Mrz 06 2010

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Süddeutsche Prohibition

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In Baden-Württemberg darf tatsächlich demnächst nachts kein Alkohol mehr verkauft werden. Warum? Nunja, weil Menschen ihn ansonsten trinken würden, sozusagen.

Das ist jedenfalls die offizielle Begründung für diesen übrigens von einer schwarz-gelben Regierung ausgeheckten Blödsinn. Da aber gleichzeitig

  • das Rauchverbot in Gaststätten gelockert,
  • die Sperrstunde um zwei Stunden auf “großzügige” 5 Uhr verschoben werden soll und
  • das nächtliche Alkoholverkaufsverbot selbstverständlich nicht für Gaststätten gelten wird,

mutet das Verbotsgesetz allerdings eher wie ein kleines Konjunkturprogramm für Kneipen an.

Warum sich Regierungen überhaupt anmaßen, erwachsenen Menschen vorschreiben zu wollen, was sie wann wo kaufen dürfen, werde ich nie begreifen. Dass sich daran auch Regierungen beteiligen, die sich dem Namen nach teilweise aus “Liberalen” zusammensetzt, deutet ja irgendwie auf einen gewissen Etikettenschwindel hin.

14 Kommentare

14 Kommentare zu “Süddeutsche Prohibition”

  1. lukasam 6. März 2010 um 21:55 1

    Nu, die Südwescht-FDP war immer schon (auch) eine ziemliche Klientelpartei für Freiberufler und Selbstständige. Da macht es Sinn, dass sie der kontrollwütigen CDU wenigstens für ihre Wähler ein paar Zugeständnisse abringen.

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  2. Robinam 7. März 2010 um 09:01 2

    Der Brüller: Wenn die Tankstelle eine Schankgenehmigung hat – was ja viele Tanken haben, weil sie auch einen Imbiß betreiebn – dann gilt das Gesetz natürlich nicht für sie.
    Jugendschutz :-)

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  3. Danielam 7. März 2010 um 10:13 3

    Das ist kein Konjunkturverbot für Kneipen sondern für die lokalen Brauereien im Ländle. An Tankstellen und Kiosks wird nämlich hauptsächlich entweder “Premiumbier” oder Billigplörre verkauft, selten jedoch lokale Marken.

    Was die Südwest-FDP angeht: Die muss man manchmal ein bisschen anschubsen, damit sie wirklich liberal sind. Da habe ich mit Briefeschreiben gute Erfahrung gemacht. (Viele Grüße an Herrn Goll)

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  4. Danielam 7. März 2010 um 10:14 4

    Im übrigen erinnert das sehr an die “Killerspiele”. Weil Jugendliche irgendwas nicht dürfen sollen, wird es Erwachsenen verboten.
    Völlig behämmert.

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  5. Christian S.am 7. März 2010 um 16:10 5

    Echte “Killerspiele” sind längst verboten (bspw. Manhunt).

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  6. Janam 7. März 2010 um 16:56 6

    Schlimm genug.

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  7. Danielam 7. März 2010 um 22:28 7

    Daher die Anführungszeichen. Ich meinte das, was die Computeranalphabeten als Killerspiele bezeichnen.

    http://allesverboten.wordpress.....ich-einig/

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  8. Christian S.am 8. März 2010 um 10:01 8

    Manhunt ist zu recht verboten.

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  9. Danielam 8. März 2010 um 15:44 9

    Ach, schnickschnack. Ein Erwachsener sollte selber entscheiden, wieviel virtuelle Brutalität er sich antut.

    American Psycho, Saw 1-3 und die Bibel sind auch nicht verboten. ;-)

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  10. Janam 8. März 2010 um 16:02 10

    Noch nicht, Daniel, noch nicht.

    Christian, Computerspiele zu verbieten oder Bücher zu verbrennen hat die Welt wirklich noch nie verbessert. Höchstens das Wohlgefühl irgendwelcher Spießer, die sich dann in irgendwelchen moralischen Überlegenheiten sonnen können.

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  11. Christian S.am 8. März 2010 um 16:06 11

    http://de.wikipedia.org/wiki/Manhunt

    Da bin ich gerne Spießer, Jan.

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  12. Janam 8. März 2010 um 17:20 12

    Wenn du meinst. Vielleicht lernst du ja doch noch irgendwann, dass Pixelmenschen keine Menschen sind. Ich geb die Hoffnung nicht auf.

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  13. Danielam 9. März 2010 um 06:50 13

    Optimist.

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  14. [...] vor Komasaufen und Alkoholexzessen, versteht sich. Tatsächlich ist es hauptsächlich Klientelpolitik für Gaststätten – und dennoch: Die Rhetorik vom Jugendschutz zieht. Und daran zeigt sich einiges darüber, [...]

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