Mai 16 2009

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Schulfach Wirtschaft

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Vorhin gab es auf dem Bundesparteitag der FDP eine Debatte über den Vorschlag, ein Fach Wirtschaft in die Schulen zu bringen, in dem Schüler dann lernen sollen, mit Geld umzugehen, wo aber auch ein gewisser unternehmerischer Geist vermittelt werden sollte.

Okay, natürlich ist das ausschließlich Sache der Länder, wie Markus Lochmann richtig festgestellt hat und ich finde es auch immer etwas problematisch, wenn solche Themen auf Bundesebenen diskutiert werden. Inhaltlich halte ich den Vorschlag allerdings schon für diskussionswürdig.

Ich selbst hatte ein Fach, dass “Arbeit / Wirtschaft” hieß in der Schule. Das war weitgehend Käse. Im Grunde genommen wurde da so ein bisschen vorweggenommen, was man eigentlich erst in der Ausbildung hätte lernen müssen. Es ging da um Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern, was zwar alles gut zu wissen ist, Schüler aber partout nicht besonders interessiert – weil sie eben Schüler sind.

Ergänzt wurde das Ganze durch testweises Bewerbungen-schreiben, was insofern Unfug war, als dass das Gleiche parallel auch im Deutschunterricht gemacht wurde. Aber nunja, inhaltliche Redundanzen gab es auch in anderen Fächern.

Der Teil “Wirtschaft” erschöpfte sich in einigen Merksätzenn, die jeder auswendig lernen und zu Unterrichtsbeginn auf Zuruf sofort wie aus der Pistole geschossen wiederzugeben hatte. Zugegebermaßen könnte es an der speziellen Lehrerin, beziehungsweise ihren Methoden gelegen haben – aber ich fand das Fach in der Form so richtig bescheuert und einfach nur nervig – obwohl mich das Thema an sich durchaus interessiert hätte. 

Was ich damit sagen will: Man mag ein Fach Wirtschaft für sinnvoll halten, weil man eine gewisse Vorstellung damit verbindet. Aber am Ende kommt es trotzdem noch darauf an, was man draus macht. Und das entscheiden nunmal nicht Bundespolitiker oder Bundesparteitage. Das entscheidet – teilweise – die jeweilige Landespolitik (die sich natürlich regelmäßig ändert) – ob das Fach aber wirklich die erhofften Effekte (wie zum Beispiel den hier in Hannover angesprochenen “Unternehmergeist”) bringt, hängt ziemlich entscheidend vom jeweiligen Lehrer ab.

Ich wage die These, dass es wirklich guten Lehrern gelingen kann, gewisse politische und ideologische Ansichten (und darum geht es hier ja letztendlich; dass wir Menschen zu eigenständigem Handeln ermutigt werden, ist halt irgendwo ideologisch motiviert) in beinahe jedem Fach rüberzubringen. Eine Schule hat nun allerdings wenig Chancen, sich ihre Lehrer so richtig frei auszusuchen und darum rate ich dazu, sich von solchen politischen Vorgaben, wie sie hier diskutiert wurden, auch keine Wunder zuzutrauen.

18 Kommentare

18 Kommentare zu “Schulfach Wirtschaft”

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  2. SGam 16. Mai 2009 um 16:00 2

    Hallo,

    die Schulbücher sind leider voller Sozialismus.

    http://www.fnst-freiheit.org/w.....rue/i.html

    “Gary Merritt zeigt in seiner Studie auf, wie der Staat das Medium Schulbücher (be)nutzt, Kinder zu staatsgläubigen Untertanen zu erziehen, die zu der Erkenntnis kommen, dass alle Probleme der Welt darauf zurückzuführen sind, dass es zu viel Markt und somit zu viel Freiheit und zu wenig Zwang gibt.”

