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Lieber Gebührenverbot

Posted on | September 8, 2008 | 6 Comments

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günter Oettinger findet, dass öffentlich-rechtliche Sender keine Werbung mehr bringen sollten. Das Werbeverbot würde er anfangs erstmal für Sponsorings nach 20 Uhr einführen.

Also genau die Art Werbung, die nun wirklich am allerwenigsten nervt. Ob da nun vor Blockbustern oder Fussballspielen (sind ja alles elementare Sendungen, die zu einer ordentlichen Grundversorgung dazugehören) ein paar Sekunden lang darauf hingewiesen wird, wer außer uns Gebührenzahlern auch noch ein paar Scheine hingelegt hat, um den Abend unterhaltsam zu gestalten oder nicht, dass juckt doch nun wirklich niemanden.

Oettinger sagt freundlicherweise auch gleich dazu, dass die fehlenden Einnahmen selbstverständlich durch höhere Gebühren ausgeglichen werden sollten und nicht zum Beispiel durch das Nichtkaufen teurer Fussball- oder Olypiarechte, teurer Hollywoodstreifen oder seichtester Unterhaltung per Musikantenstadl.

Unter solchen Vorzeichen kann die einzig vernünftige Antwort eigentlich nur sein: Gebührenverbot statt Werbeverbot. Lasst ARD, ZDF und Co doch werben, soviel sie wollen und im Gegenzug werden die Gebühren auf Null gesetzt. Wär das nix?

Comments

6 Responses to “Lieber Gebührenverbot”

  1. Roger Beathacker
    September 8th, 2008 @ 17:00

    Nein das waer nix. Werbefinazierte Sender haben wir nun wirklich genug.

    Und wenn Du schreibst: “Also genau die Art Werbung, die nun wirklich am allerwenigsten nervt.”

    Dann meinst Du sicher: Also genau die Art Werbung, die mich nun wirklich am allerwenigsten nervt.

    Mich nervt sie zum Beispiel extrem. Und man kann dieser Form von Werbung auch am wenigsten ausweichen – bei ganzen Bloecken kann man immerhin solange wonaders hinschalten.

  2. » Günther Oettinger fordert komplettes Werbeverbot für die Öffentlich-Rechtlichen Sender! » Entertainment-Life.de
    September 8th, 2008 @ 17:29

    [...] Lieber Gebührenverbot Tags: ARD & ZDF, Günther Oettinger, Öffentlich-Rechtlichen, Werbeverbot [...]

  3. Kolia N. Ohmann
    September 8th, 2008 @ 17:50

    Es gibt doch schon werbefreies Fernsehen und zwar das Bezahlfernsehen-Premiere – und teuer als die GEZ ist nicht!

    Und bei den ÖR werden die eigentlichen Programme auch nicht von Werbung unterbrochen … und das das Fußballspiel nun von *Kornbacher oder der Telekom, etc. präsentiert wird ist vollkommen egal, denn die ÖR-Sender sollten überhaupt keine Sportereignisse übertragen welche sie teuer von unseren Gebühren einkaufen müssen, welche auch von Privaten übertragen würden …

  4. Jan
    September 8th, 2008 @ 18:13

    @ Roger

    Du musst die werbefinanzierten Sender ja nicht sehen, wenn dich das so sehr stört. Wenn ich die Wahl zwischen ein bisschen Werbung und 20 Euro Gebühr im Jahr habe, dann nehme ich lieber die Werbung. Leider gibts diese Wahl gar nicht. Im Zeitalter des Internets ließen sich selbst Sender wie Phoenix problemlos durch Livestreams ersetzen, für die keine Sendefrequenzen verbraucht werden.

    @ Kolia

    Sehe ich auch so. Sport ist Unterhaltung und nicht Grundversorgung. Und zudem verflucht teuer (im Gegensatz zum Beispiel zur Liveüertragung des nächsten SPD-Parteitages).

  5. Kolia N. Ohmann
    September 8th, 2008 @ 19:22

    @ Jan du meinst wohl 17,03 € pro Monat!!!

  6. Jan
    September 8th, 2008 @ 20:29

    Ja na klar, schlicht vertippt. Die 17 sind natürlich demnächst Makulatur, wenns nach Oettinger geht und erhöhen sich sicherlich auf weit über 20 im Monat.

    Amazon bietet einen klasse Videoverleih per Post, der dann definitiv billiger kommt – bei höherer Qualität, was die Spielfilme angeht.

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