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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Schlick vor Cuxhaven

Posted on | Juli 14, 2008 | 2 Comments

“Ausgedehnte Schlickfelder haben das Wattenmeer vor den Badestränden von Cuxhaven verschmutzt. Der Schlick stelle zwar keine Gefährdung dar, sei aber für die Urlauber unangenehm, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag.”

schreibt der NDR dazu.

Woran das liegt weiß keiner und kann nach so kurzer Zeit im Prinzip ja auch keiner wissen. Außer natürlich Politiker, die schon immer alles wussten und so dürften manche, je nach Geschmack und Posten, nun wahlweise der Elbvertiefung, dem Klimawandel oder den Urlaubern die schuld zuschieben.

Die Elbvertiefung als Bösewicht hat schonmal der Cuxhavener Bürgermeister ausgemacht – klar, auf der prügeln sowieso alle grade rum und Cuxhaven gehört bekanntlich auch nicht zu Hamburg, sondern zu Niedersachsen.

Erstaunlicherweise hält die Nationalparkverwaltung des Nationalparks Wattenmeer auch natürliche Phänomene als Ursache für denkbar.

Das wäre für die Politik allerdings eine Katastrophe, denn mit natürlichen Phänomenen lässt sich weder Geld verdienen, noch das eigene Profil schärfen. Ich setze darum ne Kiste Bier drauf, dass das Ganze jetzt solange untersucht wird, bis irgendwer Schuldiges gefunden oder ernannt worden ist.

Comments

2 Responses to “Schlick vor Cuxhaven”

  1. Petrophaga amphibica wichtig für Ökosystem Wattenmeer « Pschyrembel Weblog
    Oktober 31st, 2008 @ 19:12

    [...] begünstigt dieses Verhalten die Versandung des Meeres im allgemeinen und damit auch die von Häfen und Flussbetten. Seit neuestem gehen Meteorologen, Geologen und Meeresbiologen davon aus, dass die Petrophaga [...]

  2. Wattlöper
    Oktober 26th, 2009 @ 14:10

    So ist es!

    Das Wattenmeer ist äußerst starken dynamischen Prozessen unterworfen.

    Nur weil nun ein paar Schlickablagerungen vor Cuxhaven liegen, kann man nicht so einfach Hamburg verantwortlich machen.

    Sicherlich – gerne nimmt man diese in Haft für den Schlick. hat doch Hamburg in Zeiten knapper Kassen noch etwas Geld im Portemonaie.

    Aber fair ist dieses nicht: Nicht ohne Grund ist das Wattenmeer (zumindest das Niedersächsiche Wattenmeer) zum UNESCO Naturerbe ernannt worden.
    Dazu gehört aber eben auch ein sich stetig wandelnder Lebensraum. Wenn die Stadt-Cuxhavener (haben aber auch gar nichts(bis auf den Kreistag) mit den Kreis Cuxhavenern gemein) dieses nicht einsehen wollen, dann dürfen sie auch nicht mit diesem Adelstitel werben.

    Wenn sie aber den UNESCO-Titel anerkennen, müssen sie auch akzeptieren, dass die Natur hin und wieder die Watten vor ihrer Haustür verändert.

    Den engagierten Wattwanderern wird der Schlick die Freude am Wattwandern vor Cuxhaven nicht verderben. Sie suchen sich allenthalben neue Wege, so wie es der dynamische Lebensraum Wattenmeer stets in der Vergangenheit von ihnen verlangt hat.

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