    —————

    http://www.welt.de/wirtschaft/.....chaft.html
    http://www.fnst-freiheit.org/w.....p-1/i.html

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  3. Robinam 18. Mai 2009 um 10:31 3

    Schulbücher werden aber von Verlagen gemacht. Darauf haben Lehrer und Bundesländer wenig Einfluß. Die geben nur die “Ziele” vor. Schulen können dann halt zwischen drei, vier Verlagen auswählen…

    Als Lehramtsstudent durfte ich ja schonmal in die Schule und dort als Praktikant wirken (halbs Schuljahr knapp).
    Wirklich gute Lehrer zeigen den Schülern ihre Einstellung ohne sie wirklich zu nennen UND lassen den Schülern trotzdem die freie Möglichkeit das richtig oder falsch zu finden. Ich habe NIRGENDS nur einen Lehrer getroffen, der auch nur ansatzweise versucht hat seine Schüler ernsthaft in eine Richtung zu lenken. Das ist so ein NO GO scheinbar. Klar, viele sagen irgendwo mal ihre Meinung, aber meist machen sie das um die Schüler zu provozieren und zum eigenen Denken anzuregen.
    Diese Klischee vom linken Lehrer der die Kinder zum Sozialismus bekehren will gibt es nicht (mehr).

    Zum Fach Wirtschaft:
    Ich war ja auf einem Wirtschaftsgymnasium und ich muss sagen das war nicht schlecht. Also kein “Wie schreibe ich Bewerbungen” sondern Grundlagen in Handelsrecht, Buchhaltung, Volkswirtschaft usw…

    Selbstständig denken lernen, kann man aber in jedem Fach. Da brauch ich kein Wirtschaftsfach dazu. Ok, man wird vielleicht bei den ersten Einkäufen, die man nach der Schule selbstständig tätigt, nicht so leicht beschissen (man kann AGBs lesen), aber selbstständig denken kann jeder in jedem Fach lernen.

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  4. Janam 18. Mai 2009 um 11:46 4

    Ach komm, als “Ziel” kann die Landespolitik schon besondere Inhalte vorgeben und das auch deutlich sagen, wenn sie es denn will. Den Verlagen ist doch egal, was inhaltlich drin steht, die wollen ihren Kunden zufriedenstellen.

    Es ist aber interessant, dass wir da wohl absolut entgegengesetzte Erfahrungen gemacht zu haben scheinen, was Beeinflussung durch Lehrer angeht. Ich hab da wirklich ziemlich grenzwertige Sachen erlebt.

    Ich habe damit allerdings nicht irgendein besonderes Klischee gemeint, es geht auch nicht (nur) um sozialistische Lehrer.

    Es wäre übrigens auch ganz schön bedauerlich, wenn ein Wirtschaftsgymnasium keinen brauchbaren Wirtschaftsunterricht bringen würde:) Aber es geht ja in der Debatte darum, ganz grundlegende Sachen zu lernen. Und zwar auf ganz normalen Schulen und nicht erst auf einem Fach-Gymnasium, dass ja nunmal viele nie besuchen.

    AGBs lesen lernen finde ich zum Beispiel nicht verkehrt – wer tut dass denn schon, wer weiss denn schon, worauf er achten sollte? Gemessen an vielem völlig überflüssigem Kram, den man in verschiedenen Schulfächern so beigebracht kriegt, wäre das doch zumindest etwas Brauchbares.

    Aber sicher lässt sich selbstständiges Denken auch in anderen Fächern lernen. Die Frage ist, ob das auch in ausreichendem Maß geschieht und wenn nicht, warum nicht.

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  5. Dagnyam 18. Mai 2009 um 14:07 5

    Mein Wirtschaftslehrer (ich ging in Bayern zur Schule) hatte imho eine Ausbildung als Bankkaufmann oder zumindest Berufserfahrung in der Finanzbranche.

