Bildersuchmaschine: FeelImage
Die Bildersuche von Google kennt mittlerweile wohl jeder und auch das Googles bekanntere Konkurrenten wie Yahoo oder MSN über eine solche Funktion verfügen, dürfte bekannt sein.
Das man eine Bildersuche aber noch besser machen kann, das beweist FeelImage. Hier kann man nämlich anhand von Tags, also beschreibenden Begriffen nach Bildern mit zum Beispiel einer roten Tür (halt einfach “red door” eingeben) suchen. Der Suchdienst ist wohl noch im Aufbau und wird sicher noch etwas besser werden aber als “Geheimtipp” kann man denke ich schonmal drauf hinweisen;)
Wohnungssuche
Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich gerade auf Wohnungssuche (das an sich und der Grund dafür sind übrigens daran schuld, dass ich im Moment eher kurze und auch nur wenige Beiträge schreibe) und da ist mir grade etwas skuriles begegnet, von dem mir aber immerhin gestern schon telefonisch erzählt worden ist:
Nur an VegetarierIN
Hä? Wie kann man sich dafür interessieren, was der Mitbewohner isst? Okay, ich gebe zu, dass ich gewisse Probleme damit hätte wenn ein Mitbewohner gewisse ungewöhnliche Vorlieben hätte, lebende Spinnen oder sowas zu essen, falls es so etwas gibt. Aber ehrlichgesagt: Ich würde, wenn ich Wohnraum zu vermieten hätte, auch Vegetarier dort wohnen lassen, ehrlich!
Aber ich weiß ja, dass ich nunmal ein überdurchschnittlich toleranter Mensch bin, wahrscheinlich kann ich mir deshalb nicht vorstellen, einem Mitbewohner irgendwelche willkürlichen Nahrungsvorschriften zu machen…
PS: War es nicht so, dass dieses Antidiskriminierungsgesetz auch im Fall von Mietverhältnissen dafür sorgen soll, dass man nicht aufgrund von irgendwelchen Charaktereigenschaften (hm ja, oder was ist es denn überhaupt, kein Vegetarier zu sein? Religion? Oder im Falle einer Getreideallergie eventuell sogar Krankheit…?) benachteiligt wird? Ich fühl mich nämlich grade ein bisschen benachteiligt…
Psst – wenn das die CDU wüsste!
“Ich meine, daß der Markt an sich sozial ist, nicht daß er sozial gemacht werden muß.”
Das hat wohl mal kein geringerer als Ludwig Erhard gesagt. Der Ludwig Erhard, den die Union so gern zitiert, den sie so gern den “Schöpfer der sozialen Marktwirtschaft” und den Gottvater ihrer Wirtschaftskompetenz nennt.
Und mit dessen Ansichten sie heute so gar nichts mehr gemeinsam hat.
Verbieten! Dringend!
Und zwar:
- Autofahren für unter 18jährige
- Alkohol für Minderjährige und auf jeden Fall
- Alkohol am Steuer!
Nur so können solche Meldungen in Zukunft vermieden werden und sowohl Tier- als auch Jugendschützer aufatmen:
Panik im Hühnerstall: Die Spritztour eines betrunkenen Jugendlichen, der ohne Führerschein mit einem Kleintransporter durch die Nacht raste, endete für 300 Legehennen tödlich. Der 17-Jährige rammte einen Stall – der Schreck über den nächtlichen Störenfried kostete die Hühner das Leben.
Wie bitte? All das ist schon verboten und der Knilch hat sich einfach nur nicht dran gehalten?
Unvorstellbar!
Soll das etwa bedeuten, dass Verbote nicht zwangsläufig dazu führen, dass verbotene Taten nicht vorkommen?
Eine Welt bricht zusammen…
Streikverbot
Eigentlich wollte ich ja Ende dieser Woche mit der Bahn eine etwas weitere Tour machen. Doch durch den angekündigten Streik habe ich dann doch lieber umdisponiert: Ich bin zwar ein spontaner Mensch und habe daher nichts gegen Überraschungen an sich. Aber ich kann mir auch lustigeres Vorstellen als für Stunden irgendwo im Zug zu sitzen (oder falls das Wetter nochmal wieder wärmer werden sollte besser gesagt zu schwitzen).
Und was lese ich nun? Der Streik wurde verboten. Gerichtlich, mit der Begründung, dass dadurch wirtschaftliche Schäden entstehen würden.
Bin ich eigentlich der Einzige, der sich bei so einer Meldung etwas irritiert am Kopf kratzt?
