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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Rundschreiben: Reball

Posted on | Juni 25, 2007 | No Comments

Folgenden Inhalt hab ich heute mal per Mail an so ziemlich jeden, den ich kenne geschickt:

Hallo Leute,

wie Ihr vielleicht mitgekriegt habt, gab es in Winsen einigen Ärger mit der Reball-Arena vom Shape Club (der WA hat da öfter mal was geschrieben, Ihr findet auch einige Zusammenfassungen auf meinem Blog, http://blog.jan-filter.de – einfach mal „shape“ in die Suchlieste dort eingeben).

Wer mit Reball nichts anfangen kann: Es geht darum, dass erwachsene Menschen mit Plastikkügelchen aufeinander schießen. Man könnte auch von einer Weiterentwicklung der Erbsenpistolen für Kinder sprechen, mehr ist es letztlich nicht.

Wie Ihr vielleicht auch wisst, bin ich, was speziell diese Geschichte angeht, seit einiger Zeit politisch recht engagiert, weil ich ne ziemliche Hasskappe auf Leute habe, die ihrer Meinung nach „verkehrte“ Sportarten, von denen sie aber entweder gar keine oder nur eine sehr verschwommene Ahnung haben, einfach so verbieten wollen. Ich halte grundsätzlich nichts von dieser Art von Bevormundung, in diesem Fall kommt aber die beeindruckende Ahnungslosigkeit der Entscheider noch hinzu, die mich richtig wütend macht.

Im Zusammenhang mit meinem Engagement hatte ich vergangene Woche ein Treffen mit den beiden Chefs vom Shape. Das Ergebnis dieses Treffens ist, dass Shape und Junge Liberale im Landkreis kurzfristig, nämlich am

Dienstag, dem 3. Juli 2007 um 10 Uhr

eine Info-Veranstaltung für die Presse machen werden. Ein bisschen geschossen wird dabei natürlich auch, dass hat mir zumindest Herr Schlüter vom Shape zugesagt.

Auch der niedersächsische Landesvorstand der Jungen Liberalen wird eigens aus diesem Anlass anreisen, um zu demonstrieren, dass es auch anderswo junge Leute gibt, die sich mit dieser “was-ich-nicht-kenne-verbiete-ich-lieber”-Nummer nicht abfinden werden.

Um zu zeigen, dass die Sportart nicht nur für einige Freiheitsfanatiker wie ich es bin interessant ist, sondern es wirklich Menschen gibt, die das gerne spielen und die obendrein nicht den Eindruck erwecken, irgendwie grenzdebil oder gewalttätig zu sein, wäre es ganz gut, wenn an dem Termin möglichst viele daran interessierte Leute oder sogar aktive Paint- oder Reballer vor Ort wären.

Natürlich ist auch jeder Andere herzlich eingeladen, sei es aus Interesse an der Sportart, aus allgemeiner Grundhaltung heraus, dass gewisse Dinge nicht verboten werden sollten oder einfach um Präsenz zu zeigen, ein Zeichen gegen übermäßige Bevormundung durch selbstherrliche, aber ahnungslose Volksvertreter zu setzen.

Hätte jemand von Euch Lust und Zeit? Und/oder könntet Ihr in Eurem Bekanntenkreis mal nachfragen?

Es geht im Wesentlichen darum, Verständnis für die Sportart zu schaffen. Natürlich läuft das offiziell unter dem Titel “Wir JuLis aus ganz Niedersachsen setzen uns gegen Besserwisserei alter Leute und für die Freiheit junger Menschen ein”, ich schätze aber, dass auch viele Spieler ein Interesse daran haben, dieses (zumindest in Winsen) etwas merkwürdige, völlig ungerechtfertigte Image von Re- und Paintball auch pressemäßig endlich reinzuwaschen.

Wer bisher diesen Eindruck hatte, für den bietet diese Veranstaltung die große Chance, sich ein eigenes Bild von dieser in aller Welt beliebten Sportart zu machen, in der es mittlerweile eine Bundesliga sowie Europa- und Weltmeisterschaften gibt.

Falls Ihr noch Fragen habt, fragt.

Ciao, Euer Jan

Ich betätige mich also sozusagen im Dienste der Aufklärung. Ich hoffe, dass es mit der Aktion gelingt etwas Licht in die Sache zu bringen und endlich mal ein bisschen Verständnis zu erzeugen.

Update: Mittlerweile hat der FDP-Kreisverband eine Pressemitteilung herrausgegeben, die ziemlich genau meiner Position zum Gerichtsurteil entspricht.

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