    Von linker Färbung demnach auch keine Spur. – Kommt halt immer drauf an, was der Lehrer aus den Vorgaben macht. Etwas mehr Verzahung Schule – Berufswelt wuerde manchem Lehrer sicher nicht schaden….

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  6. Janam 18. Mai 2009 um 14:22 6

    “Etwas mehr Verzahung Schule – Berufswelt wuerde manchem Lehrer sicher nicht schaden”

    Vollkommen richtig, Dagny – und auch das gilt wohl für andere Fächer genauso.

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  7. Robinam 18. Mai 2009 um 14:41 7

    Äh nein. Die Schule soll nicht auf die Berufswelt ausgerichtet sein, sondern einen selbständigen Menschen bilden. Schulen produzieren keine Azubis.
    Was ich bisher in Schulen in Sachen “Ausrichtung auf die Berufswelt” gesehen habe, war meistens Schrott. Einfach weil das die Schule NIE für alle Schüler leisten kann und auch nicht soll. Da geht es doch um die grundlegenden Dinge.
    Was nützt es da, wenn der Lehrer weiß, wie es in Branche XY zugeht?

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  8. Janam 18. Mai 2009 um 14:49 8

    Es geht nicht um einzelne Branchen. Das Problem liegt vielfach darin, dass Lehrer häufig gar keinen Einblick ins Berufsleben haben, sondern nur Schule, Uni, Schule kennen. Ich halte das nicht für optimal.

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  9. Robinam 18. Mai 2009 um 19:55 9

    Was genau erhoffst du dir denn von diesen Einblicken? Das ist mir nicht ganz klar. Welchen Mehrwert hat das für die Lehrtätigkeit? (Übrigens trifft das in der Regel nicht zu, da ja die meisten Studenten nebenher arbeiten müssen. Und außerdem schreibt etwa die Lehrerausbildung in BaWü vor, dass man nach dem Studium ein Praktikum in der Wirtschaft bzw. im sozialen Bereich absolvieren muss.)

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  10. Janam 18. Mai 2009 um 23:02 10

    Naja also Lehrer, die Schüler aufs Leben vorbereiten sollen, werden dass nunmal besser können, wenn sie schonmal mit dem echten Leben in Kontakt gekommen waren und nicht bloß in Schulen und Universitäten tätig gewesen sind. So ein Praktikum finde ich da zum Beispiel gar nicht schlecht, bin mir nur nicht so sicher, ob dass in anderen Ländern auch so ist – mal einen richtigen Beruf außerhalb der Schule ausgeübt zu haben, ist aber trotzdem noch etwas ganz Anderes.

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  11. Robinam 19. Mai 2009 um 14:34 11

    Ich verwehre mich ehrlich gesagt dem Klischee Lehrer stünden nicht im Beruf, hätten keine Ahnung vom wahren Leben. Also Bitte. Warum glaubt jeder, dass die Universität eine Wickelschule ist? Studenten machen eine fünfjährige Ausbildung. Sie werden in verschiedensten Bereichen ausgebildet, wovon ein Kaufmann auch keine Ahnung hat. Aber umgekehrt sagt ja auch niemand. Oh, der Arme hat ja nur Ahnung von Buchhaltung… nur diese Zahlen, das ist ja nicht REALES!

    Wieso glaubt jeder, dass Schulen ein nettes Biotop sind? Dann lade ich aber mal herzlich ein einen Monat lang eine sechste Klasse zu betreuen.. sagen wir in Deutsch und dann noch als Klassenlehrer. Na? Interesse? Ich glaube da würden einige Leute sehr schnell verstummen.

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  12. Janam 19. Mai 2009 um 16:44 12

    Mein – zugegebenermaßen rein subjektiver – Eindruck stützt sich immerhin auf vier verschiedene Schulen und eine Universität. Und ich hatte einige Lehrer, bei denen ich genau diesen Eindruck hatte, dass sie irgendwie in ihrer eigenen Welt leben. Das war eine Minderheit – aber solange eine Schule so wenig Möglichkeiten hat, sich ihre Lehrer auszusuchen, solange halte ich die Forderung danach möglichst jeden Lehrer zu einem guten Lehrer zu machen, für absolut gerechtfertigt. Im Gegensatz zum Kaufmann, hat man nunmal relativ wenig Chancen, sich seine Lehrer auszusuchen, insofern hinkt der Vergleich ziemlich.

