Hamburger Obergenossen treten geschlossen zurück
Posted on | Februar 28, 2007 | No Comments
Vermutlich war es nach einer dermaßen undemokratischem Verhalten Einzelner das beste so: Der Vorstand der Hamburger SPD ist vergangene Nacht geschlossen zurückgetreten. Aber auch wenn Hubertus Heil nun damit rechnet, dass “Kübelweise Dreck” über seine Hamburger Kollegen ausgeschüttet werden könnte, so regt sich bei mir nichts dergleichen. Denn für die Hamburger Politik bedeutet dass, dass die einzig wichtige Oppositionspartei bis auf weiteres praktisch keine Rolle mehr spielt – und im kommenden Jahr sind Wahlen!
Schlimmstenfalls bedeutet dass, dass die CDU, die ohnehin schon mit absoluter Mehrheit regiert, nun komplette Narrenfreiheit genießt, weil sich ohnehin kein Mensch mehr für die betriebene Politik interessiert, solange die SPD durch ihre Selbstzerfleischung Schlagzeile auf Schlagzeile produziert. Jene, die ihre eigene Machtgeilheit dermaßen über das Ansehen von Demokratie und ihren eigenen Berufsstand stellen, werden so für weitere “Politikverdrossenheit” und Wahlverweigerer sorgen. Schon deshalb ist Schadenfreude an dieser Stelle fehl am Platz, wie auch immer man zur SPD stehen mag.
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