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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Blogroll: Energiewiesel

Wie versprochen stelle ich mit dieser kleinen Reihe mal meine in der Blogroll versammelten Lieblingsblogs vor. Alle Blogvorstellungen sind zusammengefasst hier zu finden.

Dem Thema Energie nehme ich selbst mich auch ab und zu mal an. Das Energiewiesel bietet regelmäßig Kommentare und Hinweise zu aktuellen Presseberichten.

Eine klare politische Ausrichtung konnte ich dabei noch nicht ausmachen. Unabhängige Positionen zu diesem Thema sind für mich wichtig, weil die meisten der übrigen Blogs dieses Thema dann doch eher politisch gefärbt behandeln und ich mir gerne mein eigenes Bild mache.

Große Worte (4)

Helmut Schmidt im “ZEIT-Forum Kultur” aus Hamburg (läuft grade auf Phoenix) auf die Frage

“Lesen Sie auch die BILD-Zeitung?”

“Lesen wäre übertrieben.”

Recht hat er. Um das genannte Presseerzeugnis lesen zu können, müsste sie ja erstmal so etwas wie Text im engeren Sinn enthalten.

Freie Winsener und Wette auf ne Kiste Bier

Ist es eigentlich in Ordnung, wenn bei Straßenausbauarbeiten die Anlieger beteiligt werden?

Grundsätzlich schon, denke ich. Schließlich hat man als Anlierger ja am meisten davon. Außer natürlich es handelt sich um eine wichtige Durchfahrtsstraße aber auch dann haben Anlieger ja einen gewissen Mehrwert.

Für mich hat eine Anliegerbeteiligung schon in sofern einen gewissen Charme, dass man ganz anders darauf achtet wie dort gearbeitet wird. Schließlich hat man teuer bezahlt, was dort passiert.

Sicher, wenn alles aus Steuermitteln bezahlt wird, hat man unter dem Strich das gleiche Bezahlt – aber es interessiert einen auf jeden Fall nicht mehr ganz so direkt, weil man nicht den Betrag im Kopf hat den man hat blechen müssen.

Man identifiziert sich doch ganz anders mit seiner Straße, achtet vielleicht etwas sorgsamer darauf, was dort geschieht.

Diese Beteiligungen können allerdings schonmal ganz schön reinhauen, so dass es manchmal wünschenswert wäre, wenn die Anlieger da etwas mehr Mitspracherecht hätten.

Für mein eigentliches Thema soll das aber auch nur eine Einleitung sein. Denn ich wollte mich an sich über die selbstherrliche Machtauffassung der Freien Winsener aufregen.

Die möchten nämlich nun eine Änderung der Satzung meiner Heimatstadt haben wollen, nach der entweder im Einzelfall per Ratsbeschluss über eine Befreiung der Anlieger von Beteiligungen entschieden werden soll – oder dass Anliegerbeteiligungen komplett abgeschafft werden sollen.

Im konkreten Fall handelt es sich um die Eckermannstraße und die Bürgerweide. An diesen Straßen liegen 5 Schulen, das städtische Schwimmbad, die Winarena genannte Mehrzweckhalle, sowie eine weitere Sporthalle.

Die Stadt selbst ist also nicht ganz unerheblicher Anlieger – aber das nur am Rande.

Nach Meinung der Freien Winsener, so steht es jedenfalls heute im Winsener Anzeiger,

“soll die Beitragspflicht entfallen, wenn die Straßenbaumaßnahmen zur Sicherung von Schulwegen und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit – beides gilt laut Freien Winsenern für die Eckermannstraße und die Bürgerweide – sowie aus städtebaulichen Gründen erfolgen.”

Schulweg ist eigentlich jeder Weg, den Schüler benutzen könnten. In meiner Stadt ist mir keine Straße bekannt, auf die das nicht zutrifft. Und auch die anderen Punkte dürften fast immer mehr oder weniger zutreffen, je nach Definition.

Was aber gar nicht geht, das sind die Begründungen der Freien Winsener für ihre Idee. Hauptgründe sind nämlich, jedenfalls laut Artikel, dass

  1. Sowas in der Stadt Wilhelmshaven schon seit Jahren funktioniert und
  2. die aktuelle Haushaltslage so etwas ja zu lässt.

Ersteres soll wohl der Beweis sein, dass es rechtlich machbar ist. Das mag sein, auch wenn das alleine für mich jetzt nicht unbedingt ein überzeugendes Argument für die Aufhebung der “Straßenbaubeitragssatzung” darstellt.

