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	<title>Kommentare zu: In Hamburg geht das Abendland unter</title>
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	<description>Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.</description>
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		<title>Von: Colombia</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6205</link>
		<dc:creator>Colombia</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 17:16:24 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, eine aggregierte Zahl ist nicht umbedingt eine L&#252;ge, sondern einfach eine Vereinfachung, die wie jede Vereinfachung die Aussagekraft vermindert. Man muss sich dessen blo&#223; bewusst sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, eine aggregierte Zahl ist nicht umbedingt eine L&#252;ge, sondern einfach eine Vereinfachung, die wie jede Vereinfachung die Aussagekraft vermindert. Man muss sich dessen blo&#223; bewusst sein.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6204</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 14:39:45 +0000</pubDate>
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		<description>@Colombia:
&gt; Problem hierbei ist allerdings, dass es sich um eine
&gt; aggregierte Zahl handelt und nichts &#252;ber den “Payback”
&gt; einzelner Projekte aussagt.
Richtig.
Und es ist nat&#252;rlich auch keine wirklich aggregierte Zahl (weil man eben die Einzelposten nicht kennt), sondern eine grobe Sch&#228;tzung. Weil man ja &#252;berhaupt nicht wei&#223;, wieviele der Einnahmen bringenden Touristen oder Firmen nun wirklich wegen der Kultur gekommen sind oder nicht kommen w&#252;rden, wenn es da deutlich weniger g&#228;be.

Mal zum Vergleich: Die liebreizende Landeshauptstadt Hannover spielt beim Thema Attraktivit&#228;t drei Ligen unterhalb von Hamburg. Und das liegt bestimmt nicht an den 211 Millionen Hamburger Kunstsubventionen - auch in Hannover wird es entsprechende Ausgabeposten geben.

Wer so eine Zahl 1,6 berechnet haben will, l&#252;gt m. E. schon im Ansatz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Colombia:<br />
&gt; Problem hierbei ist allerdings, dass es sich um eine<br />
&gt; aggregierte Zahl handelt und nichts &#252;ber den “Payback”<br />
&gt; einzelner Projekte aussagt.<br />
Richtig.<br />
Und es ist nat&#252;rlich auch keine wirklich aggregierte Zahl (weil man eben die Einzelposten nicht kennt), sondern eine grobe Sch&#228;tzung. Weil man ja &#252;berhaupt nicht wei&#223;, wieviele der Einnahmen bringenden Touristen oder Firmen nun wirklich wegen der Kultur gekommen sind oder nicht kommen w&#252;rden, wenn es da deutlich weniger g&#228;be.</p>
<p>Mal zum Vergleich: Die liebreizende Landeshauptstadt Hannover spielt beim Thema Attraktivit&#228;t drei Ligen unterhalb von Hamburg. Und das liegt bestimmt nicht an den 211 Millionen Hamburger Kunstsubventionen &#8211; auch in Hannover wird es entsprechende Ausgabeposten geben.</p>
<p>Wer so eine Zahl 1,6 berechnet haben will, l&#252;gt m. E. schon im Ansatz.</p>
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	<item>
		<title>Von: Colombia</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6201</link>
		<dc:creator>Colombia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 15:46:58 +0000</pubDate>
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		<description>Zu der Zahl 1,6:
Diese, ich gehe mal davon aus, ver&#228;ndert sich nat&#252;rlich, (negativ) abh&#228;ngig von der Gesamtsumme der Investition in Kultur. Insofern h&#228;tten Stadt nat&#252;rlich keine M&#246;glichkeit sich so zu sanieren, da der Wert ab einem bestimmten Betrag sicher unter 1 fallen w&#252;rde.
Betrachtet man jetzt nur Hamburg, w&#252;rde es (unter der Annahme des  Paybacks) allerdings sinnvoll erscheinen die Summe der Investitionen in Kultur soweit auszudehnen bis der letzte ausgegebene Euro genau einen Euro wieder einbringt.
Problem hierbei ist allerdings, dass es sich um eine aggregierte Zahl handelt und nichts &#252;ber den &quot;Payback&quot; einzelner Projekte aussagt. So mag ein Projekt einen geringeren Payback haben als die Investitionssumme war, w&#228;hrend ein anderes sehr viel mehr Geld wieder einbringt. Mag dies aggregiert zwar positiv sein, w&#228;re es aber trotzdem nur sinnvoll das &quot;rentablere&quot; Projekt durchzuf&#252;hren.
Au&#223;erdem betrachtet diese Zahl nur Hamburg alleine. Wieviel dieses mehr an Geldes z.B. aus M&#252;nchen/Kiel/Winsen kommt und in einem gesamtdeutschen/norddeutschen/metropolregionalem Gesichtspunkt sinnvoll w&#228;re, l&#228;sst sich dadurch nicht sagen.

