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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Erziehungsmaßnahmen

Posted on | März 21, 2009 | 10 Comments

Schaumweinsteuer (auch Sektsteuer genannt): 1,02 Euro pro 0,75l-Flasche - unabhängig vom Verkaufspreis.
Mineralölsteuer
: rund 66 Cent pro Liter Benzin! Und da schimpft die Politik, vorneweg die SPD, gern über die schlimmen Mineralölkonzerne! Hinzu kommt natürlich dann noch die Mehrwertsteuer. Auf die Mineralölsteuer wird dann aber auch noch einmal die Mehrwehrtsteuer erhoben.
Alkoholsteuer
 (Branntweinsteuer): je nach Alkoholgehalt zwischen 1,63 Euro und 3,65 Euro. So fließen bei einer Flasche Rum oder Wodka (40 % Alkohol zum Preis von 9,99 Euro) ganze 5,24 Euro ans Finanzamt.
Kaffeesteuer
:  2,19 Euro je Kg Kaffee, für löslichen Kaffee 4,78 Euro (Einnahmen des Staates 2007: rund 1 Mrd. Euro)
Biersteuer
9 Cent je Liter (so kommt man jährlich auch auf fast 800 Millionen)
Rennwettsteuer
16,66 Prozent des Wetteinsatzes
Lotteriesteuer
20 Prozent des Einsatzes
Vergnügungssteuer
 (kommunale Steuer): auf Eintrittskarten für Konzerte, Kino, Diskotheken - bis zu 20 Prozent des Eintrittspreises
Tabaksteuer
: von jeder Schachtel, die vier Euro kostet, gehen allein 3,07 Euro an den Staat (rund 77 Prozent).

Dank an Benj@minMatthias für diese Liste. Ich sollte darüber nachdenken, mir meinen Wodka künftig selbst zu brennen.

Comments

10 Responses to “Erziehungsmaßnahmen”

  1. Felyx
    März 21st, 2009 @ 10:56

    Beim Kauf von Rohkaffee kann man deswegen sehr viel Geld sparen, wenn eine Möglichkeit zum Rösten vorhanden ist :)

  2. Robin
    März 21st, 2009 @ 11:30

    Was willst du uns damit sagen?
    Die Steuern gehören weg?
    Die Steuern sind zu hoch?
    Die Begründung “Erziehung” ist dämlich?

  3. Felyx
    März 21st, 2009 @ 11:39

    Ich denke, dass man sich das nur mal auf der Zunge zergehen lassen muss, was noch neben der Mehrwertsteuer an den Staat geht. Nörgeln ja/nein/vielleicht, interessant zu wissen ist es schon.

  4. Jan
    März 21st, 2009 @ 12:29

    Robin,

    ich halte jede dieser Steuern für durch einen gewissen Erziehungsgedanken motiviert und halte das für groben Unfug. Dass sie deswegen generell einfach so abgeschafft werden sollten, würde ich zwar nicht sagen (z.B. weil ich es in einem Gesundheitssystem wie dem unseren schon sinnvoll finde, dass Raucher über Steuern ein bisschen mehr beitragen, als andere) aber vielfach steht meiner Meinung nach die Höhe in überhaupt keinem Verhältnis zu tatsächlich verursachten Schäden.

  5. Kolia N. Ohmann
    März 22nd, 2009 @ 17:12

    Naja wenigstens war die Schaumweinsteuer njicht als Erzeihungssteuer gedacht sondern erst als:
    1902 zur Finanzierung des Kaiser-Wilhelm-Kanals und der kaiserlichen Kriegsflotte …
    1933 als eine Maßnahme zur Überwindung der Wirtschaftskrise abgeschaff
    1939 in Form eines Kriegszuschlages (im besondern für die U-Boot-Flotte)
    und 1949 bei Gründung der BRD wurde die Steuer einfach beibehalten, ich weiß nicht ob sie im Bundestag schon jemals hinterfragt wurde!? (wenn ja mit welche Begründung wird sie weiter erhoben “Luxus-Steuer!?”

  6. Kolia N. Ohmann
    März 22nd, 2009 @ 17:14

    übrigens ist der Alkohol im Wein gesünder!? Denn hierfür wird keine Steuer erhoben, bzw. liegt der Steuersatz bei 0% !?

  7. Markus
    März 22nd, 2009 @ 22:41

    Vermögensteuer, Einkommensteuer, “Reichensteuer”? Vor Jahren abgeschafft, für Spitzenverdiener abgesenkt, Ablenkungsmanöver.

