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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Der Klimawandel verhindert Hurricanes

Denn davon gab es in diesem Jahr auffällig wenige. Natürlich wurde gerade nach der Katrina-Katastrophe oft umgekehrt argumentiert.

Meine unwissenschaftliche Analyse, die aber wahrscheinlich nicht unwissenschaftlicher sein dürfte, als die vieler selbsternannter Klimabeschützer lautet: Entweder globale Erwärmung verursacht mehr Hurricanes oder sie verursacht weniger Hurricanes oder sie ist weitgehend irrelevant für Zahl und Heftigkeit von Stürmen.

Damit stehen die Chancen 2:1, dass man dem Klimawandel zwar viel anhängen kann, die Sturmproblematik aber eher nicht.

Das entbindet gefährdete Städte und Regionen natürlich nicht davon, ihren Küstenschutz zu verbessern. Die Katastrophe von New Orleans, die nach wie vor nicht überwunden ist, hatte leider sehr viel mit Gefahrenvernachlässigung zu tun.

Daher der wiederholte Apell: Vor lauter CO2-Hexenjagt bitte auch ab und zu an wirkliche Maßnahmen denken, die zwar auch viel Geld kosten, dafür aber im Gegensatz zu Tempolimits, Emissionshandel und Grenzwerten nachweisbar nützlich sind!

Alkoholverbote: Jetzt auch in Marburg

Auch im hessischen Marburg versucht man besoffene Kinder und Jugendliche nach der Maxime “Aus den Augen, aus dem Sinn” aus dem Stadtzentrum zu verdrängen. Man wolle die damit einhergehenden “Sachbeschädigungen, Lärmbelästigung und aggressive Übergriffe” stoppen, berichtet N-tv.

Wahnsinnsplan. Vermutlich ist es viel kostengünstiger, als jeder Straftat nachzugehen. Also sorgt man dafür, dass die Nerv-Kiddies eben woanders spielen gehen – und schon ist das Problem gelöst.

Der Preis ist zwar ein weiteres Salamischeibchen der individuellen Freiheit, denn auch erwachsene, freie, mündige Bürger dürfen ab sofort zwischen 18 und 7 Uhr im Marburger Stadtzentrum keine alkoholischen mehr Getränke konsumieren.

Aber das scheint ohnehin ein Preis zu sein, den die Deutschen für bequeme Lösungen zu zahlen gerne bereit sind.

Und so breitet sich das Rauchverbot inzwischen in immer mehr Städten aus. Aber warum auch nicht? Schließlich haben auch viele andere Europäische Länder strenge Regeln, was Alkohol angeht und das hat schon beim Nichtraucherschutz als Argument gut gezogen. Und natürlich beim Mindestlohn.

Wenn wir den Staat nicht hätten, wir würden nur Dummheiten machen.

Moral und Anstand

Uwe Harden, der für die SPD im niedersächsischen Landtag sitzt, sagte auf einer Winsener Juso-Veranstaltung:

„Die Einführung eines Mindestlohnes hat viel mit Moral und Anstand zu tun, denn der Wettbewerb unter den verschiedenen Unternehmen darf nicht auf Kosten der Arbeiter und Angestellten geführt werden.”

Das stimmt offensichtlich aber nur, wenn man es als Aufgabe des Staates sieht, seine Bürger auf Gedeih und Verderb zu Moral und Anstand zu erziehen.

Was sind Moral und Anstand wert, wenn sie per Gesetz verordnet werden müssen? Und, was noch schlimmer ist: Wie sollen sich solche hohen Werte in den Köpfen der Menschen und in den Unternehmen eigentlich so fest setzen, dass sie tatsächlich “gelebt” werden, wenn doch jeder weiß, dass sich um Moral und Anstand bereits vom Staat gekümmert wird?

Gegnern von Mindestlohnregelungen wird mit so einem Statement mal eben unterstellt, sie wären unanständig, was ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen will. Denn ich bin, wie ich oft genug betont habe, für hohe Löhne. Nur sehe ich es nicht als hoheitliche Aufgabe an, diese einfach für ”allgemeinverbindlich”, und damit für jeden, ob er will oder nicht, als gültig zu erklären.

Dazu gibt es Tarifautonomie, dazu gibt es Gewerkschaften und Arbeitgeber, dazu gibt es ein Streikrecht. Und dazu gibt es Werte wie Moral und Anstand, denen aber durch solche Regelungen auch nicht zu neuem Glanz verholfen wird.