And now to something completely different:
Bisher wurde immer nur dar&#252;ber geredet, dass man mit diesem Geld nur die &quot;Freizeitgestaltung betuchter Kreise&quot; f&#246;rdert. Das mag in gewisser Weise stimmen, allerdings ist dies auch nur ein Teil der Geschichte. Es wird nicht nur Kultur in der Spitze, sondern auch in der Breite gef&#246;rdert. Auch dies hat mit Sicherheit einen gewissen &quot;Payback&quot;. Au&#223;erdem w&#252;rde ohne einen Unterbau evtl. genau an dem Spitzennachwuchs f&#252;r den Oberbau fehlen. Beispiel: http://www.orchesterverbaende.de/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu der Zahl 1,6:<br />
Diese, ich gehe mal davon aus, ver&#228;ndert sich nat&#252;rlich, (negativ) abh&#228;ngig von der Gesamtsumme der Investition in Kultur. Insofern h&#228;tten Stadt nat&#252;rlich keine M&#246;glichkeit sich so zu sanieren, da der Wert ab einem bestimmten Betrag sicher unter 1 fallen w&#252;rde.<br />
Betrachtet man jetzt nur Hamburg, w&#252;rde es (unter der Annahme des  Paybacks) allerdings sinnvoll erscheinen die Summe der Investitionen in Kultur soweit auszudehnen bis der letzte ausgegebene Euro genau einen Euro wieder einbringt.<br />
Problem hierbei ist allerdings, dass es sich um eine aggregierte Zahl handelt und nichts &#252;ber den &#8220;Payback&#8221; einzelner Projekte aussagt. So mag ein Projekt einen geringeren Payback haben als die Investitionssumme war, w&#228;hrend ein anderes sehr viel mehr Geld wieder einbringt. Mag dies aggregiert zwar positiv sein, w&#228;re es aber trotzdem nur sinnvoll das &#8220;rentablere&#8221; Projekt durchzuf&#252;hren.<br />
Au&#223;erdem betrachtet diese Zahl nur Hamburg alleine. Wieviel dieses mehr an Geldes z.B. aus M&#252;nchen/Kiel/Winsen kommt und in einem gesamtdeutschen/norddeutschen/metropolregionalem Gesichtspunkt sinnvoll w&#228;re, l&#228;sst sich dadurch nicht sagen.</p>
<p>And now to something completely different:<br />
Bisher wurde immer nur dar&#252;ber geredet, dass man mit diesem Geld nur die &#8220;Freizeitgestaltung betuchter Kreise&#8221; f&#246;rdert. Das mag in gewisser Weise stimmen, allerdings ist dies auch nur ein Teil der Geschichte. Es wird nicht nur Kultur in der Spitze, sondern auch in der Breite gef&#246;rdert. Auch dies hat mit Sicherheit einen gewissen &#8220;Payback&#8221;. Au&#223;erdem w&#252;rde ohne einen Unterbau evtl. genau an dem Spitzennachwuchs f&#252;r den Oberbau fehlen. Beispiel: <a href="http://www.orchesterverbaende.de/" rel="nofollow">http://www.orchesterverbaende.de/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6200</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 14:07:48 +0000</pubDate>
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		<description>&gt; aber ich meine mich zu erinnern, da&#223; Kultur kein
&gt; Zuschu&#223;gesch&#228;ft f&#252;r die Kommunen ist, sondern da&#223;
&gt; diese Subventionen mehr als ihre Kosten durch
&gt; zus&#228;tzliche Steuereinnahmen wieder hereinbringen.
Eine ehemalige hessische Kulturministerin hat dazu sogar mal eine Studie bei einer Unternehmensberatung in Auftrag gegeben und - oh Wunder - bekam diese These best&#228;tigt. Regelm&#228;&#223;ig zitiert sie das auch, wenn ich an den Subventionen rumm&#228;kele, leider habe ich die Studie aber noch nicht zu Gesicht bekommen.

