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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

“socialism wow”

Posted on | November 20, 2008 | 25 Comments

So wirbt allenernstes der Landesvorsitzende der Jugendorganisation der SPD Bayern für sich. Da fragt man sich, ob den Jungs und Mädels eigentlich klar ist, was das bedeutet (Zugegebermaßen befürchte ich, dass es ihnen tatsächlich klar ist…).

Was ist denn eigentlich Sozialismus? Also jetzt mal unabhängig davon, dass kein sozialistisches System es jemals fertiggebracht hat, seinen Untertanen einen auch nur ansatzweise mit zum Beispiel unseren Lebensgewohnheiten vergleichbaren Wohlstand zu sichern.

Vielleicht kann man den Sozialismus in der Formel “Gemeinwohl vor Eigenwohl” zusammenfassend beschreiben. Das klingt für die Meisten von uns ganz harmlos, weil es für viele Menschen selbstverständlich ist, anderen zu helfen. Zumindest in meinem Umfeld ist das nichts Besonderes, sondern die Regel.

Sozialismus aber macht aus dieser bewährten gesellschaftlichen Norm ein knallhartes Zwangssystem, indem einander nicht mehr geholfen werden kann und das auch gar nicht getan werden soll, sondern indem ein gigantischer Machtapparat sich darum kümmern soll, dass private Hilfe für irgendwen genauso wenig nötig ist, wie privates wirtschaftliches Handeln, beispielsweise.

Sozialismus verstaatlicht so ziemlich alles und unterwirft der Staatsidee sämtliche Lebensbereiche. In der Praxis führte das bisher immer auch dazu, dass bestimmte Denkweisen und bestimmte Meinungsäußerungen ebenso beschränkt wurden, wie das Recht, bestimmte Dinge zu besitzen, bis hin zur völlig irren Vorstellung, jeden kleinen Privatbesitz gänzlich abzuschaffen.

Ein konsequenter Sozialismus läuft darauf hinaus, dass die Menschen auf Gedeih und Verderb einem übermächtigen Staat ausgeliefert sind. Solange der “gut” ist, also mir letztlich alle meine Bedürfnisse erfüllt, mag ich damit keine Probleme haben. Aber beschließt dieser Staat aus irgendwelchen Gründen mir irgendwelche Bedürfnisse nicht mehr erfüllen zu wollen, so fehlen mir alle Alternativen, diese Bedürfnisse auf andere, auf freie Art und Weise zu befriedigen.

Wenn also, beispielsweise, ein sozialistisches System beschließt, seinen Untertanen das Recht zu nehmen, bestimmte Nahrungsmittel – zum Beispiel Südfrüchte – zu essen (zum Beispiel deswegen, weil die vielleicht innerhalb des Systems nicht hergestellt werden können und darum entweder Devisen kosten oder das Klima schädigen oder so, Gründen finden sich immer – wenn nur die allmächtige Führung bekloppt genug ist) dann bekomme ich keine Südfrüchte mehr, basta.

Es sei denn, ich verlasse das System. Aber, und das ist der Knackpunkt, dazu müsste ich in der Regel meine Heimat verlassen (selbst dass allerdings wird in sozialistischen Systemen oft zu verunmöglichen versucht, weil sie bei aller Unmenschlichkeit ohne Menschen natürlich auch nicht funktionieren können), weil sozialistische Systeme der Vergangenheit Abweichler auf brutale Weise sogar noch weniger geduldet haben, wie zum Beispiel die SPD…

Und damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt, nämlich der SPD Bayern und ihrer Jugendorganisation, die, gemessen am oben erwähnten Slogan, im Grunde genommen gerne so etwas hätte, was ich gerade versucht habe, so neutral ich nur kann zu umreißen.

“Sozialismus machen” darf dabei längst und seit Ewigkeiten jeder, der mag. Geld an arme oder unterbezahlte Menschen zu verschenken, ist ja nicht verboten. Und Liberale wie ich kämpfen dafür, dass möglichst jeder selbst entscheiden darf, wem er aus welchen Gründen sein Geld oder andere Dinge, die er bestitzt, gibt. Sozialisten dagegen kämpfen dafür, dass diese Entscheidungen besser von einem wie auch immer eingesetzten Gremium entschieden gehören.

