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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Planwirtschaft in Reinkultur

Posted on | August 19, 2008 | 1 Comment

Topaufreger dieser Tage neben den Flügen unterschiedlicher Staatsvertreter ist die geplante Anheuerung von Langzeitarbeitslosen um Demenzkranke zu pflegen.

Zunächst einmal darf man wohl erstaunt feststellen, dass hier die Qualifikation offenbar eine weniger wichtigere Rolle spielt, als wenn ganz normale Menschen für ihre älteren Familienangehörigen eine Pflegekraft einstellen wollen, sich aber dummerweise nur “irgendwen”, womöglich noch aus dem Ausland (oh Schreck!) und ohne den kompletten teuren Rattenschwanz an Steuern und Abgaben leisten können. Dann tritt schonmal das Finanzamt auf den Plan.

Interessant findei ch aber den Grund für diese Pläne:

“Hintergrund der Aktion ist das neue Pflegegesetz. Demnach dürfen Heime künftig zusätzliches Personal zur Betreuung von Demenzkranken einstellen. Die Bundesregierung schätzt, dass dadurch 10.000 neue Stellen entstehen könnten.”

Donnerwetter! Der Staat, wohltätig und allwissend wie wir ihn kennen, schafft in seiner grenzenlosen Weisheit mal schnell 10.000 Jobs, nur durch ein neues Gesetz! Irre, einfach beeindruckend. Noch ein paar Gesetze von der Sorte und wir haben Vollbeschäftigung!

Damit ist es so offensichtlich, dass es jeder begreift: In Deutschland schaffen nicht etwa Angebot und Nachfrage Arbeitsplätze, sondern die Entscheidungen der Wirtschaftsplaner.

Die Folgen davon gefallen niemandem der Beteiligten so richtig.

Viele Arbeitslose werden eher nicht damit gerechnet haben, irgendwann einen Pflegeberuf machen zu dürfen.

Demenzkranke und deren Angehörige, die wohl kaum viel Einfluss darauf haben werden, welche Ausbildung die vom Staat organisierten Pfleger wirklich haben, erwarten von einer immer teurer werdenden Zwangspflegekasse zurecht, dass sie für Dienstleistungen in der  gebotenen Qualität sorgt – oder wieder abgeschafft und durch freie Lösungen ersetzt wird.

Und die Pflegeverbände und Vertreter von Arbeitnehmern in Pflegeberufen, die, vermutlich zurecht, den Preiswettbewerb mit ehemaligen Langzeitarbeitslosen fürchten, finden die Pläne auch beschissen.

Aber so läuft das eben in einer Planwirtschaft: Oben wird beschlossen und unten ausgebadet.

Comments

One Response to “Planwirtschaft in Reinkultur”

  1. Alles Atze bei den Alten « Freunde der offenen Gesellschaft
    August 19th, 2008 @ 18:09

    [...] Arbeit), Langzeitarbeitlose und Demenzkranke aufeinander loszulassen, hat Jan Filter bereits das Notwendige [...]

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  • Löffel voller Weisheit

    Killerspiele sollten bei der Strafbewährung in der Größenordnung von Kinderpornografie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt. — Günter Beckstein, Ministerpräsident von Bayern

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