Nat&#252;rlich gibt es solche Effekte. Eine v&#246;llig &quot;kulturlose&quot; Stadt h&#228;tte bei Tourismus etc. Einbu&#223;en. Umgekehrt hat Jan v&#246;llig recht - zus&#228;tzliche Kultur&quot;investitionen&quot; bringen nicht automatisch mehr Besucher und Einnahmen. Letztlich gibt es kaum Anhaltspunkte, wieviel Kultur eine Stadt minimal braucht, um attraktiv zu sein, und ab welchem Ausma&#223; weitere Kultur nicht mehr wahrgenommen wird. Ich halte &quot;Gewinnkalkulationen&quot; hier f&#252;r ziemlich dubios. 

Im &#252;brigen spielt es f&#252;r staatliche Kulturbeihilfen selten eine Rolle, wie stark die Attraktivit&#228;t nach au&#223;en gef&#246;rdert wird, oder ob mit zus&#228;tzlichen Steuereinnahmen zu rechnen ist (sonst m&#252;&#223;te man die komplette Filmf&#246;rderung einstampfen).

Es ist eben auch nicht die Subvention, die eine Kultur attraktiv macht. Die Musicalszene im Londoner Westend oder die Theaterszene am Broadway in New York sind &#252;beraus profitabel und brauchen keine staatlichen Zusch&#252;sse. 

Im Gegenteil flie&#223;en Subventionen ja bevorzugt in Ma&#223;nahmen, die sich am Markt nicht tragen, d.h. f&#252;r die sich die Leute nicht interessieren. Die also auch die Attraktivit&#228;t der Stadt f&#252;r Touristen und Firmen eher schm&#228;lern als f&#246;rdern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; aber ich meine mich zu erinnern, da&#223; Kultur kein<br />
&gt; Zuschu&#223;gesch&#228;ft f&#252;r die Kommunen ist, sondern da&#223;<br />
&gt; diese Subventionen mehr als ihre Kosten durch<br />
&gt; zus&#228;tzliche Steuereinnahmen wieder hereinbringen.<br />
Eine ehemalige hessische Kulturministerin hat dazu sogar mal eine Studie bei einer Unternehmensberatung in Auftrag gegeben und &#8211; oh Wunder &#8211; bekam diese These best&#228;tigt. Regelm&#228;&#223;ig zitiert sie das auch, wenn ich an den Subventionen rumm&#228;kele, leider habe ich die Studie aber noch nicht zu Gesicht bekommen.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es solche Effekte. Eine v&#246;llig &#8220;kulturlose&#8221; Stadt h&#228;tte bei Tourismus etc. Einbu&#223;en. Umgekehrt hat Jan v&#246;llig recht &#8211; zus&#228;tzliche Kultur&#8221;investitionen&#8221; bringen nicht automatisch mehr Besucher und Einnahmen. Letztlich gibt es kaum Anhaltspunkte, wieviel Kultur eine Stadt minimal braucht, um attraktiv zu sein, und ab welchem Ausma&#223; weitere Kultur nicht mehr wahrgenommen wird. Ich halte &#8220;Gewinnkalkulationen&#8221; hier f&#252;r ziemlich dubios. </p>
<p>Im &#252;brigen spielt es f&#252;r staatliche Kulturbeihilfen selten eine Rolle, wie stark die Attraktivit&#228;t nach au&#223;en gef&#246;rdert wird, oder ob mit zus&#228;tzlichen Steuereinnahmen zu rechnen ist (sonst m&#252;&#223;te man die komplette Filmf&#246;rderung einstampfen).</p>
<p>Es ist eben auch nicht die Subvention, die eine Kultur attraktiv macht. Die Musicalszene im Londoner Westend oder die Theaterszene am Broadway in New York sind &#252;beraus profitabel und brauchen keine staatlichen Zusch&#252;sse. </p>
<p>Im Gegenteil flie&#223;en Subventionen ja bevorzugt in Ma&#223;nahmen, die sich am Markt nicht tragen, d.h. f&#252;r die sich die Leute nicht interessieren. Die also auch die Attraktivit&#228;t der Stadt f&#252;r Touristen und Firmen eher schm&#228;lern als f&#246;rdern.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6199</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:39:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/#comment-6199</guid>
		<description>Im Abendblatt war die Rede davon, dass von jedem Euro, der als Kultursubvention ausgegeben wird 1,6 Euro wieder reinkommen, genauer ausgef&#252;hrt war das aber nicht. Ich gehe auch davon aus, dass man das so pauschal sicher nicht sagen kann - w&#228;re dem so, h&#228;tten St&#228;dte schlie&#223;lich eine unheimlich tolle M&#246;glichkeit, sich zu sanieren - ziemlich absurde Vorstellung.