Was man natürlich trotzdem so richtig “wow” finden kann*, auch wenn derartige Experimente bisher immer zu fürchterlichem Unrecht und zu den mörderischsten Systemen geführt haben.

*In den meisten sozialistischen Systemen übrigens wäre das Gegenteil, also den Sozialismus schlecht zu finden, etwas, dass man besser für sich behalten sollte, denn oft wird sogar das Denken verstaatlicht und mit diversen Zwangsmitteln durchgesetzt.

Comments

25 Responses to ““socialism wow””

  1. Wilfried Rieck
    November 20th, 2008 @ 08:32

    Für viele hat das System wohl aber auch Faszination ausgeübt. Fahr mal durch die “DDR” und frage die über 50jährigen, ob sie die alte DDR inkl. Mauer zurückhaben wollen. Und die gewonnenen Freiheit würde bestimmt so mancher gegen einen sicheren Arbeitsplatz eintauschen. Warum hat z.B. die Linke stellenweise über 30% der Bevölkerung hinter sich? Der größte Teil der Bevölkerung der ehemaligen DDR hatte sich mit dem System arrangiert, nahm es so wie es ist und gab sich mit den Gegebenheiten zufrieden. Es haben doch nicht alle ständig nur den fehlenden “Südfrüchten” und der nicht zu realisierenden Paris-Reise nachgetrauert. Dieser Mangel kann also nicht das Schlimmste am Sozialismus gewesen sein.

    Versteh mich nicht falsch, ich persönlich bin der Letzte, der die Mauer wiederhaben will, aber man muß über o.g. schon mal nachdenken.

    Was ich sehr schlimm am System “Sozialismus” finde, ist, dass Menschen ohne Rückgrat erzogen werden und dass man die Kinder mit haarsträubenden Thesen zur Heuchelei und zum Lügen zwingt.

  2. Mezkalin
    November 20th, 2008 @ 11:31

    “Wenn also, beispielsweise, ein sozialistisches System beschließt, seinen Untertanen das Recht zu nehmen, bestimmte Nahrungsmittel – zum Beispiel Südfrüchte – zu essen” Und wenn die Regierung der USA beschließt das kubanische Zigarren dort verboten werden, dann hast du genau die gleiche Situation ohne Sozialismus!

    “In den meisten sozialistischen Systemen übrigens wäre das Gegenteil, also den Sozialismus schlecht zu finden, etwas, dass man besser für sich behalten sollte, denn oft wird sogar das Denken verstaatlicht und mit diversen Zwangsmitteln durchgesetzt.” Dazu sollte gesagt werden das dies nur bei sozialistischen Diktaturen vorkommt, ich denk mal die Jusos haben (wenn überhaupt) die Vorstellung von einem demokratischen Sozialismus.

  3. Jan
    November 20th, 2008 @ 11:49

    @ Wilfried Rieck

    Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die auf gewisse Dinge verzichten mögen. Mancher zieht die Sicherheit der Freiheit vor und vermutlich sind das mehr Menschen als man so denkt. Aber ich denke eben auch, dass Mancher nicht genügend über all das nachdenkt, was er manchmal so fordert.

    @ Mezkalin

    Ich hielte auch nichts von einem Verbot kubanischer Zigarren, übrigens. Ich denke, meine Einstellung zu Verboten im Allgemeinen dürfte dir aber wohl kaum entgangen sein, oder?;)

    Ich will schwer hoffen, dass die Jusos ihren Sozialismus demokratisch und nicht per Revolution einrichten möchten. In der Praxis gibt es aber doch selbst bei den 50% Sozialismus, die wir in Deutschland ohnehin haben, bereits Denkverbote und eine immer unkritischer werdende Öffentlichkeit. Längst wird doch im Zweifel erstmal verboten, was mal eben als “gesellschaftsschädigend” identifiziert wird. Als Stichworte nenn ich mal: Cannabis, Killerspiele, Alkohol in der Öffentlichkeit, Spielzeugpistolen oder 30cm lange Messer und natürlich das Rauchen.

