Bremen ist eigentlich ein ziemlich albernes Bundesland. Es besteht aus gerade einmal 660.000 Einwohnern und ist, von seinem bekanntesten Exportartikel und seiner relativ erfolgreichen Fussballmannschaft abgesehen, in den letzten Jahren vor allem durch seine überirdische Verschuldung aufgefallen, die 2006 bei gut 13 Milliarden Euro lag und seitdem sicher nicht gesunken ist.
Bremen ist damit nach jeder vernünftigen Betrachtungsweise praktisch insolvent, “trotz” ausschließlich SPD-geführter Regierungen seit 1945.
Tja, was kann man also als Politiker noch tun, wenn man nichtmal dem dümmsten Wähler vermitteln kann, in irgendwas erfolgreich zu sein? Na klar: Man macht durch aufsehenerregende Initiativen auf sich aufmerksam!
Das wird sich wohl auch Ulrich Maurer gedacht haben, der als Innensenator für die Sicherheit auf jenen 400 Quadratkilometern zuständig ist, die wir Bremen nennen. Und weil er bei einem so riesigen Land natürlich nicht überall gleichzeitig sein kann, müssen strenge Gesetze her. Vor allem Beim Waffenrecht – bei der SPD ist man schließlich überzeugt davon, dass Waffen nicht in die Hand von Menschen gehören, sondern nur dem übermenschlichen, unfehlbaren Staat zur Verfügung stehen dürfen. Polizisten und ‘Soldaten sind nunmal die besseren Menschen und um das auch wirklich jedem klar zu machen, wirbt Maurer für ein Waffenrecht, bei dem die Bezeichnung “recht” zu einem lächerlich wirkendem Euphemismus verkommt:
- Munition soll zentral in Vereinsgebäuden und Schießständen
- Die Anzahl der Waffen, die ein Mensch haben darf, soll Vater Staat bestimmen (zunächst schlägt er vor, das Limit bei 5 zu setzen – aber das kann man ja später immer noch durch eine 0 ersetzen)
- Waffenarten, die bei Polizei und Militär benutzt werden, dürfen nicht mehr zu Sportzwecken benutzt werden
- Strafen für nicht weggeschlossene Waffen und (der absolute Oberknaller):
- Spiele, bei denen man mit Farbkugeln aufeinander schießt sollten verboten werden.
Man mag nun sicher, wenn man entsprechend staatsgläubig eingestellt ist, vernünftige Argumente für den einen oder anderen Punkt finden – aber die Marschrichtung ist überdeutlich: “Du dummer Bürger bist unwürdig, eine Schusswaffe zu haben,” steht im Prinzip unter jeder einzelnen Forderung.
Dem Fass den Boden aus schlägt natürlich der letzte Punkt. Dieser Schlawiner von Innensenator schlägt damit allen Ernstes vor, komplette Sportarten zu verbieten, die nun in Sachen Aggressionspotenzial, Verletzungsrisiko und Blutrünstigkeit verglichen mit Fussballspielen oder Boxen gänzlich unverdächtig sind und mit Kriegspielen ungefähr soviel zu tun haben, wie Schach. Okay, ich weiss natürlich nicht, ob dieses Genie womöglich auch ein Schachverbot bereits in der Schublade hat – kann natürlich sein.
Statt sich jedenfalls mit so einem Scheiss zu befassen, mit dem der Typ ja letztlich auch uns Nichtbremer auf die Eier gehen will, sollten die Bremer Sozialdemokraten sich lieber mal überlegen, wie sie es hinkriegen können, dem Rest Deutschlands endlich nicht mehr auf der Tasche zu liegen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet Ehrhardt Körting, ebenfalls SPD, ebenfalls Innensenator in einem winzigen und hoch verschuldeten Stadtstaat, ähnliche Positionen im Waffenrecht hat. Sind diese beiden Heinis womöglich nicht nur politische Clowns, sondern auch Klone?
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PS: Mag jemand Wetten abschließen, wann endlich das erste Mal ernsthaft Wasserpistolenverbote gefordert werden? Anders als beim Paintball richtet man die ja meistens sogar direkt auf den Gegner.