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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Von mir aus notfalls eben aus “Sparsamkeit”

Posted on | August 23, 2010 | 1 Comment

Persönlich ist mir Karl-Theodor zu Guttenberg eigentlich nicht übermässig sympathisch. Mit Adel kann ich nicht viel anfangen und soweit ich das aus dem Fernsehsessel beurteilen kann, wäre mir der Mann wohl insgesamt ein bisschen zu schnöselhaft, da rettet auch seine angebliche ACDC-Vorliebe wenig dran. Zumal er sich darüberhinaus auch noch in dieser putzigen ehemals unbesiegbaren Regionalpartei engagiert, der seit längerem nichts Besseres einfällt, als durch Stänkerei und Gezetere ihre Wähler zu beeindrucken.

Und politisch fand ich seine allzu undifferenzierten und unkritischen Äußerungen zum Thema Internetzensur äußerst fragwürdig und beobachte sein Wirken seitdem immer ein bisschen argwöhnisch, auch wenn die eine oder andere Position schon zu Zeiten der Großen Koalition ungewohnt liberal schien.

Wenn ihm aber tatsächlich gelingen sollte, was der Union wohl vor Jahresfrist niemand zugetraut hat, bin ich gerne bereit, darüber hinwegzusehen, dass ers (jedenfalls öffentlich) weniger aus Überzeugung, als aus Sparzwang tut: Das Ende der Wehrpflicht ist überfällig und eines großen bürgerrechtlichen Ziele, die der liberale Teil der Bundesregierung hat.

Und eigentlich sollte bei der Gelegenheit auch der Zivildienst ersatzlos abgeschafft werden. Ehrlichgesagt empfinde ich es in diesem Zusammenhang als ziemlich zynisch, dass die Bundesregierung erst Mindestlöhne im Pflegebereich einführt und dann erklärt, man bräuchte allerdings trotzdem auch hier noch ein paar Zivis, wegen der Kosten und so weiter – ja, was denn nun?

Comments

One Response to “Von mir aus notfalls eben aus “Sparsamkeit””

  1. Guttenberg – ein guter Mann? | Matthias Lehming
    August 25th, 2010 @ 16:55

    [...] zu Guttenberg wird derzeit von einigen JuLis sehr für seinen Vorschlag gelobt. Ich denke zu Recht, doch sollte er ihn ruhig noch [...]

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