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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Beim Rauchen hört “privat” auf

Posted on | Juli 20, 2010 | 12 Comments

Der Tag wird kommen, an dem wir über die Aufregung um Rauchverbote in (privaten) Kneipen und Diskotheken lachen können – sofern wir über den nötigen Galgenhumor besitzen.

Denn ein paar Jahre nachdem die Chefdrogenexpertin der SPD, Sabine Bätzing sich mit dem Satz

Wir prüfen gerade, ob und wie es möglich ist, Rauchen beim Autofahren zu verbieten

durch die Medien und in die Herzen militanter Nichtraucher und anderer Paternalisten und Eigentumsverächter hetzte, nimmt sich nun endlich auch die Union dieses Themas an – wenn auch dort von nicht ganz so prominentem Personal.

Stefan Bilger, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ist, ist nämlich – laut Bild Online -

“dafür, das Rauchen am Steuer zumindest dann zu verbieten, wenn Kinder im Auto mitfahren.”

“zumindest dann – aber am liebsten eigentlich auch sonst” wage ich da sehr deutlich zwischen den Zeilen herauszulesen.

Wäre ja auch viel vernünftiger, schließlich bleiben bekanntlich Schadstoffe aus Zigarettenrauch lange in der Luft und auch in Polstern und so weiter!

Angeblich geht es aber nicht bloß um den “Nichtraucherschutz”. Allein, dass der überhaupt als Argument für ein Verbot im privaten PKW hergenommen wird, ist schon gruselig genug.

Es soll aber dabei auch um Verkehrssicherheit gehen. Und das ist wahrscheinlich tatsächlich schwer zu widerlegen, denn dass das Anzünden einer Zigarette schonmal so sehr ablenken kann, dass tatsächlich was passiert, kann sich jeder vorstellen.

Nur: Das gleiche gilt für

  • Essen
  • Trinken
  • Radio einstellen oder
  • hören
  • Telefonieren (auch mit Freisprecheinrichtung) oder auch
  • die Tatsache, dass gerade Sommer ist*

potenziell auch. Wenns dumm kommt, dann kann einen praktisch alles das entscheidende Bisschen zuviel abgelenkt haben, dass plötzlich einen Unfall verursacht.

Generell kann man ja beim Thema Verkehrssicherheit entweder die Strategie, Aufmerksamkeit erzwingen zu wollen verfolgen – oder die, dass ein wenig Entscheidungsfreiheit und Selbsteinschätzung dem Autofahrer selbst dann doch zuzumuten wäre.

Gut, in einem Land, in dem die Bürger gezwungen werden, sich im Auto anzuschnallen – obwohl sie da nun wirklich maximal ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen würden (aber wo kämen wir auch hin, wenn darüber noch die Bürger selbst verfügen dürften?), wäre es sicherlich etwas naiv, wirklich mit Letzterem zu rechnen, wenn es um neue Gesetze geht. Aber trotzdem sind ja bislang (noch) so gefährliche Dinge wie Essen oder Trinken am Steuer erlaubt, sofern man der Meinung ist, sich davon nicht zu sehr ablenken zu lassen. Bei einem Unfall kann einem dass dann natürlich juristisch zum Verhängnis werden – aber so ist das halt mit freien Entscheidungen; Sie bringen immer Verantwortung mit sich – dass macht Freiheit ja so unattraktiv, denn Verantwortung ist leider oft anstrengend.

Dass die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle seit fast 10 Jahren kontinierlich sinkt, beeindruckt verbotsgeile “Verkehrsexperten” natürlich wenig. Schließlich gehts ja immer noch besser, koste es, was es wolle. Ein Auto darf man zwar privat bezahlen und auch die immensen Steuern für Betrieb und Haltung immer schön blechen – aber die buchstäbliche Lufthoheit im Inneren, die soll der Bürger dann doch lieber Leuten anvertrauen, die etwas davon verstehen oder das zumindest glauben.