Der zweite Punkt aber ist derjenige, mit dem der Verein um Oliver Berten jedem Steuerzahler sein wahres Gesicht zeigt: Die “Haushaltslage” lässt es zu mehr Geld auszugeben. Sie schreit nicht etwa danach, es gefälligst den wahren Eigentümern zurückzugeben, wie es sich normalerweise gehören sollte.

Das die Wählergemeinschaft in monarchisch anmutender Manier alles Geld der Stadtkasse offenbar für ihr eigenes hält, dass nun zur Volksbeglückung ausgeschüttet werden kann, hat sie ja schon bei der diesjährigen Haushaltsdebatte bewiesen, wo sie an der Seite von CDU und SPD trotz unerwarteter Mehreinnamen gegen geplante Steuersenkungen gestimmt hatte.

“Weil wir es uns leisten können” ersetzt nun offenbar ernsthafte Argumente. Und am Ende der Wahlperiode kann man dann im Wahlkampf schön damit angeben, dass man Anliegern von erneuerten Straßen viel Geld “gespart” hat. Dass man alleine dafür dem Steuerzahler Jahr für Jahr 200.000 Euro mehr aus der Tasche zieht wird logischerweise verschwiegen.

Um auch einige antibürokratisch denkende Menschen zu ködern, nennen die Freien Winsener übrigens noch ein paar Gründe:

“Außerdem würde die städtische Finanzverwaltung von einem erheblichen Verwaltungsaufwand befreit und von Personalkosten entlastet. Der Wegfall der Satzung stelle die unbürokratischere und bürgerfreundlichere Alternative dar, hieß es.”

Tolles Verständnis von Bürokratieabbau: Wir vergrößern den Steuertopf und machen damit Ausgaben für die Betroffenen weniger transparent. Normalerweise führt Bürokratieabbau zu Einsparungen, nicht zu Verteuerungen.

Und das mit den Personalkosten: Ich freu mich schon darauf, wenn das nächste mal über die Streichung von öffentlichen Stellen in der Verwaltung debattiert wird.

Werden die Freien Winsener sich immer noch als Vorkämpfer für unbürokratische und bürgerfreundlichere Alternativen inszenieren, wenn es Arbeitsplätze kostet?

Oder wird sich auch hier wieder ganz nach der über den Daumen gepeilten Mehrheitsmeinung gerichtet und sich notfalls selbst widersprochen?

Ich setze eine Kiste Bier auf letzteres! Wer dagegen halten will, darf sich gerne per Kommentar melden (ich schiele dabei mal gedanklich in Richtung Kiel….).

Religionsunterricht

Als Schüler hab ich nie besonders viel über den Sinn an sich nachgedacht. Es gab halt Religionsunterricht und zwar evangelischen. Für katholischen Unterricht fehlten meistens die Katholiken unter den Schülern, vermutlich aber oft auch die Lehrer. Und dann gab es auch noch islamischen Religionsunterricht, zumindest wenn islamische Schüler in der Klasse waren.

Jedenfalls war Religion als Schulfach einfach da, immer schon, von der Grundschule an bis zur Realschule. In der Fachoberschule später wurde allerdings drauf verzichtet. Das kann aber auch der generellen Vernachlässigung dieser Schulform liegen – ob es wirklich nicht auf dem Lehrplan stand, weiß ich nicht.

In einem anderen Nebenfach, in Geschichte oder Politik nämlich, lernte ich eines Tages, dass Deutschland irgendwann mal säkularisiert worden ist. Und weil mit dem Wort auch damals schon kein Neuntklässler etwas anfangen konnte, wurde auch gleich erklärt dass es bedeutet, dass Kirche und Staat getrennt sind.

Selbst mit dieser Information kam ich nicht darauf, mich zu fragen warum alle dann in einer staatlichen Schule Religionsunterricht bekamen.

Vielleicht war es deswegen keine Frage, weil der Unterricht (der evangelische, anderen hab ich nie direkt kennengelernt) in erster Linie den Islam und das Judentum, aber auch gesellschaftliche Themen wie Drogen zum Inhalt hatte. Halt so Themen, die ich persönlich guten Gewissens eher einem Fach wie Werte und Normen zuordnen würde, dass irgendwann eingeführt wurde um diejenigen die angeblich keiner Religion angehörten sich nicht mehr vor zwei zusätzlichen Schulstunden drücken konnten.