    Es stellt sich die Frage, wo eine Diktatur beginnt – denn das Gegenteil von Diktatur ist nicht unbedingt Demokratie, wohl aber Freiheit. Demokratie wird im Grunde genommen immer dazu missbraucht, Freiheit abzuschaffen, dass ist doch gerade das Dilemma.

  4. Mezkalin
    November 20th, 2008 @ 12:31

    Es war ja nicht auf deine persönliche Meinung zu Verboten bezogen. Es geht mir darum das du Verbote als Teil des Sozialismus nennst, was einfach nicht stimmt. Verbote können in jedem System eingeführt werden und genau so nicht eingeführt werden.

    Die Freiheit Freiheit abzuschaffen ist auch eine Art von Freiheit. Wenn das Volk wählt das ein Verbot eingeführt wird dann ist das die freie Meinung der Mehrheit.

  5. Jan
    November 20th, 2008 @ 12:43

    @ Mezkalin

    Das ist wohl Ansichtssache. Für mich sind viele Verbote, zumal rein politisch motivierte (und die berühmten kubanischen Zigarren muss man da wohl zu zählen) Ausdruck sozialistischen, weil nicht-freiheitlichen Denkens. Das darfst und wirst du gerne anders sehen – aber dem Liberalismus wirst du so ein Verbot eben auch nicht anhängen können.

    “Die Freiheit Freiheit abzuschaffen ist auch eine Art von Freiheit.”

    Du vergisst bei diesem interessanten Satz wohl völlig, dass eine demokratische Mehrheit auch immer gleich die Freiheit von Millionen anderen Menschen, die sich einfach nur dummerweise in der Minderheit befinden, abschaffen. Ich halte das für höchst unsozial und absolut diktatorisch. Man kann auch per demokratischer Entscheidung die Demokratie abschaffen, wie uns die Weimarer Republik zeigt.

    Nicht alles, was politisch machbar ist, ist gut. Und Freiheit abschaffen ist nun wirklich nie gut, egal wie groß die Mehrheit ist, die nach Knechtschaft rufen mag.

  6. Roger Beathacker
    November 20th, 2008 @ 18:55

    Dieser Artikel zeigt vor allem eines: dass Du zu recht fragst: “Was ist denn eigentlich Sozialismus?” Denn Du weist es nicht. Das was Du in der Folge beschreibst, ist Totalitarismus.

    “Ein konsequenter Sozialismus läuft darauf hinaus, dass die Menschen auf Gedeih und Verderb einem übermächtigen Staat ausgeliefert sind.”

    Das ist eben genau das Gegenteil von Sozialismus und haettest Du nur einen “sozialistischen Klassiker” halbwegs gruendlich gelesen wuesstest Du das.

    Wenn z.B. die DDR eine “sozialistischer Staat” gewesen sein soll, dann war sie a.) zumindest nicht “konsequent sozialistisch” (denn im Sozialismus “stirbt der Staat allmaehlich ab”, weil er nicht mehr gebraucht wird) und war sie b.) noch viel mehr ein demokratischer als ein sozialistischer Staat, schliesslich nannte sie sich ja nicht nur “sozialistisch”, sondern auch “demokratisch” – und gewesen ist sie weder das Eine noch das Andere. Dass man ihr die eine Zuschreibung abnimmt, die andere aber abspricht, hat ideologische Gruende (man braucht den schlechteren “Gegenentwurf, als vermeintlich einzige Alternative) und nicht etwa sachliche. Dagegen hilft auch nicht, den einen oder anderen im Ursprung moeglicherweise “genuin” sozialistischen Ansatz anzufuehren, denn solche Ansaetze gab es auch in Bezug auf Demokratie, pervertiert wurden beide.
    Was bleibt ist: dass infolge a) nichtzutreffender “Selbstbeschreibung sog. “sozialistischer” Staaten und b) der propagandistisch/ideologischen Ausschlachtung dieser Anmassung, die so tut als sei die Perversion des Sozialismus dessen reale Form, der Begriff “Sozialismus” als “verbrannt” angesehen werden muss. Den eigentlichen Inhalt beruehrt das nicht.

