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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Enteignung auf hamburgisch

Posted on | August 23, 2010 | 9 Comments

Nennen wir es einfach mal “Zweckentfremdung”, wenn jemand mit seinem Hab und Gut tut, was er will und brummen ihm dafür eine saftige Strafe (wie wärs mit so 50.000 Euro?) auf.

Tolle Idee, findet die Hamburger SPD – und geht mit diesem Schmarrn sogar an die Presse. Leerstand von Wohnungen ist in Hamburg offensichtlich kein Problem des jeweiligen Besitzers, sondern ein Staatsakt.

Schön blöd, wer in Hamburg neue Wohnungen baut oder alte kauft. Aber dazu haben unsere hanseatischen Freunde ja ohnehin allenernstes so eine Art Behörde eingerichtet. Mal schauen, wann die SPD vorschlägt, der SAGA sämtliche Hamburger Wohnungen zu unterstellen und den Leerstand dann hübsch zentralverwaltungswirtschaftlich zuzuteilen.

Comments

9 Responses to “Enteignung auf hamburgisch”

  1. Michael
    August 23rd, 2010 @ 22:13

    Da sind die Wiener Grünen schon einen Schritt weiter und wollen Hausbesetzungen legalisieren:

    http://derstandard.at/12822732.....-unfassbar

  2. Kiri
    August 23rd, 2010 @ 22:15

    “Jetzt weiterlesen …
    Mit einem Online Zugang des Hamburger Abendblattes haben Sie unbegrenzten Zugang zu allen Artikeln und dem Online-Archiv.”

    Meh.

  3. Muriel
    August 23rd, 2010 @ 22:17

    Jan, ich glaube, du kehrst hier zurück zu den liberalen urvätern hobbes und locke, aber das waren leider keine demokraten. die sahen nur das besitzbürgertum als relevante kraft in england und vernachlässigten das proletariat, dem sie keinerlei rechte zubilligten – aber dann kam karl der marx und hat euch euren liberalen unfug um die ohren gehauen.

    Hm.

    Naja.

    Doch, gefällt mir. Passt anscheinend überall. Benutze ich jetzt öfter.

  4. Jan
    August 23rd, 2010 @ 22:27

    @Michael

    danke für den Hinweis!

    @Kiri

    ja, das Abendblatt – wenn du über Google News selber suchst, kriegst du den Artikel kostenlos. Was das soll? Keine Ahnung. Ich hätte auch lieber auf eine offizielle SPD-Verlautbarung gelinkt, die zu finden war aber etwas mühsam und ich habs dann abgebrochen. Jetzt aber nochmal zuendegeführt: http://www.spd-fraktion-hambur.....21009.html

    @Muriel
    ;)

  5. Rayson
    August 23rd, 2010 @ 22:37

    @Muriel

    Na ja, wenn ich immer so wenig davon merke, dass mir jemand was “um die Ohren haut”, dann kann ich es ja ignorieren.

  6. Michael Klein
    August 24th, 2010 @ 19:57

    @muriel
    das mag daran liegen, dass es zu Hobbes (17. Jahrhunder) und Lockes (17. Jahrhundert) Zeiten, kein Proletariat gegeben hat. Das benoetigt naemlich eine industrielle Revolution, um in Existenz zu kommen, wie der olle Karl schreibt…

    Allerdings haben Locke und Hobbes relativ wenig gemeinsam…

    Locke war uebrigens Demokrat wie in jeder Einfuehrung in die politische Philosophie nachzulesen ist.

    Anyway, wie kann etwas demokratisch sein, das Menschen ihrer Freiheits- und Besitzrechte beraubt? Nicht einmal Marx war der Ansicht, man muesse Menschen ihren Besitz wegnehmen, er war der irrigen Ansicht, dass der Kapitalismus sich in dieser Hinsicht selbst ueberlebt und in den Kommunismus muendet, der seinerseits nur dann moeglich ist, wenn ihm ein erfolgreicher Kapitalismus vorausgegangen ist…. Besteht das Recht des Proletariats darin, andere unter dem Deckmantel der Demokratie zu berauben? Wenn ja, dann scheint mir das eher dem von Marx so genannten Lumpenproletariat zu entsprechen.

  7. Muriel
    August 24th, 2010 @ 23:10

    @Michael Klein: Entschuldige bitte, dass ich dich in die Irre geführt habe. Ich habe beim Kopieren des Textes von Richard2754 nicht daran gedacht, wie das wohl auf Unbeteiligte wirken könnte. Ich bin prinzipiell völlig auf deiner Seite.
    Aber da wir sowieso gerade dabei sind:
    “wie kann etwas demokratisch sein, das Menschen ihrer Freiheits- und Besitzrechte beraubt?”
    Nennt mich einen Pedanten, aber mich persönlich stört es immer ein bisschen, wenn Leute Begriffe wie Demokratie so unscharf benutzen, wie du es oben getan hast. Du unterstellst der Demokratie einen Umfang an Qualitäten, den sie per se einfach nicht hat.
    Wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt, liegt der Fehler nicht in einem Mangel an Demokratie. Demokratie kann auch die brutale Diktatur der Mehrheit sein. Erfreulich wird sie erst durch weitere Zutaten wie rechtstaatlichkeit, Liberalismus und so weiter.

  8. Michael Klein
    August 25th, 2010 @ 12:38

    @muriel,
    jetzt ist es an mir, d’accord zu sagen. Ich habe einfach unterstellt, dass Du die in D. so weit verbreitete affektive Bindung an Demokratie teilst. Wobei ich mir ehrlich gesagt keinen Liberalismus vorstellen kann, der nicht demokratisch ist und davon abgesehen habe ich so meine Probleme mit der Rechtsstaatlichkeit, und zwar dann, wenn sie Eingriffe in den Markt rechtfertigt, der – Bogen zum Liberalismus – fuer mich die Grundlage von Demokratie ist. Ohne Markt keine Demokratie und mit Staatsinterventionismus (ueber Rechtsstaatlichkeit gewoehnlich abgesichert) Endtstation Totalitarismus. (Denn Rechtsstaatlichkeit faellt ja nicht vom Himmel, man muss sie z.B. in Gesetzen festlegen, was die Frage aufwirft, wer sagt, was rechtsstaatlich ist und ob rechtsstaatlich ist, was die Mehrheit dafuer haelt …(Hobbes hat fuer dieses Problem eine ziemlich geniale Loesung gefunden :) )

  9. Filterblog » Hanseatische Spaßwochen
    August 25th, 2010 @ 19:21

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  • Löffel voller Weisheit

    Ich habe ein geradezu erotisches Verhältnis zu Organigrammen entwickelt. — Johannes Baptist Kerner (im Spiegel-Interview, Ausgabe 18/2009)

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