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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Wie zum Henker kommt man darauf, zur FDP zu gehen?

Posted on | Mai 13, 2009 | 7 Comments

Endgültig für mich geklärt habe ich die diese Frage irgendwann im Laufe des Jahres 2000. Gegenüber anderen erklären musste ich diese Entscheidung bereits kurze Zeit später, als eben auch mein Name auf den Wahlzetteln zur Niedersächsischen Kommunalwahl auftauchte – und seitdem eigentlich immer und immer wieder, weil es offensichtlich nicht ganz selbstverständlich ist, a) Mitglied einer Partei zu werden, b) dann ausgerechnet zu einer der kleineren zu gehen und sich dann frecherweise auch noch c) die FDP auszusuchen.

An diese Zeit, in der ich diesen für mein damaliges Umfeld ungewöhnlichen Entschluss damals gefasst hatte, fühlte ich mich zum Beispiel am vorvergangenen Wochenende wieder einmal erinnert, als wir uns unsere Geschichten zu unserer “Politikerwerdung” in der kleinen Runde des niedersächsischen Landesvorstandes der JuLis erzählten.

Und gestern grade wurde ich dann über Twitter erneut daran erinnert und zugleich von Anka aufgefordert, meine Beweggründe und die Umstände, die mich einmal zur Politik und im nächsten Schritt zur FDP gebracht haben, mal aufzuschreiben. Finde ich eine schöne Idee und ich freue mich auch schon auf die Artikel anderer politisch aktiver Blogger, die bei diesem Stöckchen* mitmachen.

Meine Geschichte ist im Grunde ein Zweiteiler, vielleicht auch ein Zweieinhalbteiler – denn lange Zeit war ich zwar interessiert wie eh und je, aber so gut wie gar nicht engagiert. Aber der Reihe nach.

Der erste Teil beginnt eigentlich nicht erst im Jahr 2000, denn schon während meiner Schulzeit stieg ich irgendwann direkt von gelegentlicher Bravo-Lektüre auf zunächst Focus und dann den Spiegel um, weil mich Politik zunehmend zu interessieren begann. 

Völlig uninteressiert war ich dabei allerdings nie. Solang ich denken kann, habe ich zum Beispiel zumindest ein bis zwei Mal in der Woche Woche im Fernsehen die Nachrichten verfolgt. Oft natürlich ohne sie zu verstehen – aber es kam mir halt irgendwie unheimlich wichtig vor.

Als ich dann viel später begann, Presseartikel zu lesen, interessierten mich zunächst vor allem Geschichten um Medien, Medienkonzerne und da besonders die Entwicklungen der großen Fernsehsender. Damals tat sich da ziemlich viel rund um Premiere, Pro7, Kirch und RTL. Mich hat das einfach interessiert – wahrscheinlich, weil man davon im Fernsehen selbst eher wenig mitbekam und ich gespannt war, inwiefern sich die Programme so ändern, wenn sich Besitzverhältnisse ändern. Später interessierten mich dann auch Artikel über Wirtschaftsunternehmen, die ich ebenfalls kannte. Und irgendwann schließlich, las ich auch öfter mal den einen oder anderen Artikel über Politik. 

Das führte irgendwann dazu, dass ich aufhörte, den Focus zu lesen, denn dessen politische Artikel waren für meinen Geschmack doch ein wenig zu einseitig – auch wenn ich oft inhaltlich nichtmal falsch fand, was da so stand aber es war mir eben nicht differenziert genug.

Eine ganze Weile habe ich das trotzdem noch in Kauf genommen, bis irgendwann dann doch der Zeitpunkt kam, an dem ich merkte, dass die halbseitige Harald-Schmidt-Kolumne und der Umstand, dass der Spiegel (was mir damals nunmal die einzige adäquate Alternative zum Focus zu sein schien) immerhin 50 Pfennig mehr (nämlich 5 Mark) in der Woche  kostete, die einzigen wahren Gründe geworden waren, aus denen ich überhaupt noch Focus kaufte. Mit dieser Erkenntnis begann es zu kippen und ich wurde nach und nach zum reinen Spiegelleser, der ich danach eine ganze Weile blieb.

