Sep 30 2009

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Darf “so einer” Außenminister werden?

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Ich gebe zu: Ich kann ertragen, wenn Menschen gewisse Probleme damit haben, dass manche andere Menschen homosexuell sind. Ich finde es lächerlich und altmodisch aber ich weiss auch, dass man sich an die Vorstellung, dass es so etwas wie Homosexualität gibt, erstmal richtig gewöhnen muss, wenn man damit konfrontiert wird und gestehe da jedem eine gewisse “Gewöhnungsphase” zu.

Nicht zu ertragen finde ich es allerdings, wenn Menschen aus ihrem eigenen Unvermögen, die Homosexualität anderer Menschen anzuerkennen, diese dann allein ihrer sexuellen Orientierung wegen meinen herabsetzen zu müssen.

Die Preisfrage lautet nun: Muss man dem SPD-Politiker Peter Lagner krankhaften Schwulenhass unterstellen, weil er gesagt hat, dass er nicht will, dass Guido Westerwelle Außenminister wird, weil er nunmal homosexuell ist – oder kann man diese in jeder Hinsicht saudumme Aussage, da am Wahlabend getätigt, irgendwie doch mit dem Schock für die SPD wenn nicht entschuldigen, so zumindest erklären?

Immerhin hat der Mann aber in sofern Glück, als dass die Machtspielchen innerhalb seiner SPD derzeit so viel interessanter sind als sein verbaler Ausfall. Dabei bin ich sicher, dass die SPD auch schon Leute für weniger rüde p.c.-Verletzungen zum Rücktritt aufgefordert hat, auch wenn die vielleicht nicht unbedingt aus der eigenen Partei waren.

Es entbehrt übrigens nicht einmal einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet jemand aus der SPD ausgerechnet Westerwelle, der sich eigentlich immer Mühe gegeben hat, seine Homosexualität aus seiner Arbeit rauszuhalten – im Gegensatz zu anderen Politikern, die ihre sexuelle Orientierung im Dienste der PR in eigener Sache regelrecht ausgeschlachtet haben.

Wie haben ja schon im Wahlkampf regelmäßig Lästereien über “Herrn Schwesterwelle” ertragen müssen – scheinbar ist der Mann so gut, dass man auf so primitive “Argumente” zurückgreifen musste, um ihn zu bekämpfen.

Das hat zu Glück nichts genützt und die meisten Wahlkämpfer – auch von der SPD – haben sich auf politische Argumente gegen die FDP beschränkt.

Nun sind die Koalitionsverhandlungen ja noch lange nicht abgeschlossen und Details logischerweise noch nicht bekannt. Vielleicht wird Guido Westerwelle also gar nicht Außenminister – aber dass ein großer Teil der Bevölkerung offenbar kein Problem damit hat, das tröstet über idiotische Bemerkungen wie die des Herrn Lagner von der SPD dann doch irgendwie  hinweg.

16 Kommentare

16 Kommentare zu “Darf “so einer” Außenminister werden?”

  1. Suffragiumam 30. September 2009 um 12:30 1

    Nur die “eigenen” Homosexuellen sind richtige Homosexuelle; Herr Westerwelle ist nun mal nicht links (also dass was die Anhänger dieser Richtung darunter verstehen), und deswegen ist er abzulehnen und viele können die üblichen idiotischen Scherze loswerden, die sie gegenüber “ihren” Schwulen nicht herauslassen können … tolerant ist man nur gegenüber den Genossen

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  2. Olaf Schröderam 30. September 2009 um 13:24 2

    Die Preisfrage lautet nun: Muss man dem SPD-Politiker Peter Lagner krankhaften Schwulenhass unterstellen

    Nein eher schon Rassismus.
    Aber vermutlich ist es noch eher die eigen Hilflosigkeit. Mit seiner Aussage stuft der Mann sich selber auf ein Niveau unter 0 ein.
    Wenn dann seitens der Partei A nicht aufgefordert wird sich zu entschuldigen und B rückzutreten trägt die Partei die Verantwortung mit und damit auch das Niveau.

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  3. Julianam 30. September 2009 um 14:34 3

    Es ist eine Schande, dass solche Aussagen aus Reihen der SPD kommen. Das repräsentiert nämlich in keinster Weise das wofür die SPD eigentlich steht: Gleichstellung.