Ich bestreite nicht, dass es diesen Effekt an sich gibt. Aber ich denke schon, dass er seine Grenzen hat: &#214;fter als jeden Tag kann kein Mensch ins Theater gehen, irgendwann ist ein S&#228;ttigungsgrad erreicht. Was wenn das in Hamburg eventuell l&#228;ngst der Fall ist? 

Und das Problem, dass sich Kultur schwer definieren l&#228;sst und dass die Entscheidung, was f&#246;rderungw&#252;rdig ist und was nicht oft nicht ganz unwesentlich vom Geschmack der Entscheider abh&#228;ngt bleibt ja davon abgesehen auch bestehen.

Ich habe gar kein grunds&#228;tzliches Problem damit, dass bestimmte Dinge bewahrt werden sollen und das dann eben Geld kostet. Aber wenn sich praktisch ausschlie&#223;lich Nutznie&#223;er von Subventionen dagegen wenden, dass diese minimal gesenkt werden, finde ich das schon etwas l&#228;cherlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Abendblatt war die Rede davon, dass von jedem Euro, der als Kultursubvention ausgegeben wird 1,6 Euro wieder reinkommen, genauer ausgef&#252;hrt war das aber nicht. Ich gehe auch davon aus, dass man das so pauschal sicher nicht sagen kann &#8211; w&#228;re dem so, h&#228;tten St&#228;dte schlie&#223;lich eine unheimlich tolle M&#246;glichkeit, sich zu sanieren &#8211; ziemlich absurde Vorstellung.</p>
<p>Ich bestreite nicht, dass es diesen Effekt an sich gibt. Aber ich denke schon, dass er seine Grenzen hat: &#214;fter als jeden Tag kann kein Mensch ins Theater gehen, irgendwann ist ein S&#228;ttigungsgrad erreicht. Was wenn das in Hamburg eventuell l&#228;ngst der Fall ist? </p>
<p>Und das Problem, dass sich Kultur schwer definieren l&#228;sst und dass die Entscheidung, was f&#246;rderungw&#252;rdig ist und was nicht oft nicht ganz unwesentlich vom Geschmack der Entscheider abh&#228;ngt bleibt ja davon abgesehen auch bestehen.</p>
<p>Ich habe gar kein grunds&#228;tzliches Problem damit, dass bestimmte Dinge bewahrt werden sollen und das dann eben Geld kostet. Aber wenn sich praktisch ausschlie&#223;lich Nutznie&#223;er von Subventionen dagegen wenden, dass diese minimal gesenkt werden, finde ich das schon etwas l&#228;cherlich.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Zettel</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6198</link>
		<dc:creator>Zettel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:15:42 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Jan Filter,