Ich habe mich damals zwar gefragt, wie denn ein Fach evangelische Religion heißen konnte, dass sich hauptsächlich mit anderen Religionen und völlig unkirchlichen Themen befasste. Mehr hab ich dann aber schon auch nicht mehr drüber nachgedacht.

Heute frage ich mich allerdings schon, warum man nicht einfach alle Religionsfächer zu einem einzigen vereinigt, wenn doch die Inhalte scheinbar doch mehr oder weniger gleich zu sein scheinen. Das würde Kosten sparen und am Unterricht selbst ja nur marginal etwas ändern.

Und über die eigene Religion wird man ja schließlich über die Kirchen selbst zur Genüge aufgeklärt, sei es im Konfirmanden- oder Kommunionsunterricht. Und bei den Muslimen gibts da meines Wissens auch eine Entsprechung. Eine echte Notwendigkeit für staatlichen Religionsunterricht für jede einzelne Religion sehe ich jedenfalls nicht.

Um so verwunderlicher war für mich die heutige Pressemitteilung der niedersächsischen FDP, der ich ja nunmal angehöre, und in der Hans-Werner Schwarz (schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion) wie folgt zitiert wird:

“Der Religionsunterricht an den Schulen Niedersachsens ist für uns ein wichtiger Baustein zur Wertevermittlung und zur persönlichen Entwicklung der Schüler. Dies haben wir im Schulgesetz klar verankert, dazu stehen wir als FDP und deswegen brauchen wir auch keine neue Phantomdiskussion über das Fach Religion.”

Ahso. Da stellt sich die Frage, ob ein wichtiger Baustein zur Wertevermittlung an irgendwelche Religionen geknüpft sein sollte oder ob es nicht intelligenter wäre, allen Schülern einen solchen wichtigen Baustein anzubieten. Zumal nach meinen Erfahrungen (und die haben ebenfalls in Niedersachsen stattgefunden) die eigene Religion ja allenfalls eine marginale Rolle spielt.

Er reagierte damit auf eine Forderung der Jungen Liberalen, die im Prinzip genau dass vor hatten, was ich oben schon skizziert hatte: Alle Religionsfächer zu einem einzigen Fach namens Ethik zu vereinigen.

Ja, auch den JuLis gehöre ich bekanntermaßen an. Von der Forderung wusste ich bisher allerdings nichts, nach meinem derzeitigen Wissensstand deckt sie sich aber vermutlich mit meiner Meinung.

Aber als toleranter Mensch respektiere ich andere Meinungen und als Demokrat beuge ich mich auch einer Mehrheitsmeinung die mir nicht unbedingt gefällt. Schwarz’ weitere Begründung für seine Position halte ich allerdings für etwas holprig:

“Wir halten als Liberale – ebensowenig wie die meisten Schüler, Eltern und Lehrer in unserem Land – gar nichts davon, den Religionsunterricht zugunsten eines unverbindlich-allgemeinen Ethik-Unterrichts abzuschaffen. Im Gegenteil: Die öffentlichen Schulen sind offen für Schüler aller Bekenntnisse und Weltanschauungen.”

Obs dazu mal ne Umfrage gegeben hat weiß ich nicht. So wie sich das liest, geht er nur einfach davon aus, weil sich viele halt für den Religionsunterricht entscheiden. Bei mir war es allerdings früher so, dass man das eher vom Lehrer abhängig gemacht hat, beziehungsweise von seiner Benotung oder seinem Unterricht.

Ansonsten verstehe ich in dem Letzten Satz auch bei Aufbringung all meiner Fantasie eher als Pro für einheitlichen Ethikuntterricht denn als Argument für getrennten Unterricht.

Was passiert denn eigentlich mit Anhängern des großen Nudelmonsters:

nudelmonster1.jpg

Bekommen die dann auch eigenen Unterricht?

(Zur Originalquelle des Bildes gehts übrigens bei Klick auf das Bild)

Das ß soll erwachsen werden

Endlich ist es soweit: Das Deutsche Institut für Normung (DIN) will eine große Version des ß Normen. Steht jedenfalls hier.

Doping: Pimp my Body

Es nervt irgendwie, obwohl mich Sport hauptsächlich in Formen von größeren Events wie Weltmeisterschaften oder Olympiaden interessiert. Aber auch an klassischen Dopingfällen bei großen Radrennen wie der Tour de France kommt man als Mediennutzer irgendwie nicht vorbei.