Wirklich unanständig ist es übrigens, sofort nach staatlichen Eingriffen zu rufen, wenn zum Beispiel das eigene Monopol auf eine bestimmte Dienstleistung ausläuft. Monopole widersprechen generell jeder wirtschaftlichen Moral, wenn es so etwas überhaupt gibt. Denn sie verhindern Freiheit und dienen ausschließlich dazu, den Monopolbesitzern ihren Profit zu sichern.

Wer braucht denn schon eine zweite Post?

Die eine, die wir haben funktioniert doch nahe der Perfektion!

Außer an Weihnachten, wie es scheint. Aber das ist für die Feinde des Wettbewerbs, die sich über die Probleme der politisch verhinderten Konkurrenten vermutlich nur die Ausnahme, die diese intelligente Regel bestätigt.

By the Way: Warum wird eigentlich Google nicht endlich verstaatlicht, wer braucht denn schon eine andere Suchmaschine, wenn die eine, die sowieso fast jeder nutzt, nahe der Perfektion arbeitet?

Danke an die stets lesenswerten Freunde der offenen Gesellschaft für den Link zu Spiegel Online.

Faslamszeit

An Faslam gehts ja mitunter heiß her. Ob das der Grund ist, weshalb mein derzeitiger Arbeitgeber einige Seiten der Website des Hoopter Faslam sperrt?

faslam_blocked.jpg

Ich halte die Einstufung als “Pornographie” dann doch für leicht übertrieben. Zumindest die Seite ist dahingehend wirklich unbedenktlich und auch die Veranstaltung selbst ist alles Mögliche, aber nicht pornographisch.

Trotzdem, und das bleibt festzuhalten, wird der nächste Hoopter Faslam Maßstäbe setzen. Denn erstmals wird bei der obligatorischen Faslamsparty eine reine (und feine) Rockband auftreten, die die Veranstaltung gründlich verändern wird.

Nicht dass es grundsätzlich etwas am Konzept der üblichen Faschingspartys auszusetzen gäbe – aber warum nicht mal Pogo statt Discofox tanzen?

Mit der Verpflichtung der “Rock and Roll Deputyz“, die zwischen Hamburg und Lüneburg und darüberhinaus mittlerweile einen recht guten Bekanntheitsgrad erreicht haben, hat der Faslamsverein sich einen Stimmungsgaranten ins Haus geholt.

deputyz.jpgEine reine Rockband zu Faslam – das ist zwar recht unkonventionell. Aber die Jungs sind einfach geil und bringen mit bekannten Hits von ACDC, den Stones, Status Quo, Westernhagen, Bon Jovi, Guns n Roses, Metallica, Queen und Green Day regelmäßig die Luft zum kochen und Fans guter Musik zum Schwitzen, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass unsere Faslamsparty im Januar ausnahmsweise auch mal ein Pflichttermin für Rockfans ohne Faslams- oder Faschingsmentalität werden wird. Für Rockfans mit Faslamsmentalität wie mich ist das natürlich absoluter Zucker;)

hoopti.jpgWer Bock gekriegt hat, der möge sich auf jeden Fall den 19. Januar 2008 vormerken – und sich dann ab 21 Uhr in Sievers Gasthaus in Hoopte einfinden – und auf eine höchstwahrscheinlich legendäre Rocknacht im Zeichen des “Hooptis” freuen.

Weiterer wichtiger Termin ist selbstverständlich der Faslamsumzug, der am nächsten Tag stattfindet. Der startet – High Noon – um 12 Uhr Mitags und wenn man sich irgendwo in Hoopte an die Straße (um es auswärtigen Besuchern einfach zu machen haben wir auch nur eine “richtige” Straße…) stellt, dann kommt er irgendwann vorbei.

Mit dabei übrigens auch ein sturzbesoffener verdächtig fröhlicher Blogautor, der das Thema seines Wagens an dieser Stelle noch nicht verraten möchte, jedoch mit dem Gedanken spielt, sich dazu passend als ein bekannter SPD-Politiker (oder einer Karikatur dessen) zu verkleiden.

Aber da das alles noch nicht ganz zuende gedacht ist, müssen diese Hinweise erstmal genügen um Interesse zu wecken;)

Wer sich bei Erwähung des Begriffs ‘Faslam’ immer noch verwundert und fragend die Augen reibt, dem empfehle ich einmal mehr meinen erläuternden Artikel aus dem Januar und zur Abrundung noch meinen hautnahen Erlebnisbericht zu meiner etwas ungeplanten Teilnahme am benachbarten Umzug der Stöckter Faslamsbrüder.