wie einige, die sich hier ge&#228;u&#223;ert haben, sehe auch ich Kultur als einen Wert an sich. Ich f&#252;rchte, dar&#252;ber kann man nicht streiten. 

Ich m&#246;chte aber auf einen anderen Aspekt aufmerksam machen, auf den wir Liberale uns vielleicht eher verst&#228;ndigen k&#246;nnen: Investitionen in Kultur rechnen sich. 

Zum einen, weil sie Besucher in die jeweilig Stadt locken, die dann ja nicht nur ihr Ticket kaufen, sondern &#252;bernachten,  Essen gehen, einen Einkaufsbummel machen.  Pardon,  Shoppen. ;-)

Vor allem aber, weil Kultur die Attraktivit&#228;t der Stadt f&#252;r Firmen erh&#246;ht, deren Angestellte in den oberen Etagen eben gern ein gutes Theater und Opernhaus haben wollen, die Ausstellungen besuchen wollen usw.

Ich habe jetzt keine Zahlen parat, aber ich meine mich zu erinnern, da&#223; Kultur kein Zuschu&#223;gesch&#228;ft f&#252;r die Kommunen ist, sondern da&#223; diese Subventionen mehr als ihre Kosten durch zus&#228;tzliche Steuereinnahmen wieder hereinbringen. Wobei vieles zugegeben wohl nur gesch&#228;tzt werden kann.

Herzlich, Zettel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Jan Filter,</p>
<p>wie einige, die sich hier ge&#228;u&#223;ert haben, sehe auch ich Kultur als einen Wert an sich. Ich f&#252;rchte, dar&#252;ber kann man nicht streiten. </p>
<p>Ich m&#246;chte aber auf einen anderen Aspekt aufmerksam machen, auf den wir Liberale uns vielleicht eher verst&#228;ndigen k&#246;nnen: Investitionen in Kultur rechnen sich. </p>
<p>Zum einen, weil sie Besucher in die jeweilig Stadt locken, die dann ja nicht nur ihr Ticket kaufen, sondern &#252;bernachten,  Essen gehen, einen Einkaufsbummel machen.  Pardon,  Shoppen. <img src='http://blog.jan-filter.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vor allem aber, weil Kultur die Attraktivit&#228;t der Stadt f&#252;r Firmen erh&#246;ht, deren Angestellte in den oberen Etagen eben gern ein gutes Theater und Opernhaus haben wollen, die Ausstellungen besuchen wollen usw.</p>
<p>Ich habe jetzt keine Zahlen parat, aber ich meine mich zu erinnern, da&#223; Kultur kein Zuschu&#223;gesch&#228;ft f&#252;r die Kommunen ist, sondern da&#223; diese Subventionen mehr als ihre Kosten durch zus&#228;tzliche Steuereinnahmen wieder hereinbringen. Wobei vieles zugegeben wohl nur gesch&#228;tzt werden kann.</p>
<p>Herzlich, Zettel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6197</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:14:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/#comment-6197</guid>
		<description>@Colombia:
&gt; Ich kann verstehen, wenn jemand sagt, dass er
&gt; staatliche Kulturf&#246;rderung generell ablehnt, aber
&gt; dieses “au&#223;er” ist f&#252;r mich rein willk&#252;rlich und rein
&gt; subjektiv.
Das ist was dran, ich versuche das zu detaillieren.