    Es geht mir nicht um Klischeepflege, ich weiss auch, dass das längst nicht für alle Lehrer gilt aber ich denke schon, dass Eltern ein Recht darauf haben, dass sämtliche Lehrer richtig gut sind. Dass ist der Staat ihnen schlicht und ergreifend schuldig, solange man den Wettbewerb weitgehend vom Bildungswesen fernhält.

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  13. Robinam 19. Mai 2009 um 19:02 13

    Den idealen Lehrer gibt es aber nicht. Der eine Lehrer ist fachlich super, der andere Lehrer kann die pädagogische Seite besser ausspielen. Natürlich gibt es auch Spinner.
    Wie ein Kaufmann hat jeder Lehrer eigene Qualitäten und das ist auch gut so. Vielleicht lernen Schüler von manchen Lehrer weniger Faktenwissen, dafür aber Sozialkompetenz – wie will man das bewerten. Das ist das große Problem – Bildung im umfassenden Sinne lässt sich schwer bewerten. Auf Elternmeinungen kann man selten etwas geben. Nur weil jeder in der Schule war, heißt das ja nicht, dass man sich mit Pädagogik auskennt.

    Noch etwas zu den schlechten Lehrern.
    Das liegt aber meiner Meinung nach an einem anderen Punkt. Die “Aufnahmebedingungen” für das Studium auf Lehramt ist teilweise falsch konzipiert. Hier hat der Staat viele Fehler gemacht. Es gibt Lehrer die haben Lehramt studiert, weil ihnen nichts besseres einfiel. Erstsemestern wird kaum klar gemacht, was für einen krass, belastenden Job sie sich aussuchen. Dafür sind nicht alle geschaffen. (Deshalb auch die Burn-Outs ect., Jeden Tag acht Stunden lang (laute) Klassen mit 30 Schülern betreuen ist z.B. eine Lärmbelastung die nach Arbeitsrecht eigentlich nur mit Gehörschutz vollzogen werden dürfte. Daher ist auch die 3. oder 4. häufigste Lehrerkrankheit Tinitus! Und Kinder müssen und dürfen auch mal laut sein. Geht gar nicht anders!)

    Der Vergleich zum Kaufmann hinkt nicht völlig. Genauso wie beim Handwerker und Lehrer weiß ich in der Regel auch dort erst nach einer Weile ob ich einen “guten” Mann/Frau erwischt habe. Pfusch gibt es überall. (Natürlich kann ich in der Schule schwer wechseln, aber nach einem oder zwei Jahren ist man auch da die Lehrer wieder los.)

    In der Tat sehe ich aber auch ein weiteres Manko. Schlechte Lehrer wird man schwer wieder los. Das ist das eigentliche Problem. Was mache ich mit einem schlechten Lehrer der verbeamtet ist? Würde man das ändern, wäre das vielleicht ein Schritt in die richtige RIchtung. Wobei dann immer die Frage bleibt, ob eine einzelne Lehramtsprobe über sowas entscheiden sollte. Die WIllkür, die in solchen “Proben” mitschwingen sind teilweise auch wieder erschreckend (hört man).

    Schlußendlich: Die Forderung aus jedem Lehrer ein möglichst guten Lehrer zu machen, ist legitim. Man sollte aber dabei die Fakten, die Hintergründe kennen. Polemiken helfen hierbei selten weiter. Im Übrigen ist die aufgestellte Forderung in der Regel das Streben jedes Lehrers. Ich habe in meiner Praxiszeit einen richtig schlechten Lehrer (aus didaktischer Sicht) erlebt. Nach einer total verkorksten Stunde erklärte er mir lang und breit, warum er glaubt das habe heute nicht geklappt (Nur waren die Schlüsse eben wohl falsch).