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  4. Tomam 30. September 2009 um 15:06 4

    Ich kann nicht ertragen, wenn Menschen gewisse Probleme damit haben, dass manche andere Menschen homosexuell sind. Die Tatsache, dass das Guidomobil demnaechst Staatsbesuche taetigt ist eine Schande fuer Deutschland aus vielen anderen Gruenden.

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  5. Johannesam 30. September 2009 um 22:41 5

    Natürlich muss es auch bei der SPD Volldeppen geben. Das ist, ‘tschuldigung war, schließlich eine Volkspartei. Und das es nach der Wahlschlappe dort drüber und drunter geht und mancher Seiten zeigt, die er vor der Öffentlichkeit vielleicht doch lieber versteckt hätte, wundert mich auch nicht besonders.

    Das Beschämende ist ja, dass die Aussage des Herrn Lagners kein Einzelfall ist. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Tagen lesen musste, dass ein homosexueller nicht Außenminister werden dürfe, weil er von den Vertretern rückständiger Staaten nicht ernst genommen wird. Ich bin der Meinung, dass Deutschland und der Rest des Westens durchaus mal ein wenig offensiver für seine Werte eintreten kann.

    Zumal es an Westerwelles Befähigung zum Außenminister auch so genug zu kritisieren gibt, ohne seine sexuelle Neigung zu Hilfe zu nehmen. Das muss ich auch als überzeugter FDP-Anhänger eingestehen.

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  6. Nur mal soam 1. Oktober 2009 um 12:27 6

    Worüber man sich bei einem möglichen Außenminister Westerwelle sorgen müsste ist, dass er möglicherweise die englische Sprache scheinbar nicht beherrscht.

    http://www.spiegel.de/politik/.....42,00.html

    Was dann u. U. passiert, wenn er als möglicher Außenminister in die arabischen Länder kommt, wird man abwarten müssen. Die Menschen sind dort ja nicht gerade für Toleranz und Gleichstellung bekannt. Erst kürzlich wurde bspw. ein Mann in Saudi-Arabien wegen öffentlichen Sprechens über Sexualität angeklagt. Ihm drohen nun bis zu 20 Jahren Haft und 1000 Peitschenhiebe.

    http://www.spiegel.de/panorama.....06,00.html

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  7. Janam 1. Oktober 2009 um 13:11 7

    Beherrscht er laut einem Zeitungsbericht sogar besser als die meisten anderen Politiker, was man jetzt zwar glauben kann oder nicht meines Wissens beschäftigt dass Auswärtige Amt ohnehin den einen oder anderen Dolmetscher. Da wird eine ganz schöne Scheindebatte losgetreten, zumal noch über einen völlig irrelevanten Vorgang.

    Denn wenn ein Politiker in einer solchen Situation (mitten in mutmaßlich knochenharten Koalitionsverhandlungen!) schon etwas auf deutsch sagt, wird jede Silbe durchleuchtet und werweisswie interpretiert und oft genug missverstanden. Was deutsche Medien mit englischsprachigen Statements anstellen würden, übersteigt bei solchen Voraussetzungen ja sogar meine normalerweise um keine Verrücktheit verlegene Fantasie.

    Und den Hinweis, dass es insbesondere auf Diplomatischem Parkett bei Pressekonferenzen üblich ist, Fragen in der Landessprache zu stellen, mag ich mir an der Stelle auch nicht verkneifen.

    Was man Westerwelle höchstens vorwerfen kann ist, dass er das nicht besonders geschickt und schlagfertig abgebügelt hat und die Presse natürlich gar nicht anders konnte, als das zu einem Skandal oder wenigstens eine Lachnummer aufzubauschen.

    Da man als SPDler dieser Tage aber wahrlich nicht allzuviel zu lachen hat, sei dir und all den anderen diese kleine unbedeutende Freude aber natürlich von Herzen gegönnt.

    Zum zweiten Punkt: Gerade deshalb wäre ein bekennend-homosexueller Außenminister doch eine umso bessere Idee! Besser können wir unsere Toleranz nach außen nicht demonstrieren. Dass das arabische Rechtssystem eine Katastrophe ist (wenn auch beileibe nicht das einzige in jener Gegend der Welt), ist ja bekannt aber wie unerträglich wäre der Gedanke, dass wir uns diesen Irren dort soweit beugen, dass wir danach unsere Regierung aussuchen??