- Wieso können Gerichte überhaupt einen Streik verbieten?
- Ist es nicht eigentlich genau das „Erfolgsgeheimnis“ von Streiks, über drohende oder anfallende wirtschaftliche Schäden die Forderungen der Streikenden durchzusetzen?
Ja klar, die wirtschaftlichen Folgen eines Bahnstreiks wären gigantisch, die Schäden träfen weniger die Bahn selbst als ihre Kunden. Aber was ist das denn für ein Prinzip, welcher tiefere Sinn steckt dahinter? Konsequent weitergedacht dürfen also Eisenbahner niemals streiken, zumindest nicht wenn das den Schienenverkehr massiv behindern würde. Gleiches müsste eigentlich auch für LKW-Fahrer gelten und erst recht für Besatzungen großer Containerschiffe.
Nicht auszudenken auch der Wirtschaftliche Schaden, der entstehen kann wenn die Telekom mal komplett bestreikt würde und dann Telefon und Internet in weiten Teilen des Landes lahmliegen würden. Und wie steht es mit der Wasser- und der Energieversorgung? Bäckereien und Schlachtern? Bauern?
Wer legt fest, welche Produkte und Dienstleistungen wichtig und welche überflüssig, also bestreikbar sind? Gehören Supermarktkassiererinnen nicht zu den wichtigsten Stützen unserer Gesellschaft, weil wir ohne sie kaum noch auf legale Weise an Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs kommen?
Ich gebe zu, dass ich von den rechtlichen Fragen und vom Streiken insgesamt wenig verstehe. Ich war nie Mitglied einer Gewerkschaft und bislang haben mich solche Fragen nie besonders interessiert. Aber wenn es so etwas wie das Recht zu streiken gibt, dann verstehe ich nicht wieso es einem dann so mal eben wieder genommen werden kann.
Entweder darf man Streik als Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen einsetzen oder nicht. Ein Streikrecht, dass vom Streikenden erwartet nur dann von diesem Recht Gebrauch zu machen wenn die wirtschaftlichen Schäden in gewissen Rahmen bleiben, also niemanden besonders interessieren, das hat in meinen Augen irgendwie wenig Sinn.
Was Globalisierung für mich bedeutet – Teil 2
Kommen wir nun zum Zweiten Teil dieser im Rahmen von Sebastians Blog-Parade gestellten Frage.
Im gestrigen ersten Teil habe ich mich mit der in der Überschrift genannten Frag hauptsächlich in der Hinsicht befasst, was der Begriff bedeutet und was Globalisierung für den Rest der Welt bedeutet. Heute geht es um die Bedeutung für Deutschland und seine Arbeitsplätze.
Meine Haltung zur Globalisierung hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich in einem weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen meinen Beruf des Energieelektronikers gelernt habe und auch damit, dass ich auch nach meinem Studium für ähnliche Unternehmen zu arbeiten gedenke. In gewisser Weise bin ich also direkter Nutznießer der Globalisierung, weshalb ich schon von Natur aus kaum etwas dagegen haben könnte, selbst wenn meine Prinzipien nicht sowieso dafür gesorgt hätten, dass ich ein Freund von Globalisierung und Wettbewerb bin.
Für mich bedeutet Globalisierung eher eine Herausforderung, als eine Plage. Unsere Bundeskanzlerin hat das eine Zeit lang immer gerne in der Formel „Wir müssen um soviel besser sein, wie andere billiger sind“ zusammengefasst und so sehe ich das im Prinzip auch. Darum sehe ich in der zunehmenden Automatisierung und den Fortschritten der Robotik nichts weniger als unsere einzige große Chance, unser derzeitiges Lohnniveau zu erhalten oder zu steigern.
Ich weiß, viele sehen genau darin schnell wesentlichen Gründe, weshalb Arbeitslosigkeit entsteht. Das mag kurzfristig sogar stimmen aber man darf dabei nie übersehen, dass jene Automaten und Maschinen, die in der ganzen Welt auf diese Weise (nicht selten übrigens wenig angenehme) Arbeitsplätze von Menschen ersetzen, zu einem erheblichen Teil aus Deutschland kommen. Das ist der eine Aspekt: Hersteller solcher Maschinen machen einen wichtigen Teil unserer Industrie und damit unserer Arbeitsplätze, also unseres Wohlstands aus.
