Hamburger Bildungspolitik
Posted on | März 19, 2008 | No Comments
Was Die Zeit so zur zu erwartenden Bildungspolitik eines Schwarz-Grünen Hamburger Senats so schreibt, macht direkt neugierig. Ob Schwarzgrüne Bildungspolitik nachher wirklich besser ist, als Schwarzgelbe oder Rotgrüne, dass lässt sich natürlich noch nicht abschätzen.
Aber dass dabei fast zwangsläufig eine weitere Alternative dem innerdeutschen Wettbewerb der Systeme hinzugefügt wird, ist auf jeden Fall eine Bereicherung.
Natürlich wäre mir ein variantenreicherer Systemwettbewerb von Schule zu Schule noch viel lieber, zaghafte Schritte in diese Richtung scheint man bei der Zeit jetzt in Hamburg auch zu erwarten:
Für die Erneuerung des Bildungssystems sind Goetsch die skandinavischen Länder ein Vorbild. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten wurden dort die Entscheidungen von der nationalstaatlichen Zentrale weitgehend an die Schulen und Kommunen gegeben. Aufgabe des Zentralstaates wurde es, für Ressourcen, Evaluationen und Beratung zu sorgen. In Finnland wurde die zentralstaatliche Schulaufsicht völlig abgeschafft. Das Ministerium und das Zentralamt für das Unterrichtswesen in Helsinki sehen seitdem ihre Aufgabe darin, das Bildungswesen zu einem lernenden System umzubauen.
Ich bin, wie gesagt, schonmal gespannt – und das ist im Augenblick noch ohne konkrete Wertung gemeint.
Weniger staatliche Einmischung in konkrete Schulpolitik, und sei es erstmal nur auf inhaltlicher Ebene, ist mir aber jederzeit willkommen.
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