Im Sommer 1998 machte ich dann mit einem Jahr Verspätung meinen Schulabschluss. Zum Erstaunen mancher Lehrer hatte ich in letzter Minute beschlossen, kein Abitur zu machen, sondern eine Elektrikerlehre zu beginnen.

Ich war damals 17 und jobmäßig hatte ich außer Zeitungenaustragen so gut wie nichts gemacht. Jetzt kam die komplette Bürokratie auf mich zu, mit richtigen Lohnabrechnungen, Steuerkarte und so weiter. Als Azubi ist das alles natürlich überschaubar. Aber was zum Beispiel an diverse Sozialversicherungen abfloss und mir zur freien Verfügung fehlte, das stand auch dort schon schmerzhaft deutlich drauf – und sorgte ab der ersten Abrechnung für einiges Unbehagen. 

Parallel dazu hatte ich nun täglich 45 Minuten Pause, in der ich mich anders als früher nicht mit sinnfreiem Rumblödeln mit Mitschülern beschäftigen musste. Das war der entscheide Grund, zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt eine Zeitschrift fest zu abonnieren (bis dahin hatte ich nur jeweils die Ausgaben gekauft, die mir interessant genug erschienen waren) – und also las ich nun an 3-4 Tagen jeweils 45 Minuten lang den Spiegel (was zuviel war, ich habe damals eine ganze Reihe uninteressanter Artikel gelesen, weil halt keine interessanten mehr da waren – tat meiner Allgemeinbildung allerdings vielleicht sogar ganz gut…) und so beschäftigte ich mich immer mehr mit unterschiedlichsten politischen Themen.

Außerdem parallel dazu begann eine Zeit in meinem Leben, die von durchzechten Wochenenden bestimmt wurde (und mehr oder weniger bis heute anhält, was allerdings eine ganz andere Geschichte ist). Ich traf mich damals fast jede Woche mit denselben Leuten und mit einigen entwickelte sich ebenfalls fast wöchentlich ein interessanter politischer Diskurs, der fast immer über Stunden anhielt und jedes Mal so gut wie alle politischen Themen streifte.

Irgendwann in dieser Zeit reifte der Gedanke, dass natürlich vieles falsch läuft, dass ich natürlich vieles ganz anders machen würde und dass es vielleicht eine Überlegung wert wäre, sich ernsthaft damit anzufreunden, dass das realistisch betrachtet nur über die Mitgliedschaft in einer etablierten politischen Partei möglich wäre.

Ich war nicht der Einzige, der diesen Gedankengang ging. Einer aus dieser wöchentlichen Runde war politisch nicht allzuweit von meinen eigenen Ansichten entfernt und mit ihm zusammen beriet ich nun also, auf welcher Basis wir versuchen sollten, die Welt zu verbessern. Wir hatten gewisse Vorstellungen, in welche Richtung das gehen sollte. Und die waren bereits klar liberal ausgerichtet – aber so einfach, dass das allein nun Argument für oder gegen einzelne Parteien sprechen sollte, wollte ich es mir dann auch wieder nicht machen.

Es galt also, sich mit der Programmatik der führenden Parteien auseinanderzusetzen. Und es galt dabei möglichst auszublenden, was ich bis dahin so über einzelne Parteien an Vorurteilen gehört hatte, denn es sollte ja möglichst objektiv sein.

Der September 1998 war ja noch nicht so lange vorbei und ich habe es damals durchaus als etwas Positives empfunden, dass es nach so vielen Jahren einen Regierungswechsel gegeben hat (ohne dass ich damals hätte sagen können, dass diese Regierung nun grundlegend besser wäre als die vorherige aber ich fand 16 Jahre Kohl dann einfach mal genug. Dieser Mensch war schließlich fast mein ganzes Leben Bundeskanzler, zumindest aber solange, wie ich das Wort Bundeskanzler überhaupt kannte).

Es wurde also einige Zeit ganz nüchtern beobachtet, was einzelne Politiker aus bestimmten Richtungen so von sich geben und parallel dazu gelesen, was einem so in die Finger kam, was grundlegende Programmatik angeht. 

