“Telefonterror” bei Andrea Ypsilanti
Posted on | September 15, 2008 | 4 Comments
Andrea Ypsilanti wurde vom “Crazyfon” des niedersächsischen Radiosenders FFN verarscht. Man hat sie angerufen und sich als Franz Müntefering ausgegeben (und offenbar zum verwechseln ähnlich gesprochen) und die Bishernurfast-Ministerpräsidentin von Hessen hat munter geplaudert. Über Probleme mit den Jusos, die leider grade außer Kontrolle wären und ansonsten munter über denkbare Strategien bezüglich Die Linke oder was Frau Ypsilanti von einem Job in Berlin hält.
Zu hören sind nichtmal zwei Minuten, die aber findet man bei Youtube. Ich würde es verlinken aber scheinbar werden die ständig wieder gelöscht, so dass sich die Adresse dauernd ändert. Einfach mal ein bisschen suchen.
Es ist ganz lustig, nicht wirklich überraschend (bei der Frau überrascht uns ja eh nix mehr) und eigentlich auch nicht direkt skandalös. Natürlich für sie persönlich hart und peinlich in jeder Beziehung. Den künftigen Parteichef nicht erkannt, munter aus dem Nähkästchen geplaudert… wer würde schon wollen, dass sowas auch noch gesendet wird?
Ich hätte da vermutlich auch meine Probleme mit und Frau Ypsilanti hatte die auch. Also hat sie auf die Frage, ob das denn gesendet werden dürfe, mit nein geantwortet. Das hat nichts mit Zensur zu tun, sondern ist ihr gutes Recht.
Natürlich schießen jetzt die Spekulationen mächtig ins Kraut: Der Radiosender gehört doch zum Teil der Axel Springer AG, ist das also eine gewollte Schmutzkampagne?
Über ihre Medienholding ist allerdings sogar die SPD selbst am Sender beteiligt – was eine Verschwörung aber bei der aktuellen SPD sicher auch nicht schwerer vorstellbar macht.
Aber wie auch immer man dass jetzt wieder bewerten mag: Die SPD bleibt die interessanteste Partei Deutschlands – nur mit Politik hat sies im Moment nicht so.
Comments
4 Responses to ““Telefonterror” bei Andrea Ypsilanti”
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September 15th, 2008 @ 22:26
Hi,
habe ja schon schmunzeln müssen als ich davon hörte.
Hier mein eigener kleiner Beitrag zum Thema:
http://www.literaturasyl.de/?p=648
schöner Blog, ich lese bestimmt bald mal wieder vorbei.
Gruß
AMUNO
September 16th, 2008 @ 15:12
Naja, erstaunlich ist zumindest auch, wie leicht man da durchgestellt wird. Wenn dann das Vorzimmer behauptet der künftige Chef wäre am Telefon. muss man erst mal dazu kommen, das anzuzweifeln…
September 16th, 2008 @ 16:31
Find ich gar nicht so erstaunlich. Stell dir mal vor, dass wäre der echte gewesen und sie hätte ihn nicht durchgelassen.
Ich schätze aber, dass spätestens jetzt alle Parteien (Unternehmen, Ministerien, Fussballvereine etc.) sich gewisse Sicherheitsmechanismen ausdenken werden, um Ähnliches zu künftig zu verhindern. Wäre ihnen jedenfalls zu raten.
September 21st, 2008 @ 16:10
@Jan: Das meinte ich. Wäre meiner Meinung nach eher die Aufgabe des Sekretariats gewesen, das zu gegenzuprüfen. Frau Ypsilanti hat da auf ihre Mitarbeiter vertraut.