Filterblog

Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Zeitumstellung

Meine Meinung zur Zeitumstellung hatte ich ja vor einiger Zeit bereits Kund getan. Das Satiremagazin Titanic erklärt nun aber nochmal auf seine Art ganz genau, wie es dazu eigentlich mal gekommen ist.

“Google Bike” ist da

Laut GoogleWatchBlog verschenkt Google Fahrräder an seine Mitarbeiter. Anlass ist der “Alternative Transportation Day”, von dem ich allerdings noch nie was gehört habe. Ich werde wohl gleich mal danach googlen müssen…

Eisbären aus Berlin

spielen nicht nur Eishockey sondern bloggen neuerdings offenbar auch.

via

Jubiläum: 222 Tage Filterblog

Ich feier Jubiläum notfalls nämlich auch bei Schnapszahlen… Seit dem Startschuss sind heute genau 222 Tage vergangen, was ich mal als Anlass nehmen will um eine kleine Bilanz zu ziehen.

Erstmal einige nackte Zahlen: 95 Beiträge (diesen hier nicht mitgerechnet) enthalten 40639 Wörter. Das sind durchschnittlich 184 Wörter und 0,45 Beiträge pro Tag. Allerdings hat sich hier die Schlagzahl bedeutend erhöht: Im März sah es so aus, dass ich auf 1,67 Beiträge pro Tag kam und ich hab nicht vor, meine Produktivität bedeutend einzuschränken.

Meine jüngere Schreibwut (43% aller Beiträge habe ich im März 2007 verfasst) hat sich denn auch recht deutlich auf die Entwicklung der Zugriffe ausgewirkt, wie diese Grafik beweist:

logs_maerz2007.jpg

Die Zahlen sind natürlich noch ausbaufähig – betrachtet man den Trend, dann scheint das Wachstum allerdings ungebrochen. Der Monat März dauert ja auch noch einige Tage.

Inzwischen bekomme ich auch immer mehr regelmäßige Leser, was mich natürlich freut.

Die meisten Besucher, die von Google & Co zu mir geleitet wurden interessierten sich für die Firma Müller, elektronische Fernsehzeitungen oder Bier. Ich hoffe allerdings, dass mit der Zeit einige andere Themen wichtiger werden.

Gut angekommen (zumindest gemessen an den Besucherzahlen) sind nach dem Müller-Artikel und meinem Bericht über den TV-Browser auch der Google-Beitrag, sowie meine beiden Berichte zum Faslam.

Ich persönlich bin mehr als zufrieden mit all diesen Zahlen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass man doch relativ schnell so viele Leute erreichen kann. Denn außer mein Blog in einschlägigen Verzeichnissen zu positionieren und von Zeit zu Zeit Bekannte darauf hinzuweisen, dass ich ja ne Seite hab, habe ich nichts getan um meine Besucherzahlen zu steigern (vom Schreiben selbst mal abgesehen).

Ich bin jetzt schon mal gespannt, wie meine nächste Bilanz aussehen wird. Ich weiß nur noch nicht, ob ich die am Tag 333 oder doch eher nach einem ganzen Jahr ziehen soll. Aber das ist ja beides noch ne Weile hin.

1984 als Comic

Nach wie vor eines meiner absoluten Lieblingsbücher und inzwischen auch wieder beängstigend aktuell: Orwells Klassiker 1984. Gibts jetzt Online und kostenlos, und zwar hier.

via Farliblog

Landeskongress der Jungen Liberalen in Lüneburg

Obwohl ich bereits seit vielen Jahren Mitglied der Jungen Liberalen bin, hatte ich bisher noch nie einen Landeskongress besucht oder mich überhaupt besonders aktiv beteiligt.

Da sich aber gerade in letzter Zeit Fehlentwicklungen und -leistungen der Politik in Stadt, Land und Bund gehäuft haben, die mich aufregen und gegen die ich mich positionieren möchte, ist inzwischen ein vitales Interesse bei mir entstanden, mich wieder mehr zu engagieren.

Das drückt sich natürlich in diesem Blog aus. Es drückt sich aber auch darin aus, dass ich am vergangenen Wochenende den Landeskongress der Jungen Liberalen Niedersachsens in Lüneburg besucht habe.

Einen Bericht eher politischer Natur werde ich noch auf der Website unseres Kreisverbandes verfassen.* An dieser Stelle beschränke ich mich auf einige Kernpunkte und berichte mehr über das drumherum.