Mich würde ein tatsächlich verhängtes Rauchverbot im Privat-PKW jedenfalls nicht wundern. Ich glaube zwar nicht, dass es jetzt kommt. Aber der Vorschlag wird – wie erwähnt – zum wiederholten Mal und von unterschiedlicher Seite gemacht undr wird uns sicher auch in Zukunft weiterhin begeistern. Bis irgendeine Regierung dass dann tatsächlich eines Tages mal in die Tat umsetzt.

Daran, dass es irgendwann so** kommen wird, kann kein Zweifel bestehen. Dazu sind Irre wie Bätzing oder eben auch Bilger zu entschlossen und die Lobby der individuellen Freiheit oder gar dem Mut zur Eigenverantwortung in der Politik, aber auch der Bevölkerung ohnehin viel zu klein.

* Das gilt vermutlich vor allem für Männer und lässt sich auch nur indirekt mit Gesetzen (z.B. Kleidungsvorschriften) lösen aber trägt sicherlich auch seinen Teil zur Unfallstatistik bei.

** Denkbar wäre natürlich, dass Zigaretten vorher komplett verboten werden aber das läuft ja aufs Gleiche hinaus.

Comments

12 Responses to “Beim Rauchen hört “privat” auf”

  1. Andreas
    Juli 20th, 2010 @ 02:09

    Viele Verbotsforderungen überraschen bzw. schockieren einen nicht mehr von verbotsgeilen Politikern in dieser Republik. Aber diese Foderung hat es mal wieder geschafft! Herzlichen Glückwunsch an die Beiden!

    Das Schlimme ist, dass viele in der Bevölkerung Vebote nicht nur einfach hinnehmen, sondern andauernd neue fordern.

  2. rg
    Juli 20th, 2010 @ 09:11

    “aber auch der Bevölkerung ohnehin viel zu klein.”
    und hat ohnehin eigentlich genug zu tun.

    Wie wärs mal mit ner deutschen Version von Nanny of the Month?

  3. BierBüchsenBernd
    Juli 20th, 2010 @ 11:23

    Über den Sinn und Unsinn von Gesetzen lässt sich häufig streiten.
    Zuviel Pathos halte ich in der Diskussion allerdings für nicht sonderlich Zielführend. Es sei den das Ziel liegt darin , von einer objektiven Betrachtung ablenken zu wollen.
    Die genannten Argumente , hohe Konzentration von karzinogen Stoffen in einem räumlich eng begrenzten Raum und insbesondere die erhöhten Anforderungen an die multi tasking Eigenschaften des Fahrzeugführers kollidieren nunmal mit dem Grundrecht des Art. 2 GG. Wär sich den zitierten Paragraphen einmal zugemüte führt , wird direkt über die Schranke dieses Rechtes aufgeklärt.
    Ich persönlich erachte ein solches Gesetz als wünschenswert , wer das anders sieht kann sich im Falle einer möglichen Verabschiedung ja an Karlsruhe wenden.
    Zu guter letzt möchte ich noch ein Argument Pro Rauchverbot nennen das im Artikel keine Beachtung gefunden hat. Wär schonmal mit dem Motorrad unterwegs war dem wird auf einer längeren Tour sicherlich schonmal der ein oder andere brennende Glimmstengel entgegengekommen sein. Welche folgen das haben kann , sollte man sich leicht erschließen können…

    hasta luego BBB

  4. CarlMenger
    Juli 20th, 2010 @ 11:42

    “Das Schlimme ist, dass viele in der Bevölkerung Vebote nicht nur einfach hinnehmen, sondern andauernd neue fordern.”
    Tja, Andreas – das ist das Ergebnis der zunehmenden Gängelung in den letzten Jahrzehnten. Mich wundert das nicht. Ich habe täglich mit diesen Befürworten der Gesellschaftsklempnerei zu tun. Man kann sich mit kurzen libertären Einwürfen sehr schnell beliebt machen… :-)
    Dass Politik und Staat lediglich Rahmenbedingungen für eine freie Bürgergesellschaft bieten sollen, kommt offenbar kaum noch jemnadem in den Sinn. Es handelt sich um ein großes Missverständnis: Demokratie war ursprünglich beabsichtigt, um die Macht der Regierung zu beschränken; tatsächlich hat sie deren Macht unbeschränkt gemacht.