Der andere Aspekt: Mir ist eine Firma, die vielleicht 10% Ihrer Mitarbeiter aufgrund der oft mit abschätzigem Unterton „Rationalisierung“ genannten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung entlassen muss lieber, als jene die sich stattdessen entschließt in Deutschland komplett dicht zu machen und in Ungarn, China oder Mexiko zu produzieren. Denn das entspräche einem 100%igem Verlust an Arbeitsplätzen – sofern die Mitarbeiter nicht zufällig flexibel genug sein sollten, ihrer Firma ans andere Ende der Welt nachzuziehen, was ich mal in den meisten Fällen (im Management tätige Mitarbeiter, für die sich das wirklich lohnen kann einmal ausgenommen) für wenig wahrscheinlich halte…
Das Geheimnis liegt für mich also im Wandel, in der Erneuerung. Und eigentlich klappt das auch in Deutschland, trotz seiner teilweise wenig effizienten Strukturen, trotz starrer Regelkorsette in jedem Bereich, der die freie Wirtschaft tangiert (vom Baurecht über das Steuerwesen bis hin zu Umweltschutzrichtlinien) erstaunlich gut.
Die Textilindustrie beispielsweise hat sich aus Deutschland fast komplett verabschiedet (bis auf so eine Firma die mit einem nationalistischen Affen wirbt, aber von mir aus darf man auch das so machen, wenns denn ankommt), dafür kaufen die großen Textilhersteller aber fast alle die deutschen Textilmaschinen und sorgen so für jede Menge Arbeit auf diesem Gebiet. Das ein Programmierer, Konstrukteur, Industriemechaniker oder Elektriker vom Lohn her einem vietnamesischen Schneider weit überlegen ist, muss ich wohl nicht groß belegen.
Und bevor wir hier versuchen, über Löhne einen Dumping-Wettbewerb gegen Asien oder Afrika zu gewinnen, sollten wir lieber endlich die Automatisierung als unsere große Chance erkennen, an der Globalisierung in Form von Arbeitsplätzen zu verdienen.
Wer immer noch so seine Zweifel hat, ob Globalisierung wirklich eher gut für uns ist, der kann doch einfach mal ein bisschen überlegen, woher das Geld stammt das seine Freunde und Bekannten so verdienen. In meinem Fall sind das zu einem großen Teil Firmen wie Airbus und andere in die ganze Welt liefernde Betriebe. Und andererseits, durch die direkte Nähe zu Hamburg, auch viele, die im Transportgeschäft, also dem Hafen im weitesten Sinn (Speditionen zähle ich da natürlich auch zu) tätig sind.
Gerade letzteres ist eine direkte Auswirkung globaler Märkte – der Hamburger Hafen trägt nicht zufällig schon lange den durchaus zutreffenden Namen „Deutschlands Tor zur Welt“. Bekennen wir uns zu diesem Tor und sehen in ihm weniger Gefahr, dafür mehr Chance und letztendlich auch unseren Beitrag zum globalen Dorf, in dem jeder an der Weltwirtschaft teilnehmen kann und darf.
Politisches Grillen
Klingt erstmal sinnlos aber als neugierig-machende Überschrift taugt es jawohl;)
Es geht sich um Folgendes: Das aktuelle Grillwetter brachte mich nach kurzem Einwurf von Nino schnell dazu, das erste Treffen der Harburger Jungen Liberalen aus einem überdachtem Lokal ins Freie zu verlegen. Nach kurzer Rücksprache mit den Haus-, beziehungsweise Gartenbesitzern (meinen Eltern) war der Plan einer JuLi-Grillparty perfekt.
Am kommenden Donnerstag Donnerstag kommender Woche (bescheuerter Fehler… also es ist natürlich der 16. August, wie es in der Einladung ja auch steht!) werden also nicht nur heiße Themen angefasst (Reball oder Pannenkraftwerk Krümmel zum Beispiel), sondern auch heiße Steaks und kalte Getränke.
Angekündigt ist das Ganze bereits auf unserer Kreisverbands-Website, da mein Blog aber immer noch eine erheblich größere Reichweite besitzt, weise ich auch hier nochmal darauf hin.
Wer Lust hat darf unabhängig von einer Mitgliedschaft gerne Vorbeikommen, allerdings mit der Bedingung mir das zwecks Planungssicherheit rechtzeitig mitzuteilen.
Weitere Bedingungen und Infos und die Offizielle Einladung gibts hier als PDF.
