen sollte. Solcher staatlich organisierter Boykott einzelner Waren ist eine Bevormundung. Der Bürger/Kunde/Wähler wird ein weiteres Mal überflüssigerweise entmündigt – und das steht einer Regierung, die vorgibt einem freien Land vorzustehen, einfach nicht zu.

Aber Gabriel steht ja nicht allein mit einer solchen freiheitsfeindlichen Meinung: Die Grünen möchten ähnliche Regelungen auch gern für Kühlschränke oder Waschmaschinen einführen – hier gilt sicherlich das Gleiche, wie für Glühlampen. Auch bei anderen Geräten gibt es technische Innovationen, die die Geräte sparsamer machen und das ist auch gut so. den Verbraucher zwingen zu wollen, dass “richtige” Gerät zu kaufen geht aber zu weit und greift viel zu sehr in das Recht des Einzelnen ein.

Ich als potentieller Waschmaschinen-, Glühlampen-, Computer- und Sonstige-Geräte-Käufer will selbst entscheiden dürfen, was ich kaufe. Dabei gehe ich nach unterschiedlichen Kriterien vor und wenn die Politik will, dass ich ökologisch vernünftig einkaufe, dann soll sie meinetwegen standardisierte Angaben von Verbrauchswerten vorschreiben, so dass ich es einfacher habe zu vergleichen.

Alles weitere will ich selbst entscheiden können – auch wenn ich dann unter Umständen irgendwann doch mal aus versehen eine “Glühbirne” kaufe. Die “heizt” dann aber ja auch auf meine Kosten – nicht auf Herrn Gabriels.

Der Gipfel

Früher, als ich noch ein kleiner Dreibierkistenhoch war, da wurde mein damals eher beschränktes politisches Interesse durch die “Gipfeltreffen” all dieser Reagens, Breschnews, Gorbatschows und Bushs immer und immer wieder geweckt. Das waren “Gipfel”. Da trafen sich eben die Gipfel der Welt. Mit 8 Jahren bewertet man sowas zwar doch eher neutral – aber beeindruckt hat mich dass, unabhängig von meiner damaligen Unwissenheit, schon irgendwie. Und sei es nur des Namens wegen.
Vermutlich haben unter anderem solche, nachgerade superlativen Redewendungen des 80er-Jahre-”Journalismus” dazu geführt, dass ich ein gewisses Interesse für Politik entwickelt habe, denn: DER GIPFEL – ja gibt es denn etwas, dass größer sein könnte? Für jemanden, der 3 Bierkisten hoch 8 Jahre alt ist, versteht sich? Wohl kaum.

Das Schicksal wollte es, dass mein Interesse an nach Extremsport riechenden Tätigkeiten derart wichtigen Dingen nicht abriss. Das Ergebnis liest der treue Leser (seid gegrüßt, und zwar alle 3!) kostenlos, regelmäßig und zuverlässig an genau dieser Stelle.

Und der Gipfel? Nunja… Es gab gestern einen “Nichtrauchergipfel”, der sehr wahrscheinlich eine Menge Staub aufgewirbelt dicke Luft produziert sämtliche Klarheiten beseitigt sich zwischendurch mal hochamtlich mit dem Thema “Nichtraucherschutz” beschäftigt hat. Das war (…achtung, festhalten…) “natürlich” auch ein solcher Gipfel!

Die Ergebnisse lassen sich (laut Presse) trotzdem relativ kurz zusammenfassen: “In Schulen und Kindertagesstätten, Theatern, Kinos und Museen, Krankenhäusern und Pflegeheimen, in Diskotheken sowie Verwaltungseinrichtungen von Ländern und Kommunen soll das Rauchen generell verboten werden.” (Spiegel Online).

Die so wichtige wie interessante, leider jedoch genauso offen bleibende Frage, ob ich mich von meinen qualmenden Zeitgenossen bei der Hauptversammlung der Feuerwehr, in der Kneipe gegenüber, in der Disko sowie bei im Prinzip allem, was ich in meiner Freizeit so treibe (wen interessiert eigentlich, bei aller Liebe zu Kultur und Geschichte, der Rauch in einem Museum??) weiter quasi willenmeinungslos vollqualmen lassen muss, wird wohl auch weiter der Willkür dem Wohlwollen der jeweils Herrschenden unterworfen sein.

Denn SPON sagt weiterhin: “An diesen Orten seien Ausnahmen nur zulässig, wenn “konzeptionelle oder therapeutische Gründe” dies rechtfertigten, heißt es in dem Beschluss der Ministerkonferenz. Solche Ausnahmen könnte es zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen geben.”

Das bedeutet im Klartext: &$”"”§$&///&)(&/§$!”!!!!”oder sows Ähnliches Eigentlich alles und nichts, denn – “Konzepte”, “Therapie”?? Präziser kann man ja nun wirklich nicht formulieren.

Rauchende Wirte: Ich bin gut darin, Konzepte zu verfassen, fragt mich ruhig. Notfalls leier ich mir aber auch ne Therapie gegen Krebs (oder was anderes, Krebs is halt bei sowas nur der Klassiker…) aus den Rippen: Kein Ding!