  5. Steffen Dähne
    Juli 20th, 2010 @ 13:39

    Wer sich nicht anschnallt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch die Mitfahrer, weil sein Körper, im Falle eines Unfalls, zum tödlichen Geschoss im Fahrzeug werden kann. Das ist kein theoretisches Konstrukt, sondern leider traurige Realität in zahlreichen Fällen. Man könnte jedoch argumentieren, dass die Insassen eines Fahrzeugs selbst das Risiko einschätzen und verhandeln können. Schließlich muss niemand bei einem Nicht-Anschnaller mitafhren. Stimmt nicht. Kinder müssen bei ihren Eltern mitfahren. Es gibt also doch Gründe für die Anschnallpflicht.

  6. uniquolol
    Juli 20th, 2010 @ 16:34

    “ „…Der Tag wird kommen, an dem wir über die Aufregung um Rauchverbote in (privaten) Kneipen und Diskotheken lachen können – sofern wir über den nötigen Galgenhumor besitzen…“

    „…Galgenhumor…“ eine wirklich passende Formulierung – noch realistischer wäre: „sofern uns bis dahin der Lungenkrebs noch nicht die Gurgel abgeschnürt hat. ;-)

  7. Jan
    Juli 21st, 2010 @ 02:49

    @BierBüchsenBernd

    “Die genannten Argumente , hohe Konzentration von karzinogen Stoffen in einem räumlich eng begrenzten Raum und insbesondere die erhöhten Anforderungen an die multi tasking Eigenschaften des Fahrzeugführers kollidieren nunmal mit dem Grundrecht des Art. 2 GG.”

    Das bezweifle ich. Beziehungsweise müsste es dann konsequenterweise noch ganz andere Verbote hageln und Rauchverbote natürlich auch auf das eigene Haus oder die gemietete Wohnung (im Vorreiterland Amerika solls sowas ja schon geben) ausgeweitet werden. Und was das Argument der Ablenkung angeht: Siehe Artikel, was noch alles theoretisch “ablenkt”. Ein Verbot, auch nur für eine Sekunde die Hand vom Lenkrad zu nehmen, wäre demnach in Wahrheit also nötig und Radios oder Navigationssysteme dringend zu verbieten. Am besten auch noch der gesamte übrige Verkehr auf der Straße, denn der lenkt manchmal auch ganz schön ab.

    “Zu guter letzt möchte ich noch ein Argument Pro Rauchverbot nennen das im Artikel keine Beachtung gefunden hat. Wär schonmal mit dem Motorrad unterwegs war dem wird auf einer längeren Tour sicherlich schonmal der ein oder andere brennende Glimmstengel entgegengekommen sein.”

    Zigaretten fliegen nicht auf die Straße, weil Menschen in Autos rauchen, sondern weil sie brennende Zigaretten aus dem Fenster werfen. Keine Ahnung, ob das überhaupt erlaubt ist aber dann ist jawohl dieses Verhalten das Problem und nicht das Rauchen an sich.

    Insgesamt stelle ich fest, dass du der Fraktion angehörst, die den Leuten das Denken am liebsten vollständig durch den Staat abnehmen will. Das ist zweifellos ein Weg, der in die Hölle auf Erden führt – viel Spaß.

    @Steffen Dähne

    “Schließlich muss niemand bei einem Nicht-Anschnaller mitafhren. Stimmt nicht. Kinder müssen bei ihren Eltern mitfahren. ”

    Kann man so sehen – mit den gleichen Argumenten liessen sich aber dann auch staatliche Rauchverbote auch nur in der Nähe von Kindern begründen – sei es in Autos oder zuhause. So oder so sprichst du mit solchen Argumenten den Bürgern das Recht ab, gewisse Entscheidungen selbst verantwortlich treffen zu können.