    Merke: wenn ich ein Stueck Scheisse in buntes Papier wickle und “Mars” oder “Snickers” dranschreibe, wird die Scheisse dadurch nicht zum Schokoladenriegel.

  7. Jan
    November 20th, 2008 @ 20:46

    Und wieso sollte ich mich mit dutzendfach an der Realität gescheiterten (und zwar, wenn ich das hinzufügen darf, ziemlich abartig gescheiterten) Konzepten befassen? Dieses sozialistische Paradies lässt sich offensichtlich nicht ohne Zwang und Gewalt einführen und steht schon deswegen für mich nicht im Ernst zur Debatte.

    Nicht bloß die DDR war schlechter als der Kapitalismus, sondern auch alle anderen Versuche, sozialistische Staaten zu erschaffen. Ich bin nicht bereit, derartigen Experimenten irgendwelche weiteren Chancen einzuräumen.

  8. David P.
    November 20th, 2008 @ 21:46

    Lieber Roger,
    deine “sozialistischen klassiker” machen aus den “Ichs” dieser welt, aus all den von natur aus normativ freien individuen, nichts weiter als eine deklassierung zur viehherde…und genau DAS ist das problem mit sämtlichen kollektivistischen “theorien” und das vergehen was dahinter steckt. und um jeden einzelnen um seine vielgeschichteten bedürfnisse zu bringen brauchst du nen unheimlich mächtigen leviathan.
    deswegen verstehe ich die spinner nicht, die sagen “naja, marx meinte es ja ganz gut, blabla”. period. der rest ist geschichte: ob nun im gewand der ddr, vietnam, kambodscha oder der udssr.

  9. Roger Beathacker
    November 20th, 2008 @ 21:48

    Entweder hast Du meinen letzten Beitrag – auf den Dein letzter ja wohl eine Antwort sein soll – nicht gelesen oder Du hast ihn einfach nicht verstanden. Dein Problem ist offenbar, dass Du glaubst, Du wuesstest welche “Konzepte” im “real existierenden Sozialismus” gescheitert seien und meinst, Dich deshalb (auch) nicht mehr mit den “Konzepten” – bzw. Theorien, Analysen usw. -, um die es (tatsaechlich) geht, wenn von Sozialismus (im eigentlichen Sinne) die Rede ist, befassen zu muessen, weil Du eben Deinen Glauben mit Wissen verwechselst.

    Jeder soll nach seiner Fasson selig werden – kein Problem. Ich hab auch nix gegen Glaeubige jedweder Schattierung. Am wenigsten gegen solche, die wissen, dass ihr Glaube eben kein Wissen ist. Zu denen scheinst Du freilich (noch?) nicht zu gehoeren.

    Die DDR war nicht schlechter als “der” Kapitalismus, sondern sie war in vielen, vermutlich den meisten Aspekten schlechter als z.B. die Bundesrepublik; um das festzustellen, reichte es schon, ein paar mal ueber die Transitstrecke zu fahren. Man sollte aber nicht Aepfel mit Birnen vergleichen, also auch nicht Staaten mit Wirtschaftsideologien (oder von mir aus: Wirtschaftsformen). Oder wuerdest Du auch sagen: Die BRD war besser/schlechter als der Kapitalismus? Wenn Du solche Vergleiche anstellst, dann waere uebrigens auch dieser zulaessig: “Die DDR war schlechter als der Sozialismus.”

    Jetzt bliebe noch: “der Kapitalismus ist besser/schlechter als der Sozialismus.” Kannste eins davon beweisen? Ich nicht. In Reinform gibt’s ja angeblich beide nicht und nirgends.