Ich halte zwar wenig vom Rauchen, zumal während ich mir mein Pils bestellen will – von Schwachsinnsverordnungen halte ich allerdings sogar noch weniger.

Wie? Sie meinen ich hätte mir diese Meldung wirklich sparen können? Verdammt: Den Eindruck hatte ich von Anfang an!

Das Dumme ist nur: Der Gipfel hat trotzdem stattgefunden.

Was bringt eigentlich… ein Newsfeed?

Symbol für NewsfeedsEin alter Hut? Okay, für diejenigen Leser, die das denken gilt: Auch noch so intensives Weiterlesen dieses Artikels wird nicht zu einen Zuwachs an Wissen führen, denn die mit diesem Artikel neu gestartete Rubrik “Was bringt eigentlich…?” richtet sich in erster Linie an Menschen, die wenig bis gar keine Ahnung haben um was es geht. Denen möchte ich versuchen nahezubringen, dass die behandelte Funktion, Software oder was auch immer auch für sie einen Nutzen haben kann.

In diesem Artikel geht es also um RSS und Newsfeeds im Allgemeinen. Denn obwohl der Umgang und die Handhabung damit inzwischen wirklich simpel geworden ist und für mich persönlich Newsfeeds neben Email und Instant-Messaging zu den wichtigsten Errungenschaften seit “Erfindung” des Internet gehören, gibt es viele Menschen, die davon noch nie etwas gehört haben – geschweigedenn wissen wie man Feeds nutzen kann. Um daran etwas zu ändern, möchte ich an dieser Stelle auf möglichst einfache Weise auf Funktionen und Vorteile von Newsfeeds eingehen.

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Faslam?

…fragte ich mich verwundert, als ich mir am Sonntag morgen die Augen rieb – denn ich stand entgegen all meiner Pläne für diesen Tag plötzlich auf einem Faslamswagen und lies mir Micky Krauses “Du hast die Haare schön!” in die vom Vortag noch ein wenig geschundenen Gehörgänge blasen. Geschunden deshalb, weil die Musik vom Vorabend mehr oder weniger die Gleiche war und ich mir nicht eine Minute Schlaf gegönnt hatte.

Als ich jedenfalls nach kurzer Orientierungsphase an mir herunterblickte, stellte ich erstaunt fest, dass ich immerhin noch die Kravatte vom Vorabend (Lumpenball) um hatte. “Ohne mich läuft nichts” stand da in dekorativer kleiner Schrift hundertfach drauf – da wurde mir klar, dass diese Kravatte offenbar zwischenzeitlich die Kontrolle über meinen Willen übernommen hatte. Vielleicht war auch das eine oder andere Bierchen (beziehungsweise dessen Nebenwirkungen) schuld, das lässt sich im Nachhinein natürlich nicht mehr zuverlässig ermitteln.

Genaugenommen war es so, dass mich ein paar alte Freunde angesprochen hatten, ob ich nicht Bock hätte mitzumachen, da sie ohnehin nur zu viert waren und das eigentlich ein bisschen wenig wäre. Nach einiger Überlegung und diversen Gewissensfragen muss ich wohl dann schließlich zugesagt haben.

Und so war ich nunmal da und musste das Beste draus machen. Ich weiß nicht ob es mir gelungen ist, wenn man aber meine Heiserkeit am nächsten Tag als Maßstab nehmen kann, dann war ich wohl verdammt gut. Oder wenigstens verdammt laut. Die “Gesamtleistung” sollten allerdings doch lieber die Zuschauer beurteilen.

Das Wetter war, gemessen an den himmlischen Frechheiten, die bei den beiden anderen Umzügen in die ich irgendwie involviert war herrschten, jedenfalls mal erste Sahne. Nur gegen Ende wurde es etwas ungemütlich kalt, trocken ist es aber trotzdem fast den ganzen Tag geblieben.

Der Umzug selbst war in diesem Jahr mal wieder wirklich gelungen, dass muss man neidlos anerkennen. Unser Wagen war jetzt nicht unbedingt ein Vertreter der Spitzengruppe, dazu war er schonmal viel zu klein. Dafür haben wir mit “Bauer sucht Frau” eine der blödesten Sendungen verarscht, die es meiner Meinung nach zur Zeit gibt – und dabei hatten wir auf jeden Fall eine Menge Spaß.

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Dass muss auch dem Fotografen einer noch von mir zu ermittelnden Zeitung der Zeitung “Harburger Anzeigen und Nachrichten” (Ausgabe vom vergangenen Montag, dem 19. Februar 2007) aufgefallen sein, der mich mitten in meinem Element ablichtete – und mich sogar auch noch namentlich erwähnte…

Ich weiß nicht wievielen Zuschauern ich den Vorgarten geharkt habe (“alles im Service inbegriffen”) oder wievielen Leuten ich irgendwelche anderen dummen Sprüche zugerufen habe. Ich weiß nichtmal mehr was ich bei dem kurzen Interview so alles gesagt habe, dass jene Reporterin mit mir mitten in der Innenstadt geführt hatte. Auf sowas war ich natürlich nicht vorbereitet, sowas gibts bei unserem Hoopter Umzug doch eher selten. Auf die Frage “Warum habt ihr euch ausgerechnet diese Sendung ausgesucht?” habe ich glaube ich sinngemäß irgendwas in der Art “Keine Ahnung, ich bin erst gestern Nacht eingestiegen und hatte da auf die Themenwahl quasi keinen Einfluss mehr, wie sie sich denken können. Aber wahrscheinlich wollten wir einfach mal eine total behämmerte Fernsehsendung verarschen.” von mir gegeben.