  8. rg
    Juli 21st, 2010 @ 13:47

    @BBB:
    “Ich persönlich erachte ein solches Gesetz als wünschenswert , wer das anders sieht kann sich im Falle einer möglichen Verabschiedung ja an Karlsruhe wenden.”

    Ich persönlich erachte ein Gesetz als wünschenswert, dass allen Menschen verbietet mit dem anderen Geschlecht zu verkehren, wer das anders sieht kann sich im Falle einer möglichen Verabschiedung ja an Karlsruhe wenden.

    Naja, mal ganz ehrlich, was ist das für eine Argumentation: Ich finds toll, wen es stört, soll sich an irgendein Gericht wenden. Ganz großes Kino. Bis es soweit ist, sind schon ganz viele Leute eingesperrt. Meine Fresse, Du bist nicht der Maßstab an dem Gesetze ausgerichtet werden sollen, genauso wenig wie ich oder Jan.
    Schonmal was vom kategorischen Imperativ gehört?
    Wenn ich solche Argumente lese, dann frag ich mich echt, in was für einem Land wir leben.

  9. BierBüchsenBernd
    Juli 21st, 2010 @ 15:52

    @Jan+rg

    Hallo ,
    sicherlich gibt es viele Problemfelder in denen eine Kollision zwischen Grundrechten vorliegt. Das kommt bei Art. 2 GG gar nicht so selten vor. Trotzdem wird hier ein sehr hoher Maßstab angelegt was Eingriffe angeht.
    Aber bleiben wir doch bei dem hier angesprochenen Fall des möglichen Verbotes von Nikotinkonsum im Auto.

    “…natürlich auch auf das eigene Haus oder die gemietete Wohnung …”

    Dein Haus bewegst du ja auch eher selten im Straßenverkehr , oder ? Prinzipiell hast du ein Recht auf : ” …die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt” Die Frage ist also liegt eine Gefährdungslage für andere vor und ist diese als bedeutender einzustufen als dein Recht auf frei Entfalltung. Fährst du alleine im Pkw , kannst du die Luft im Innenraum konterminieren wie es dir zusagt. Anders ist der Fall gelagert wenn sich Beispielweise Kinder , also Personen die eine hohe Schutzbedürftigkeit aufweisen im Auto befinden.
    Was den Einwand betrifft , nicht nur Rauchen ist eine Ablenkung im Straßenverkehr , so muß ich dir recht geben . Allerdings mit der Einschränkung das hier eben eine genaue Abwägung stattfinden muß. Diese Abwägungen sind nunmal das tägliche Brot der Herren und Damen in Karlsruhe , die eben nicht nur ” irgendein Gericht ” sondern die “Hüter der deutschen Verfassung ” sind und als solche eben kompetenter als der Normalbürger. Insofern ist die Beanstandung

    ” Insgesamt stelle ich fest, dass du der Fraktion angehörst, die den Leuten das Denken am liebsten vollständig durch den Staat abnehmen will …”

    unangebracht . Ist jemand mit den Entscheidungen des BVerfG und somit hochspezialisierten Fachleuten , nicht einverstanden , steht ihm der Rechtsweg offen . Dieser wird , so denn er begründet ist auch Gehör finden.
    Zum Argument : ” Zigaretten fliegen nicht auf die Straße, weil Menschen in Autos rauchen, sondern weil sie brennende Zigaretten aus dem Fenster werfen” möchte ich lediglich sagen , das wohl niemand hier einen Kausalzusammenhang bestreiten wird , den du ja sehr richtig dargelegt hast.

    Zu guter letzt noch ein Kommentar zu folgendem Zitat :

    ” Naja, mal ganz ehrlich, was ist das für eine Argumentation: Ich finds toll, wen es stört, soll sich an irgendein Gericht wenden. Ganz großes Kino. Bis es soweit ist, sind schon ganz viele Leute eingesperrt. Meine Fresse, Du bist nicht der Maßstab an dem Gesetze ausgerichtet werden sollen, genauso wenig wie ich oder Jan.”

