Blutspenden
Posted on | März 9, 2007 | No Comments
Anfang April steigt mal wieder ein Blutspendetermin bei uns im Ort.
Ich kann mich noch gut an mein erstes Blutspenden erinnern. Ich wollte damals noch ein paar Freunde überreden mitzukommen, schon damit es nicht langweilig ist wenn man so da liegt. Ich erhielt allerdings (durchaus ernsthaft so gemeinte) Antworten nach dem Motto “Ne, mein Blut brauche ich leider selber, das kann ich nicht spenden.” Ich hab dann auch nicht weiter nachgefragt…
Das ist ein Grund, weswegen ich jetzt mal ein bisschen erläutern will worum es geht und wieso solche und ähnliche Sprüche Unsinn sind.
Wozu brauchen die denn überhaupt mein Blut?
Naja, es gibt Menschen, die viel Blut verloren haben – durch Unfälle, vielleicht auch bei einer Operation… Gründe gibts ja genug. Und Blut lässt sich so ohne Weiteres nicht technisch herstellen, weshalb es unerlässlich ist, immer genügend Freiwillige zu finden die für Unfallopfer oder andere “Blut-Bedürftige” spenden.
Und was krieg ich dafür? Bringt mir das überhaupt was?
Wem das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben nicht genügt, der lässt sich vielleicht mit einigen materiellen Aspekten locken: Man kriegt einen Blutspendepass, in dem unter anderem steht welche Blutgruppe man hat. Das kann, wenn man selber mal einen Unfall erleidet und Blut braucht, im Extremfall das eigene Leben retten (was natürlich auch für das gespendete Blut gilt, das einem logischerweise auch selbst helfen kann, wenn es mal ganz dumm kommt).
Außerdem gibts eine kostenlose Blutanalyse. Man erfährt also, ob man irgendwelche Krankheiten hat, es werden die Werte wichtiger Organe, soweit die aus dem Blut ersichtlich sind, nachgeprüft (ich habe zum Beispiel schon Post wegen meiner Leberwerte bekommen, weil der Spendetermin ein bisschen zu knapp nach einer feuchtfröhlichen Party terminiert war…).
Wer oft genug spendet, bekommt irgendwann auch diverse Ehrennadeln. Mir persönlich ziemlich egal – aber mancher mag das vielleicht anders sehen.
Als wichtigstes Nebenverdienst (neben dem guten Gefühl…) gilt allerdings der anschließende Imbiss. Ich weiß nicht, wie es in anderen Orten aussieht aber bei uns gibts heiße Würstchen und Kartoffelsalat, Brote mit Lachs, Ei oder Krabbensalat, es gibt Kaffee und Kuchen, Fruchtsäfte, Cola, Früchte…. und so weiter und so fort. Einfach ausgedrückt: Ein reichhaltiges Buffet vom Feinsten, für das man als Spender natürlich nichts zahlen muss. Dieses Buffet ist nicht etwa bloß eine Art Bestechungsversuch, die angebotenen Speisen und Getränke sollen vielmehr blutbildend wirken und den Spender subtil zu einem etwas längerem Aufenthalt “zwingen”, damit er wirklich wieder voll bei Kräften ist, wenn er sich auf den Heimweg begibt.
Klingt toll, ich will trotzdem nicht leergepumpt werden, nur um mich kostenlos vollfressen zu können!
Es werden einem gerade mal 500 Mililiter abgezapft. Das ist zwar für Manche genug, um sich hinterher ein wenig komisch zu fühlen – aber nicht so viel, als dass es der Körper nicht relativ schnell wieder “auffüllen” könnte. Natürlich gibt es Menschen, die eine Blutspende nun gar nicht vertragen – aber das sind eher Wenige und auf solche Fälle sind die anwesenden Ärzte und das Team selbstverständlich bestens vorbereitet. Angst vor den Folgen einer Blutspende muss also niemand haben.
So, damit habe ich hoffentlich einige Vorurteile ausräumen können. Wer mehr wissen will, der sollte mal hier nachsehen oder gegebenenfalls auch nachfragen. Wer sich für Termine in seiner Nähe interessiert, dem wird hier geholfen.
Wer in Winsen oder der Umgebung wohnt, der kann auch einfach gleich den Termin am 3. April in der Hoopter Turnhalle (Adresse: Hoopter Sportplatz, das große Gebäude da halt.. in 21423 Winsen) wahrnehmen. Gespendet werden kann zwischen 16 und 20 Uhr.
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