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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Bund der Spießbürger

Posted on | Januar 28, 2009 | 5 Comments

Den “Bund der Fußgänger” gibt es nach eigenen Angaben schon seit 1987 aber ich hab trotzdem bis heute noch nie was von ihm gehört.

Viele andere wohl auch nicht, weshalb sich die Burschen gedacht haben mögen, jetzt mal so einen richtigen medialen Hammer zu landen:

Schilder für Fahrräder!

Jawoll, das wurde Zeit! Jeder weiß: Alle Fahrradfahrer sind rücksichtslose Raser-Rüpel. Die bisherige polizeiliche Praxis, Radfahrer am hellichten Tag anzuhalten, weil sie z.B. keine Lampe am Fahrrad haben oder 5 Meter auf der falschen Straßenseite gefahren sind, reicht zur Disziplinierung dieser Asis einfach nicht aus.

Den Bund der Fußgänger, dieses Sinnbild typisch deutscher Vereinsmeierei, kennt jetzt wohl jeder. Mir hat er den Tag immerhin wirklich versüßt, ich habe mich prächtig über diese Clowns amüsiert.

Nächstes Projekt des Deutschen SpießbürgerFußgängerbundes könnte laut Website wohl das “H E E R   der I N L I N E S C A T E R” (schreiben die wirklich so) werden. Vielleicht kriegen die dann auch Nummern- oder wenigstens Namens- und Adressschilder.

Ich freu mich jetzt schon drauf.

Comments

5 Responses to “Bund der Spießbürger”

  1. Andreas
    Januar 28th, 2009 @ 21:47

    Ich glaube, jetzt werden die Herren aus ihrem Winterschlaf geweckt.

    Februar/April ’89, Juni ’90, Juli ’93 und dann Oktober ’06, die Wachphasen werden also schon geringer ;)

    PS: Ich habe echt angenommen, der letzte Fußgänger wäre 1960 ausgestorben (http://www.imdb.com/title/tt0054024/)

  2. DINENISO
    Januar 29th, 2009 @ 08:11

    Also ich fahre immer recht schnell, im Durchschnitt wohl über 20km/h und da sind andere Verkehrsteilnehmer teilweise wirklich sehr lästig und man wird auch schon mal beschimpft, wieso man denn so schnell fahren müsse ^^ Anstatt dass die Stadt die Gelegenheit ergreift, ihre Feinstaubwerte ein wenig aufzubessern, indem sie die Bürger aufs Rad schickt und massiv die Radwege ausbaut… Denn die Fahrweise ist ja kein Selbstzweck, ich möchte halt schnell von A nach B, ich kann schnell fahren, habe ein gutes Rad und gut 30km/h in der Spitze ist jetzt auch kein Verbrechen. Wenn ich dann allerdings 20cm tiefen Schlaglöchern und 10cm hohen Baumwurzeln auf einem 50cm breiten Radweg ausweichen muss und u.U. noch Gegenverkehr habe, wird es eben eng für die beiden Fußgänger auf dem 80cm breiten Gehweg, der durch die nicht geschnittene Hecke auf 20cm zusammenschrumpft.

    Wirklich eine herrliche Idee, die sich diese Leute da als Problemlösung ausgedacht haben, Nummernschilder. Vorher bitte noch eine Mindestleuchkraft für Fußgängerbeleuchtung vorne und hinten, vorgeschriebene Reflektorstreifen und Helmpflicht. Und wenn man gerade dabei ist vielleicht ein Tempolimit? Natürlich geht das dann nur mit Tachopflicht…

  3. Andreas (noch einer :-))
    Januar 29th, 2009 @ 08:23

    Beeindruckend, der Vorsitzende dieses Vereins heißt Irrgang.
    Name = Programm

  4. Bernd Irrgang
    Juli 15th, 2009 @ 21:02

    Hallo Spießbürger,
    die Ihr euch so bezeichnet.

    Da Euer Eintrag direkt unter unserer Website steht und Bezug auf diese nimmt – klickte ich `mal rein.

