Filterblog

Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

“Automobilclub fordert Verbot von Steinen”

Posted on | September 15, 2009 | 12 Comments

…wäre eine denkbar alberne Meldung, oder?

Aber: Autofahren wäre deutlich sicherer, wenn es keine Steine mehr auf der Welt geben würde, die von Idioten von Brücken auf fahrende Autos geworfen werden könnten – soviel ist ja mal klar!

Klingt immernoch absurd?

Na gut – dann ist es ein Laserpointerverbot, das mit der Möglichkeit, die Dinger zum Blenden von Flugzeugpiloten begründet werden soll aber auch:

Ein geblendeter Pilot könne weder die Armaturen noch die Landebahn erkennen. Krawitz verglich das Richten eines Laserstrahls auf ein Flugzeug mit dem Steinewerfen von einer Autobahnbrücke.

Fazit: Da durch die genannten Steinwürfe eindeutig mehr Menschen umgekommen sind als durch Laserpointer, sollten wir zunächst den Erwerb von Steinen unter Strafe stellen, bevor wir uns Laserpointern zuwenden.

Comments

12 Responses to ““Automobilclub fordert Verbot von Steinen””

  1. Christian S.
    September 15th, 2009 @ 19:50

    Was ist Dein Vorschlag? Warten, bis das erste Flugzeug wegen eines Laserpointer abstürzt?

  2. Jan
    September 15th, 2009 @ 20:01

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass man da technisch etwas machen kann. Mit Taschenlampen oder Scheinwerfern könnte man auch Autofahrer, Lokführer und womöglich sogar Piloten blenden, kein Mensch würde deswegen auf die Idee kommen, sowas zu verbieten. Piloren scheinen Laserpointer nicht zu benötigen und deswegen als irgendwie nutzlos zu betrachten aber ich gebe mal zu bedenken, dass man schon ziemlich genau zielen muss, um auf so große Entfernung nun direkt den Piloten im Auge zu treffen. Da sowas scheinbar auch nicht unbedingt täglich vorkommt, sondern bisher ein Einzelfall zu sein scheint, schließe ich erstmal auf ein gewisses Maß an krimineller Energie und nicht auf einen üblen Scherz. In dem Fall sollte es mit ein wenig Aufklärung wohl erstmal getan sein, man muss doch nicht immer gleich die Verbotskeule rausholen.

  3. Christian S.
    September 15th, 2009 @ 20:05

    Deshalb frage ich ja: was ist Dein Vorschlag? Etwas abzulehnen ist ok, aber man sollte schon mehr zu bieten haben. Der fordert das nicht aus Spaß, schätze ich, sondern weil er die Gefahr als real einstuft. Sonst wird immer gefordert, mehr auf Experten zu hören, nun spricht ein Experte, und Du machst ihn lächerlich.

  4. Jan
    September 15th, 2009 @ 20:09

    Weil er wegen eines Vorfalls gleich ein Verbot fordert, ja. Wie gesagt: Das Problem sollte technisch lösbar sein. Man könnte zum Beispiel auch Laserpointer in ihrer Leistung etwas beschränken, statt sie komplett zu verbieten. Das Problem mit Steinen, die auf Autos geworfen werden ist in jedem Fall erheblich größer.

  5. Christian S.
    September 15th, 2009 @ 20:13

    Ich dachte ja, Du hast absichtlich zugespitzt, um mehr Dramatik reinzubringen, aber nun wird mir klar: Du hast den Artikel offensichtlich nicht richtig gelesen:

    Die Pilotenvereinigung Cockpit hat gefordert, dass leistungsstarke Laserpointer nicht mehr frei verkauft werden dürfen.

    Es geht erstens nur um leistungsstarke Laiserpointer und zweitens nicht um ein Verbot, sondern nur darum, den Verkauf einzuschränken. Pfefferspray bekommt man auch nicht im Supermarkt um die Ecke.

  6. Jan
    September 15th, 2009 @ 20:19

    Nein, schon gelesen – nur nicht stundenlang jedes Detail im Hinterkopf behalten, sorry. Dann nehme ich den Vorschlag zurück und verweise auf meinen ersten Vorschlag, das Problem technisch zu lösen.

    Solche Laserpointer dürfte man übrigens auch nicht im nächsten Supermarkt kaufen können.

