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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Übrigens

Posted on | September 1, 2008 | 2 Comments

Wer meint, die drohende neue Überschwemmung von New Orleans wäre dem Klimawandel anzulasten, irrt:

Das Gebiet des heutigen New Orleans ist erst vor 2.500 Jahren aus vom Fluss angeschwemmten Sedimenten entstanden. Es ist größtenteils ein mehrere hundert Meter tiefer Sumpf, der sich unter dem Druck seines eigenen Gewichtes verdichtet und bei Ausbleiben der Sedimentablagerung weiter unter den Meeresspiegel sinken wird. Seitdem der Mississippi von den Franzosen und anschließend vom U.S. Army Corps of Engineers eingedeicht wurde, sinkt das Gebiet von New Orleans um etwa 8 Millimeter pro Jahr. 70 Prozent der Stadtfläche liegen bis zu 1,6 Meter unterhalb des Meeresspiegels, wobei der angrenzende 1839 km² große Lake Pontchartrain über die Wasserstraße Rigolets Strait und die Lagune Lake Borgne mit dem Golf von Mexiko verbunden ist.

Man muss kein Geologe sein um zu ahnen: 2005 wird sich wiederholen. Mit Glück nicht mehr in diesem Jahr, aber irgendwann bestimmt. Und zwar ohne, dass der Meeresspiegel auch nur einen Milimeter ansteigen müsste.

[Auf den Wikipedia-Eintrag bin ich hier aufmerksam geworden]

Comments

2 Responses to “Übrigens”

  1. s.meyer
    September 2nd, 2008 @ 07:59

    Ist ja alles nochmal glimpflich abgelaufen. Während die deutschen (Fernseh-) Nachrichten noch immer von einer möglichen Kategorie 5 gesprochen haben um die Dramatik zu erhöhen, konnte man im Netz schon seit langem nachlesen, dass Gustav auf “3″ heruntergestuft wurde.

    Viel Rummel um nichts also, bis auf die Erkenntnis dass zumindestens der Versuch unternommen wurde die Menschen diesmal besser zu schützen.

  2. Jan
    September 2nd, 2008 @ 08:07

    Na ich glaube die Flutgefahr besteht noch und der nächste Sturm ist ja auch schon im Anmarsch. Nach den Katrina-Erfahrungen kann man den Medien eine umfangreiche Hurrikan-Berichterstattung kaum verdenken, würde ich sagen.

    In der Tat war man diesmal aber etwas besser vorbereitet. Ob eine Großstadt, die unter dem Meeresspiegel und direkt in einer so gefährlichen Ecke liegt, auf Dauer überleben kann, bleibt trotzdem weiterhin eine spannende Frage.

    Und dann gibt es ja noch genügend Megastädte, die noch nicht von einem heftigen Sturm direkt getroffen worden sind und in denen die Notfallpläne womöglich genauso wenig auf solche Katastrophen vorbereitet sind, wie sie es vor drei Jahren in New Orleans waren.

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