Relativ schnell schieden bei dieser Betrachtung dann Union und SPD aus. Bis heute mag ich dem Wischiwaschi, dass wahrscheinlich nötig ist, wenn man Volkspartei ist (und sein will), nicht viel abgewinnen. Positionen werden eher selten aufgrund von Vernunft oder irgendwelchen Grundsätzen bezogen, sondern  - positiv ausgedrückt – aus rein demokratischen Überlegungen. Populismus allein mochten wir uns beide nicht als politischen Grundsatz Nummer 1 für uns vorstellen.

Dass uns selbstverständlich keine Sekunde die PDS als mögliche politische Heimat einfiel, sollte nicht weiter verwundern. Abgesehen von den recht eigenartigen Zielen dieser Partei war das damals eine in Westdeutschland faktisch nicht vorhandene Partei.

Die Grünen schieden ebenfalls aus. Das hatte rein praktische Gründe: 1999 hatte ich Führerschein gemacht und fuhr nun mit dem Auto täglich 30 Minuten zur Arbeit und 30 Minuten zurück, mit entsprechendem Verbrauch. Die Alternative Bus und Bahn hätte bedeutet, mindestens doppelt solange unterwegs zu sein und dass ich mich aufgrund solcher Umstände nicht recht für Pläne wie dass Benzin 5 Mark pro Liter kosten sollte begeistern mochte, sollte keiner weiteren Erläuterung bedürfen. Einige grüne Positionen fand ich damals und finde ich bis heute wichtig oder wenigstens richtig, fast immer stört mich aber die rein ideologische und wenig sachliche Herangehensweise dabei. Das fand ich auch damals schon furchtbar. Ich war und bin vermutlich einfach zu weltoffen für ein Engagement bei den Grünen.

So blieb unter Anwendung des Ausschlussverfahrens nur noch eine Partei übrig – eben die FDP. Der es damals nicht unbedingt gut ging: Die lange Bindung an die Union hatte viele Sympathien gekostet. Ich persönlich fand das komplette Spitzenpersonal damals vergleichsweise langweilig (ich muss zugeben, dass sich daran allerdings wenig geändert hat) – aber mit den Positionen konnte ich etwas anfangen. Einiges sprach mir aus der Seele, anderes empfand ich als interessante Ansätze. Erschien die FDP zunächst als das kleinste Übel, begann mich die Idee der Freiheit, die von der FDP versucht wurde in realpolitisch brauchbare Programme zu kleiden, mehr denn je zu faszinieren.

Mein Kumpel (dem es da ähnlich ging) und ich begannen nun wiederum einige Wochen lang abzuwägen, was für und was gegen einen Beitritt zur FDP sprach. Die Frage war nun weniger, wo unsere politische Heimat sein sollte, sondern mehr, ob wir wirklich ernst machen sollten.

Ein vielleicht interessantes Detail am Rande: Als Auszubildender in einem Industriebetrieb wird ja fast vom ersten Tag an versucht, einen dazu zu bringen, in die Gewerkschaft einzutreten. Diese Versuche liefen natürlich exakt parallel zu all diesen Überlegungen. Hätte ich vielleicht in einem Handwerksbetrieb gelernt und die entsprechenden Löhne, die damals so ungefähr die Hälfte von dem waren, was ich bekam, gekriegt, wäre ich der Gewerkschaftsidee sicherlich ein wenig aufgeschlossener gegenüber gewesen. In diesem Fall fand ich es allerdings übertrieben, mich für noch höhere Löhne für mich selbst einzusetzen, während etliche meiner Freunde erheblich weniger bekamen und dafür deutlich länger arbeiten mussten. Eine Zeitlang habe ich aber in Sachen Engagement abgewogen, dies vielleicht über eine Gewerkschaft und nicht eine Partei zu versuchen. Klar war allerdings, dass es höchstens ein entweder/oder und nicht beides gleichzeitig werden sollte.

Am 7. Oktober 2000 veranstaltete der MTV Hoopte (mein heimischer Sportverein) zum ersten Mal ein Weinfest. Dementsprechend hatte ich an diesem Tag das erste Mal einen Brand auf Weinbasis – und irgendwann kam, wie jede Woche, wieder dieses Thema auf: Sollten wir wirklich?  Konnten wir überhaupt noch anders, nachdem wir uns dermaßen eingehend damit beschäftigt hatten?