Debatte zum legalen Organhandel

Bei den Bissigen Liberalen ohne Gnade findet im Moment eine interessante Debatte statt. Thema ist Organhandel und die Frage, ob man ihn zulassen darf, kann oder soll.

Das ist im Kern natürlich eine ethische Frage. Einerseits: Ist es in Ordnung, wenn man Menschen erlaubt, teile von sich zu verkaufen, was ja letztlich auch kriminelle Handlungen in diese Richtung bedeuten kann? Andererseits: Ist es in Ordnung, Menschen sterben zu lassen weil die Zahl verfügbarer Organe viel zu gering ist, weil eben kaum ein Anreiz besteht, Organspender zu werden?

Die Diskussion über das Für und Wider findet wie gesagt dort statt und nicht hier, weshalb ich meine Meinung dazu jetzt hier nicht weiter ausführen will.

Was aber auch ethisch gesehen keine Frage sein dürfte: Debatten dieser Art sind immer gut und richtig, weil sie auf das Problem aufmerksam machen. Ohne Medienrummel hätte ich mir im April jedenfalls keinen Organspendeausweis besorgt, den ich seitdem so gut wie immer bei mir habe.

organspendeausweis.jpg

Der Ausweis ist übrigens nicht einfach dazu da, Rettungskräften im Fall des eigenen Hirntods zu signalisieren, dass die eigenen Organe anderen das Leben retten dürfen. Man kann auf dem Ausweis auch angeben, dass man genau dies nicht wünscht. Denn in Deutschland ist es so, dass normalerweise die Hinterbliebenen diese Frage beantworten sollen.

Man kann sich vorstellen, dass das nicht immer geschieht, weil es schon hart ist, um einen lieben Menshcen trauernde mit solchen Fragn zu konfrontieren. Damit sich nach meinem Ableben keiner mit solchen Fragen quälen muss, habe ich die Antwort immer bei mir.

Die Ausweise kosten nur ein paar Mausklicks, können möglicherweise Leben retten und die eigenen Verwandten vor unpassenden Fragen beschützen. Nachteile haben sie also keine, weshalb jeder Leser sich aufgefordert fühlen darf, sich einfach mal einen (oder gleich mehrere, um den Rest der Familie zu versorgen) zu bestellen. Zu beziehen sind sie über www.organspende-kampagne.de/.

Und falls es irgendwann genug potentielle Spender gibt, erübrigt sich die bei den B.L.O.G. diskutierte Frage von ganz alleine.

Was will mir diese Email sagen?

Das frage ich mich zwar häufiger – aber sowas hab ich auch noch nicht gesehen: 

metallica_newsletter.jpg

Zur Erklärung: Es handelt sich um eine HTML-Mail, die ich versucht habe direkt über die Provider-Site im Internet Explorer 6 zu lesen. Man hat mir mitteilen wollen, dass Metallica bei Rock am Ring spielt.

Woher ich das weiß? Naja, ich habe den schwarzen Text, der auf dem hier zu sehenden schwarzen Hintergrund steht markiert, dann kann mans lesen.

Vermutlich liegt die mangelhafte Darstellung am von mir derzeit verwendeten extrem rückständige Equipment (normalerweise empfange ich meine Emails natürlich über ein Programm und normalerweise würde ich einen Uralt-Brauser wie IE6 nichtmal mit der Kneifzange anfassen) aber eine Weltfirma, noch dazu ein Medienunternehmen wie Universal Music sollte es eigentlich hinbekommen, solche Fehler auszuschließen.

Adventszeit

Bisher hieß Advent, dass man jede Woche ein Licht zusätzlich angemacht hat. In diesem Jahr ist das anders: Da wird kurz vor dem zweiten Advent dazu aufgefordert, mal so richtig “Licht aus!” zu machen.

Wer in dieser für übermorgen geplanten Aktion sowas wie eine symbolische Aktion, ähnlich der Lichterketten für andere gute Sachen in der Vergangenheit (von denen einige zweifellos wirklich gut waren), sieht, dem sei eins gesagt:

Wenn wegen den vielen Heuchlern unter Euch, die mehrheitlich ja trotzdem noch 1-2 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen wollen und die trotz allem am liebsten doch schneller als 130 km/h auf den paar Strecken unserer Autobahnen fahren wollen, auf denen das noch geht, wenn wegen solchen Leuten bei mir am Samstag das Licht durch die von Euch verursachten Spannungsschwankungen auch ausgeht und womöglich sogar deutlich länger als die 5 Minuten ausbleibt, dann werd ich sauer. Und besonders sauer werde ich auf die Menschen, die ihre Häuser gerade jetzt mit anderen mehr oder weniger kitschiegen, insgesamt aber zumindest überflüssigem Lichterkrimskrams vollhängen und trotzdem für 5 Minuten “ein Zeichen setzen” wollen. Das ist meiner Meinung nach schon an sich fragwürdig, in diesem Fall aber besonders unglaubwürdig.