Meine Grundidee ist, da&#223; ich eine staatliche F&#246;rderung nur insoweit gerechtfertigt finde, wo es um den Erhalt des gemeinsamen kulturellen Erbes einer Gesellschaft geht. Das ist auf jeden Fall bei der reinen Aufbewahrung (d.h. den Museen) der Fall, aber da k&#246;nnen auch F&#228;lle wie von Dir beschrieben dazu geh&#246;ren, d.h. den Unterhalt f&#252;r ein Orchester. Oder nat&#252;rlich einer gewissen Anzahl von Orchestern, angesichts der Gr&#246;&#223;e von Deutschland und der Verschiedenheit der Musikrichtungen.

Nicht f&#246;rderungsw&#252;rdig sind m. E. aber Freizeitveranstaltungen. Und daf&#252;r wird der weitaus gr&#246;&#223;te Teil der Kultursubventionen ausgegeben.

Wenn in einem normalen staatlichen Theater die &quot;Lustige Witwe&quot; gespielt wird oder die x-te Interpretation eines Brecht-St&#252;cks - dann dient das im wesentlichen der Freizeitgestaltung betuchter Kreise. Da sind Subventionen von oft &#252;ber 100 Euro pro Karte absurd. Solche Veranstaltungen sind nicht f&#246;rderungsw&#252;rdiger als die kommerziellen Musicals oder ein Rockkonzert (die f&#252;r mich aber durchaus auch Kultur sind).

Lebendige Kultur sollte eigentlich so attraktiv sein, da&#223; die Leute auch gerne den n&#246;tigen Eintritt bezahlen. Das funktioniert auch in der Praxis: http://www.neue-buehne.de/
Ein privates Theater, de facto subventionsfrei, mit guten Inszenierungen (vor allem Shakespeare) und immer rappelvoll.

W&#228;hrend die Stadt gleichzeitig seichtes Boulevard mit hohen Betr&#228;gen sponsort: http://www.die-komoedie-tap.de/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Colombia:<br />
&gt; Ich kann verstehen, wenn jemand sagt, dass er<br />
&gt; staatliche Kulturf&#246;rderung generell ablehnt, aber<br />
&gt; dieses “au&#223;er” ist f&#252;r mich rein willk&#252;rlich und rein<br />
&gt; subjektiv.<br />
Das ist was dran, ich versuche das zu detaillieren.</p>
<p>Meine Grundidee ist, da&#223; ich eine staatliche F&#246;rderung nur insoweit gerechtfertigt finde, wo es um den Erhalt des gemeinsamen kulturellen Erbes einer Gesellschaft geht. Das ist auf jeden Fall bei der reinen Aufbewahrung (d.h. den Museen) der Fall, aber da k&#246;nnen auch F&#228;lle wie von Dir beschrieben dazu geh&#246;ren, d.h. den Unterhalt f&#252;r ein Orchester. Oder nat&#252;rlich einer gewissen Anzahl von Orchestern, angesichts der Gr&#246;&#223;e von Deutschland und der Verschiedenheit der Musikrichtungen.</p>
<p>Nicht f&#246;rderungsw&#252;rdig sind m. E. aber Freizeitveranstaltungen. Und daf&#252;r wird der weitaus gr&#246;&#223;te Teil der Kultursubventionen ausgegeben.</p>
<p>Wenn in einem normalen staatlichen Theater die &#8220;Lustige Witwe&#8221; gespielt wird oder die x-te Interpretation eines Brecht-St&#252;cks &#8211; dann dient das im wesentlichen der Freizeitgestaltung betuchter Kreise. Da sind Subventionen von oft &#252;ber 100 Euro pro Karte absurd. Solche Veranstaltungen sind nicht f&#246;rderungsw&#252;rdiger als die kommerziellen Musicals oder ein Rockkonzert (die f&#252;r mich aber durchaus auch Kultur sind).</p>
<p>Lebendige Kultur sollte eigentlich so attraktiv sein, da&#223; die Leute auch gerne den n&#246;tigen Eintritt bezahlen. Das funktioniert auch in der Praxis: <a href="http://www.neue-buehne.de/" rel="nofollow">http://www.neue-buehne.de/</a><br />
Ein privates Theater, de facto subventionsfrei, mit guten Inszenierungen (vor allem Shakespeare) und immer rappelvoll.</p>
<p>W&#228;hrend die Stadt gleichzeitig seichtes Boulevard mit hohen Betr&#228;gen sponsort: <a href="http://www.die-komoedie-tap.de/" rel="nofollow">http://www.die-komoedie-tap.de/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Suffragium</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6196</link>
		<dc:creator>Suffragium</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 09:14:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/#comment-6196</guid>
		<description>Sorry, &quot;Einstellung&quot; in meinem Post war etwas &#252;berspitzt, aber um beim Grunds&#228;tzlichen zu bleiben: 

