Sep 02 2007

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Deutschland ist Weltmeister!

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Ja das sind wir. Beim Export jedenfalls, im Handball und im Fussball zumindest irgendwie auch, notfalls halt “der Herzen”.

Eine Disziplin wird allerdings gerne verschwiegen, denn natürlich sind wir auch die Weltmeister der Bürokratie. Oder würde irgendwo anders auf der Welt ein Honorarprofessor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht und Lehrbeauftragter an der Pariser Sorbonne damit beauftragt werden, ein Gutachten zu erstellen wie denn nun eine gebrauchte Brötchentüte wirklich zu entsorgen ist?

Sicher, längst nicht alles ist perfekt in Deutschland. Aber was die umfassende Regelung jedes einzelnen Details jeder noch so unwichtigen Kleinigkeit angeht sind wir auf jeden Fall ganz weit vorne. Und da ist uns doch so ein wichtiges Gutachten seine bis zu 20.000 Euro wert.

Die zahlt natürlich nicht der Wirtschaftsminister (war ja selber mal Bäcker zwar nur Müller, hatte aber zumindest mal hauptberuflich mit Mehl zu tun…) aus seiner Privatschatulle oder gar die Bäckerinnungen Deutschlands sondern schon der Durchschnittsbrötchenverdiener, eh klar – oder?

Hier gefunden: Das Brötchentütenproblem – Der Shopblogger

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Deutschland ist Weltmeister!”

  1. Robertam 4. September 2007 um 11:40 1

    Der Glos ist Müllermeister, nicht Bäcker.

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  2. Janam 5. September 2007 um 14:42 2

    Autsch… peinlich. Blogger recherchieren wirklich sehr schlecht manchmal – sorry!

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  3. C. Sieversam 17. September 2007 um 21:45 3

    Deutschland ist Weltmeister! Welch eine verlockende Aussage, verbindet man mit diesen zwei Wörtern doch so viel Positives. Welch Ironie.
    Aber zur Sache, in keinen anderen mitteleuropäischen Staat sind die Bürger mehr Vorschriften ausgesetzt. Wie konnte das entstehen? Preußische Genauigkeit, sozialdemokratische, kleinbürgerliche Regelungswut? Fakt ist, die meisten Deutschen sind einem Gerechtigkeitswahn erlegen. Der unbedingte Wille z.B. das deutsche Steuerrecht allen „gerecht“ zu machen hat zu einem katastrophalen Ergebnis geführt. Wer heute seine Steuererklärung nach den uns selbst aufgelegten Regelungswust ordnungsgemäß ausfüllen möchte, sollte ein mehrjähriges Steuerrechtsstudium abgelegt haben. 60% der Steuervorschriften auf dem Globus sind in der deutschen Sprach verfasst. Ein bitterer Beleg für ausufernden Lobbyismus und staatlich verordnete Hilflosigkeit seiner Bürger.
    Doch ich möchte auch zu bedenken geben, der Staat sind wir, seine Gesellschafter. Und machen wir uns nichts vor, natürlich möchte der gemeine Bürger mitbestimmen wie groß die Garage seines Nachbarn seinen darf, wie die Häuser in seiner Gegend auszusehen haben und welche Sicherheitsausstattungen ein Fahrrad haben sollte.
    Die Konservativen, die Sozialisten, ja auch die „Liberalen“ scheinen mit Genugtuung jedes Problem mit Verordnungen zu maßregeln. Wir erhängen unsere eigene Unabhängigkeit durch einen Strick aus Gesetzten.

    Wie ein Insekt im Spinnennetz, das sich bei jeder Bewegung mehr verfängt. Es bräuchte eine radikale Entschlackungskur. Der politische Wille, abgesehen von einer illusorischen politischen Mehrheit, ist jedoch reine Utopie. Traurig aber vor der Wahrheit die Augen zu schließen wäre fatal und irgendwie zu sehr Lafontain.

    C.Sievers

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