CDU: Neue Ideen zur Erziehung des blöden Volkes
Posted on | Juli 23, 2010 | 19 Comments
Die CDU will das sozialistische deutsche Gesundheitssystem noch ein bisschen “besser” machen, indem eine feine erzieherische Komponenet hinzukommt:
Man sollte aber, wie bei Tabakwaren, den Kauf gesundheitsschädlicher Konsumgüter höher besteuern und teilweise ins Gesundheitssystem führen. Das betrifft Alkohol, Schokolade oder Risikosportgeräte wie Drachenflieger.
…nicht zu vergässen: Fussballschuhe, Skigerät, Motorräder etc. Wenn die CDU fertig ist, können wir minderbemittelten Untertanen bereits am Preis erkennen, wie wir uns nach dem Willen unserer weisen Führer richtig oder falsch verhalten – das wird großartig!
Wenn das Modell Schule macht, könnte man die Idee auch prächtig auf andere von der CDU unerwünschte Dinge ausweiten. Warum nicht eine 200%ige Steuer auf “Killerspiele”?
Eine schöne neue Welt ist das, die diese Leute uns da schaffen wollen.
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19 Responses to “CDU: Neue Ideen zur Erziehung des blöden Volkes”
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Juli 23rd, 2010 @ 00:04
Das irgendwie erschreckende ist, dass der nächste Schritt nach dem gerade davor genommenen nur noch folgerichtig und geradezu unvermeidlich wirkt. Wenn man schon mal ein sozialistisches Gesundheitssystem hat, wie soll man das am Leben halten als durch eine zusätzliche sozialistische Maßnahme nach der anderen?
Juli 23rd, 2010 @ 00:06
Wenns nicht so traurig wäre, könnte man fast drüber lachen…
Hoffentlich sind die Flugtickets bis zum Tag der eigenen Auswanderung noch halbwegs bezahlbar.
Juli 23rd, 2010 @ 09:03
In die Schweiz kommt man auch noch mit dem Auto.
Juli 23rd, 2010 @ 10:05
Strafsteuer auf Fahrräder, Fußbälle und Inlineskates?…
Um unerwünschte Aktivitäten zu unterbinden, greift man in der Politik ja längst nicht nur zum schnöden Verbotsschild. Eine weitere beliebte Maßnahme ist die Erhebung von Strafsteuern, so kostet z.B. ein sogenannter „Kampfhund“ in Hamburg ga…
Juli 23rd, 2010 @ 11:01
Darüber kann man ja diskutieren. In einem freien marktgerechten Gesundheitssystem würden Versicherungen wahrscheinlich risikoabhängige Tarife vergeben, z.B. für Versicherte, die zu Extremsportarten neigen. Allerdings nicht von unseren Gesellschaftsklempnern sozialistisch erzwungen, sondern frei aushandelbar.
Juli 23rd, 2010 @ 12:18
Freidenker: Das hätte nicht mehr viel mit einer Versicherung im eigentlichen Sinne zu tun.
Juli 23rd, 2010 @ 17:33
Es ist ja gerade Sommer und nun ist auch noch die Kanzlerin im Urlaub: Da ist es an der Zeit, dass sich die Hinterbänkler, wie im Sommer meist üblich, aus der Deckung wagen, um das sog. Sommerloch mit medienwirksamen “guten Ideen” zu füllen. Ich gebe da mal so garnichts drauf.
Mal sehen wann einer daher kommt und eine Strafsteuer für diejenigen fordert, die nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, so wie es sicher gut “bürgerlich” üblich ist. Damit könnte man sicher auch richtig Kasse machen.
Wir dürfen also auf weitere “gute Ideen” und Medien, die den Kram auch noch eifrig kundtun, gespannt sein.
Juli 23rd, 2010 @ 17:41
@Freidenker,
in einem marktwirtschaftlichen System könnte man das allerdings diskutieren, ja. Aber wie sollte da eine Versicherung eine Steuer auf Schokolade etc. einführen? Und Sondertarife müssten dann irgendwie überwacht werden – ich bin skeptisch, ob das praxistauglich wäre.
