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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Hurra! Europaweite Einheitspreise in Sicht!

Posted on | Oktober 29, 2009 | 10 Comments

Die EU-Kommission plant offenbar eine weitgehende Abschaffung der Marktwirtschaft in Europa.

“Binnenmarkt”. Das hieß früher mal das Bestreben, freien Handel innerhalb Europas zu schaffen. Mittlerweile handelt es sich beim Binnenmarkt nur noch um einen Euphemismus für das exakte Gegenteil für Freihandel.

Denn Binnenmarkt á la EU bedeutet nicht etwa, Markt. Stattdessen stellt sich das Politbürodie EU-Kommission darunter die komplette Überplanung des Marktes vor.

Angefangen hat das mit Gaga-Regeln zur Krümmung von Gurken – jetzt geht es aber der Marktwirtschaft generell an den Kragen: Die EU will allen ernstes die Preise mitgestalten. Ach nein, stimmt: Das tut sie ja längst. Beim Roaming zum Beispiel.

Doch was jetzt kommt, hat eine ganz neue Dimension:

Weißbrot, Eier, Eiscreme – bei Lebensmitteln gibt es extreme Preisunterschiede zwischen den EU-Staaten. Die Europäische Kommission will das nicht länger dulden

Der Markt ist der Feind, auf in den Kampf. Auf dass schon bald Weissbrot in ganz Europa gleich viel kostet und endlich Gerechtigkeit herrscht!

Comments

10 Responses to “Hurra! Europaweite Einheitspreise in Sicht!”

  1. Matthias Lehming
    Oktober 29th, 2009 @ 17:59

    Grundsätzlich teile ich deine Meinung ja, dass die EU sich bei Waren aus der Preisgestaltung heraushalten sollte.
    Doch bei Dienstleistungen wie dem Roaming finde ich das Regulieren völlig überzogener Preise durchaus sinnvoll…

  2. Eloman
    Oktober 29th, 2009 @ 20:00

    Da hilft nur eins: Flächendeckend ALDI und LIDL in der ganzen EU. dann sind die Lebensmittel überall so billig wie in D, auch ohne EU-Kommission.

  3. Christian S.
    Oktober 29th, 2009 @ 23:00

    Äh, ja. Die Regulierung im Handymarkt war nicht nur überfällig, im Gegenteil: sie war nicht weitgehend genug. SMS sind hoffnungslos überteuert.

  4. Jan
    Oktober 29th, 2009 @ 23:05

    SMS sind im Eifon-Zeitalter so gut wie tot. Wettbewerb eben.

  5. califax
    Oktober 30th, 2009 @ 02:21

    Keine Sau braucht SMS. Es gab schon vor SMS Handys mit ordentlichem TCP/IP-Stack und Email-Funktion.
    War halt noch eine teure Nische.
    Dann kam die teure Managernische SMS.
    Und jetzt warte ich auf ein preiswertes und frei programmierbares Handy mit Linux drauf.
    Dann ist SMS endgültig tot.

  6. Jan
    Oktober 30th, 2009 @ 09:20

    SMS ist ja auch ein Dienst, den es ohne Handys überhaupt nicht gäbe. Ich bin die ersten 18 Jahre meines Lebens ganz prima ohne SMS ausgekommen und wäre das auch heute noch. Etwas, dass eigentlich keiner braucht, sondern bloß das Leben stellenweise etwas vereinfacht als “überteuert” zu verurteilen ist irgendwie strange – Luxus kostet eben.

  7. Filterblog » Der Verbraucherschutz von morgen
    Oktober 30th, 2009 @ 10:33

    [...] Siegel zu verkaufen oder eine politisch korrekte Gewichtung von Merkmalen und sogar der Einführung von Festpreisen für Lebensmittel sicher ohnehin streiten [...]

  8. GT
    Oktober 30th, 2009 @ 12:25

    Die als “Gurkenkrümmungsverordnung” diffamierte, inszwischen zum Leidwesen der Wirtschaft abgeschafte Klassifizierung von Güteklassen half dem Nahrungsmittel verarbeitenden Gewerbe: bestellte eine Salatfabrik Gurken der Güteklasse 1A, konnte sie sich darauf verlassen, dass die Ware in Bezug auf Form und Größe problemlos in ihre Maschinen passte.
    Heute müssen sie die Kriterien bei jeder Bestellung neu formulieren.

  9. Christian S.
    Oktober 30th, 2009 @ 12:50

    “Keine Sau braucht SMS.”

    Du brauchst SMS nicht. Andere Menschen schon.

  10. Jan
    Oktober 30th, 2009 @ 16:01

    Nach der Definition, lieber Christian, ist allerdings wirklich alles notwendig und muss darum wirklich alles irgendwie preislich reguliert werden. Wo soll dass denn hinführen?

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