Nanny-Staat frisst seine Kinder
Posted on | August 25, 2009 | 6 Comments
…oder besser gesagt eher seine Eltern denn ausgerechnet das SPD-Zentralorgan “Vorwärts” hat Ärger wegen verbotener Zigarettenreklame.
Sowas zu verbieten fordert ironischerweise niemand so vehement und ausdauernd wie die SPD, die zur Weiterentwicklung des Nanny-Staates seit einer gefühlten Ewigkeit mit Sabine Bätzing die Drogenbeauftragte der Bundesregierung stellt, bei der man leicht den Eindruck gewinnen kann, sie würde Teufelszeug wie Zigaretten oder Alkohol am liebsten komplett verbieten – für Werbeverbote tritt sie allerdings auch öffentlich ein.
Lauthals Wasser predigen und dann verbotenen Wein trinken – jeder weitere Kommentar erübrigt sich eigentlich.
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6 Responses to “Nanny-Staat frisst seine Kinder”
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August 25th, 2009 @ 15:50
Naja, die Leute beim vorwärts sind auch nur Menschen. Shit happens.
Die Bätzing geht mir allerdings auch derbst auf die Eier muss ich sagen. Das kann ich nicht oft genug sagen. Schrecklich die Tante.
August 25th, 2009 @ 17:08
Nö, kann schon passieren, zumal wenns keine professionelle Zeitung ist sondern bloß sone Parteipostille (keine Ahnung, inwieweit dass auf den Vorwärts zutrifft, bei der Liberalen Depesche könnt sowas vermutlich auch schonmal passieren) aber ist doch lustig, dass es ausgerechnet dort passiert, wo die größten Werbeverbieter sitzen…
August 25th, 2009 @ 23:10
Der Vorwärts gehört zwar der SPD, ist aber formal eigenständig, die Anzeigenabteilung logischerweise auch. Wenn alle Anzeigen vom SPD-Parteivorstand genehmigt würden, hättest Du recht und es wäre scheinheilig; dies ist aber nicht der Fall. Da ich davon ausgehe, dass Du das weist, verbuche ich diesen Artikel unter parteipolitisch motivierter Agitation und nehme ihn nicht ernst.
August 25th, 2009 @ 23:30
Von scheinheilig habe ich nichts gesagt und auch nicht gemeint. Ich freue mich einfach bloß, dass die SPD in Gestalt ihres Hausblattes in Fettnäpfchen tritt, die sie selbst aufgestellt hat, weil Werbeverbote natürlich etwas sind, dass nicht sein müsste. Du kannst diesen Artikel aber von mir aus natürlich trotzdem gerne “verbuchen” als was immer du willst.
August 26th, 2009 @ 22:56
Naja, groß “Arbeit muss sich wieder lohnen” plagatieren und gegen den Mindestlohn sein, ist auch ein bisschen komisch…..
August 26th, 2009 @ 23:03
Der Slogan bezieht sich aber auf das geplante Bürgergeld und auf die Steuerreform. Ich sehe grade bei “Hart aber Fair” einen Fall, wo das Kind Ferienarbeit gemacht hat, deren Erlös ihr wegen HartzIV der Mutter wieder weggenommen wurde. “Arbeit muss sich wieder lohnen” bezieht sich genau darauf. Wer arbeiten geht, der muss mehr haben als wenn er es nicht tut.
Und Mindestlöhne sind nur eine von mehreren Möglichkeiten zu erreichen, dass sich Arbeit lohnt. Das Bürgergeld eben eine andere. Man kann nun drüber streiten, was denn besser ist aber die FDP lehnt Mindestlöhne ja nicht ab, weil sie der Meinung wäre, die Leute hätten sie nicht verdient. Es geht vielmehr darum, dass Löhne nunmal am besten auf marktwirtschaftliche Weise entstehen sollten und nicht per Order von Oben und unter Strafandrohung erzwungen. Dahinter stehen unterschiedliche Philosophien aber die Ziele sind die selben.