    Hier zeigt sich einfach das der Verfasser deutliche Wissenslücken in Bezug auf das geltende Deutsche Recht aufweist. Ich erlaube mir auf die unsachliche und undifferenzierten Aussagen nicht näher einzugehen.

    so long 3xB

  10. Jan
    Juli 21st, 2010 @ 17:38

    “Dein Haus bewegst du ja auch eher selten im Straßenverkehr”

    Richtig. Aber es halten sich vielleicht manchmal Kinder darin auf oder auch andere Gäste. Das müsste man nach deiner Interpretation umgehend ebenfalls verbieten.

    “Ist jemand mit den Entscheidungen des BVerfG und somit hochspezialisierten Fachleuten , nicht einverstanden , steht ihm der Rechtsweg offen.”

    Logisch. Wenn mir einer mit nem Stuhl auf den Kopf haut, steht mir der Rechtsweg auch offen und wenn mir der Nachbar, der Sonntagsnachmittags illegal seinen Rasen mäht auf die Nüsse geht auch. Und für oder gegen was soll das nun ein Argument sein? Die Tatsache, dass es Gerichte gibt, rechtfertigt ja nun nicht jeden Blödsinn, den man in Gesetze gießen kann.

    Aber natürlich ist es möglich, dass der Gesetzgeber insgesamt dazu tendiert, den Leuten das Denken abzunehmen. Eine solche Tendenz stelle ich seit Jahren fest und halte das für eine fatale Entwicklung. Daher ist es (mindestens an dieser Stelle, meiner Meinung nach aber auch überall sonst) nicht “unangebracht”, sondern höchste Bürgerpflicht, darauf hinzuweisen.

    Wenn du Rauchen im Auto verbietest, warum werden diejenigen, die ihre Zigaretten heute ja auch nicht aus dem Auto werfen dürfen, das aber trotzdem tun, das dann sein lassen? Und wenn man das Trinken aus Glasflaschen in Autos verbietet, dann fährt auch niemand mehr betrunken, nehme ich an?

    “Hier zeigt sich einfach das der Verfasser deutliche Wissenslücken in Bezug auf das geltende Deutsche Recht aufweist.”

    Das wird dir aber in diesem Blog und den zugehörigen Kommentaren häufiger passieren, denn nur eine Minderheit besteht hier aus Anwälten. Das macht auch nichts, denn es geht meistens um Grundsätze, Moral und gesunden Menschenverstand. Von allen drei Werten sind die Gesetze in diesem Land teilweise ein gutes Stück entfernt, weswegen ich es auch ziemlich müßig finde, über geltende Rechtslagen zu diskutieren. Denn dass etwas ist, wie es ist, das weiss ich auch selbst – hier solls aber um die (nichtjuristische) Frage gehen: Ist es auch gut und richtig so?

  11. rg
    Juli 21st, 2010 @ 18:25

    @BBB: Hier zeigt sich nur, dass Du eine Argumentation bringst und nicht auf die (analoge) Gegenargumentation eingehst. Was Du beschreibst (jedes mal zu Gerichten rennen, wenn irgendwem ein Gesetz nicht passt), ist nichts anderes als ein DDOS auf die Gerichte, wodurch es immer schwerer wird fehlerhafte Gesetze abzuschaffen.

  12. Eloman
    Juli 22nd, 2010 @ 20:42

    IMHO liegt das Problem darin, daß wir einfach viel zu viele “Politiker” haben und diese (Legitimation benötigen) einen Arbeitsnachweis erbringen müssen um die durch sie entstandenen Kosten zu rechtfertigen. In einem System, das fast alle (Sach)entscheidungen an Repräsentanten delegiert hat ist sowas immanent und bekommt, wie man in den Kommentaren hier teilweise lesen kann , auch noch jede Menge Applaus von Leuten, die immer schon anderen vorschreiben wollten was sie zu tun und zu lassen haben.

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