  10. davee
    November 20th, 2008 @ 21:59

    lol, die “theoretische reinform” des sozialismus ist schon so eines der schlechtesten systeme überhaupt. der dialektische historizismus als pseudo-wissenschaftliche grundlage dahinter nix weiter als orakelnde geschichts-philosophie.
    dementsprechend kann und muss man sehr wohl sagen was “gut” und was “falsch/schlecht” ist: freiheit (samt kapitalismus als ausdruck dessen, schließlich ist eigentum die frucht meiner eigenen, abstrakten leistung) schränkt mich nur insofern ein, als dass seine grenze bei der freiheit des dritten liegt. diese freiheitsmaxime ist damit qua definition”gerechter” als oktroyierter kollektivismus.

  11. Jan
    November 20th, 2008 @ 23:22

    Ich denke nicht, dass ich Glauben mit Wissen verwechsle. Wie David ja schon angedeutet hat, kommt kein Sozialismus, jedenfalls während seiner Einführungsphase, ohne gigantische Macht aus und solange wir es mit Menschen zu tun haben, muss doch so eine Machtballung in die Katastrophe führen. Das ist bisher jedes Mal geschehen, egal mit wie guten und aufrichtigen Motiven gewisse Bewegungen in ihren Kampf gestartet sind.

    Egal wie oft ich Marx lesen würde, dass diese Experimente immer wieder schief gegangen sind kann doch kein Zufall sein. Sozialismus scheitert an den Menschen, das ist eben die traurige Realität.

    Ich bin kein Anarchist, trete also nicht für einen totalen und völlig freien Kapitalismus ein. Aber für einen, der erheblich freier sein sollte als der, den wir haben. Ob der für Deutschland oder BRD besser wäre, weiß ich nicht und ist aber auch gar nicht mein Anspruch. Er soll für die Menschen besser sein, die hier leben und das wäre er, jedenfalls nach meiner Überzeugung, die du natürlich nicht teilen wirst, die ich aber in der Tat genauso wenig beweisen kann, wie du beweisen kannst, ob noch mehr Staat mir oder dir persönlich irgendwas bringt.

    Die DDR war ganz bestimmt schlechter als jenes Paradies, als das der Sozialismus in der Theorie erscheint. Es ist vielleicht alles eine Frage der Definition aber wenn ich nun Kapitalismus gegen Sozialismus abwägen sollte, dann würde ich mich wohl auf eine Art “soviel Kapitalismus wie möglich bei soviel Sozialismus wie nötig” versteifen, was im Prinzip der idealen sozialen Marktwirtschaft entspricht, von der wir uns allerdings leider sehr weit entfernt haben.

  12. Roger Beathacker
    November 21st, 2008 @ 00:15

    “Gigantische machtballung”? Wirf mal einen Blick auf den Ruestungsetat der USA.

    Gute Nacht.

    Uebrigens dadurch, dass Du “fuer einen Kapitalismus” eintrittst – und das ziemlich alternativlos, bsit Du selbst schon dabei, die freiheit zu beschneiden. Es macht schon einen Unterschied ob man fuer eine Welt freier Menschen (und das schliesst die Freiheit nicht- oder von mir aus “anti”- kapitalistische [ebenso wie nicht- oder antisozialistische] Lebensformen zu entwickeln und zu praktizieren) eintritt oder fuer die von den je konkreten Wuenschen und Vorstellungen der Individuen unabhaengiges Wirtschaftssystem als gewissermassen allgemein verbindliche Grundlage.

  13. Roger Beathacker
    November 21st, 2008 @ 00:16

    Fehler im letzten Post.
    muss natuerlich heissen “fuer ein” usw. und nicht “fuer die” ..

    sorry

  14. Jan
    November 21st, 2008 @ 08:25

    ““Gigantische machtballung”? Wirf mal einen Blick auf den Ruestungsetat der USA.”

    Ja, und nun? Ich empfinde eben nunmal grundsätzliches Unbehagen gegenüber dergleichen.

    Wenn sich Menschen freiwillig zu irgendwelchen sozialistischen Systemen zusammenschließen wollen, dann hab ich da gar nichts gegen. So gesehen widersprechen sich ein freiwilliger Sozialismus und Kapitalismus doch gar nicht.

