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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

“Killerspiele”: Lieber totale Entmündigung statt “nur” Jugendschutz?

Heute vormittag hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dem Volk, bzw. der Presse ihre Pläne zum Thema “Killerspiele” verkündet. Demnach genügt der Bundesregierung die aktuelle Kontrolle durch die USK nicht, auch wenn die laut Spiegel Online als eine der härtesten der Welt gilt.

Die neuen Regelungen beziehen sich demnach nicht mehr nur auf die verherrlichung von Gewalt, sondern auch auf die bloße Darstellung: “Damit würden extrem gewaltbeherrschte Trägermedien wie Computerspiele, Videos und DVDs in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche verboten, sagte von der Leyen. Sie dürften dann nur in gesonderten Geschäften und an Erwachsene verkauft werden” (Spiegel Online). Man kann sich drüber streiten, ob das nicht etwas zu heftig ist oder nicht, ich finds übertrieben weil ich sowieso der Meinung bin, dass die Wirkung von Spielen und Filmen weit überschätzt wird. Aber da diese Regelung mich ohnehin nicht weiter betrifft könnte ich damit Leben.

Einem gewissen Herrn Beckstein scheint das aber nicht zu reichen. In Bayern verspricht man sich offensichtlich von einem totalen Verbot von “Killerspielen” Wählerstimmen. Das würde dann auch Erwachsene einschließen und hätte nichts mehr mit Jugendschutz, dafür sehr viel mit Zensur zu tun.

Staatliche Entmündigung erwachsener Menschen scheint manchen Politikern ein zu rechtfertigendes Mittel zu sein, wenn es um Stimmenfang per Stammtischparole oder vermeintlich “einfacher” Lösungen geht.

Studie: Dosenpfand ist Unsinn

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich laut Welt eingehend mit den Entwicklungen auf dem Verpackungsmarkt seit Einführung des Einwegs-Zwangspfandes im Jahr 2003 beschäftigt.

Damals führte Jürgen Trittin als Bundes-Umweltminister dieses Instrument ein, weil in drei aufeinander folgenden Jahren die “Mehrwegquote” unter 72% lag. Ein entsprechendes Gesetz hatte allerdings schon Umweltminister Töpfer 1991 mit der “Verpackungsverordnung“, die später von Umweltministerin Merkel nochmal erneuert wurde, initiiert. Für diesen Geniestreich dürfen also keinesfalls allein die Grünen die Lorbeeren für sich beanspruchen.

Jedenfalls hat laut GfK dieses “Dosenpfand” inzwischen dazu geführt, dass uns Konsumenten scheinbar egal ist, ob wir Einweg oder Mehrweg kaufen, weil eh überall Pfand drauf ist. Folge: Die Mehrwegquote im Jahr 2006 (phantastisch, was nicht alles statistisch erfasst wird) belief sich nur noch auf 32,6%.

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WG: (Fwd) (Fwd) Müller – Milch

So lautete die Betreffzeile einer Email, die ich vor einigen Wochen bekam. Ich hatte dieselbe Email bereits vor einiger Zeit mal zugeschickt bekommen und davor auch schonmal, sie ist also schon etwas älter. Ich will trotzdem mal einen Kommentar dazu abgeben. Also auf gehts:

etwas lang – aber seeeeeeeeeeeeeehhhhhrr interessant !!!
Moin,
wir ändern unser Kaufverhalten !
Betreff: – Die Geschichte von Herrn Müller –
Das hier, das ist der Herr Müller.
Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im
Süden. Der Herr Müller ist ein Unternehmer.Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr
sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.
Der Herr Müller stellt nämlichlauter Sachen her, die aus Milch gemacht
werden.
Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller
verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo
ihr sie dann kaufen könnt. Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so
gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr
Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und
baut eine neue Fabrik.
Und zwar baut er sie in Sachsen,
das ist ganz im Osten.

Bis dahin überaus lehrreich und schlüssig, jetzt gehts aber erst richtig los.