Bei jeder Sportart – und eigentlich bei jeder Art von Wettbewerb – gelten normalerweise fest vereinbarte Regeln. Wer teilnehmen möchte, der muss sich daran halten. Ganz einfach eigentlich.

Beim Fussball gilt halt das Tor nur dann, wenn der Ball im Netz landet und nicht etwa wenn er knapp drüber weg fliegt.

Wer seinem Körper eine Art chemisch-biologisches Zusatztraining, das man gemeinhin Doping nennt, verpasst, der verstößt in jeder mir bekannten Sportart gegen die Regeln, er schummelt halt. Und es ist für mich als Zuschauer interessanter, wenn sich da Menschen messen, nicht die Leistungen ihrer Giftmischermedizinischen Betreuer.

Nach dem Auftritt von Ex-Radprofi Bert Dietz bei Reinhold Beckmann (das war vergangenen Montag), bei dem er recht bereitwillig aus dem Nähkästchen plauderte, was das Doping in seinem Sport und seinem alten Team (Team Telekom) angeht, wabert nun mal wieder eine Welle der Entrüstung durch die Medienwelt.

Dabei ist grade der Profi-Radsport schon seit langem immer wieder wegen Doping ins Gerede geraten. Darum interessiert er mich mittlerweile auch so gut wie gar nicht mehr, außer wenn die Vattenfall Cyclassics mal wieder bei mir vor der Haustür vorbeiradeln. Dann muss es mich allerdins schon aus feuerwehrdienstlichen Gründen interessieren.

Es ist eigentlich ganz einfach: Je mehr Geld in einem Sport verdient wird, desto größer ist die Bereitschaft, den Wettbewerb mit verbotenen Mitteln wie Doping zu verfälschen.

Die Aufregung über solche Fälle ist verständlich und mag sogar den Druck auf die Schummler vielleicht etwas erhöhen. Letztlich bekämpfen kann man diese Dopingmafiosi wohl aber nur durch eiskaltes ignorieren des jeweiligen Sports.

Über Verwickeltes bin ich auf einen Artikel der Süddeutschen gestoßen, wo ich folgenden Absatz fand:

Politiker, Sportler und Funktionäre befürworteten einen Neuanfang in der Antidoping-Politik. Der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Peter Danckert (SPD), forderte eine Amnestie für Sportler, die ein Geständnis über ihre Doping-Praktiken ablegen. ,,Wir können den Dopingsumpf nur trockenlegen, wenn die Aktiven reinen Tisch machen und alle belastenden Dinge freimütig einräumen‘‘, sagte er. Auch Dietz forderte eine Amnestie für geständige Sportler.

Das kanns ja nun auch nicht sein. Wenn Sportler ohne ihr Wissen gedopt worden sind ist das eine Sache, bei der man sicher ein Auge zudrücken kann und sich aufs Staunen über die jeweilige Naivität der Betroffenen Sportler beschränken mag.

Aber wer so etwas nachweisbar bewusst tut oder zugelassen hat, dem kann ich doch schon aus Fairness gegenüber jenen, die nicht schummeln, keine Amnestie gewähren!

Davon abgesehen ist es ein eigenartiges Signal, dass von so einem Schritt ausgehen würde. Einmal schummeln und erwischen lassen ist also erlaubt, oder wie?

Und, um mal den Bogen zurück zu Sport und Geld zu schlagen: Es wird ja mit den durch Doping erziehlten Erfolge nicht selten viel Geld verdient. Geld, dass ungedopte Sportler nie erhalten konnten.

Wer schummelt, der soll auch Angst vor dem erwischt-werden haben. Sonst würde es jeder tun und dann können wir Doping auch gleich erlauben und den Leistungssport zu einem Wettkampf der Mediziner, Chemiker und Biologen machen.

Blogroll: Antibürokratieteam

Wie versprochen stelle ich mit dieser kleinen Reihe mal meine in der Blogroll versammelten Lieblingsblogs vor. Alle Blogvorstellungen sind zusammengefasst hier zu finden.

Wie der Titel erahnen lässt, handelt es sich beim Antibürokratieteam um ein gemeinsam von mehreren Schreibern beliefertes Blog, dass sich dem Liberalismus verbunden fühlt.

Der Themenschwerpunkt liegt daher bei der Politik. So werden regelmäßig durch ausufernde Bürokratie entstandene Missstände kritisiert, aber auch andere liberale Standpunkte vertreten und diskutiert.

