Aug 25 2008

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Energiepolitik

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Sondertarife für arme Menschen, verbilligte Tarife für Stromsparer. Das sind nur zwei Beispiele aus jüngerer Zeit, mit denen Politikern Stromanbietern “Vorschläge” unterbreitet haben.

Die natürlich abgelehnt worden sind. Weil sie sich vermutlich halt einfach nicht rentieren – was aber die vorschlagenden Politiker gewusst haben dürften, denn wenn sie da wirklich ein Bombengeschäft aufgetan hätten, dann hätten sie wohl selber irgendwann mal ein Energieunternehmen gegründet.

Unternehmen kluge Ratschläge aus dem Off zu geben, ist aber nunmal keine Energiepolitik, Zwar können wir uns ausmalen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis solche Vorschläge mit einem gewissen Zwang versucht werden durchzusetzen. Aber ob das wirklich nachhaltig die Preise zu drücken vermag, darf man wohl bezweifeln.

Energiepolitik dagegen wäre, die Steuern auf Energie endlich zu senken. Energie ist kein Luxusgut, jedenfalls nicht per Definition. Es droht eins zu werden, weil die Preise zum Sparen zwingen. Das ist einerseits politisch auch so gewollt, führt aber andererseits manchen Haushalt inzwischen an die Grenzen seiner finanziellen Leistungsfähigkeit.

Auch das mag von manchem so gewollt sein. So nach dem Motto: Wenns weh genug tut, wird halt endlich wirklich gespart und effizienter gemacht.

Kann man so sehen. Aber dann bitte nicht mit (ungefragten) Vorschlägen für “Sozialtarife” oder billigen Strom für sparsame Verbraucher um sich werfen. Das passt nicht zusammen.

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Energiepolitik”

  1. Christian S.am 25. August 2008 um 22:46 1

    Energiepolitik dagegen wäre, die Steuern auf Energie endlich zu senken.
    Damit die Unternehmen die Preise dann um den “gesparten” Betrag erhöhen können? Sinn? :>

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  2. Christian S.am 25. August 2008 um 22:47 2

    Was ich sagen will: es gibt für die Energiepreisproblematik keine einfache Lösung. Jegliche Heilsversprechen hier sind mir extrem unsympathisch, vor allem dieses nervtötende Westerwelle-Mantra “Mehr netto vom brutto”.

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  3. Janam 25. August 2008 um 22:54 3

    Mit letzterem hast du zweifellos recht, trotzdem wäre ne Steuersenkung, selbst wenn deine Prognose zutreffend wäre, eindeutig eine politische Maßnahme, während Unternehmensberatung durch eine Politiker nichts als überflüssig ist.

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