    “Vater Staat” holt sich seine Steuereinnahmen allzu oft an der falschen Stelle und ist für viele zum “Rabenvater Staat” geworden.

  8. Robin
    März 25th, 2009 @ 01:53

    Wollte die FDP nicht vor ein paar Jahren mal die Schaumweinsteuer abschaffen und hat sich damit voll in die Nessel gesetzt? So nach dem Motto: Klischee erfüllt, FDP versucht ihrer Klientel das Feiern zu erleichtern. :)

    @Jan
    In Sachen Erziehungssteuern. Gut, ich sehe das auch vielfach skeptisch. Vor allem weil man dann die Konsequenz ziehen müsste und sagen wir die “Öko-Steuer” in Projekte fließen lassen müsste, die eine Abhängigkeit von Erdöl reduzieren. Das Geld geht aber meines Wissen in den Rententopf. Tabak zu ein paar Prozenten in die “Terror-Bekämpfung”(?)… usw.

    Aber teilweise klappt es doch, oder? Man wollte Alkopops und Tabak unattraktiver machen. Mit den Steuern hat das doch irgendwie geklappt? Ich kenn jedenfalls viele Leute, die genau wegen den hohen Preisen weniger rauchen oder ganz aufgehört haben.

    Aber das unser Steuersystem viele Merkwürdigkeiten aufweißt, dürfte uns jenseits jeder Parteigrenzen klar sein.
    Schnittblumen mit verringertem MWst-Satz… wie absurd.

  9. Jan
    März 25th, 2009 @ 08:34

    Robin,

    die Gefahr, Klientelpolitik zu betreiben, besteht natürlich schnell, wenn man bestimmte Steuern abschaffen will. Sicher auch nicht ganz unberechtigt – einerseits. Darauf reduzieren würde ichs aber auch nie, unabhängig davon, wer tatsächlich Sekt trinkt oder das laut Klischees tun sollte, ist es schon ziemlich sinnlos, Sekt besonders zu besteuern.

    Bei uns wurde gerade die Jagdsteuer abgeschafft. Natürlich von einer CDU-FDP-Mehrheit. Der Vorwurf der Klientelpolitik stand da natürlich wieder einmal schnell im Raum. Dass sich die Jägerschaft diese Erleichterung mit hohen Selbstverpflichtungen erkauft hat und auf diese Weise im Grunde genommen alle profitieren, wird bei solchen Reflexen leider oft ausgeblendet.

    Würden Steuern wie die auf Benzin wenigstens auf Straßenbau oder meinetwegen in irgendwelche Umweltprojekte gesteckt werden, wäre dass wenigstens ehrlich und fair, ja. Die Höhe würde sich dann auch mehr am Bedarf und weniger daran, was der jeweilige Umweltminister “vernünftig” findet, orientieren. Das ganze würde ein wenig sachlicher und weniger ideologisch werden können. Denn dass die Grünen uns mit ihrer Steuer in Wirklichkeit am liebsten das Autofahren abgewöhnen wollten, wissen wir ja alle.

    Dass diese Form der Volksumerziehung erfolgreich sein kann bestreite ich nicht. Ich finde es aber vom Grundsatz her nicht okay, Alkopops und Tabak überhaupt unattraktiver machen zu wollen. Sowas geht nicht, dann sollen diejenigen, die was dagegen haben lieber gleich Verbote fordern. Aber Salamitaktik ist da natürlich erfolgversprechender. Nur finde ich nicht, dass es irgendwie Sache des Gemeinwohls ist, erwachsenen Menschen das Rauchen oder Saufen abzugewöhnen, weder mit Steuern, noch mit Verboten.

    Das Mehrwertsteuerwirrwar ist wohl ein Thema für sich. Bei McDonalds steht sogar ein unterschiedlicher Mehrwertsteuersatz drauf, wenn man den Autoschalter nutzt, statt sich drinnen anzustellen. Dagegen ist das Schnittblumenbeispiel harmlos;)

  10. Bianka
    März 25th, 2009 @ 15:16

    Also die Höhe der Steuern ist schon erschreckend, insbesondere müsst ihr Euch mal vorstellen, was für eine “Plörre” an Schaumwein verkauft wird, wenn man sich vorstellt, dass auch die Flasche, Etikett, Weintrauben… Geld kosten…
    Was Zigaretten angeht, fand ich den Spruch “Raucht für die innere Sicherheit” kurz nach den 11. Sept. Attentaten großartig…

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