In unserem sozialistischen Gesundheitssystem ist es aber jedenfalls zwar irgendwie konsequent, aber aus liberaler Sicht induskutabel und ein Schritt in die falsche Richtung.
Juli 25th, 2010 @ 03:59
Der Sinn einer (jeglichen) Versicherung ist es individuelle Risiken (jeglicher Art) via Wahrscheinlichkeitsberechnung abzusichern – und nebenbei Konzerne zu versorgen. Das ist kein Sozialismus. (BTW: Kennt man in der FDP heute überhaupt noch die theoretische Grundlage von Sozialismus?). Offshore-Plattformen sind nach dem selben Prinzip versichert wie auch die Unfähigkeit von Managern.
Raucher sind bereits jetzt stärker belastet. Apnoe-Taucher nicht. Besoffene Ski-Fahrer auch nicht. Von sonstigen Extrem-Sportlern ganz zu schweigen. Wer hockt eigentlich in den Arztpraxen? Vornehmlich Rentner mit Zipperlein – denen wird die CDU sicher nicht ans Leder.
Mit jeder Ausnahme schwindet der Sinn (und die Grundlage) für eine Versicherung, denn es läuft ihrem Sinn zuwider.
Das ineffizienteste Gesundheitssystem existiert übrigens in den USA. Bis vor Kurzem rein privat. Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Juli 25th, 2010 @ 09:50
@Maschinist: USA bis vor kurzem rein privat? Nicht wirklich, schonmal was von Medicare gehört? Rentner, Behinderte und noch viele mehr bekommen darüber ihre Gesundheitsversorgung bezahlt. Da wird auch mal statt nen neues Röntgengerät zu holen das alte weiter verwendet, macht dann flecken auf der Lunge, das wird dann nochmal mit einem neuen, moderen Bild abgeklärt, sowie einer Konsultation bei einem Spezialisten, was nochmal extra viel Geld kostet (insb. sicherer Transport). Ja, das ist Medicare. In einer Privatwirtschaft würde es sich die Klinik zweimal überlegen ob Sie (insb. bei den Kosten für Pfuscherei in den USA) es sich leisten kann Patienten mit solch einem kaputten Gerät zu behandeln.
Und noch eine kleine Anmerkung: rein privat ist nirgendwo etwas, egal was irgendwelche Zeitungen und Fernsehsendungen behaupten, immer gibt es Gesetze und Verordnungen die irgendeinen Sachverhalt “klären”.
Abschließend noch ein Zitat aus der Wikipedia: “Der größte Finanzierer von Gesundheitsleistungen ist auch in den Vereinigten Staaten der Staat. 46,2% der gesamten Ausgaben werden durch den Staat gezahlt, hier sind sowohl die Gesundheitsleistungen erfasst, die direkt von staatlichen Einrichtungen erbracht werden, als auch solche, die auf staatliche Kosten von privaten Einrichtungen erbracht werden.”
Juli 25th, 2010 @ 11:28
Es ist wie oft konsequent — konsequent schlecht.
Und wenn man meint es müsse ja irgendwann mal besser werden kommt irgendwo her ein neuer “Hammer”.
Und klar nur “politisch korrekte” Preise sind gute Preise….
Es ist so widerlich.
Juli 25th, 2010 @ 14:57
@Maschinist: “Das ineffizienteste Gesundheitssystem existiert übrigens in den USA.”
Interessant, das wusste ich nicht. Woher weißt du’s, und wie wird das gemessen?
Juli 26th, 2010 @ 07:42
z.B.
hier
http://www.aerzteblatt-studier.....cId=113843
http://www.wirtschaftsblatt.at.....3/index.do
und ich denke auch hier dürfte da einiges zu finden sein:
http://www.zes.uni-bremen.de/c.....ationen.de
Es gab mal im Focus eine Grafik der verschienen Länder, leider weiß ich nicht mehr wo das war.
Juli 26th, 2010 @ 18:53
@Friedrich Dominicus: Prima, danke!
