Kauft den Ramsch doch selber!
Posted on | Juni 25, 2011 | 1 Comment
BASF, Constellium, Deutsche Bank, CGG Veritas, Rhodia, ThyssenKrupp, Vallourec, Saint-Gobain, Allianz, Evonik Industries, Bosch, Veolia Environment, Lazard, Alstrom, Schneider Electric, Lafarge, Siemens, GDF Suez, Deutsche Telekom, Dr. Oetker, BMW, Linde, France Telecom, Michelin, E.On, Businesseurope, Alcatel-Lucent, Sanofi, Deutsche Post, Valeo, Roland Berger Strategy Consultant, Eramet, Hubert Burda Media Holding, Rewe Group, Total, Caisse des dépots et consignations, Continental, SAP, Groupe Rothschild & Cie Banque, Cap Gemini, Areva, Publicis Groupe SA, Vivendi, Société Génerale, Air Liquide, Cercle de’l industrie, Technicolor, Legrand, Air France/KLM, Daimler.
Das sind die Arbeitgeber der Manager, die in der vergangenen Woche quer durch die Zeitungslandschaft riesige Anzeigen geschaltet hatten, in denen Sie für weitere Hilfspakete für bankrotte EURO-Mitgliedsstaaten werben. Das provoziert natürlich zu Aufrufen, wie dem folgenden, dem zu folgen und ihn weiterzuverbreiten sich jeder Leser ermuntert, ja geradezu aufgefordert fühlen darf (zur Koordinierung gibt es übrigens diese Facebook-Seite):
Der Griechische Staat ist hoffnungslos überschuldet – die Europäische Union und die Europäischen Regierungen schnüren “Hilfs”pakete über “Hilfs”pakete auf Kosten der Steuerzahler, während Großkonzerne aufgrund eines relativ stabilen Euros Milliardengewinne einfahren.
Jetzt haben uns 47 deutsche und französische Manager von Großkonzernen in Zeitungsanzeigen aufgefordert, dieses Vorgehen zu unterstützen. Die Idee dazu hatte auch noch die Regierung, die UNS eigentlich vertreten soll.
Wir sollen den Griechen mit unserem Steuergeld “helfen”, indem wir für Ihre Schulden mithaften und so die Laufzeiten der Kredite verlängern. Man verhöhnt uns, indem man sagt, man würde die Privatwirtschaft ins Boot holen, indem man sie “freiwillig beteiligt”.
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Genau diejenigen, die von der “Eurorettung” – wie sie selbst sagen – am meisten profitieren, haben eine Anzeige geschaltet, in der Sie uns auffordern mit UNSEREM Geld dafür zu sorgen, dass Sie weiter Ihre Milliardengewinne auf unsere Kosten machen können!Geholfen wird den Griechen damit überhaupt nicht – es ist überhaupt nicht absehbar, wie sie Ihre Schulden je wieder zurückzahlen sollen. Erlassen wird Ihnen aber nicht ein Cent! Dabei ist noch nicht einmal klar, wie die stärksten Wirtschaftsnationen Deutschland und Frankreich je ihre eigenen Staatsschulden zurückzahlen wollen! Stattdessen zwingen unsere Regierungen das Land in unserem Namen noch dazu das, gesamte System umzustellen. Dass die Privatisierungen und drakonischen Sparmaßnahmen, die wir Griechenland aufzwingen zu einem Wirtschaftsaufschwung führen, könnten selbst Ultraliberale nur annehmen, wenn der Staat dafür die Steuern senken könnte. Genau das verbieten wir den Griechen aber auch noch! Statt zu helfen reiten wir das Land also in noch tiefere Probleme!
Hier sollen – wieder einmal – die Gewinne privat bleiben, während mögliche Verluste solidarisiert werden – und es bringt noch nicht mal etwas!
Wir sagen:
Das kann so nicht weiter gehen! Wenn die milliardenschweren Konzerne das Aufkaufen von Griechischen Staatsanleihen für so eine gute Idee halten, und uns auffordern die faulen Kredite zu kaufen, sagen wir:
KAUFT DEN RAMSCH DOCH SELBER!
Comments
One Response to “Kauft den Ramsch doch selber!”
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Juni 26th, 2011 @ 13:06
Was diese Manager fordern steht doch zu 100% hinter der Logik aller staatlicher Projekte: “Fordere etwas vom Staat, damit andere gezwungen werden, deine Wünsche zu erfüllen.”