Was Globalisierung für mich bedeutet – Teil 1
Das will Sebastian, Autor des Globalisierungsblog im Rahmen einer weiteren Blogparade wissen. Und nachdem mich Arian vor einiger Zeit auch noch mal direkt direkt drauf angesprochen hatte, Sebastian neben einigen anderen auch mich nochmal quasi persönlich eingeladen hat und mich das Thema ohnehin interessiert, habe ich mir dann jetzt endlich mal einige Gedanken dazu gemacht.Da mein Beitrag durch über Tage verteiltes Herumfeilen und Erweitern etwas länger geworden ist, habe ich ihn in zwei Teile eingeteilt. In diesem ersten Teil geht es um den Begriff Globalisierung an sich und grob (bin schließlich kein Wirtschaftswissenschaftler) um seine internationalen Auswirkungen.
Den zweiten Teil gibts dann morgen, darin geht es konkreter darum, warum ich in Deutschland einen Globalisierungsgewinner sehe.
Globalisierung – wenn ich dass in den Medien lese oder höre, dann bekomme ich häufig den Eindruck dass der Begriff immer nur für negative Entwicklungen herhalten muss. Das nervt mich ehrlichgesagt ziemlich, weil ich es für sinnlos halte Globalisierung als solche zu kritisieren und überdies etliche Vorteile in dieser Entwicklung sehe. Doch der Reihe nach.
Globalisierung beschreibt für mich als Begriff erstmal völlig wertfrei die Summe der Auswirkungen einer vernetzten Welt. Zu Beginn des Internetbooms wurde hierfür gerne mal der Begriff „Global Village“ geprägt, was ich für ein schönes Bild halte: Die ganze Welt ist unser Nachbar, zumindest können wir dank moderner Technik das Gefühl haben, als wäre es so. Doch die Vernetzung der Welt ist nicht nur Virtuell. Auch Rationalisierungen auf dem Transportsektor sorgen für eine Vernetzung. Und zwar für eine ganz reale, die es ermöglicht Waren zu akzeptablen Kosten um die ganze Welt zu schicken.
Das hat Auswirkungen, die nicht immer auf Anhieb positiv erscheinen mögen. Wenn es eine geringe Rolle spielt, wo etwas hergestellt wird, dann muss das für manche Dinge bedeuten, dass sie eben nicht (mehr) bei uns in Deutschland oder Europa hergestellt werden – zumindest dann nicht, wenn wir uns ökonomisch vernünftig verhalten, und dort kaufen wo wir die von uns gewünschte Qualität zum günstigsten Preis bekommen. Wenn das dann aus Asien statt aus Europa kommt, dann ist das die logische Folge unseres Verhaltens.
Natürlich führt das zu industriellen Umwälzungen, Firmen bei uns gehen Pleite oder lagern ihre Produktion und damit Arbeitsplätze aus. Wer das aber grundsätzlich schlecht findet und Globalisierung deswegen kritisiert oder gar ablehnt (was ich angesichts der Unvermeidbarkeit einer globalen Entwicklung an sich schon etwas weltfremd finde) der lehnt damit auch den wirtschaftlichen Aufschwung ärmerer Regionen der Welt ab – und natürlich auch möglichst günstige Produkte.
Wenn mancher trotzdem die Auffassung vertritt, dass eine globalisierte Welt mit all ihren Auswirkungen nichts Gutes ist, einem Menschen anderswo egal sind (und man sie lieber mit „Entwicklungshilfe“ am Leben erhält, statt ihnen die Chance auf eigene wirtschaftliche Prosperität zu gewähren), wenn Mancher auf „zu niedrige Preise“ für irgendwas schimpft, dann bin ich Demokrat genug um ihm seine Meinung zu gewähren. Und gerade wer durch diese Entwicklung seinen Arbeitsplatz verliert, dem gestehe ich in diesem Thema eine völlig andere Meinung ohne weiteres zu. Aber ich habe da eben andere Prinzipien. Ich habe nichts gegen weltweite Chancengleichheit, die immer irgendwie bedeuten muss, dass wir dann härter um unseren eigenen wirtschaftlichen Erfolg kämpfen müssen. Und gegen niedrige Preise habe ich auch nichts.
Ich verstehe jeden, dem beim Thema Globalisierung erstmal etwas mulmig wird. Aber gleichzeitig hoffe ich, dass diese anfängliche Angst sich mit ein bisschen Einsicht und Vernunft bei den meisten Menschen in Mut und Ehrgeiz verwandelt. Gründe zu solcher Zuversicht liefere ich dann wie gesagt morgen noch einige;)
Tageszeitungs-Blogparade
Patrick möchte wissen, was man als Blogger so an Tageszeitungen liest. Mir scheint, dass er da eher an große, überregionale gedacht hat. Die lese ich aber kein bisschen. Das hat folgende Gründe: Die dort behandelten Themen bekomme ich in ordentlicher Qualität im Internet oder im Fernsehen kostenlos serviert, das genügt mir vollkommen.
