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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Ironie der Geschichte

Posted on | August 23, 2008 | 5 Comments

Der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei Amerikas, Joe Biden, hatte sich offenbar vor vier Jahren dafür ausgesprochen, dass der derzeitige Präsidentschaftskandidat der Republikaner, John McCain, bei den letzten Wahlen für John Kerry den Vizepräsidentschaftskandidaten hätte machen sollen.

Ich wette ne Kiste bier darauf, dass derartiges Überschreiten von Parteigrenzen hierzulande mit nem Ausschlussverfahren oder wenigstens der Androhung eines solchen “geahndet” würde.

Das das in Amerika niemanden aufregt können wir wohl als weiteres Indiz dafür nehmen, wie sinnlos diese “demokraten=gut / republikaner=böse”-Einteilung in Wirklichkeit ist, die man zwischen den Zeilen fast überall lesen kann.

Comments

5 Responses to “Ironie der Geschichte”

  1. Roger Beathacker
    August 23rd, 2008 @ 19:02

    Oder als Zeichen dafuer, dass es eh wurst ist wen man waehlt. Und soweit ist es hierzulande ja auch schon beinah …

  2. Christian S.
    August 23rd, 2008 @ 20:26

    Das das in Amerika niemanden aufregt können wir wohl als weiteres Indiz dafür nehmen, wie sinnlos diese “demokraten=gut / republikaner=böse”-Einteilung in Wirklichkeit ist, die man zwischen den Zeilen fast überall lesen kann.
    Der Grund dafür ist vielmehr, dass Republikaner und Demokraten reine Wahlvereine sind und es stark auf den jeweiligen Kandidaten ankommt, wie die Politik aussieht.

    Diverse Grundwerte sind relativ gleich, als aufgeklärter Europäer findet man sich normalerweise bei den Demokraten eher wieder. Die Republikaner werden einfach zu stark von ihrer religiösen Rechten beeinflusst. (Was viele Liberale und Libertäre offensichtlich bewusst oder unbewusst ausblenden, denn liberal kann man republikanische Politik wirklich nicht nennen.)

  3. Michael
    August 23rd, 2008 @ 22:37

    @Christian S.:
    Das sich liberale/libertäre in der Bundespolitik oft den Konservativen/Rechten näher fühlen liegt einfach daran, dass die Konservativen (zumindest theoretisch) ein “minimum Government” wollen. Und je weniger Aufgaben vom Staat erledigt werden, desto größer ist die Freiheit.

    Dass sich die Konservativen dann auf lokaler politischer Ebenen und speziell privat stark von den Liberalen unterscheidet ist natürlich klar.

    In den USA ist Kandidat der Libertären Partei (bzw. Liberalen Partei) übrigens ein ehemaliger Republikaner (Bob Barr).

  4. Christian S.
    August 23rd, 2008 @ 23:56

    Die Reagan-Republikaner standen vielleicht für “minimum government”. Davon kann aber bei der Bush-Regierung und ihrem tollen “War on Terror” samt Abbau fast aller Bürgerrechte keine Rede mehr sein.

  5. Jan
    August 24th, 2008 @ 00:05

    Christian,

    das zeigt aber, dass es eben sehr stark von den jeweiligen Personen abhängt, was da für ne Politik bei rauskommt. Mehr jedenfalls, als diese Frage an den Parteien festzumachen.

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