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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Urheberrecht im digitalen Zeitalter

Posted on | Oktober 14, 2008 | 2 Comments

Man stelle sich vor, die Lobby der Schreiber hätte, als der Buchdruck erfunden wurde, solange auf die Politik hingewirkt, bis sie ihren Status in Gesetzen festgeschrieben und den technischen Fortschritt quasi abgeschafft hätte.

So ähnlich wirkt es auf mich, wenn man in einem Zeitalter, in dem endlich keine physischen Träger von Inhalten mehr nötig sind, um Musik, Filme und andere Inhalte an Frau oder Mann zu bringen, auf Krampf versucht die eigentlich weitgehend überflüssig gewordenen Trägermedien im Rennen zu halten.

Vor diesem Hintergrund werfe ich mal folgende, bei Netzwertig gefundenen Forderungen als kleinen Diskussionsansatz in den Raum:

  • Deregulierung des Amateur-Remixes: Digitale Technologien haben die Möglichkeiten, die Kultur um uns herum zu erschaffen und weiter zu verwerten demokratisiert. Wenn Kreativität von Amateuren kommt, die von ihrem neu geschaffenen Werk nicht profitieren, soll sich das Gesetz heraushalten.
  • Deregulierung “der Kopie”: Im digitalen Zeitalter bedeutet jeder Einsatz eines kreativen Werkes das Erzeugen einer “Kopie”. Das mit dem Gesetz zu regulieren, ergibt so viel Sinn, wie das Regulieren von Atmen.
  • Vereinfachung: Wenn Copyright/Urheberrecht jede Privatperson betrifft, die einen Rechner besitzt, darf es nicht kompliziert sein.
  • Effizienz: Das aktuelle System ist ineffizient. Es sollte klar sein, wem was gehört. Und wenn es das nicht ist, liegt es am Eigentümer, die Verhältnisse zu klären.
  • Entkriminalisierung der Generation X: Der Krieg gegen Peer-to-Peer Filesharing ist falsch. Nach einer Dekade des Bekämpfens ist Filesharing weder zurückgegangen, noch wurden Künstler kompensiert.

Comments

2 Responses to “Urheberrecht im digitalen Zeitalter”

  1. dineniso
    Oktober 16th, 2008 @ 07:51

    Hallo Jan,

    ich empfehle dir dringend, das PPW der Bundes-JuLis im November zu besuchen – wenn du das nicht ohnehin vor hattest. Im letzten Winter beispielsweise ging es da um genau dieses Thema, dessen Ergebisse dann als Leitantrag beim BuKo eingereicht wurden. Hier kann man noch einmal was bewegen auf Bundesebene und lernt viele JuLis aus dem ganzen Bundesgebiet kennen:

    http://www.theodor-heuss-akade.....713/i.html

    Vielleicht sieht man sich da mal, Niedersachsen war das letzte Mal nur durch Léonard, Oli Olpen, teilweise Florian Bernschneider und mich vertreten, vom Vorstand hat sich trotz Anmeldung niemand sehen lassen, hat nicht so den ganz guten Eindruck gemacht (hab ich glaub ich an anderer Stelle schon einmal erwähnt…).

    dineniso

  2. Jan
    Oktober 16th, 2008 @ 23:30

    Ja, ich wär letztes Mal auch fast hingefahren, hat dann doch nicht gepasst leider. Aber mal schaun, Bock hätt ich auf alle Fälle.

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