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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Mit langsamen Autos das Klima retten

Posted on | Juni 25, 2007 | 3 Comments

ist Blödsinn. Dem Klima ist herzlich egal, ob ich 100 oder 200 fahre. Und auch wenn man den CO2-Ausstoß schneller Autos als klimaschädlich ansieht, ist eine technische zwangsweise Geschwindigkeitsdrosselung Unfug. Will man an den CO2-Ausstoß, dann genügt es völlig, ein Gesetz in dieser Richtung zu verabschieden. In etwa “Autos dürfen nicht mehr als soundsoviel Kohlendioxid von sich geben” und gut ist. Halte ich zwar auch nichts von – aber das wäre wenigstens konsequent.

Was bringt also jenen britischen EU-Abgeordneten, der als “Umweltexperte” vorgestellt wird und schon deshalb erwarten lässt, dass ihm die Zusammenhänge, die mir klar sind auch sehen sollte, nun dazu, eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit ab 2013 auf 162km/h bei allen Neuwagen zu fordern?

Keine Ahnung, vielleicht ist es wirklich nur Mediengeilheit, wie hier vermutet wird. Oder aber es ist ein weiterer Versuch der Volksverdummung.

Ähnlich wie beim “Grünen Punkt” und der Mülltrennung, die für uns alle seit vielen Jahren den Umweltschutz greifbar macht und uns das Gefühl gibt, etwas Gutes zu tun. Natürlich wird der Müll in den Verwertungsanlagen nochmal wieder getrennt, weil viele Menschen zu blöde sind, den Müll so sauber zu trennen, wie es nötig wäre – und natürlich gibts auch Leute, denen das egal ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Mülltrennerei ist in erster Linie ein symbolischer Akt, damit wir uns einreden können was für die Umwelt zu tun.

Ein Auto, dass nur weniger CO2 auspustet ist einfach zu langweilig, kein Mensch sieht wie umweltfreundlich wir sind, wenn wir so eins fahren. Darum müssen andere, sichtbarere Mittel her: Tempolimits! Und damit man auch gar nicht erst in Verlegenheit kommt, gegen irgendwelche Limits zu verstoßen, werden einfach keine Autos mehr verkauft, die schnell fahren können.

Schnelle Autos sind sowieso echt evil. Sie versauen das Klima, sie machen jene neidisch, denen die Kohle für große Autos fehlt und sie töten Menschen.

Ach, verdammt. Wenn ich mal so drüber nachdenke, dann fällt mir grade kein Grund ein, warum das alles nur für schnelle Autos gelten soll. Warum nicht alle Autos verbieten? Außer natürlich, sie fahren Schrittgeschwindigkeit und werden mit Muskelkraft betrieben. Und sind ziemlich klein, damit niemand neidisch wird.

Mehr kritische Argumente zum Tempolimit gibts übrigens in einem aktuellen und gelungenen Artikel bei den Bissigen Liberalen, der sich mit den Gedanken aus diesem Spiegel-Online-Artikel auseinandersetzt.

Comments

3 Responses to “Mit langsamen Autos das Klima retten”

  1. Farlion
    Juni 25th, 2007 @ 12:44

    Warum hältst Du nichts von einer Gesetzesvorgabe über den Höchstausstoß von CO2 bei Autos? In dem Moment wären die Hersteller mal in der Pflicht.
    Aber diese ganzen Diskussionen führen sowieso zu nichts. Immerhin gibt es mittlerweile seit 1990 die Diskussion um das “3 Liter Auto”. Und was hat sich in 17 Jahren getan? Nichts.
    Mehr als heiße Luft (und CO2) kommt auch bei der aktuellen Diskussion nicht raus.

  2. Jan
    Juni 25th, 2007 @ 12:57

    > Warum hältst Du nichts von einer Gesetzesvorgabe über den Höchstausstoß von CO2 bei Autos?

    Weil ich zur Minderheit derjenigen gehöre, die es für etwas anmaßend halten zu glauben, die Menschheit würde das Klima maßgeblich beeinflussen können. Da dass mit dem Thema Sinn und Unsinn zum Tempolimit nur am Rande zu tun hat, hab ich das hier nicht näher ausgeführt. Nur bringt ein Tempolimit eben auch dann nur indirekt etwas, wenn man dabei eben anderer Meinung ist als ich es bin.

    Das 3-Liter-Auto gab es doch. Es hat nur kein Mensch gekauft. Soviel Umweltbewusstsein hatten wir nämlich doch nicht, dass wir der Umwelt zuliebe ein kleines, unpraktisches Auto kaufen… und von der Industrie zu erwarten, dass sie Autos für den Schrottplatz produziert, wäre reichlich verwegen.

    Ich bin allerdings sicher, dass die Entwicklung von ganz allein wieder in diese Richtung gehen wird, wenn die Spritpreise weiter so steigen wie sie es tun.

    Es wäre schön, wenn bei der Tempolimit-Geschichte wirklich nur heiße Luft rauskäme. So zuversichtlich bin ich da allerdings noch nicht. Wenn es um Aktionismus für die Umwelt geht sind viel zu viele Menschen ganz schnell auf der vermeintlich moralisch richtigen Seite der Geschichte und schon gibts ne breite Mehrheit für das “Gute”, dass bekanntlich letztlich immer zu siegen hat.

  3. klixi
    Juli 23rd, 2007 @ 12:29

    Die ganze Diskussion ist doch ein Schmarn. Die Bevölkerung wird doch mit unwahren Informationen gefüttert. Die glauben auch alles, solange es die Industrie fördert….

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