Nobelpreisverdächtige Tricksereien
Posted on | Oktober 30, 2007 | No Comments
Al Gore hat seinen halben Friedensnobelpreis für sich vielleicht irgendwann mal einstellende Entwicklungen in Richtung mehr Frieden dank seines Engagements als Klimabeschützer vermutlich nicht zuletzt wegen seiner “Dokumentation” mit dem Titel “Eine unbequeme Wahrheit” erhalten.
Seither tauchten noch andere unbequeme Wahrheiten auf, diesmal allerdings unbequem für den Panikmacher Gore selber: Vor einigen Monaten gab es da interessante Details zur Stromrechnung des “Klimapapstes” und auch dass er im Privatjet durch die Welt jagt um seine Lehre zu verkünden müsste zumindest seinen Fans wie Hohn vorkommen.
Auch seine geschäftlichen Tätigkeiten auf dem Gebiet des Klimaschutzes lassen nicht unbedingt auf rein selbstloses Engagement schließen.
Das sein weltberühmter Film, beziehungsweise die Moral, die wir Sünder gefälligst daraus zu ziehen haben, teilweise auf Lügen aufbaut, das überrascht die Selbstnachdenker der Menschheit kaum, auch wenn es für eingefleischte Gore-Fans ein Schock sein mag, der sie reflexhaft nach Verschwörungen suchen lässt…
Oekologismus listet die gerichtlich festgestellten Schnitzer mal auf:
- Der von Gore prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels um 6 Meter wird von den Experten des IPCC für die nächsten 100 Jahre auf 19-58 centi-meter geschätzt. Zudem würde das Abschmelzen des Grönlandeises etliche Tausend Jahre dauern.
- Die Behauptung, dass niedrig liegende bewohnte Atolle im Pazifik aufgrund der globalen Erwärmung bereits überschwemmt wurden, ist schlicht falsch. Es gab keine Evakuierungen und gerade im Pazifik steigt der Meeresspiegel praktisch nicht an. [Nebenbei erwähnt haben die in Gores Buch gezeigten “schwimmenden Häuser” nichts mit der Globalen Erwärmung zu tun, sondern sind ein moderner Trend urbaner Architektur].
- Die Behauptung, dass das so genannte “Globale Förderband”, zum Stillstand kommen könnte wird im letzten IPCC Bericht als “sehr unwahrscheinlich” beurteilt. [Carl Wunsch - einem der renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Erforschung von Meeresströmungen - ist ein Anhalten des Golfstromes in den nächsten zehn Millionen Jahren extrem unwahrscheinlich, da hierzu entweder die Drehung der Erde oder die Winde oder beides angehalten werden müssten].
- Die Behauptung, dass der Verlauf der beiden gezeigten Grapen der CO2-Konzentration und der Temperatur der letzten 650.000 Jahre exakt zusammenpassen wurde vom Gericht als unzutreffend beurteilt: “Die beiden Graphen zeigen nicht das, was Gore behauptet.”
- Gore behauptet, der Rückzug des Gletschers am Kilimandscharo wäre eine direkte Folge der Globalen Erwärmung. Richtig ist vielmehr, dass dieser tropische Gletscher ein Überbleibsel eines längst vergangenen feuchteren Klimas in dieser Region ist, und deswegen verschwindet, weil aufgrund einer Klimaänderung nach der letzten Eiszeit in dieser Region nicht mehr genug Niederschlag fällt.
- Der Film stellt das Austrocknen des Tschad-Sees als Folge der AGW dar. Allerdings ist dieses Phänomen vielmehr auf andere anthropogene Faktoren zurückzuführen, wie zunehmende Bevölkerung in dieser Region, überproportionale Entnahme von Wasser zur Bewässerung und regionale [natürliche] Klimavariabilität.
- Gore stellt Hurrikan Katrina und die damit verbundene Zerstörung in New Orleans als direkte Folge der Globalen Erwärmung dar. Das Gericht stellte jedoch fest, dass es dafür keine ausreichenden Beweise gäbe [Nebenbei erwähnt war die Hurrikansaison 2006 durchschnittlich, 2007 die schwächste der letzten 20 Jahre].
- Gore zitiert eine angebliche wissenschaftliche Studie die belegen soll, dass neuerdings Eisbären ertrunken sind, weil sie auf der Suche nach Packeis ertrunken sind. Das ist falsch, denn der einzige wissenschaftliche Bericht über vier ertrunkene Eisbären führt als Ursache einen Sturm an. [Nebenbei bemerkt können Eisbären bis zu 200 km weit schwimmen und die beobachteten Populationen haben von 5000 Bären (in den 60er Jahren) auf 25000 Bären zugenommen.]
- Gore behauptet, dass weltweit Korallenriffe aufgrund der Globalen Erwärmung gebleicht würden. Wenn man das IPCC zitiert, dann wird eine Zunahme der Korallenbleiche in Zusammenhang mit einem Temperaturanstieg von 1-3°C als “plausibel” betrachtet. Die von Gore zitierte Korallenbleiche ist jedoch auf den besonder starken El Nino im Jahr 1998 zurückzuführen. Zudem gibt es noch andere Einflussfaktoren, wie Überfischung und Verschmutzung der Meere z.B. durch Abwasser.
In Großbritannien darf der Film inzwischen in Schulen nicht mehr gezeigt werden, wenn nicht gleichzeitig auf diese unbequemen Unwahrheiten hingewiesen wird. Wie man einen so umstrittenen und eindeutig einseitigen Film überhaupt in Schulen zeigen kann habe ich ohnehin nie verstanden.
Mir fällt dazu eine allgemeine, uralte Weisheit ein: Man soll nicht alles glauben, was man sieht. Das gilt auch – und in heutiger Zeit nach meinem Eindruck immer mehr – für vermeintlich “politisch korrekte” unbequeme Wahrheiten.
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