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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

And the Winner is…

Posted on | September 30, 2008 | 8 Comments

Wer hat eigentlich die Wahlen in Bayern gewonnen?

Die SPD denkt, sie hat gewonnen, wovon sie sich auch angesichts ihres selbst für bayrische Verhältnisse absolut beschissenen Ergebnisses nicht abbringen lässt.

Die CSU hat nach den Maßstäben aller deutschen Länder plus Bund ein für Unionsverhältnisse tolles Ergebnis eingefahren, gilt aber natürlich trotzdem als klarer Wahlverlierer, weil sie fast 18 Prozent zum letzten Ergebnis eingebüßt hat. Entsprechend werden, so scheint es, noch im Laufe dieses Tages Köpfe rollen.

Zweifellos erfolgreich waren Grüne, Freie Wähler und die FDP mit tollen Ergebnissen. Aber haben sie “gewonnen”, in dem Sinn, dass sie demnächst regieren und ist es überhaupt ein so toller Gewinn, wahlweise zum Steigbügelhalter einer so gewaltig abgestraften Regierungspartei oder kleines Rad in einer Vierer(!)koalition werden zu können?

So richtig mag ich noch nicht beurteilen, wer von den im Landtag vertretenen Parteien die Wahl wirklich gewonnen hat.

Einen Wahlsieger will ich trotzdem schon mal küren: Er heißt NPD.

Die rechtsextreme Partei hat zwar nicht ein einziges Mandat errungen, darf aber aufgrund ihrer errungenen Stimmen mit über 100.000 Euro bayrischem Steuergeld rechnen.

Unser alle “Dank” dafür muss dem affengeilen System der staatlichen Parteienfinanzierung gelten, mit dem die Großen Millionen scheffeln, weshalb sie billigend in Kauf nehmen, dass die Totengräber der Freiheit bei jeder Wahl gleich einem Lottogewinn mit von uns allen sauer verdientem Geld versorgt werden, dass sie für lustige Jugendcamps oder national befreite Rockkonzerte oder dem Kampf für die Einführung der Todesstrafe ausgeben können.

Comments

8 Responses to “And the Winner is…”

  1. Chris
    September 30th, 2008 @ 10:56

    In meinen Augen ganz klar die FDP. Die anderen sind gleich geblieben oder haben extrem verloren. Doch die FDP erreichte das beste Ergebnis seit ganz vielen Jahren. Nur leider werden diese vermutlich eine Koalition mit der CSU eingehen.

  2. der Dennis
    September 30th, 2008 @ 12:25

    Aaaahr…. Mir als “Wahl”bayer fallen da immer die Augen aus. Es heißt baEyrisch nicht bayrisch!

    Nur mal so für die Zukunft. ;o)

  3. Jan
    September 30th, 2008 @ 13:02

    Okay, sorry;)

    Manche schreiben allerdings sogar bairisch, mich überfordern diese Feinheiten manchmal etwas.

  4. Verstand in Gefahr?!
    September 30th, 2008 @ 14:09

    Bayern ist Werne…

    Die Landtagswahl in Bayern ergab ja bekanntlich, dass nun auch in diesem Bundesland die Demokratie zumindest pro forma eingeführt wird.Ganz erstaunlich finde ich die Parallelen zur Werner Kommunalwahl. Dort verloren die "Schwarzen" 2004 auch…

  5. Freiheitsfreund
    September 30th, 2008 @ 18:20

    Na wir haben gewonnen, ist doch klar! :-) Auch dann, wenn man das einzig gute Maß für einen Wahlsieg nimmt, wir sind diejenigen, die am wenigsten Jammern nach dieser Wahl. ;-) Und 2 JuLis! Karsten Klein aus Unterfranken und Tobias Talhammer aus Oberbayern (nur, um Euch auch nochmal die Stammesproporze im schönen Freistaat vor Augen zu führen ;-) ).

  6. Simon
    September 30th, 2008 @ 18:35

    Na die FW dürfen sich schon wahrlich freuen. Die haben doch recht gut abgeschnitten.

    Aber ich ärgere mich auch wie Sau, dass die Rechten Kohle bekommen. Das ist schon derber Scheiß.

  7. Bruno
    Oktober 3rd, 2008 @ 13:45

    Gewonnen hat einzig die Partei der Nichtwähler [1]. Die legt seit Jahren beständig zu [2] und niemand denkt daran sie mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

    Evtl sollte man sich überlegen ein Feld “Keine Partei” auf die Wahlzettel zu drucken. Den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Parteien würde dies sicherlich erhöhen.

    [1] http://blog.freiheitsfabrik.de/?p=1411
    [2] http://www.nachdenkseiten.de/?p=3484

  8. Jan
    Oktober 3rd, 2008 @ 18:18

    Es hängt davon ab, wie man den Nichtwähleranteil interpretiert. Ich glaube nicht, dass man einfach sagen sollte, dass jeder Nichtwähler deswegen nicht wählt, weil nichts für ihn dabei gewesen ist. Wer nicht wählt, dem gehts offensichtlich gut genug, um nichts ändern zu wollen. Es mag ja idealistisch klingen, aber wer sämtliche Wahlmöglichkeiten so scheiße findet, dass er sich zu keiner Entscheidung durchringen kann, der sollte es vielleicht einfach mal selber versuchen, auch dazu ist Demokratie irgendwo da.

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    Ich glaube, daß der Staat überall über das Ziel hinausgeschossen ist. Der Staat hat seinen Einfluß auf zu viele Gebiete ausgedehnt. — James Buchanan (1791-1868)

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