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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Hanseatische Spaßwochen

Posted on | August 25, 2010 | 2 Comments

Unsere letzten beiden freien Hansestädte haben wohl gerade heimlich sowas wie Volksbelustigungswochen ausgerufen: Während die Hamburger Eigentümer von leerstehenden Wohnungen bestrafen wollen, wünscht sich die grüne Finanzsenatorin Bremens eine Gebühr für das Veröffentlichen von Bildern Bremer Straßenzüge. Offenbar ist die Bremer Regierung davon überzeugt, dass Tourismus oder Bürger von ausserhalb für die Stadt keinerlei Relevanz haben.

Das stimmt natürlich auch in gewisser Weise, denn Bremen finanziert sich seit Gründung der Bundesrepublik über den Länderfinanzausgleich. Dieses Land hat es – “trotz” der Tatsache, dass es durchgehend von der SPD regiert wurde – noch nie aus eigener Tasche finanzieren können.

Wir dürfen also zwar alle gerne für Bremen zahlen – aber bei Google Street-View angucken dürfen wir es nur, falls Google doof genug sein sollte, ausgerechnet für Bremer Straßenansichten Geld zu zahlen (sofern das überhaupt je eine rechtlich haltbare Forderung sein wird, was es wohl im Moment nicht ist).

Comments

2 Responses to “Hanseatische Spaßwochen”

  1. Michael Klein
    August 26th, 2010 @ 11:53

    Was mich an linken “Politikern” immer wieder fasziniert, ist ihre unglaubliche narrow-mindedness und die Normalitaet, mit der sie oeffentliche Gueter zu ihrem Eigentum umdeklarieren. Aber eines kann man ihnen nicht absprechen, sie sind sehr findig, wenn es darum geht, das Geld anderer Leute abzuzwacken.

    Aber vielleicht seh’ ich das alles einfach zu eng. Man muss das von seiner lustigen Seite betrachten. Wie waers, wir loben einen Preis aus, der daemmlichste Vorschlag eines “Politikers” wird mit 1000 Euro praemiert: Fuer “Politiker” aendert sich gar nichts, sie koennen Plappern wie bisher. Und wir haben ein bischen Spass bei der Sache.

  2. Die deutsche paradoxe Paranoia | Matthias Lehming
    August 29th, 2010 @ 16:12

    [...] man in Bremen noch überlegt, für das Abbilden Bremer Straßenzüge im Internet Gebühren verlangen zu wollen, amüsieren sich inzwischen sogar US-Blogger über die deutsche Paranoia gegenüber [...]

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