  7. benpal
    September 17th, 2009 @ 01:20

    Was soll diese Diskussion? Behauptet da tatsächlich jemand, man könne Piloten im Flug mit einem Laserpointer vom Boden aus blenden? Frei verkäufliche Laserpointer sind in den meisten Ländern auf 1mW, max. 5mW Leistung beschränkt. Wer aus einer Distanz von etwa 3 km auf die Pupille eines Piloten zielen will, muss eine verdammt ruhige Hand haben. Die Laserspitze darf nicht um mehr als etwa 0,002 mm von der Ziellinie abweichen,, sonst trifft er Strahl die Pupille nicht mehr. Und weder das Flugzeug noch der Pilot dürfen sich bewegen.
    Da die Luft mit Wasserdampf und Staub versetzt ist, kommt am Auge des Piloten nur ein Bruchteil der Leistung, wenn überhaupt, an. Der natürliche Reflex des Auges würde auch ein Blinzeln verursachen, womit sich das Auge selbst schützt.
    Urbane Legende oder Zeitungsente?

  8. benpal
    September 17th, 2009 @ 01:23

    Verkauf einschränken? Es ist allgemein bekannt, dass die Feuerwaffen, mit denen Gewaltverbrechen begangen werden, nicht frei käuflich sind.

  9. Jan
    September 17th, 2009 @ 10:36

    Die Zeitungsmeldung bezieht sich auf die Pilotenvereinigung Cockpit, die die Politik aufgrund eines Vorkommnisses zum Handeln drängen will.

  10. R.A.
    September 17th, 2009 @ 11:37

    > Es geht erstens nur um leistungsstarke
    > Laiserpointer und zweitens nicht um ein Verbot,
    > sondern nur darum, den Verkauf einzuschränken.
    Die übliche Salamitaktik.
    Es geht ja “nur” um bestimmte Fälle und “nur” um eine Einschränkung.

    Das macht die Idee aber nicht besser.

    Es ist ein Unfug, wo überall der Staat bevormundend regelt, beschränkt, verbietet – nur weil irgendwelche Einzelfälle verhindert werden sollen, die eigentlich sowieso schon verboten sind.

  11. Robin
    September 20th, 2009 @ 12:42

    Der Unsinn eines solchen Verbots offenbart sich doch schon darin, dass derjenige, der damit solchen Wahnsinn betreiben will, sich kaum von so einem Verbot abschrecken lassen wird. Es befinden sich genügend im Umlauf, aus Asien können sie problemlos bezogen werden und zur Not ist selberbauen auch nicht schwer.
    Die Dummen wären also mal wieder nur diejenigen, die keine kriminellen, mörderischen Absichten haben.

    Was man tun kann? Nun, es gibt ja an fast jedem Flughafen auch Hubschrauber und Videoüberwachung. Wenn es tatsächlich stimmt, dass an einigen Plätzen solche Angriffe regelmäßig verübt werden, dann sollte es ja kein großes Problem sein, den Täter dingfest zu machen und wegen 200-fachen versuchten Mordes (o.ä.) für viele Jahre hinter Gitter zu bringen.

    Viele Grüße, Robin

  12. stereotyp
    September 23rd, 2009 @ 15:40

    Leute die gleich nach einem Verbot schreien oder Sicherheitsregulierungen vorschlagen, sind Opfer unserer Panik-Politik geworden.
    Selbst wenn ein solches Unglück geschehen wäre, würde ein Verbot nur mehr Kosten verursachen und Lebenssaft kosten, als Nutzen bringen.

    Unglücke – selbst solche die unter Vorsatz geschehen, werden immer und immer wieder passieren. Es gibt keine Garantie auf Sicherheit. Erst wenn die Menschen insgesamt zufrieden sind, könnte es ein rundum sorgloses Leben geben.

    Warum darf man in Deutschland nicht mehr im freien Zelten, Feuer machen, Angeln, Jagen, ohne Gurt fahren usw. ?
    Weil immer und überall etwas schief gehen kann, Dreck liegen bleibt oder vielleicht auch mal eine Pflanze für immer verlorengeht. Aber ist das ein Grund dafür, die Lebensqualität eines ganzen Volkes zu beschränken? Ich finde nicht!

Leave a Reply





Protected by WP Anti Spam
  • Löffel voller Weisheit

    Die Bewohner der wohlhabenden Nationen schlafwandeln zumeist im unpolitischen Pazifismus. Sie verbringen ihre Tage in einer vergoldeten Unzufriedenheit. — Peter Sloterdijk

  • Filterblog@Facebook


  • Switch to our mobile site