Click to continue reading “Landeskongress der Jungen Liberalen in Lüneburg”

Maskottchen

Hab ich eigentlich neulich genug Werbung für Mozilla Firefox gemacht? Wen die technische Überlegenheit und die quasi unbegrenzten Möglichkeiten durch zigtausende kostenlose Erweiterungen nicht überzeugt, der lässt sich vielleicht mit dem neuen Maskottchen des Mozilla Developer Center ködern. Hat zwar nur indirekt mit dem Browser zu tun und eigentlich soll damit für offene Standards geworben werden – aber irgendwie niedlich isser, der “Kit“.

kit.jpg

Der Kleine ist kostenlos als Wallpaper erhältlich – übrigens auch für Internet-Explorer-Nutzer;)

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Bundesstaat

So steht es im Artikel 20 des Grundgesetzes. Mit Bundesstaat ist gemeint, dass unser Land aus mehreren Ländern besteht, also föderalistisch aufgebaut ist.

Was hat das für einen Sinn? Den Verfassern des Grundgesetzes ging es vermutlich darum, nach der Hitler-Diktatur staatlichen Zentralismus mehr zu beschränken als dies früher der Fall war. Warum auch nicht, man hatte ja mit dem Modell der USA, deren Bundesstaaten viele Freiheiten gegebüber der Regierung in Washington genießen ein gutes Vorbild.

Von dieser Warte aus betrachtet, ist es schon etwas verwunderlich wenn nun der Föderalismus ständig herhalten muss, wenn einzelnen Politikern etwas nicht passt. Regelmäßig tauchen in diesem Zusammenhang die Themen Bildung und Sicherheit auf. Aktuelles Beispiel ist das Rauchverbot, bei dem Laut Spiegel Online Experten vor von Land zu Land unterschiedlichen Regelungen warnen.

“Es wäre nicht vermittelbar, wenn in einer Kneipe in Kassel das Rauchen verboten, und im wenige Kilometer entfernten Göttingen wieder erlaubt wäre”

wird SPD-Bundestagsabgeordneter Lothar Binding zitiert. Das halte ich mal keck für hanbüchenen Unsinn. Was soll daran “nicht vermittelbar” sein? In Frankreich gibt es bereits jetzt ein umfassendes Rauchverbot, dass (sicherheitshalber erst nach den Präsidentschaftswahlen) ab 2008 auch in der Gastronomie gelten wird. Auch dass ist ein Nachbarland und hier witterte keiner unserer aufmerksamen Politprofis irgendwelche Probleme der “Vermittelbarkeit” unterschiedlicher Regeln.

Nun, offenbar scheint es da Menschen zu geben, die der Meinung sind, dass ein “Flickenteppich” zu Problemen führt, auch wenn man mir noch keines konkret genannt hat und mir auch keins einfallen will. Also gibts da halt verschiedene Meinung zu, wie sich das für eine Demokratie ja auch gehört.

Nur müsste man dass dann auch konsequent zuende denken: Wer gegen Flickenteppiche ist, der müsste eigentlich gegen Föderalismus insgesamt sein und alle Länder abschaffen wollen. Und in der Tat habe ich bei einigen Föderalismusverweigerern auch genau diesen Eindruck.

Damit das mal klar ist: Ich bin dagegen! Nicht nur, weil ich gerne Niedersachse bin. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn meine Stadt sämtliche gesetzgebende Gewalt innehätte und von Schule über Rauchverbot bis KFZ-Besteuerung alles selbst regeln dürfte. Da stößt man natürlich irgendwann an die Grenzen des Machbaren und des Sinnvollen – aber grundsätzlich wäre mir so etwas recht, weil ich viel direkter Einfluss auf alle Regeln hätte, die mein Leben betreffen. Das ist nämlich so etwas wie der tiefere Sinn eines föderalen Systems. Größtmögliche Mitbestimmung für jeden Einzelnen entspricht außerdem ziemlich genau meinem Verständnis von Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie.

Für einen Sozialisten gelten natürlich andere Grundsätze, weil Dinge wie Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie hinter diversen Kampfpositionen zurücktreten müssen. Zum Beispiel hinter die Bestrebung, unter dem Deckmantel der Chancengleichheit und der Gleichberechtigung die Chancen und Rechte jedes Einzelnen soweit zu beschneiden, dass wirklich jeder nur noch die selben Möglichkeiten hat. Totale Gleichmacherei ist aber einfacher durchzusetzen, wenn es nur eine Zentrale gibt, die in die Leben ihrer Untertanen eingreift.

Nun ist nicht jedes SPD-Mitglied zwangsläufig ein Sozialist ebenso nicht jeder Unions-Anhänger. Aber wann immer Diskussionen über die Nachteile eines föderalen Systems losgetreten werden, dann beschleicht mich doch der Verdacht, dass dahinter womöglich Interessen stehen, die einen leicht regierbaren Zentralstaat bevorzugen statt für ein Maximum an Freiheit und Individualität zu kämpfen.

Auch wenns nach Eigenlob stinkt: Wie gut, dass es in unserem Landunseren Ländern genügend liberal gesinnte Menschen (das scließt übrigens auch in meinen Augen Menschen ein, die nicht Mitglied der FDP sind) gibt, die energisch für genau diese Werte eintreten.