Soein Stromnetz ist kein Spielzeug für Weltverbesserer und für solche Späße ist es nunmal nicht ausgelegt. Und das ist auch keine böse Verleumdung der Energiekonzerne sondern Physik.

Und für die politisch besonders Korrekten: Euch ist schon klar, dass ihr mit der Aktion indirekt Pro7, Bildzeitung & Co unterstützt, weil die diese Kampagne nunmal führen? Ich sags ja nur.

Zu guter Letzt erinnere ich nochmal an die sinnfreie Debatte aus dem Januar, wo uns das Skifahren in Hallen als pervers verkauft werden sollte. Das hat mich damals zu einer kleinen Liste inspiriert, welche anderen klimaschädlichen Perversionen wir uns noch so leisten.

Nicht falsch verstehen: Ich werde gegen alles kämpfen, was mir irgendwie vorschreiben will, was ich zu tun und zu lassen habe. Aber um meinen Gegnern in dieser Frage mal vorzuführen, wohin das irgendwann führt, sind solche Beispiele hoffentlich relativ heilsam.

WLAN – das gefühltes Problem

Es ist erstaunlich, dass sich die körperlichen Nebenwirkungen von Funknetzen scheinbar nur bei Pariser Bibliothekenmitarbeitern zeigen, während Millionen von Studenten auf der ganzen Welt und noch viel mehr private Nutzer offenbar keinerlei Probleme zu haben scheinen.

Ich tippe mal so ins Blaue, dass jene 40% der Mitarbeiter, die nun über Schwindelgefühle, Kopfweh und Müdigkeit klagen, 1. von vornhereinWLAN-Netzen standen skeptisch gegenüberstanden und man ihnen 2. gesagt hat, dass ein solches Netz nun in Betrieb sei.

Eine Technik, die so einfach und praktisch ist, die muss ja krank machen. Interessant auch, dass sich offenbar Umweltschützer den Kampf gegen WLAN auf die Fahnen geschrieben haben. Das nährt meinen Verdacht, dass es dabei vor allem um Technikfeindlichkeit und weniger um wissenschaftliche Fakten (die nicht vorliegen) geht.

Ausländerverarsche

Um arme Afrikaner vom Flüchten nach Europa abzuhalten (denn bei aller Toleranz und Multikulti-Geilheit: Wer arm und dumm ist, der hat bei uns offenbar nichts verloren) zeigt die EU nun Propaganda-Werbespots im afrikanischen Fernsehen, die die Europa-Parlamentarierin und FDP-Politkerin Silvana Koch Mehrin in ihrem Blog so beschreibt:

Blitze zucken, Regen prasselt, ein Mann mit schwarzer Hautfarbe steht in einer Telefonzelle. An der anderen Seite der Leitung: ein älterer Herr in einem behaglichen Wohnzimmer in der afrikanischen Heimat. Es ist offensichtlich der Vater des Anrufer, er sitzt gemütlich auf seinem Sofa. “Hast Du eine Unterkunft gefunden?” fragt der Vater. “Ja, ich wohne bei Freunden”, antwortet der Sohn – dazu wird das armselige Lager unter einer Brücke gezeigt. “Wie läuft das Studium?”, will der Vater weiter wissen. “Bestens, ich habe mich an der Uni eingeschrieben”, sagt der Sohn – dazu zeigt der Film, wie er tagsüber am Straßenrand bettelt, bis die Polizei ihn aufgreift.

Eigentlich fehlen da noch ein paar marodierende Nazi-Mobs, die Afrikaner jagen.

Wer würde angesichts solcher Bilder nicht lieber verhungern?

« go backkeep looking »
  • Löffel voller Weisheit

    Sie stellen den Koch, den Kellner, den Soupchef, den Patissier – und sagen, dass Essen schmeckt ihnen nicht – es ist, was sie selber gekocht haben! — Martin Lindner zu Gewerkschafterin und SPD-Wahlkämpferin Ursula Engelen-Käfer bei “Studio Friedmann”

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