Juli 27th, 2010 @ 21:54
Man sollte aber berücksichtigen, dass in solchen Untersuchungen unterstellt wird, was die Kunden (hier: Patienten) tatsächlich wollen. Würde man ähnliche Kriterien auf den Automarkt anwenden, indem man z.B. die erlangte Fähigkeit, eine bestimmte Anzahl von Personen motorisiert von A nach B zu bewegen, zum wesentlichen Nutzenkriterium erhebt, müsste man ihn wohl auch großteils “ineffizient” nennen.
Juli 28th, 2010 @ 07:36
@Rayson. Dazu kann ich nichts sagen. Man muß aber einige Sachen festhalten. Die Ärzte tun sich ziemlich leicht immer neue Krankheitsbilder zu erfinden. Und wie weit es da mit wissenschaftlich fundierten Dingen aussieht möchte ich doch eher bezweifeln. Man schaue sich mal alleine die Choose mit dem Gewicht an oder mit Cholesterin.
Ein neuer netter “Auswuchs” vielleicht aber auch schon älter:
http://www.diabetes.org/diabet.....-diabetes/
Also jetzt wird die Krankheit immer weiter “ausgedehnt”.
Man schaue sich auch mal die Manie mit Grenzwerten an. Unzweifelhaft gibt es heute weitaus niedrigere Grenzwert für alles mögliche nur gibt es immer mehr Kulturkrankheiten. Früher gabe es sicher weniger hohe Hygenieansprüche als heute nur gibt es eben weitaus mehr Allergien und was soll dagegen helfen? Noch weniger Schadstoffe.
Es wird also alles von Ärtzeseite getan uns einzureden wir krank wir doch sind. Wenn Du magst, schau doch mal nur z.B. hier vorbei.
http://www.profil.at/articles/.....heitswahns
Dann guck Dir mal an, das für jeden etwas größeren Unfall gleich mal ein Helikopter anrückt (es könnte ja nötig sein), ich behaupte mal einfach eine Stunde Helikopter sind locker mal ein Tag Krankenwagenfahren.
Schau Dir an was “alles als Vorsorge” empfohlen wird. Das alles ist definitiv mit Kosten verbunden und somit dreht sich das Karussell dort besonders schnell.
Alleine die Doppelt, Dreifach oder Noch mehrfach Untersuchungen sind doch ein klares Indiz für Ineffizienz. Das werden Krankenkarteien nicht einfach dem Patienten ausgehändigt und der geht damit zum nächsten Artze nein so was braucht ein ausgefeiltes Briefsystem.
Soweit mir bekannt soll man erst mal beim Hausarzt vorstellig werden (erste Mal zahlen) der einen dann weiterüberweist (Administration), dann landet man bei einem Arzt der dann wieder weiterüberweist zum nächsten der will dann “um sicher zu gehen” einen erst mal ins Krankenhaus schicken und alles mit einem aberwitzigen Aufwand. Nein Gesundheitssysteme sind (speziell in Deutschland, mit Sicherheit aber auch in dein USA) des Bürokraten Schlaraffenland.
Juli 28th, 2010 @ 18:10
@ Friedrich,
es ist wahrscheinlich von Ort zu Ort unterschiedlich aber bei uns rückt nur dann ein Helikopter aus, wenn er von den Einsatzkräften angefordert wurde oder bei der Alarmierung bereits klar ist, dass er nötig ist. Nötig ist er in der Regel nur dann, wenn Menschenleben in Gefahr sind – und wenn das der Fall ist, dann wird kostenmässig üblicherweise auf gar nichts mehr Rücksicht genommen, was ja im Ernstfall auch vernünftig sein kann.
Juli 29th, 2010 @ 08:48
@Jan. Gegenbeispiel. Ich war mal einen Tag reiten da ist eine Reiterin gestürtz und war kurzfristig desorientiert und abgeholt wurde Sie mit einem Hubschrauber. Somit kann ich in diesem Fall Deinen Argumenten nicht folgen.
Juli 29th, 2010 @ 18:31
In dem Fall wäre es interessant zu wissen, wer das veranlasst hat. Mir sind solche Fälle (als aktiver Feuerwehrmann) nicht bekannt und so etwas kann ja eben von Landkreis zu Landkreis variieren.