Trotz all dieser Erinnerungslücken und trotz unfassbarer Erschöpfung am gestrigen Montag bereue ich (bis jetzt) nicht am Umzug teilgenommen zu haben. Heute ist dann Siegerehrung, ich rechne selbstverständlich ganz fest mit einem Pokal!

PS: Für den Fall, dass immer noch jemand keine Ahnung hat was Faslam ist (auch dass habe ich auf dem Umzug öfter mal erklären müssen, zumindest was den grundsätzlichen Unterschied zum Karneval angeht), dem sei mein früherer Artikel zum Thema ans Herz gelegt.

Pornos ab 16 – Medienecho rund um Beschluss der Jungen Liberalen

Nicht schlecht gestaunt habe ich gestern Abend, als ich bei Spiegel Online einen Artikel über einen Beschluss der Niedersächsischen Jungen Liberalen entdeckt habe. Erstens, weil ich zwar selbst nichts zu diesem Beschluss beigetragen habe, aber durch meine JuLi-Mitgliedschaft und der persönlichen Bekanntschaft zum Antragssteller den Prozess vom Antrag zum Beschluss direkt mitbekommen habe und schon deshalb an der weiteren Entwicklung interessiert bin. Und Zweitens hat mich erstaunt, dass sich die Medien jetzt plötzlich dafür interessieren, obwohl der Antrag ja schon seit geraumer Zeit als Beschluss auf Landesebene angekommen ist.

Aber seis drum: In Zeiten, in denen Debatten und Initiativen über verschärften Jugendschutz oder gar Zensur von Medien den Blätterwald (Kennt zufällig jemand einen dazu analogen Begriff für Onlinemedien?) beherrschen, empfinde ich es als geradezu erfrischend, wenn eine politische Vereinigunge wirklich mal öffentlich genau gegen diesen Trend anarbeitet. Würde ich dieser nicht schon längst angehören, so würde ich wohl spätestens jetzt mit dem Gedanken eines Beitritts spielen.

Der Original-Antrag, der in der Form auf dem Landeskongress der Jungen Liberalen im April 2006 auch so angenommen wurde und um den es jetzt offenbar geht, zielte auf drei zentrale Punkte:

  1. Herabsetzung der Altersgrenze für den Zugang pornografischer Schriften auf 16 Jahre
  2. Überprüfung der Verhältnismäßigkeit von geltenden Regeln zur Gewaltdarstellung in den Medien zu pornografischen Darstellungen in den Medien
  3. Schaffung einer klaren Definition was unter den Begriff “Pornografie” fällt, bzw. was nicht

Ich verstehe akzeptiere, wenn Menschen generell dagegen sind, jungen Leuten den Zugang zu Pornografie zu gewähren. Realistisch gesehen ist das aber nicht durchsetzbar, ganz egal was das Gesetz sagt: Wer will, der kann sich über vielfältige Wege mit den Medien versorgen, die er haben will – zum Beispiel über das Internet oder über Freunde.

Das Bedürfnis danach hat etwas mit Medienkompetenz und auch mit Erziehung zu tun – und liegt daher letztlich wesentlich in der Verantwortung der Eltern. Es lässt sich nicht dadurch verringern oder vergrößern, dass gesetzlich irgendwelche Altersgrenzen festlegt werden. Dass sich 16-jährige zwar legal auch körperlich lieben dürfen, jedoch gegen das Gesetz verstoßen, sobald sie sich pornografisches Material beschaffen, ist schizophren unverständlich mindestens hinterfragenswert.

Um blödsinnigen Vorverurteilungen entgegenzuwirken: Die JuLis sind keine Ansammlung von Pornofans, und sie sind sich durchaus bewusst, dass es wichtigere Themen gibt. Wer dazu Beweise haben will, der kann sich hier das Antragsbuch des jüngsten Landeskongresses herunterladen. Darin geht es um eine Vielzahl aktueller Themen und die wenigsten haben, entgegen jedem Klischee, mit Pornographie oder Drogen zu tun.

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  • Löffel voller Weisheit

    Während in den USA eine kleine, neu gegründete Firma schöne, schnelle Elekroroadster baut und damit am Markt sehr erfolgreich ist, sieht die Politik in Deutschland Innovation immer noch als eine obrigkeitsstaatliche Aufgabe – nachdem sie zuvor einen eher langweiligen Autohersteller vorläufig vor der Insolvenz rettete. — Jan Schnellenbach im Blog “Wirtschaftliche Freiheit”, Oktober 2009

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