  15. David P.
    November 21st, 2008 @ 13:59

    ähm roger…das militärbudget in den usa hat nichts mit “gigantischer machtballung” zu tun. in fact ist der staat in den usa vergleichsweise schlank- die mächte durch die cheques and balances verteilt und ausgewogen. du verwechselst da eindeutig was. ein militär hat quasi keine “macht”. ein putsch völlig undenkbar und selbst wenn es so einen geben sollte stehen sie dem bewaffnetsten teil der usa gegenüber: der bevölkerung.

    @jan:
    leute die sich (in der theorie) freiwillig zu nem sozialistischen system zusammenschließen, beschneiden sich ebenso freiwillig ihre rechte. solange das mit dem einzelnen d’accord geht, wäre dies ja auch kein problem. fraglich ist aber was passiert wenn einer von hundert plötzlich seine bedürfnisse nicht mehr unter die der mehrheit zurückhalten will. seit den anfängen der menschheitsgeschichte wollen einem fremde leute erzählen wie man sein leben zu gestalten hat. dementsprechend ist es doch die fast logische konsequenz, dass die leute frei und selbstbestimmt leben wollten.

  16. Markus
    November 21st, 2008 @ 23:49

    Den “Genossen” dieses Debattierklubs sei nun die Wahrheit offengelegt. Auf, daß man alsbald im “ZK” der JuLis wisse, was man von sich gibt, wenn man zum großen Rundumschlag ausholt! ;-)

    http://www.jjahnke.net/index.html
    Informationsportal Globalisierung – Standort Deutschland – Neoliberalismus – Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

  17. Markus
    November 22nd, 2008 @ 23:21

    @ Jan

    Erschöpft sich deine Liberalität an den fundierten Fakten von Joachim Jahnkes Blog?

    http://www.jjahnke.net/index.html
    Informationsportal Globalisierung – Standort Deutschland – Neoliberalismus – Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

  18. Jan
    November 23rd, 2008 @ 12:11

    Nein, erschöpft es sich nicht. Ehrlichgesagt kenn ich das gar nicht.

  19. Markus
    November 23rd, 2008 @ 22:17

    Gratulation! – In einem anderen sich liberal nennenden Blog (in dem es “bissig” und “ohne Gnade” zugeht) hat ein selbsternannter Zensor diesen Link rausgestrichen. Manche Leute können wirtschafts- und gesellschaftspolitische Ansichten, die ihrem Weltbild widersprechen, einfach nicht ertagen.

  20. Jan
    November 23rd, 2008 @ 22:27

    Da ich die genannten Kollegen eigentlich sehr schätze, bin ich jetzt allerdings ein wenig alarmiert, was sich wohl hinter diesem Link so alles verbergen mag. Denn dummerweise hat eine unliberale Gesetzgebung in diesem Land dazu geführt, dass manche Links für denjenigen, auf dessen Seite ein Link steht, verdammt teuer werden können, wenn dort “die falschen” Sachen stehen.

  21. Roger Beathacker
    November 23rd, 2008 @ 23:34

    Na dann loesch den Link mal lieber ganz schnell … ehe noch Dein PC gepfaendet wird ..
    :D

  22. Jan
    November 23rd, 2008 @ 23:47

    Ja, sagst du so locker. Manche Behörden drehen ja so langsam echt durch. Aber ich meinte eigentlich mehr das Thema Abmahnungen und so weiter.

  23. Markus
    November 24th, 2008 @ 22:39

    Trau dich, Jan! Der Link ist ungefährlich, was deine Bedenken betrifft, aber hoch interessant, was die Inhalte angeht.

  24. Jan
    November 24th, 2008 @ 22:54

    Aber auch sehr umfangreich, was die Inhalte angeht. Mal schauen. Den Kommentar von weiter oben schnall ich trotzdem nicht so ganz.

  25. Markus
    November 24th, 2008 @ 23:37

    Der Jahnke ist eben ein Profi im Gegensatz zu uns Amateuren. Schau dir aber doch mal die “Sünden der Wirtschaftspolitik” an.

    http://www.jjahnke.net/suenden.html
    Informationsportal Globalisierung – Standort Deutschland – Neoliberalismus – Sünden der Wirtschaftspolitik, Joachim Jahnke

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