Sport ist so wichtig wie Meinungsfreiheit und Rechtsstaat

So sieht es jedenfalls die SPD und der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund. Denn die Sozialdemokraten wollen neben Kultur auch Sport zu Staatszielen erklären. Eine Formulierung, aus der ich bisher nicht recht schlau geworden bin. Was bedeutet es, wenn man sich Sport zum Ziel setzt? Bezahlt die SPDder Steuerzahler künftig die Bundesliga-Übertragungsrechte? Oder ist es eher so gedacht, dass jedes dicke Kind das Grundgesetz in die Hand gedrückt bekommt, damit es sich der Bedeutung dieses Staatsziels bewusst wird und anfängt Sport zu treiben?

Und Kultur… werden “Killerspiele” dann demnächst als kulturelles Gut schon durch das Grundgesetz vor übermütigen Populisten geschützt? Wird jeder Bürger verpflichtet, mindestens einmal im Jahr ein kulturell Wertvolles Gemälde malen, ein Musikstück zu schreiben oder wenigstens ein Kunstfoto zu schießen?

Vielleicht. Genaueres konnte ich da leider noch nicht recherchieren, ich bin aber sehr gespannt. Offen bleibt auch die Frage, warum eigentlich jede tagespolitische Initiative in der Verfassung stehen soll. Denn die Idee mit der Kultur ist schon älter, Kinder-, Tier-, und Frauenrechte werden auch immer wieder gerne als Kandidaten genannt. Und vergangene Woche auf dem Landeskongress der Jungen Liberalen löste die Idee, den Begriff Generationengerechtigkeit in die niedersächsische Landesverfassung als Ziel aufzunehmen, heftige Debatten aus.

Ich war zwar dagegen. Aber wenn aus dem Grundgesetz ohnehin ein alles und damit am Ende nichts mehr sagendes Politikprogramm werden soll, statt einer Verfassung die die Grundsätze unseres Staates zusammenfasst, dann geht Generationengerechtigkeit eindeutig vor. Die Probleme, die sich daraus ergeben sind wichtiger für die Zukunft Deutschlands als weniger dicke Kinder oder dass, was die politische Elite zu Kultur erklärt.

Winsener FDP geht ins “Web 2.0″

Nach dem Kreisverband Harburg-Land der Jungen Liberalen habe ich nun auch für die Winsener FDP eine auf Blog-Software basierende Website eingeführt, die direkte Diskussionen mit Winsenern, aber auch Besuchern von außerhalb ermöglicht.

Natürlich ist das ein gewagter Schritt, der aber das Demokratieverständnis des Ortsverbandes eindrucksvoll untermauert: Jeder hat das Recht auf seine Meinung und bei den Winsener Liberalen darf man die sogar auf der eigenen Website veröffentlichen. Konsequenter kann man sich Kritik kaum stellen. Denn durch die öffentliche Diskussion ist sichergestellt, dass die Kritik gehört und dazu Stellung genommen wird.

Gründe für die Umstellung gab es mehrere. Zum einen habe ich mit diesem Blog hier in den letzten Monaten recht gute Erfahrungen sammeln können, was die Bedienbarkeit angeht. Bei Websites von Parteien (oder auch Vereinen) ist es immer wichtig, dass diese möglichst DAU-tauglich sind, weil man nie davon ausgehen kann, dass sich auch nach Jahren noch nur HTML- und PHP-bewanderte Poweruser um so eine Seite kümmern.

Wordpress bietet bei einfacher Handhabung vergleichsweise viel Technik, die die Seite professioneller aussehen lässt und für gute Nutzbarkeit und rasche Verbreitung sorgt. Kommentarfunktion und RSS-Feeds sind sinnvoll und bilden darum gute Argumente, diese eigentlich für Blogs geschaffene Software auch für andere Seiten zu nutzen.

Sowohl unter technischen, als auch unter demokratischen Gesichtspunkten hat mein FDP-Ortsverband mit dieser neuen Seite für Winsen Maßstäbe gesetzt. Die neue Seite ist mindestens so übersichtlich, wie die der SPD, bietet direktere Diskussionsmöglichkeiten als die CDU mit ihrem Forum und wird sich künftig in Sachen Aktualität nicht mehr hinter den Freien Winsenern verstecken müssen – allerdings bei Beibehaltung der gewohnten Seriösität.

Wen ich neugierig machen konnte, der darf sich nun gerne auf der neuen FDP-Winsen.de austoben.

« go backkeep looking »
  • Löffel voller Weisheit

    Die Rollenverteilung zwischen Staat und Bürger sollte so sein, dass der Bürger am Ende als freier Mensch und nicht als Knecht dasteht. — Frank Schäffler, MdB im Juli 2009

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