Interessant ist übrigens auch immer wieder die Rubrik “London Calling” (der Name ist vermutlich von einem alten Song der Punkband The Clash inspiriert), die von einem in London lebenden Autoren beliefert wird und einen interessanten Blick über den deutschen Tellerrand hinaus bietet – auch dort gibt es nämlich offensichtlich den ein oder anderen Behördenwahnsinn.

Politisch Korrekte aufgepasst

Denn ab sofort ist das Trinken von Mineralwasser zu verachten!

Denn davon wird viel zu viel getrunken und die Flaschen sind dann Müll. Allein in Deutschland hat sich der Verbrauch von in Flaschen abgefülltem Mineralwasser seit 1970 mehr als verzehnfacht.

Hm, könnte Mineralwasser nicht auch für die zunehmende Diabetes und Fettleibigkeit verantwortlich sein? Beides hat sich seitdem sicher auch vervielfacht. Das kann doch kein Zufall sein!

Mehr dazu bei Spiegel Online.

Skurile Verbotsforderungen

Immer öfter frage ich mich, ob ich nur neuerdings etwas empfindlich geworden bin was Verbotsforderungen angeht oder ob sich die Gesellschaft zu der ich gehöre einfach nach noch mehr staatlicher Gängelung sehnt.

Jüngst habe ich auf die zu-dick-Debatte hingewiesen, die letztlich darauf abzielen wird, uns dahin zu erziehen uns gesünder zu ernähren und vielleicht auch mehr Sport zu treiben. Falls das wirklich irgendwie fruchtet (was ich weder hoffe noch ernsthaft befürchte) wäre der nächste notwendige Schritt vermutlich eine Klassifizierung von Sportarten, damit Fussball oder Boxen und andere gefährliche Sportarten gefälligst nicht exorbitant den Gesundheitsapparat belasten.

Schon immer und auch immer wieder habe ich die meistens hirn-, sinn- und ahnungslose “Killerspiele verbieten”-Diskussion thematisiert (ich habe übrigens nach wie vor niemanden umgebracht).

Und natürlich die Sache mit dem Alkohol, wo auch gerne und von allen Seiten härtere Regeln gefordert werden, die den diese Debatte auslösenden Fall sowieso nicht verhindert hätten (Einzelheiten dazu gibts hier).

Der Zusammenfassung aktueller Verbotsforderungen, die ich vor einigen Wochen mal gebloggt hatte, könnte man nun noch eine weitere extrem seltsame Forderung hinzufügen: “Kopfhörer und Power-Endstufen verbieten!” Denn, wer hätte das gedacht, zu laute Geräusche (wozu Volksbeglücker natürlich Rockmusik zählen) können das Gehör schädigen. Eine ganz neue Erkenntnis…

Naja und vor diesen schlimmen Folgen müssen (wie immer) besonders die blöden Jugendlichen geschützt werden, die ja in den Augen von Verbotspolitikern offenbar ziemlich dämlich sein müssen, weil sie immer wieder laute Musik hören, “Killerspiele” spielen und andere schlimme Dinge tun.

Ist es so schlimm, wenn ich das Recht dazu haben möchte mir meine Ohren zu ruinieren? Sind doch schließlich meine, auch wenn es sicher Politiker geben mag die das anders sehen und sich berufen fühlen über meine Ohren zu bestimmen.

Und über meine Augen vielleicht demnächst auch: Wie ChrisM in seinem oben bereits verlinkten Artikel eher scherzhaft schreibt, könnte ein Sonnenbrillenzwang helfen Augenleiden zu verhindern. Interessanter- oder auch Bezeichnenderweise kam postwendend ein Kommentar in dem auf genau solche Pläne in Australien hingewiesen wurde.

Gratulation

Ein guter Bekannter von mir wird vermutlich noch Jahre von seinem Karrierehöhepunkt in der Bezirksliga sprechen:

nils.jpg

Herzlichen Glückwunsch Nils, hat zwar leider nicht für nen Sieg gereicht aber für Dein Ego war das sicher ne feine Sache;)

Irgendwie erinnert mich die damit verbundene permanente Selbstbeweihräucherung sehr an Al Bundys weltberühmte vier Touchdowns in einem Spiel.

« go backkeep looking »
  • Löffel voller Weisheit

    Einer entwaffneten Bevölkerung “Zivilcourage” abzuverlangen ist zynisch. — Dominik Hennig

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