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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Der Arbeitnehmereuro

Posted on | Juli 17, 2009 | 10 Comments

Aktueller Wechselkurs: 1 Euro = 0, 48 Arbeitnehmereuro. So sieht er aus:

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Gefunden bei der FDP Osnabrück

Comments

10 Responses to “Der Arbeitnehmereuro”

  1. MarkusM
    Juli 21st, 2009 @ 00:16

    Das darf man dann wohl Populismus nennen, was hier von den Liberalen betrieben wird, oder auch Volksverdummung.

    Es stimmt zwar, daß die mittleren und kleinen Einkommen über Gebühr zur Kasse gebeten werden – aber warum ist das so?

    Weil die hohen Einkommen und großen Vermögen – im Zuge der “Reformpolitik” – systematisch geschont werden, und weil die Lohnquote seit Jahren in diesem Land sinkt. Den Staat steuerlich “aushungern” zu wollen, wäre ein Weg in die Irre.

  2. Jan
    Juli 21st, 2009 @ 00:48

    Achso, ja. Die Gefahr, dass der Staat “steuerlich aushungert” ist ja bei so niedrigen Steuern von nur etwas über 50% ziemlich groß.

  3. Roger Beathacker
    Juli 21st, 2009 @ 01:03

    50% Steuern?

    Ich lese:

    Lohnsteuer: 11,9%
    MWSt. 4,3%
    Andere St. 2,6%

    Das ergibt eine Steuerquote von 18,8%

    Der Rest sind Versicherungsbeitraege, die nicht auf jeden verdienten Euro ueberhaupt oder in voller Hoehe erhoben werden. Nicht alle, die Geld verdienen zahlen auch diese Beitraege und fuer die Zahler gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze).

    Es gibt einen einfachen Weg dem Arbeitnehmer zu “mehr Netto” zu verhelfen: Allgemeine Versicherungspflicht und Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. In der erzkommunistischen und antiliberalen Schweiz soll so ein Modell – wie man hoert – bereits seit geraumer Zeit recht gut funktionieren.

    Davon abgesehen wuerde mich mal interessieren auf welchen Datenbestand sich diese Darstellung konkret stuetzt.

  4. Jan
    Juli 21st, 2009 @ 01:16

    Das ist doch Wortklauberei. Ein “Versicherungsbeitrag”, den man gezwungen ist zu zahlen ist faktisch eine Steuer, zumal wenn der “Versicherungsträger” irgendwelche Behörden sind.

    Natürlich sind das Durschnittswerte. Es wird Leute geben, die weniger zahlen und welche die mehr zahlen. Das machts aber nun wirklich auch nicht besser.

  5. Roger Beathacker
    Juli 21st, 2009 @ 03:03

    Aha – alles fuer das man “gezwungenermassen” zahlen muss sind also Steuern. Wie siehts denn da bei der KfZ Haftpflicht aus? Auch ne Steuer? Meine Lebensmittel haette ich auch lieber umsonst, bin aber “gezwungen” sie zu bezahlen … usw. usw.

    Auch wenn Du beides (Steuern und Sozialversicherungsbeitraege) vielleicht Scheisse findes, dadurch werden sie eben noch nicht das gleiche.

    Davon abgesehen: – ich hatte es bereits angesprochen – angenommen die gesetzliche KV wuerde tatsaechlich abgeschafft und stattdessen waeren alle Buerger verpflichtet eine private KV abzuschliessen. Waeren die Versicherungsbeitraege dann auch Steuern? Und falls nein: warum nicht?

  6. Jan
    Juli 21st, 2009 @ 03:14

    KFZ-Haftpflicht: Grenzfall. Immerhin darf man sich seine Versicherung frei wählen, was bei den Sozialversicherungen nicht der Fall ist, bzw. macht es bei Krankenversicherungen keinen Unterschied mehr, seit eh alle das gleiche kosten.

    Seine Lebensmittel kann man sich im Extremfall sogar selbst anbauen – in jedem Fall aber kann man sich aussuchen, was genau man haben will und kann außerdem zwischen verschiedenen Preisklassen wählen. Beides deutliche Unterschiede zur Rente, beispielsweise.

    Der Wettbewerb macht den Unterschied. Wenn der Staat einen bestimmten Satz mehr oder weniger willkürlich (Kostendeckung scheint zum Beispiel nicht unbedingt ein Kriterium zu sein) festlegt, dann ist das eine völlig andere Sache, als wenn sich auf einem freien Markt Preis-Leistungsverhältnisse herausbilden, die man als Kunde akzeptieren kann oder eben auch nicht.