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  8. R.A.am 1. Oktober 2009 um 15:11 8

    Gibt es diesen SPD-Politiker wirklich? Vom Bild her würde ich sagen, das ist wieder einmal Horst Schlämmer …

    Ansonsten sehe ich bei den Linken und ihrer peinlichen Westerwelle-Phobie auch viel Neid.

    Die neue Regierung wird von einer Frau geführt und hat einen Schwulen als Vize – wenn eine linke Bundesregierung so etwas hingekriegt hätte, hätte es langen Jubel und große Begeisterung in den Medien über so viel Modernität und Fortschritt gegeben. Die hätten sonst nicht mehr viel machen müssen, alleine schon wegen dieser Personalien hätte man sie vergöttert.

    Jetzt machen die Bürgerlichen das – und den Medien ist das keine Zeile wert. Geschweige denn, daß von einem Durchbruch oder Fortschritt die Rede ist.

    Was bleibt, ist alleine der nickelige linke Neid.

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  9. Michael Schmidtam 4. Oktober 2009 um 01:33 9

    Für das Amt des Aussenministers ist die sexuelle Orientierung des Herrn Westerwelle unerheblich, weil nicht von öffentlichem Interesse und im übrigen seine Privatangelegenheit.
    Mögliche Bedenken islamisch-arabischer Regierungen in dieser Hinsicht stellen für das deutsche diplomatische Corps keine nennenswerte Problematik dar. Vertreter anderer Staaten zählen ebenfalls homosexuelle Politiker zu ihren Reihen. Warum auch nicht?!
    Da Herr Westerwelle wohl seinerzeit in einem altsprachlichen Gymnasium eine Allgemeine Hochschulreife erworben hat, ist es nicht verwunderlich, dass er “Englisch” als moderne lingua franca nicht erlernen konnte. Es bleibt ihm natürlich unbenommen selbiges nachzuholen!
    Gewisse Grundfertigkeiten gehören heutzutage zur Allgemeinbildung. Eine solche ist für das Amt des Aussenministers aber mit Bestimmtheit unerlässlich!

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  10. Janam 4. Oktober 2009 um 01:40 10

    Meine Güte, der Mann beherrscht doch Englisch fließend!

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  11. califaxam 4. Oktober 2009 um 01:58 11

    Nuja, ob irgendein Deutscher wirklich Englisch fließend beherrscht, sollte man lieber Angelsachsen zur Beurteilung überlassen.
    Aber Fakt ist, daß seine Englischkenntnisse schlicht irrelevant sind, da sich ein auch nur halbwegs intelligenter Diplomat bei heiklen Themen immer und ausschließlich der Muttersprache bedient und gute Übersetzer beschäftigt.

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  12. Janam 4. Oktober 2009 um 02:06 12

    Wie dem auch sei: Auf alle Fälle wäre es für Westerwelle kein Problem gewesen, die Frage auf Englisch zu beantworten, wenn ers denn gewollt hätte.

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  13. Julianam 4. Oktober 2009 um 04:14 13

    Das mag durchaus sein, Jan. Ändert imho dennoch nichts an der Tatsache, dass er diese Situation nicht sonderlich souverän bewältigt hat. Im Kern seiner Aussage gebe ich ihm durchaus Recht, keine Frage.

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  14. Janam 4. Oktober 2009 um 07:21 14

    Naja. Ich finde dieses Brimborium darum ziemlich übertrieben. Aber vielleicht bin ich auch nur etwas zu sehr auf Inhalte fixiert…

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  15. chavesam 27. Oktober 2009 um 23:27 15

    Das ist eine Schande für das ganze land das ein schwuler aussenminister hat.Aber ich sage mal so das jedes volk ist seiner regierung wert in diesem fall aussenminister nämlich krank im kopf.

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  16. califaxam 28. Oktober 2009 um 00:21 16

    Kann dieser Bekloppte nicht endlich mal Deutsch lernen, wenn er schon dauernd seinen Müll hier ablädt?

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