Sep 03 2008

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Antidiskriminierung 2.0

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Die bauen doch wirklich nur Scheiße in EU-Parlament und -Kommission. Rauchverbote und Vorratsdatenspeicherung sind die wirklich bösen Beispiele, Agrarverarschung inklusive Gurkenvermessung, Milchquoten und dem ganzen Kontrollwahnsinn, der unweigerlich dazugehört ist die große Lachnummer inklusive sozialistischer Planwirtschaft und ihre typischen Folgen.

Es gibt da ja mittlerweile einen ganzen Blumenstrauß an hirnrissigen Albernheiten, mit denen Brüsseler Kommissare sich die Zeit vertreiben. Muss schon ein geiles Gefühl sein, sich irgendwelchen Blödsinn auszudenken (man gewinnt den Eindruck, da läuft bisweilen eine Art perverser Wettbewerb zwischen den einzelnen Ressorts) und ein ganzer Kontinent tanzt nur wenige Jahre später nach der eigenen Gaga-Pfeife. Ganz ehrlich: Ich glaube, da könnte ich auch nicht widerstehen und würde vielleicht sowas wie die Mülltrennung bei Weihnachtsbäumen anordnen (“Ab sofort gehören die Nadeln vom Holz getrennt entsorgt”) oder so.

Nein, rein menschlich kann ich irgendwo nachvollziehen, warum diese Brüsseler Politikclowns einen Bock nach dem nächsten schießen.

Wir machen den Quatsch ja irgendwo auch freiwillig mit, zumindest wir als Land. Der einzelne Bürger natürlich nicht, denn schätzungsweise die absolute Mehrheit würde auf die meisten Sachen sicher gern pfeifen.

Was Sebastian hier grade schreibt, ist da eigentlich nur die Fortführung des ganz normalen brüsseler Wahnsinns:

Das Europäische Parlament hat heute entschieden, dass Werbung von nun an keine klischeehafte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau und andere diskriminierende Klischees mehr enthalten solle.

Also keine putzenden und kochenden Frauen mehr im Fernsehen oder zumindest mit einer 50-prozentigen Männerquote, keine Polen die Autos klauen oder Rocker die Harley-Davidson fahren.

Halleluhja, darauf hat Europa gewartet! Wie oft habe ich mich früher schon über diese Holländerfeindliche Darstellung von Frau Antje geärgert. Als würden Holländer ständig nur Käse irgendwo hinbringen!

Und dieser Kerrygold-Bauer, der auch noch stolz darauf ist, dass er so wenig tun muss, damit irische Butter so gut wird. Hallo, gehts noch? Es gibt auch fleißige Iren!

Allzuoft haben die bösen Kapitalisten in den europäischen Konzernen ihre finsteren Geschäfte auf dem Rücken alter, kranker, geschlechtlich benachteiligter, dummer, schlauer oder sonstwie gehandicapten Menschen gemacht!

Wann setzt das EU-Parlament denn endlich die längst überfällige Untersuchungskommission ein, die untersucht , wer den ganzen EU-Politikern da andauernd so kräftig ins Hirn scheißt?

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Antidiskriminierung 2.0”

  1. dinenisoam 4. September 2008 um 10:02 1

    Also das mit der Trennung von Weihnachtsbäumen finde ich eine wirklich gute Idee, aber man könnte da sicher an die so sinnvolle Regelung der Gurkenvermessung anknüpfen und hier vielleicht auch verschiedene Ast- und Stammdicken und -längen trennen (vielleicht gibt es dann endlich eine Festtagsnadelbaumverordnung mit einer schönen, einprägsamen Festtagsnadelbaumstruktur- und -dimensionsformel für den festtäglichen Alltag) – da ließe sich bestimmt auch eine Quote einrichten und die ein oder andere Prämie wird sich sicher auch nicht ausschließen lassen können. Und um den Demokratie- äh ich meine Bürokratieabbau voranzutreiben sollte man das Verfahren ausführlich standardisieren und dokumentieren um ständig am Bürger zu bleiben, eine ständige praxisnahe Erweiterung des Werkes natürlich eingeschlossen.

    Da wende ich mich doch glatt mal an meinen EP-Abgeordneten, vielleicht kann der da was machen, so ein paar Gremien und Ausschüsse sind doch immer gern gesehen, vielleicht lässt sich das ganze bis hin zu einem Kommissariat aufblasen, Europa gründet sich doch schließlich auf christlichen Wurzeln, da darf man sowas nicht unterschätzen…

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  2. Janam 4. September 2008 um 11:00 2

    Gott sei dank bin ich nicht der einzige, der sich dieser Probleme bewusst ist! Seeeehr positive Ansätze.

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  3. Stecki's Blogam 5. September 2008 um 00:12 3

    Gehirnsdurchfall reloaded…

    “Kein Gesetz ist so schlecht, daß nicht irgendein Weltverbesserer es noch schlimmer machen kann.” (Stecki)
    Das jedenfalls war das, was mir einfiel, als davon hörte, mit welcher Volksbeglückung sich das Europäische Parlament nun beschä…

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  4. Carmenam 10. September 2008 um 12:08 4

    Auf vielen foren z.b. bei off-the-record.de (stumlauf-gegen-klischees-und-homophobe-werbung) und auch bei konsumgoettinnen.de/mitreden/ (Findet Ihr, dass in der Werbung zu viele Frauen-Klischees verwendet werden?) wird sehr viel über dieses thema diskutiert….. nun Werbung wird nun mal klischeehaft gemacht, um einen Typ anzusprechen und nicht um diesen Typen zu generieren….kapieren die das nicht???

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