  7. Roger Beathacker
    Juli 21st, 2009 @ 12:41

    Meine Frage hast Du noch immer nicht beantwortet.

    Sozialversicherungsbeitraege sind zweckgebunden, Steuern nicht. Zur Kostendeckung: Sobald sich in der Arbeitslosenversicherung Ueberschuesse ansammelten wurden die Beitraege (m.E. vorschnell) gesenkt, denn mehr als Kostendeckend muessen die Einnahmen gar nicht sein, da die gesetzlichen Versicherungen als solche ja keine gewinnorientierten Einrichtungen sind. Das ist bei Privatanbietern anders. Billiger wirds auch nicht. Ich war selbst z.B. 13 Jahre lang in einer privaten KV (in der goldenen Zeit vor allen Reformen). Innerhalb diesers Zeitraumes hat sich die Hoehe meiner Beitraege fast vervierfacht. In der gesetzlichen waeren sie zu Beginn etwas hoeher gewesen dafuer aber bei weitem nicht in gleichem Masse gestiegen. Natuerlich konnte ich zu einem anderen (privaten) Anbieter wechseln (Was ich notgedrungen auch gemacht habe), freilich zu insgesamt schlechteren Konditionen und unter Verlust der angesammelten Altersrueckstellungen. Dabei war der Beitrag dann immer noch mehr als doppelt so hoch, wie mein Anfangsbeitrag beim ersten Versicherer.

  8. Jan
    Juli 21st, 2009 @ 14:16

    Die Frage habe ich beantwortet. In dem Augenblick, wo ich die Höhe von Beiträgen über die Anbieterwahl selbst mitentscheiden kann, fehlt der Charakter einer in der Höhe feststehenden Steuer. Das ist der maßgebliche Unterschied, weshalb ich staatliche Zwangsabgaben mit Steuern weitgehend gleichsetze.

    Diese Zweckgebundenheit sehe ich zwar ein aber da die Höhe der Beiträge (von kurzfristigen Ausnahmen abgesehen) ohnehin zu niedrig zu sein scheint stellt sich doch so gut wie nie die Frage, was mit Überschüssen geschieht.

    Es ist wahrscheinlich nicht so ganz einfach, Einzelfälle wie deine Krankenversicherungsgeschichte zu verallgemeinern. Bedingungen und gesetzliche Auflagen unterscheiden sich ja für gesetzliche und private Versicherer, so dass beides objektiv zu vergleichen gar nicht so einfach ist. Es kann durchaus sein, dass private Krankenversicherungen grundsätzlich teurer sind, als gesetzliche. Wenn man diversen Medienberichten glauben darf, dann bekommt man dafür allerdings auch tendenziell mehr – zum Beispiel muss man vielleicht nicht standardmäßig 2-3 Stunden im Wartezimmer verbringen, wie ich das jedes Mal erlebe und so Kleinigkeit wie dass man wenigstens eine Rechnung bekommt und gucken kann, was die Leistung gerade gekostet hat, fehlen mir da immer.

    Trotzdem bleibt das wichtigste Argument der Wettbewerb und die Wahlfreiheit. Beides muss natürlich nicht zwangsläufig zu niedrigeren Preisen führen (zum Beispiel dann nicht, wenn die gesetzliche Konkurrenz eben mit Steuergeld künstlich gestützt wird) aber dass eine Einheitskasse, also ein Monopol erst Recht keine optimalen Preise zur Folge hätte, versteht sich von selbst.

  9. Markus
    Juli 21st, 2009 @ 23:25

    @ Jan

    “Trotzdem bleibt das wichtigste Argument der Wettbewerb und die Wahlfreiheit. Beides muss natürlich nicht zwangsläufig zu niedrigeren Preisen führen…” Und wenn es nicht so recht klappen will mit “Wettbewerb und Wahlfreiheit” und niedrigen Preisen, kann man sich seine Lebensmittel ja auch selbst anbauen. ;-)

    Freiheit, die ich meine, sieht anders aus.

  10. Jan
    Juli 21st, 2009 @ 23:37

    Aha. Die “Freiheit”, die du meinst beinhaltet also nicht die Freiheit zur Abwechslung auch mal was selber zu machen? Nunja.

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