Welche kulturellen T&#228;tigkeiten sind f&#246;rderungsw&#252;rdig? Spannende Frage die sich aber erst kl&#228;ren l&#228;sst, wenn man die Hauptfrage kl&#228;rt: Was ist Kultur?
Laut Wikipedia: &quot;Kultur, allgemein die Gesamtheit der menschlichen Leistungen, welche &#252;ber die Gew&#228;hrleistung des Grundbedarfs hinausgehen.&quot; Das ist sehr allgemein und daraus kann man wohl nicht ableiten, was f&#246;rderungsw&#252;rdig ist.

Bleibt als &quot;Ersatzfrage&quot; wohl nur: Was ist Kunst? Und da wird es nun wirklich kompliziert ;-)
Ich traue mir ehrlich gesagt nicht zu, &quot;auf die Schnelle&quot; eine Antwort dazu zu formulieren um dann auch noch abzuleiten, was f&#246;rderungsw&#252;rdige Kunst ist und was nicht.

Beispiel Musik: Klassische Musik, Pop, Rock, Techno, Volksmusik und Schlager. Was ist f&#246;rderungsw&#252;rdig, was ist erhaltenswert?
Ich traue mir keine Antwort zu,</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, &#8220;Einstellung&#8221; in meinem Post war etwas &#252;berspitzt, aber um beim Grunds&#228;tzlichen zu bleiben: </p>
<p>Welche kulturellen T&#228;tigkeiten sind f&#246;rderungsw&#252;rdig? Spannende Frage die sich aber erst kl&#228;ren l&#228;sst, wenn man die Hauptfrage kl&#228;rt: Was ist Kultur?<br />
Laut Wikipedia: &#8220;Kultur, allgemein die Gesamtheit der menschlichen Leistungen, welche &#252;ber die Gew&#228;hrleistung des Grundbedarfs hinausgehen.&#8221; Das ist sehr allgemein und daraus kann man wohl nicht ableiten, was f&#246;rderungsw&#252;rdig ist.</p>
<p>Bleibt als &#8220;Ersatzfrage&#8221; wohl nur: Was ist Kunst? Und da wird es nun wirklich kompliziert <img src='http://blog.jan-filter.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Ich traue mir ehrlich gesagt nicht zu, &#8220;auf die Schnelle&#8221; eine Antwort dazu zu formulieren um dann auch noch abzuleiten, was f&#246;rderungsw&#252;rdige Kunst ist und was nicht.</p>
<p>Beispiel Musik: Klassische Musik, Pop, Rock, Techno, Volksmusik und Schlager. Was ist f&#246;rderungsw&#252;rdig, was ist erhaltenswert?<br />
Ich traue mir keine Antwort zu,</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6195</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 07:46:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/#comment-6195</guid>
		<description>Zwischen Etatk&#252;rzungen von &lt;5% und einer kompletten Etatabschaffung sehe ich allerdings noch die eine oder andere Zwischenstufe, das steht doch gar nicht zur Debatte.