“Man kann da ja auch online Mitglied werden,” war irgendwann die Feststellung, die dem Ganzen den nötigen Schubs gab: Bewaffnet mit einer Flasche Rosé und zwei halbvollen Gläsern überquerten wir ausgehend von der Hoopter Turnhalle (Wo bis heute regelmäßig das Weinfest wiederholt wird) die Straße, denn da wohnte ich praktischerweise gleich. Nino Ruschmeyer trug sich wenige Minuten vor Mitternacht über das Online-Formular ein, ich wenige Minuten danach. Anschließend tranken wir aus und unterschrieben noch kurz unsere Gläser, die seitdem bedeutungsschwanger und vollgestaubt in meinem Regal herumstehen und von diesem denkwürdigen Abend künden. 

Wieder zurück auf dem Fest verkündeten wir einzelnen Leuten schonmal unseren Parteibeitritt und ernteten erwartungsgemäß nicht eine einzige wirklich positive Reaktion. Das blieb eine ganze Weile so, die wenigsten Freunde und Bekannten haben diesen Schritt in den ersten Jahren verstanden und es brauchte zum Teil ein ziemlich dickes Fell, die ganzen dummen Sprüche zu ignorieren. Gelang aber – und mittlerweile hat sich die Lage grundlegend gewandelt. Eine FDP-Mitgliedschaft ist in meinem unmittelbarem Umfeld heute nichts Schlechtes mehr.

Soweit der erste Teil. Teil zweieinhalb ist die Ernüchterungsphase.

Denn unmittelbar nach dem Onlinebeitritt passierte eine ganze Weile erstmal gar nichts, bis wir dann mal zu einer Sitzung des Winsener Ortsverbandes eingeladen wurden. Ich war dann relativ schnell gelangweilt von kommunalpolitischen Kleinigkeiten – um die großen Themen ging es mir da viel zu selten und ich wurde irgendwann zum rein passiven Mitglied – auch, weil ich meine Zeit lieber für andere Dinge nutzen wollte. Vorher gründete ich allerdings mit einigen anderen jüngeren FDP-Mitgliedern den Kreisverband der Jungen Liberalen Harburg-Land. Die Gründung war aber gleichzeitig auch schon mehr oder weniger die letzte politische Veranstaltung, die ich mitgemacht hatte. Mein parteipolitisches Interesse verebbte unmittelbar danach jedenfalls recht stark.

Bei meinem Kumpel Nino war das übrigens ganz anders: Der engagierte sich von Anfang an stark und zog einfach sein Ding durch. Mittlerweile sitzt er nicht nur im Stadtrat, sondern auch im Landesvorstand der FDP Niedersachsen und ist einer von denen, die jeder halbwegs engagierte FDPler im Lande kennt. 

Teil zwei kam für mich allerdings erst im Jahr 2006.

Denn auch wenn ich mich in der Zwischenzeit weniger für Parteiinterna und aktives Gestalten interessiert hatte, blieb natürlich mein allgemeines politisches Interesse, blieben die Infos, die ich durch Nino bekam und es blieb natürlich auch mein freiheitlich gesinnter Geist. Letzterer bekam im August 2006 ein wichtiges Ventil: Dieses Weblog. Entstanden war es zwar eher zufällig, zumindest war es ursprünglich nicht als Ventil, ja nichtmal als langfristiges Projekt geplant. Aber die Themen lagen auf der Straße, Aufreger gab es genug. 

Und ganz plötzlich kam die gute alte Kommunalpolitik auf mich zu. Mit voller Wucht und diesmal so, dass sie mich packen nachhaltig konnte. Bezeichnenderweise ging es um ein auch heute noch brandaktuelles Thema: Eine Reball-Anlage (Reball = Paintball mit billigerer Munition) wurde fast geschlossen von Kreistag und Stadtrat abgelehnt, was mich dazu brachte, mich aufzulehnen. Denn die Begründung, Reball sei mit den “grundsätzlichen Wertvorstellungen” meiner Stadt nicht vereinbar, fand ich absolut daneben. Noch viel ärgerlicher fand ich, dass selbst die FDP das so gesehen hatte. Und es war sofort klar, dass ich das thematisieren wollte (auch auf die Gefahr hin, dass kein Mensch liest, was ich schreibe – was damals nunmal der Fall gewesen ist).