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  14. Janam 20. Mai 2009 um 19:05 14

    Der Unterschied zwischen Lehrer und Kaufmann bleibt halt, dass man sich letzteren einfach aussuchen kann und sich ein schlechter Kaufmann irgendwann nen anderen Job suchen kann. Bei miesen Lehrern ist letzteres keine Selbstverständlichkeit und ersteres praktisch ausgeschlossen. Ich finde das gravierend.

    Eltern sind letztlich die Kunden. Du magst ja finden, dass man nicht allzuviel auf ihre Meinung geben sollte (und ich glaub dir das sogar, weil du da sicher stärker mit befasst bist, als ich) aber ich sage: Kunde ist König und Elternwille muss darum die Hauptrolle spielen (aus diesem Grund befürworte ich zum Beispiel auch die Einführung einer Gesamtschule in meiner Stadt, ohne ohne mich inhaltlich großartig damit auseinander zu setzen. Die Eltern wollen es so, wer bin ich, dass ich mir einbilden sollte, es besser zu wissen als sie?).

    Was natürlich nicht angehen kann sind Lehrer, die Lehrer sind, weil ihnen nichts anderes eingefallen ist. Insofern ist es sicherlich vernünftig, die Aufnahmebedingungen für ein Studium entsprechend zu schaffen, damit sowas dann vielleicht nicht oder weniger vorkommt.

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  15. Robinam 20. Mai 2009 um 21:46 15

    Naja, ein Punkt noch:
    Die Sache mit dem Elternwille… das ist so eine Sache. Lehrer mögen nie ganz objektiv sein, aber Eltern sind es garantiert nicht. Das funktioniert somit auch nicht.
    Ich sag meinem Apotheker ja auch nicht, dass ich die Rezeptur der Creme für falsch halte, weil ich die schonmal benutzt habe. Bei Lehrinhalten scheint aber jedes Elternteil unglaublich bescheid zu wissen ;-)
    So einfach ist es dann eben doch nicht. Aber ich gebe dir gerne Recht, dass hier noch viel Reformbedarf besteht. Nur wird mir das immer zu einseitig betrachtet.

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  16. Janam 21. Mai 2009 um 21:45 16

    Apotheken kann man sich aber auch aussuchen, man kann sogar entscheiden, ob man überhaupt hingehen will oder nicht. Ich bin schon der Meinung: Wenn schon Zwang im Spiel sein muss, dann ist es nur fair, den Menschen ein weitreichendes Mitspracherecht einzuräumen.

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  17. Robinam 25. Mai 2009 um 12:46 17

    Ich kann mir meine Schule auf dem Land ähnlich frei aussuchen wie den Apotheker. Klar kann ich das Kind/den Kunden zwanzig Kilometer weiter zur nächsten Schule/Apotheke schicken/fahren…

    Mitspracherecht gern. Nur was genau sollen Eltern mitbestimmen? Den Inhalt des Stoffes? Die Vermittlung? Die Verwaltung? Auswechslung von Lehrern? Und wenn ja, nach welchen Kriterien?

    Eigentlich gibt es das ja sogar, nur scheint es kaum jemanden zu interessieren (Elternbeirat ect.).

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  18. Janam 25. Mai 2009 um 13:32 18

    Ich rede nicht von einem mehr oder minder mächtigen Beirat, sondern von Marktwirtschaft. Es ist klar, dass die je nach Struktur vor Ort ihre Grenzen findet aber selbstverständlich muss Kundschaft so weit wie möglich mitreden können, gerade wenn es um so etwas Wichtiges geht. Alle von dir genannten Punkte fallen für mich da irgendwo schon drunter.

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