Trennung von Staat und Sport
Posted on | März 7, 2010 | 8 Comments
Es ist schon haarsträubend, mit was für Kram sich unsere Ordnungshüter manchmal rumschlagen müssen, statt Verbrecher zu fangen. Da werden allenernstes große Razzien durchgeführt, um Leute zu erwischen, die in irgendwelchen Sportwettbewerben betrügen. Ja sicher, Doping ist unfair und versaut in gewisser Weise natürlich auch den Sport. Aber rechtfertigt dass, Doping zu einem Straftatbestand zu machen und polizeilich verfolgen zu lassen?
Niemandem, abgesehen vielleicht vom Sportler selbst (aber das kommt auf die Art des Dopings an), entsteht durch Doping ein konkreter Schaden, nur der Wettbewerb wird verzerrt. Warum kümmert sich der Sport also nicht einfach selbst darum, dass seine Regeln eingehalten werden?
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8 Responses to “Trennung von Staat und Sport”
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März 7th, 2010 @ 15:14
Da diese Sportler meist bei Polizei oder Bundeswehr verbeamtet sind (was ich für eine noch größere Verschwendung halte), ist das Doping auch ein dienstrechtliches Vergehen und damit justiziabel. Im Hinblick auf das was die Staatskasse bei nachgewiesenem Doping einsparen kann war der konkrete Einsatz sogar ein monetärer Gewinn.
An der Wurzel sollte man das Übel packen und den Staat ganz aus diesem Zirkus raus halten!
März 7th, 2010 @ 15:36
Völlig richtig – mein Kreisverband der Jungen Liberalen bringt übrigens genau dazu in einigen Wochen einen Antrag auf den niedersächsischen Landeskongress ein. Mal schauen, was das wird.
März 7th, 2010 @ 16:09
Mit den Argumenten könnte man auch Koks und Heroin freigeben.
März 7th, 2010 @ 16:56
Mit welchen Argumenten konkret? Es gibt jawohl verschiedene Arten des Dopings und nicht alle machen süchtig oder zwangsläufig krank.
März 8th, 2010 @ 13:18
Konkreter monetärer Schaden entsteht z.B. dann, wenn Preisgelder gezahlt werden oder Sponsoren mit im Spiel sind, was im Profisport ja durchaus üblich ist.
So entsteht durch Doping eine Chancenungleichheit und Wettbewerbsverzerrung, durch die andere Sportler benachteiligt werden. Unternehmen verlieren Werbeeinnahmen, der vermeintlich schlechtere Sportler verliert Werbeverträge und der Betrug des Doping-Sünders wirkt sich so auf andere Sportler und die Wirtschaft aus.
Da es sich darüber hinaus bei den meisten (relevanten) Dopingpräparaten um verbotene Substanzen handelt, ist die strafrechtliche Verfolgung wohl legitim.
Davon abgesehen: Wie argumentiert man für einen respektvollen gesellschaftlichen Umgang und ein faires Miteinander, wenn man das Gegenteil in Bereichen wie dem Sport hinnimmt?
Ist dieser Artikel so zu verstehen, dass hier eine Legalisierung von Doping gefordert wird? Dann gute Nacht.
März 8th, 2010 @ 16:06
Mir persönlich ist relativ egal, ob Sportler dopen oder nicht, weil mich Sport nicht interessiert. Ich wette übrigens auch nicht auf irgendwelche Sportergebnisse und gedenke auch keine Sportler als Werbeträger zu nutzen. Aber würde ich eines von dem tun, dann käme ich trotzdem nicht als erstes auf die Idee, dass für meinen Hobbykram die Gesellschaft bitteschön den großen Schiedsrichter spielt und guckt, dass die sämtliche Regeln des Sports eingehalten werden.
Natürlich ist es was Anderes, wenn verbotene Substanzen im Spiel sind aber das ist hier nicht das Thema.
März 9th, 2010 @ 01:46
@Jan
Mir selbst ist das auch wurscht.
Aber: Es ändert nichts. Nur weil es persönlich uninteressant ist kann man die Leute auf Dauer nicht ignorieren. Hätten Sie sonst ein Blog aufgemacht? Eben.
Die Werbung selbst wird noch lange brauchen um da anzukommen. Ein anderes Thema…
Doping ist wider das Gesetz, verbeamtete Sportler haben das zu respektieren.
Verbeamtet werden Sie nur aufgrund ihrer Leistungen und weil sich der jeweils amtierende Innenminister im Glanz ihrer Medaillen sonnen mag, ganz wie in der DDR.
Es ist Zeit das abzuschaffen – oder die Formel-1 mit Milliarden auch zu fördern.
März 9th, 2010 @ 14:47
@ Christian S.: Stimme dir vollkommen zu. Es gibt keinen Grund Drogen zu illegalisieren …
@ Maschinist:
Sehe ich genauso wir brauchen keine verbeamten Sportler … und was die Sponsoren betrifft, wollen die denn wirklich einen Doppingfreien Sport … (Heuchler) sie wollen die Best mögliche Leistung nicht mehr und nicht weniger …
Denn gerade aus dem Radsport, für den ich mich am meisten interessiere weil ich selbst ein ambitionierter Hobby-Fahrer war (C-Lizenz).
Ist es doch bei “Magenta” (Telekom => T-mobile) das es ein paar Dopping-Fälle gab (habe mich auf meinen Blog damals auch schon dazu geäußert) und später wieder welche wenn der Sponsor also die Telekom einen “sauberen” Sport gewollt hätten müsste diese selbst Tests in ihrem Team machen bevor sie durch offizielle Tests auffallen.