So gab es also, nur Wochen nach Gründung meines Blogs, einen Artikel über Reball und die eigenartige Einstellung der geschätzten gewählten Vertreter. Einer dieser Vertreter war natürlich Weggefährte Nino, der allerdings als Einziger politisch Verantwortlicher überhaupt ebenso wie ich seine Probleme mit dem Verbot der Reball-Anlage hatte (und bis heute hat).

Es folgten weitere Artikel und ich knüpfte schnell auch wieder Kontakte zur Kreis-FDP, wo ich versuchte, das seltsame öffentliche Bild, dass diese Sportart hatte, ein wenig geradezurücken. Mit Ninos Hilfe gelang es im Juli 2007 dann auch, die niedersächsisschen Landes-JuLis für dieses Thema einzuspannen. Björn Försterling, der damals Landesvorsitzender war und heute im Landtag sitzt, kam zusammen mit seinem Stellvertreter Florian Bernschneider, der hoffentlich ab September im Bundestag sitzt, nach Winsen und besichtigte mit uns und der Presse die umstrittene Anlage – undwir ließen uns von der Presse dafür ein wenig grillen.

Ein solcher Diskurs hat das Zeug zu nachhaltiger Motivation. Ich spürte also: Wenn die Welt so dumm ist, wie es scheint, braucht sie mich dringender, als ich jemals gedacht hätte. Seither ist Engagement für mich zunehmend eine Gewissensfrage geworden und längst kein Selbstzweck oder ein reines Produkt meines Interesses mehr.

Es ergab sich in der Folge, dass ich schon kurz danach und auch nicht zuletzt meines durch diese Geschichte wiedererstarkten aktiven Engagements zum Vorsitzenden der Jungen Liberalen im Landkreis gewählt wurde und das bis heute bin (auch wenn der Kreisverband seither um mehrere hundert Prozent gewachsen ist). Daraus entwickelte sich dann in den letzten Jahren ein Engagement, dass bei den JuLis bis hinauf zur Landesebene reicht und bei der FDP bin ich inzwischen auch wieder aktiv dabei, wenngleich bisher vor allem auf Orts- und Kreisebene.

So gesehen bin ich eigentlich schon zweimal in meinem Leben zur FDP gestoßen und erst beim zweiten Mal war der Wille, etwas zu verändern, stark genug. Manches braucht eben seine Zeit.

* “Stöckchen” bedeutet, dass bestimmte Fragen / Themen gestellt werden und ausgewählten Leuten sozusagen “zugeworfen” werden, die sich dann, sofern sie es möchten, damit beschäftigen und ihrerseits das Stöckchen weiterreichen. Es handelt sich also um so eine Art Bloggerspiel. Normalerweise beteilige ich mich an sowas ja nicht mehr aber da ich das Thema in diesem Fall recht spannend finde und gleichzeitig als tollen Beitrag dazu sehe, anderen ein paar Anhaltspunkte zu geben, wie politisches Engagement beginnen kann.

Freuen würde ich mich, wenn “der Lord” Lust hätte, seine Geschichte zu erzählen. Auch Simons würd mich interessieren und wissen will ich das außerdem von den niedersächsischen JuLibloggern David und Nikolaus, freue mich aber wie Anka natürlich über jeden anderen, der seine Politikerwerdung einmal aufschreiben will.

Comments

7 Responses to “Wie zum Henker kommt man darauf, zur FDP zu gehen?”

  1. AnKa
    Mai 13th, 2009 @ 12:57

    Mensch, das ist ja viel zu lesen. Freut mich, dass du so ausführlich antwortest und auch die weniger aktive Zeit thematisierst: Also, Leute, es ist nie zu spät neu anzufangen.

    Übrigens stimmt der Satz: “Wenn die Welt so dumm ist, wie es scheint, braucht sie mich dringender, als ich jemals gedacht hätte.” auch für mich.

  2. Robin
    Mai 13th, 2009 @ 15:39

    Spannend :)
    Mein Beitrag kommt auch bald.

  3. LordRillrich
    Mai 13th, 2009 @ 18:10

    “Eine FDP-Mitgliedschaft ist in meinem unmittelbarem Umfeld heute nichts Schlechtes mehr.”

