Filterblog

Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Was bringt eigentlich… ein Newsfeed?

Posted on | Februar 22, 2007 | No Comments

Symbol für NewsfeedsEin alter Hut? Okay, für diejenigen Leser, die das denken gilt: Auch noch so intensives Weiterlesen dieses Artikels wird nicht zu einen Zuwachs an Wissen führen, denn die mit diesem Artikel neu gestartete Rubrik “Was bringt eigentlich…?” richtet sich in erster Linie an Menschen, die wenig bis gar keine Ahnung haben um was es geht. Denen möchte ich versuchen nahezubringen, dass die behandelte Funktion, Software oder was auch immer auch für sie einen Nutzen haben kann.

In diesem Artikel geht es also um RSS und Newsfeeds im Allgemeinen. Denn obwohl der Umgang und die Handhabung damit inzwischen wirklich simpel geworden ist und für mich persönlich Newsfeeds neben Email und Instant-Messaging zu den wichtigsten Errungenschaften seit “Erfindung” des Internet gehören, gibt es viele Menschen, die davon noch nie etwas gehört haben – geschweigedenn wissen wie man Feeds nutzen kann. Um daran etwas zu ändern, möchte ich an dieser Stelle auf möglichst einfache Weise auf Funktionen und Vorteile von Newsfeeds eingehen.

Allgemein: Worum gehts eigentlich?

Ein Newsfeed ist eine dynamisch generierte Datei, die von verschiedenen Websites zum “Abo” angeboten wird und stets die aktuellesten Meldungen enthält. Das klingt erstmal kompliziert, lässt sich vereinfacht aber so ausdrücken: Einmal abonniert, ermöglicht ein solcher Newsfeed mithilfe von speziellen Programmen (Newsreadern) eine schnelle Übersicht über die enthaltenen Nachrichten. Dank der großen Zahl verfügbarer Feeds wird der Newsreader zur recht einfach konfigurierbaren persönlichen Tageszeitung, die sich aus allen möglichen Zeitungen, Blogs oder anderer Informations-Websites zusammensetzt.

Welche Internetseiten haben Feeds und woran erkennt man das?

Alle, die was auf sich halten: Spiegel-Online, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit – um einige große Zeitungen zu nennen. Aber auch Google-News, die großen politischen Parteien, der Bundestag, Sportvereine, Diskotheken, verschiedene Hilfsorganisationen und beinahe jedes noch so kleine unbedeutende Blog bieten mittlerweile Feeds an, nur um mal zu zeigen, dass Newsfeeds keineswegs nur was für große Portale oder einzelne Arten von Informationen sind. Im Grunde genommen kann jede Internetseite Feeds bereithalten, technisch ist das nicht sehr kompliziert.

Doch woran erkennt man denn nun Internetseiten, die einen solchen Feed bereitstellen? Bei den gängigen aktuellen Browsern ist das denkbar einfach: Irgendwo (beim Firefox z.B. ganz rechts in der Adressleiste, beim neuesten Internetexplorer gibts eine entsprechende Schaltfläche neben den Registerkarten) wird ein kleines Bild angezeigt, dass auf die Verfügbarkeit eines Feeds hinweist, was dann zum Beispiel (hier im Fall des Mozilla Firefox, den auf das Icon hinweisenden Pfeil habe ich natürlich selbst hinzugefügt) so aussieht:

Mozilla Firefox

Internet Explorer 7

Hmm, aber ich hab keine Lust mehr oder weniger durch Zufall an die Feeds zu kommen, die mich interessieren, geht das nicht auch anders?

Selbstverständlich. Denn wie für alles im Internet gibt es auch für Feeds spezielle Verzeichnisse. Ganz allgemeine Verzeichnisse für Feeds sind zum Beispiel diese:

Daneben gibt es noch verschiedene Blog-Verzeichnisse, wie zum Beispiel:

Alles klar, es gibt also genug Möglichkeiten um Feeds zu finden. Aber was mach ich dann damit?

Hier kommt der “Feedreader” ins Spiel. Davon gibt es inzwischen eine Vielzahl, moderne Browser haben bereits integrierte Reader, auch Emailprogramme wie Outlook oder Thunderbird können Feed-Abos verarbeiten. Eine Liste der gängigsten Reader bietet Wikipedia an.

Durch einen Klick auf einen Feed-Link gelangt man, je nach Browser, zu einer Ansicht der Feed-Datei oder zu einem integrierten Reader. Mit einem Rechtsklick lässt sich der Link zum Feed auch direkt in die Zwischenablage kopieren, um ihn anschließend im Feedreader der Wahl speichern zu können.

rsslink1.jpg

Mein persönlicher Favorit unter den Feedreadern ist der Google-Reader, der keine zusätzliche Software erfordert sondern komplett online funktioniert – kostenlos versteht sich.

Google Reader

Das Programm lässt eigentlich keine technischen Wünsche offen. Was vielleicht den Einen oder Anderen zunächst etwas schrecken könnte, ist dass es den Google-Reader bislang noch nicht auf Deutsch gibt. Dass aber “Add subscription” bedeuten soll, dass man einen Feed nach Klick auf diesen Link hinzufügen kann ist denke ich leicht verständlich (wenn nicht hab ichs ja jetzt ohnehin erklärt…) und wesentlich mehr muss man eigentlich nicht wissen.

Ich habe mir den Google-Reader inzwischen als Startseite eingerichtet, so dass ich immer gleich zu den von mir selbst zusammengestellten aktuellen Nachrichten gelange. Auf diese Weise habe ich also wirklich meine ganz persönliche Tageszeitung – und dass schnell und einfach, trotz auch eher langsamem ISDN-Internetzugang.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Anleitung einigermaßen rüberbringen, was Newsfeeds sind, wie man sie verwenden kann und dass sie sehr nützlich sein können. Bei Unklarheiten: Einfach Kommentar hinterlassen und auf Antwort warten;)

Comments

Leave a Reply





Protected by WP Anti Spam
  • Löffel voller Weisheit

    Ein Segel, prall im Sturm der Sehnsucht, schlaff in der Windstille der Gewohnheit. — Hans Kasper (*1916), dt. Schriftsteller u. Hörspielautor über die Freiheit

  • Filterblog@Facebook


  • Switch to our mobile site