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Leidiges Thema “Rauchverbot”

Posted on | April 15, 2007 | No Comments

Schon Ende letzten Jahres habe ich hier mal meine Auffassungen zum Thema Rauchverbot zum Besten gegeben. Ich habe dort versucht zu erklären, warum es durchaus auch für Liberale vertretbar sein kann, für ein Rauchverbot einzutreten. Kern meiner Argumentation war, dass es mir ein wenig seltsam erscheint, dass man sich bei uns eher dafür rechtfertigen muss, nicht passiv mitrauchen zu wollen, statt andere durch das eigene Verhalten dazu zu zwingen, was ich für als eindeutig schlimmere “Vergehen” im Sozialverhalten eintufe. Ich zitiere mich dazu jetzt mal wie folgt selbst:

Dabei handelt es sich aus meiner Sicht um eine Toleranz in die eindeutig falsche Richtung: Wieso muss man sich als Nichtraucher rechtfertigen, dass man sein Essen nur ungern in einer verqualmten Bude genießen möchte, was das angeht aber fast immer in den sauren Apfel eines Raucherlokals beißen muss? Wieso kommen Raucher nicht von alleine auf die Idee, dass man ein Restaurant oder eine Kneipe zum Rauchen auch mal kurz verlassen könnte, um die Luft dort drinnen nicht unnötig mit (dem offenbar nur in Innenstädten als gefährlich eingestuften) Feinstaub und diversen anderen hochgiftigen Abgasen zu verpesten?

Anhand verschiedener Diskussionen auf dem Landeskongress der niedersächsischen Jungen Liberalen sowie allgemeinem Presse- und Blogecho, natürlich auch durch verschiedene persönliche Gespräche, habe ich sowohl vor als auch nach meinem damaligen Artikel gefühlt, dass ich da wohl zumindest unter liberal Gesinnten Menschen einer verschwindend kleinen Minderheit anzugehören scheine.

Um so schöner ist es, wenn ich dann doch mal auf Gleichgesinnte Liberale treffe, wie zum Beispiel soeben hier geschehen:

Aber warum sind dann gerade überzeugte Liberale so vehemente Feinde des Rauchverbots? Nun, ganz einfach: es sind Raucher. Und ich verstehe ja auch, das liberale Raucher vor allem Raucher sind, und versuchen den Liberalismus an diesen Umstand anzupassen, aber es ist ein Hohn, wenn liberale Nichtraucher die Verbote des Staates ausgerechnet an der Stelle anprangern, wo sie mal wirklich Fortschrittlich sind. Damit wird Rauchern weiter suggeriert, sie hätten selbstverständlich das Recht, mir die Luft zum Atmen zu nehmen – ich kann ja schließlich auch zu Hause bleiben.

Der Artikel spricht mir in gewisser Weise in der Seele und ich empfehle daher jedem, der sich ein wenig kritisch mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ihn zu lesen. Es gibt eben doch liberale Argumente für ein Rauchverbot, auch wenn mir lieber wäre wenn freiwillig weniger in Gegenwart anderer Menschen geraucht würde, wie ich bereits im Dezember kund getan habe.

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