Regelmäßig lese ich dagegen den Winsener Anzeiger, davon allerdings ausschließlich den Lokalteil und ab und zu Nachrichten aus dem Land. Alles was überregional ist ignoriere ich normalerweise komplett. Das Meiste kenn ich da nämlich schon, weil gedruckte Zeitungen einfach sehr langsam sind, verglichen mit Internet und Fernsehen…
Den Lokalteil meiner örtlichen Zeitung ersetzt aber (bis jetzt) keine Internetseite und erst recht kein Fernsehsender. Es gibt zwar noch einige kostenlose Wochenblätter, die inhaltlich ähnliche Themen aus der Gegend aufgreifen – aber das sind eben keine Tageszeitungen.
Die Lokalen Themen aus „meiner“ Tageszeitung greife ich häufig mal in Blogbeiträgen auf. Das liegt natürlich daran, dass ich nicht nur Blogger sondern auch politisch sehr aktiver Mensch bin, vor allem auf lokaler Ebene. Da fällt es mir einfach schwer, zu einigen kontroversen Themen die Klappe zu halten, wenn ich doch mit meinem Blog eine ganz gute Plattform mit potentiell gigantischer Reichweite zur Verfügung habe.
Da ich zwar Niedersachse bin aber nur einen Steinwurf von der Grenze zu Hamburg entfernt wohne, haben wir neben unserer Lokalzeitung von hier auch das Hamburger Abendblatt im Abo. Das lese ich allerdings in erster Linie wenn mir langweilig ist, also nicht regelmäßig. Auch hier lasse ich die meisten überregionalen Themen komplett aus, aus den genannten Gründen.
Der zeitliche Aufwand fürs Zeitungslesenhält sich bei mir also in Grenzen. Nicht jeden Tag stehen Sachen im Lokalteil, die mich wirklich interessieren (Sport oder Kultur überfliege ich meistens nur, es sei denn ich habe persönlich eine besondere Verbindung zu dem was da geschrieben wird) und somit würde ich sagen, dass ich vielleicht im Schnitt mit 15 bis 20 Minuten pro Tag auskomme.
Früher, als die Jugend noch brav war
Für junge Erwachsene soll nun also eine Blutalkoholgrenze von 0,0 Promille gelten. Die natürlich viel vernünftigeren Menschen, die die Gnade der frühen Geburt genießenhalt zufällig schon lange genug ihren Führerschein haben (ich gehöre dazu), dürfen weiterhin ein Bier trinken und danach noch fahren.
Ich muss ehrlich sagen: Ich kenne mehr Alkoholiker, die älter als 30 Jahre sind, als welche die darunter liegen. Und ich kenne mehr Menschen, die im Suff auch mit über 30 ab und zu das Auto benutzen, wenn sie es besser stehen lassen sollten, als jüngere.
Ich selbst fahre lieber Taxi, gehe häufig auch zu Fuß. Fahrrad mache ich nur sehr ungern, weil man als angeheiterter Radfahrer für seine Vernunft, das Auto stehen zu lassen ja inzwischen auch gerne mal bestraft wird.
Meine Wahrnehmung ist natürlich nicht repräsentativ aber gesetzt den Fall, ich würde Opfer eines alkoholisierten Autofahrers, dann ist mir vollkommen egal wie alt er ist. Entweder, man verbietet bestimmte Verhaltensweisen – oder man nimmt eventuelle Gefährdungen die damit einhergehen in Kauf!
Selektive Gesetzgebung, die junge Menschen in ihrer Freiheit einschränkt, ist keine Lösung für kein Problem.
So etwas schafft unnötigerweise Kluften zwischen jung und alt. Die Jungen fühlen sich benachteiligt (zurecht!) und die Alten sehen sich in möglichen Vorurteilen bestätigt, dass die Jugend ja sowieso nichts taugt und außer Saufen, Kiffen und „Killerspiele“ spielen nichts kann.
Früher waren die jungen Leute natürlich ALLE vernünftig, Drogen waren ein Fremdwort und vom Alkohol hat man sich auch ferngehalten…
Mein Fazit: Entweder waren die Generationen vor mir langweilige Engel oder sie sind verlogene Moralapostel, die der heutigen Jugend nicht gönnt was sie selbst genossen hat.