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Blog-Baustelle

Dem regelmäßigen Besucher dürfte aufgefallen sein, dass sich hier in letzter Zeit ein bisschen was getan hat. Das hängt direkt damit zusammen, dass ich mich mit Wordpress, seinen Funktionen und Plugins und überhaupt mit PHP nie wirklich beschäftigt hatte, bevor ich das Teil hier gebaut habe. Folglich sammle ich im Moment so meine Erfahrungen und setze die, sofern es mir sinnvoll erscheint, entsprechend um. Ich hab so das Gefühl, dass diese “Probierphase” noch längst nicht beendet ist – ich will aber trotzdem mal auf einige jüngere, jedoch gravierende Änderungen hinweisen.

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Neues von Google

Die bekannteste Suchmaschine der Welt bietet ja seit langem schon mehr als nur ihre Suchmaschine an. Mit Diensten wie Google Earth oder Google Talk und noch vielen anderen Tools (die Meisten dürften wohl noch relativ unbekannt sein) dringt das vor nicht einmal 10 Jahren gegründete Unternehmen inzwischen auf Märkte vor, die bislang zum Teil von anderen Giganten der Computer- und Netzwelt beherrscht werden.

Google

So gibt es seit einiger Zeit bereits ein Schreibprogramm und eine Tabellenkalkulation, die zwar in ihrem Funktionsumfang noch nicht an Microsoft Office oder OpenOffice herankommen – aber diese Programme sind kostenlos und auf jedem Internetrechner ohne zusätzliche Software (neben einem Browser versteht sich) nutzbar. Damit erstellte Dokumente lassen sich online speichern, aber auch offline exportieren und so beispielsweise später mit einer “konventionellen” Desktopanwendung bearbeiten. Das Angebot der Dateiformate ist in diesem Fall meiner Einschätzung nach durchaus zufriedenstellend.

“Google Docs and Spreadsheets”, wie diese manchmal ganz praktische Software heißt, gibt es ab sofort als “Google Text und Tabellen” komplett eingedeutscht, wie Golem meldet.

Google-Tabelle

Gmail ist ein Emaildienst, den Google bereits seit langem für mehr oder weniger auserwählte Kunden im Betatest angeboten hatte. Diese “Auserwählung” bestand darin, dass man entweder von anderen Usern eingeladen werden musste oder auf eine Warteliste kam, wo man dann nach einiger Zeit einen Zugang erhalten hatte. Letzteres habe ich vor einigen Jahren mal ausprobiert und konnte so Gmail bereits seit einiger Zeit testen.

Gmail

Ab sofort darf sich offenbar endlich jeder dort ohne Umwege anmelden und den Emaildienst, der sich vor allem wegen der praktischen Suchfunktionen und einer recht großzügig bemessenen Mailbox (stolze 2,8GB Speicherplatz) von anderen Anbietern abhebt, nutzen. Gmail ist natürlich kostenlos und meiner Meinung nach auf jeden Fall mal einen Test wert.

Damit habe ich jetzt aus aktuellem Anlass nur zwei Google-Services vorgestellt, es gibt noch eine Reihe von anderen Tools, die ich bereits seit längerer Zeit gern nutze, wie z.B. die Desktop-Suche, Picasa oder den Google-RSS-Reader.

Da Google dank seiner Lizenz zum Gelddrucken scheinbar recht erfolgreichen Geschäfte jede Menge Geld zum Entwickeln von neuen “Spielzeugen” hat, kommt da alle paar Monate mal was zu. Wer da ein wenig experimentierfreudig oder neugierig ist, für den gibts entweder direkt von Google oder bei Wikipedia entsprechende Übersichten.

Google-Services

Kleiner Grundkurs in Lebensmittelkunde

Und das von mir? Jap – und darum auch der durchaus ernstzunehmende Zusatz “kleiner”. Denn natürlich bilde ich mir nicht ein, wirklich viel von der Materie zu verstehen. Was mich dazu bringt, dazu etwas zu schreiben sind vielmehr ein paar grundsätzlichere Beobachtungen, auf die ich im Sinne der Aufklärung einfach nur mal hinweisen möchte.

Vor einiger Zeit hatte ich in irgendeinem “Fachforum” mal aufgeschnappt, dass Bier im Grunde genommen nicht dick macht, weil es nicht mehr Kalorien enthält als zum Beispiel diverse Fruchtsäfte.