Was R.A. angemerkt hat ist aber auch den einen oder anderen Gedanken wert: Nach welchem Ma&#223;stab wird denn Kultur f&#246;rderungsw&#252;rdig? Warum handelt es sich zum gr&#246;&#223;ten Teil um Kultur, die nur eine bestimmte Zielgruppe interessiert? Was f&#252;r eine merkw&#252;rdige Definition von Kultur ist das und ist das wirklich die einzig g&#252;ltige Wahrheit wenn wir davon reden, Kultur mit Steuergeld zu unterst&#252;tzen?

Das Problem ist doch, dass wen der Staat sich dort einmischt, es Schieflagen gibt und eben manche (ich behaupte: Nicht wenige) Menschen, die ein anderes Verst&#228;ndnis davon haben, was Kultur ist, quasi benachteiligt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Etatk&#252;rzungen von &lt;5% und einer kompletten Etatabschaffung sehe ich allerdings noch die eine oder andere Zwischenstufe, das steht doch gar nicht zur Debatte.</p>
<p>Was R.A. angemerkt hat ist aber auch den einen oder anderen Gedanken wert: Nach welchem Ma&#223;stab wird denn Kultur f&#246;rderungsw&#252;rdig? Warum handelt es sich zum gr&#246;&#223;ten Teil um Kultur, die nur eine bestimmte Zielgruppe interessiert? Was f&#252;r eine merkw&#252;rdige Definition von Kultur ist das und ist das wirklich die einzig g&#252;ltige Wahrheit wenn wir davon reden, Kultur mit Steuergeld zu unterst&#252;tzen?</p>
<p>Das Problem ist doch, dass wen der Staat sich dort einmischt, es Schieflagen gibt und eben manche (ich behaupte: Nicht wenige) Menschen, die ein anderes Verst&#228;ndnis davon haben, was Kultur ist, quasi benachteiligt werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Suffragium</title>
		<link>http://blog.jan-filter.de/2009/11/16/in-hamburg-geht-das-abendland-unter/comment-page-1/#comment-6194</link>
		<dc:creator>Suffragium</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 06:51:54 +0000</pubDate>
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		<description>Ich mu&#223; Colombia zustimmen. So w&#252;nschenswert es w&#228;re, wenn sich Theater und &quot;Klassische&quot; Musik selbst finanzieren k&#246;nnten, so negativ w&#228;re es, die Subventionen einzustellen und damit diesen wichtigen Teil der Kultur untergehen zu lassen.

Auch bei Museen k&#246;nnte man ja streiten, wie &quot;wichtig&quot; sie sind: Sind z. B. Museen f&#252;r moderne Kunst wichtig? Sehr viele w&#252;rden da wohl eher denken: &quot;Was f&#252;r ein Mist wird dort ausgestellt&quot; - aber trtzdem ist auch dies Teil der Kultur und meiner Meinung nach erhaltenswert.

Leider denken nun mal zu wenige so, es gibt zuwenige M&#228;zene in der BRD - was wohl auch daran liegt, dass sich der Staat schon viel zu lange in diesem Bereich zu breit gemacht hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mu&#223; Colombia zustimmen. So w&#252;nschenswert es w&#228;re, wenn sich Theater und &#8220;Klassische&#8221; Musik selbst finanzieren k&#246;nnten, so negativ w&#228;re es, die Subventionen einzustellen und damit diesen wichtigen Teil der Kultur untergehen zu lassen.</p>
<p>Auch bei Museen k&#246;nnte man ja streiten, wie &#8220;wichtig&#8221; sie sind: Sind z. B. Museen f&#252;r moderne Kunst wichtig? Sehr viele w&#252;rden da wohl eher denken: &#8220;Was f&#252;r ein Mist wird dort ausgestellt&#8221; &#8211; aber trtzdem ist auch dies Teil der Kultur und meiner Meinung nach erhaltenswert.</p>
<p>Leider denken nun mal zu wenige so, es gibt zuwenige M&#228;zene in der BRD &#8211; was wohl auch daran liegt, dass sich der Staat schon viel zu lange in diesem Bereich zu breit gemacht hat.</p>
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