Neues vom Biermarkt
Posted on | Juli 31, 2008 | 4 Comments
Heineken will eventuell mit Krombacher fusionieren, beziehungsweise die im internationalen Vergleich eher kleine größte deutsche Biermarke kaufen.
Für Heineken wäre das ein solides Standbein im deutschen Markt und Krombacher leidet wie alle deutschen Brauer darunter, dass in Deutschland immer weniger gesoffen wird (das gilt besonders für Bier, aber auch für alle anderen alkoholischen Getränke). Da wäre die Chance, über einen weltweit tätigen Brauer den Schritt auf die Weltmärkte zu schaffen, ein arbeitsplätzesichernder Ausweg.
Für die beide Firmen also eine bedenkenswerte Option.
Deutschlands Biertrinker dürften ein bisschen skeptisch sein. Wer weiß schon, wie lange es das klassische Krombacher Pils noch gibt, wenn die Marke nicht mehr eigenständig ist? Vielleicht wird ja doch irgendwann die Rezeptur internationalisiert, damit die Absatzzahlen steigen.
Das jedenfalls waren so Standard-Bedenken, als 2002 Beck’s von der belgischen Interbrew (die heute Teil von InBev und damit des größten Bierkonzerns der Welt ist) gekauft wurde.
Beck’s schmeckt heute immer noch wie vor sechs Jahren – allerdings ist es deutlich teurer geworden. Keine Ahnung, ob das wirklich mit der Übernahme zusammenhängt.
Warten wirs ab. Selbst wenn aus Krombacher nach der Übernahme ein Allerweltsbier verkommen sollte, gibts ja doch noch die eine oder andere Alternative aus deutschen Landen.
Übrigens: Die idyllisch-exotische Flusslandschaft, die Krombacher in seinen Werbespots zeigt, liegt mitten in Deutschland. Und zwar hier (Google-Maps) – also bloß 20km von der Brauerei entfernt. Das ist doch mal ehrliches Marketing.
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4 Responses to “Neues vom Biermarkt”
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Juli 31st, 2008 @ 16:46
Wow, das erstaunt mich. Als wir vor einer Weile die Krombacher-Brauerei besichtigt haben, habe ich noch gewitzelt, dass die Landschaft bestimmt in Irland liege. Ich muss mich bei der Agentur von Krombacher entschuldigen. Das ist wirklich ehrlich.
August 3rd, 2008 @ 15:35
Das Krombacher Pils kann mir gestohlen bleiben. Aber deren Weizen schmeckt wirklich gut.
Daran dürfte sich auch bei einer Übernahme durch Heineken (die wohl erstmal nicht ansteht) nicht viel ändern.
August 3rd, 2008 @ 15:56
Ich mags. Nicht mein Lieblingsbier aber unter den Marken, “die jeder kauft” ist es für mich auf den vorderen Plätzen dabei.
Selber kauf ichs natürlich nie, weil ich Kistenpreise von 10-12 Euro übertrieben hoch finde, wenn ich auf dem Stapel daneben bestes norddeutsches Pils kriege, dass gerde mal die Hälfte kostet.
August 3rd, 2008 @ 16:20
Wenn man Pils mag…
Obwohl: Das Dithmarscher ist gar nicht so übel.