Als ich das in dem ein oder anderen Gespräch mal anmerkte, wurde mir nie so wirklich geglaubt, was mich dazu veranlasste eine tiefer gehende Recherche zu starten.

Inzwischen habe ich im Zuge dieser “Ermittlungen” eine kleine Liste zusammengestellt, die den Kaloriengehalt einiger unterschiedlicher Getränke mal miteinander vergleicht – Manches dabei fand ich doch etwas überraschend, man beachte zum Beispiel, dass Cola weniger Kalorien enthält als Orangensaft und dass Alkoholfreies Bier zumindest in meiner Liste der absolute Spitzenreiter ist:

Getränk Kalorien
Orangensaft (Gut und Günstig, Famila) 43 kcal
Coca Cola 42 kcal
Krombacher Alkoholfrei 27 kcal
Bier (Pils) ~40 kcal
Milch (1,5% Fett) 46 kcal
Buttermilch (Müller, 1%) 43 kcal
Naturtrüber Apfelsaft 47 kcal
Schwarzer Johannisbeersaft 54 kcal

Was mir außerdem noch aufgefallen ist: Ich konnte kein einziges alkoholisches Getränk finden, auf dem der Kaloriengehalt aufgedrucht war. Und ich habe auf wirklich vielen unterschiedlichen Flaschen nachgesehen.

Meine Vermutung ist im Augenblick, dass das mit der Einteilung Lebensmittel / Genussmittel zusammen hängt, sofern irgendwer da mehr drüber weiß kann er mich gerne per Kommentar oder Mail aufklären.

Ein weiteres Mysterium, dass ich schon immer mal klären wollte, habe ich in diesem Zusammenhang auch gleich mal “aufgedeckt”: Warum um alles in der Welt sagt jeder ständig “Kalorien” zu dem Wert, hinter dem die Einheit “kcal” steht? Das “k” steht doch unzweifelhaft für den international gültigen Einheitenvorsatz “Kilo”, so dass es sich um die tausendfache Menge der Einheit “cal” handeln müsste, was dann für mich bedeutet, dass die Zahl der Kalorien das tausendfache der Zahl vor der Einheit sein müsste und man somit auf jeden Fall von Kilokalorien sprechen müsste.

Diese Auffassung brachte mir mehr als einmal irriterte Blicke meiner Mitmenschen ein, darum wurde es Zeit auch mal dieses Rätsel zu lösen.

In diesem Fall half mir Wikipedia recht kompetent weiter. Dort wird nämlich die Vermutung geäußert, dass die fälschliche Annahme, dass “kcal” die Einheit für Kalorien sei aus einer veralteten amerikanischen Einheit namens “C” entstanden sein könnte. Denn dieses “C” wurde in den USA früher mal anstelle von “kcal” benutzt. Diese Erklärung leuchtet mir ein und gibt mir gleichzeitig die Chance das nächste Mal entsprechende Missverständnisse kompetent aufzuklären.

Menschen, die die Zahl vor der “kcal”-Einheit Zielsicher als Anzahl der Kalorien identifizieren und damit an sich schon falsch liegen, dürfte zwar wohl kaum auch die folgende Feststellung schockieren oder belehren. Als penetranter Querulant der ich in solchen Dingen aber manchmal gerne bin, weise ich trotzdem darauf hin, dass die Kalorie genauso veraltet ist wie die PS oder gar das Pfund (auch wenn sogar der Spiegel vor einigen Wochen irgendwas von einem neuen Minicomputer schreibt, der “nur ein Pfund schwer” sein soll…).

Man mag das als etwas kleinlich ansehen. Aber spätestens wenn man mal mit der Energie-Einheit Kalorie versucht irgendwas auszurechnen, muss man sich für einen der drei gängigen Umrechnungsfaktoren entscheiden (bedingt durch drei verschiedene Definitionen, was mir persönlich als Rechtfertigung dafür, diese Einheit nicht mehr zu verwenden, voll und ganz genügt), die alle einen etwas umständlichen vierstelligen Faktor enthalten.

