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Wie sah die innerdeutsche Grenze aus?

Posted on | August 13, 2009 | 1 Comment

Nur Monate, nachdem Walter Ulbricht erklärt hatte, niemand hätte “die Absicht eine Mauer zu errichten”, passierte Folgendes:

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen), 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Sowjetische Truppen hielten sich in Gefechtsbereitschaft und waren an den alliierten Grenzübergängen präsent. Alle noch bestehenden Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Teilen Berlins wurden unterbrochen. Dies betraf allerdings nur noch die U-Bahn und die S-Bahn. Jedoch waren die West-Berliner S-Bahn- und U-Bahn-Linien auf den Tunnelstrecken unter Ost-Berliner Gebiet nur insoweit betroffen, dass die Stationen abgesperrt wurden und ein Ein- bzw. Ausstieg nicht mehr möglich war. Die Züge fuhren ab dem 13. August abends ohne planmäßigen Halt durch die zu so genannten Geisterbahnhöfen gewordenen Stationen. Nur die den Bahnhof Friedrichstraße berührenden Linien hatten einen Halt zum Erreichen der dort eingerichteten Grenzübergangsstelle. Erich Honecker war als damaliger ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen für die gesamte Planung und Umsetzung des Mauerbaus politisch im Namen der SED-Führung verantwortlich.

(Quelle: Wikipedia)

Nicht genug damit, dass die sozialistische SED-Regierung ihre Untertanen im Wortsinn einmauerte, wurde daraus in den Folgejahren das größte Gefängnis der Welt. Wie ausgefeilt das Unrechtsregime seine “Gefangenen” an der Flucht hinderte, zeigt dieser fabelhafte Animationsfilm der Deutschen Welle:

Comments

One Response to “Wie sah die innerdeutsche Grenze aus?”

  1. Filterblog » SMS-Interviews: Jugendorganisationen im Vergleich
    August 22nd, 2009 @ 11:42

    [...] Die Grenzen der DDR waren jedenfalls, trotz ernsthaft versuchter Abschaffung des Kapitalismus, nicht besonders offen. Man mag andere DDR-Errungenschaften als Luxus empfinden aber Jahrzehnte auf ein “Auto” [...]

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