    Eure hämisch-linke-pubertäre Prosa im Text ist schon bezeichnend, aber bei den ähnlich infantilen Kommentaren fehlt doch dieser Beitrag:

    Der BUND DER FUSSGÄNGER e.V. ist die Schutzorganisation und Rechtevertretung der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Also generell Fußgängern und im Besonderen Kindern, Senioren und Behinderten. Die täglich durch Baustellen und Falschparkern auf Gehwegen im Nichts landen und zunehmend durch Anarcho-Radler, die Verkehrsregeln nicht kennen (wollen), in Angst, Erschrecken und Unfälle getrieben werden. In einer immer älter werdenden Gesellscjhaft ist keinesfalls zu akzeptieren. dass hier eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern alle Regeln ignoriert und sich unter dem Deckmäntelchen der Umweltfreundlichkeit egoistisch Freiräume erkämpft. Wie ich als langjähriger Vorsitzender dieses gemeinnützigen Vereins übliche Mißstände bei den entsprechenden Behörden reklamieren kann, fehlt (natürlich nicht nur mir) jegliche erkennungsdienstliche Grundlage beim Fehlverhalten von nachgewiesenen 90% ! der Pedalritter. Deshalb fordern wir Kennzeichen für Fahrräder, die es uns und den Ordnungsbehörden ermöglicht, Falschfahrern und behindernd abgestellten Fahrrädern, mittels Anzeigen zu unfallverhütendem Verkehrsverhalten anzuhalten und zu überzeugen.
    Wenn auch jetzt ein Aufschrei der Überregulierung und enormen Verwaltungsaufwand ertönt, so antworten wir mit der Probalität der Autokennzeichen und der sinnvollen Möglichkeit, dass sich Radler mit solcher Erkennbarkeit verkehrsgerechter verhalten würden, mit einem Siegel des Fahrradhändlers auf dem mopedähnlichen (kleinen) Nummernschild die Verkehrstauglichkeit ihres Gefährts beweisen und mit einem ähnlichen Aufkleber eine nötige Haftpflichtversicherung nachweisen könnten.
    Das Ganze, über den Fahrradhändler abgewickelt, würde sich auch finanziell in Grenzen halten und könnte sogar einen schmalen Obulus für die Kommune zum Bau von Radwegen enthalten.
    Zum Verständnis: Als selbstbewusster Fußgänger (die älteste, natürlichste, umweltfreundlichste und gesundeste Fortbewegungsart) fahre ich in Frankfurt/M. (regelentsrechend)auch mit dem Fahrrad und Auto. Damit kenne ich die Probleme und weiß, für was ich hier eintrete. Und immer mehr Mitglieder geben mir recht.

  5. Jan
    Juli 15th, 2009 @ 22:01

    Alles klar. Eine Frage hätte ich aber noch: Wie stellen wir dann noch sicher, dass auch pöbelnde, polizeispielende, oftmals auch den Verkehr behindernde Fußgänger erkennungsdienstlich behandelt werden können? Diese fiesen Zeitgenossen tragen bislang auch keine Nummernschilder.

    Nein danke – in Zeiten, in denen die Polizei Radfahrer blitzt oder sie schonmal pusten und den Führerschein verlieren lässt (sozusagen als Strafe dafür, dass sie nicht gleich mit dem Auto gefahren sind) ist das Maß des Erträglichen in dieser Hinischt längst weit, weit überschritten. Was wir brauchen ist mehr freiwilliges, soziales Miteinander – und weniger selbsternannte Hilfsherriffs, die aus lauter Langeweile jede Mücke zum Elefanten aufblasen. Radfahrer unter Generalverdacht zu stellen, sowas fehlt grade noch. Langt denn nicht das sauteure Brimborium, dass man als Autofahrer so hat? Müssen wir dass auch noch auf andere Verkehrsteilnehmer ausweiten? Haben wir sonst keine Sorgen?

    Der Hinweis, der mit diesem Schwachsinn verbundene Aufwand hielte sich in Grenzen ist eine Frechheit. Der Aufwand, ein Nummernschild fürs Auto machen zu lassen hält sich auch in Grenzen, kostet auch kein Vermögen. Aber eine Milliarde solcher gesetzlicher Schikanen und grandioser Regeln, mit denen wir tagtäglich zu kämpfen haben sind das Problem und jede einzelne ist entstanden, weil irgendwer aus irgendeinem Mäusefurz ein Riesenproblem gemacht, der Politik “Handlungsbedarf” eingeredet hat und plötzlich eine kleine und für sich genommen natürlich völlig harmlose, weitere Regel dazugekommen ist.

    PS: Um was für einen Eintrag geht es eigentlichim zweiten Satz?
    PPS: Die Überschrift eines Artikels bezieht sich bei mir eigentlich immer auf seinen Inhalt, nicht auf mich oder Menschen die dazu Kommentare abgeben.

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