    Das sehe ich anders….LOL

    Ich werde mich auch gerne an diesem “STÖCKCHEN” versuchen.
    Mal sehen vielelicht am WE. Auch wenn deine Gründe sich mir immer noch nicht ganz erschließen, bist du der erste und einzige FDP´ler den ich mag und wohl auch wählen würde (wenn keiner vond er SPD antritt)!

  4. Jan
    Mai 13th, 2009 @ 22:46

    Also gegenüber der Vorurteilslage ganz zu Anfang ist es echt entspannt geworden. Die letzten Handgreiflichkeiten sind Jahre her und ernstgemeinte dumme Sprüche gibts auch schon lange nicht mehr. Wir haben da viel an erfolgreicher Aufklärungsarbeit leisten können, scheint mir.

    Als SPDler wirst dus wahrscheinlich niemals nachvollziehen können, dass ich dieses Wischiwaschi und diese Prinzipienlosigkeit, ohne die eine Volkspartei nunmal aufhört Volkspartei zu sein, nicht abkann. Ich streite einfach lieber um die Sache, als um die Macht.

    Trotzdem danke für dein Vertrauen – wenngleich ich behaupte, dass ich nur deshalb der bisher einzige FDPler bin, den du unter Umständen wählen würdest, weil du nur sehr wenige persönlich kennst…

    Ich halte dich übrigens auch für unbedingt wählbar, gehe allerdings davon aus, dass dir bei regelmäßig bei diesen ganzen Sitzungen und Palaverrunden, die politische Mandate halt so mit sich bringen, der Kragen platzen würde;)

  5. LordRillrich
    Mai 14th, 2009 @ 19:37

    “Ich halte dich übrigens auch für unbedingt wählbar, gehe allerdings davon aus, dass dir bei regelmäßig bei diesen ganzen Sitzungen und Palaverrunden, die politische Mandate halt so mit sich bringen, der Kragen platzen würde;)”

    Und da hast du völlig RECHT! Danke fürs Vertrauen, und denk dran, ich verteil dann Flyer für dich!

  6. Stöckchen: Wie kam ich zur Politik? » Beitrag » Freiheitsfreund
    Mai 15th, 2009 @ 13:35

    [...] fragt Jan. Er antwortet seitenlang. Das werde ich nicht machen, auch wenn es sich dort ganz interessant [...]

  7. Ingo
    November 12th, 2009 @ 11:37

    Hallo ich bin auch zur FDP .Möchte etwas verändern.Es gibt viele Dinge die in der Politik falsch laufen.Ich bin nicht hier um viele Stimmen zu ergattern,sondern ich will die Welt verändern und endlich mal klartext sprechen.Ich habe nicht die Absicht gelangweilt irgendwo herumzusitzen.Sondern möchte etwas bewegen.ZB geht es mir um das wohl unserer Kinder.Umgangsrecht,Schulen,Kinderbetreuung.Desweiteren Studiengebühren abzuschaffen.Unser Land braucht Kinder und Nachwuchs der gefördert werden muss.Unser Land braucht auch gerechtigkeit und keine Politiker die nur herumreden und Stimmen sammeln,sondern Politiker die sich einsetzen für unser Land.Es gibt viele Dinge in unserem Land die ungerecht sind und deshalb fühle ich mich berufen dies endlich zu ändern.Es wird ein schwerer Weg,aber wer schon aufgibt zu Kämpfen der hat schon verloren.Merkel ist offen für Europa aber in ihrem Land selbst anscheinend nicht.Wenn ich es schaffen würde hochzukommen dann spreche ich klartext.Ja wirsind Pleite wie die eins,jetzt müssen wir sehen wie wir das ändern können um von den schulden runterzukommen und dazu fangen wir in der politik mal an.Politiker müssen kürzer treten,weniger Gehalt.Es kann auch nicht sein dass man nach 8 jahren Politik voll das gehalt bekommt wo andere 200 jahre arbeiten müssen.Das ist unsozial.Da müssen wir mal anfangen.Es ist ungerecht gegenüber uns Bürgerinnen und Bürgern, die arbeiten müssen über 40 Jahre für das ein Politker gerademal 8 Jahre arbeiten muss.Auch beamte die eher in Rente gehen für gutes Geld.Das darf einfach nicht sein.Und es gibt noch 1000 Dinge die man ändern muss.Gruß euer Napolion

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