Zugegebenermaßen dürfte Otto-Normal-Kalorienwertbeachter eher selten in die Verlegenheit kommen, da irgendwas umrechnen zu müssen – aber für einen mathematischen Ästheten wie ich es einer bin… okay, ich hör schon auf, das glaubt mir wohl sowieso keiner;)

Der Artikel brachte mir übrigens noch einige weitere Erkenntnisse. So ist der Kalorien… pardon, der Energiegehalt, der auf Lebensmitteln angegeben ist, immer nur der Wert, der vom Menschen auch tatsächlich in Energie umgesetzt wird – die Nahrung kann also in Wahrheit mehr Energie im physikalischen Sinn enthalten, die aber über diesen Wert hinaus für die menschliche Verdauung keine Rolle spielt.

Das Hin und Her mit der Kohle für die Kohle

2.500.000.000 Euro, jedes Jahr. Sie dienen der künstlichen Aufrechterhaltung von ganzen 34.000 Arbeitsplätzen, was pro Arbeitsplatz eine Förderung von über 6000 Euro im Monat entspricht. Klingt für mich nach einer extrem effizienten Geschichte. Was mag so ein Bergmann davon Brutto wohl bekommen? 2000 Euro? Vielleicht 3000 Euro? Der Rest wird demnach jedenfalls dazu benötigt, die deutsche Steinkohle preislich auf Weltmarkt-Niveau zu drücken.

Und bis 2018 geht diese Wahrung der “Chancen, heimische Steinkohle auch als Energieträger der Zukunft mit neuen Technologien und auf neuen Märkten zu nutzen” (aus “Aktuell.SPD vom 30. Januar 2007: Sicherheit für die Bergleute”) mindestens weiter, wobei 2012 nochmal drüber debattiert werden soll (um im Zweifel noch mehr Förderung in das Zukunftsprojekt Steinkohle zu stecken).

Nunja, es empfiehlt sich immer in die Zukunft zu investieren. Ja klar, man hätte vielleicht auch z.B. 2,5 Millionen Studenten eine Studiengebühr ersparen können, zum Beispiel um dem drohenden, bzw. zum Teil längst eingetretenen Fachkräftemangel im Bereich der Ingenieure irgendwas entgegenzusetzen. Scheinbar erscheint aber zumindest der SPD Kohle & Co wichtiger für die Zukunft zu sein als Forschung und Innovation. Ich habe allerdings ehrlichgesagt auch nichts anderes erwartet.

Wieviele Lehrer man für zweieinhalb Milliarden Euro im Jahr einstellen hätte können wage ich mal gar nicht auszurechnen. Oder wieviele Kitas neu eröffnet werden könnten. Oder welche Kaufkraft man hätte erzeugen können, wenn man Steuerzahlern die Kohle-Kohle gar nicht erst weg genommen hätte.

Naja, aber man muss fair sagen, dass Steinkohle einfach unverzichtbar ist – immerhin werden 10 Prozent unseres Stroms mit ihr hergestellt. 10 Prozent! Zukunft…

Selbst CDU-Sozialdemokrat Rüttgers ist nun dafür, diese Steuergeldverschwendung schneller als vereinbart zu beenden – und bekommt daraufhin auch sogleich mediale Prügel vom Sozi-General Heil: “Rüttgers will die Bergleute verraten. Er raubt ihnen die Perspektive. Das ist rücksichtslos” – ja genau. Was Herrn Heil so in Rage gebracht hat, ist eine Forderung Rüttgers’, den Steinkohlebergbau vier Jahre früher als geplant (nämlich “schon” in 7 Jahren statt in 11) zu beenden. Nur 7 Jahre Zeit zu haben, sich einen neuen Job zu suchen, eine Umschulung zu machen oder eine neue Ausbildung zu machen – dass ist an Rücksichtslosigkeit wirklich kaum zu überbieten.

PS: Wehe, einer von dieser Ökopartei für Bildleser scheinbar vollständig von der Bergbau-Lobby infiltrierten Partei erzählt mir nochmal irgendwas von Energiesparen, Kyoto oder Treibhausgasen.

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    Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann. — Karl Popper

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