Fässer ohne Boden – Heute: Radio und Fernsehen
Posted on | September 24, 2011 | 2 Comments
Nicht nur, wenn Abgeordnete sich ihre Diäten erhöhen oder die Bundeskanzlerin ihre eigene Ankündigung, es werde für immer und ewig nur ein einziges “Rettungspaket” in der EURO-Krise geben, wird deutlich, dass unser politisches System haufenweise Fässer ohne Boden geschaffen hat. Ein weiteres berühmtes Beispiel sind die staatlichen Radio- und Fernsehsender. In einer aktuellen Pressemitteilung der Jungen Liberalen fand ich folgende Auflistung der Kostensteigerungen:
Die ARD fordert für die nächste Gebührenperiode (2013-2016) nach Medieninformationen 900 Millionen Euro mehr, das ZDF zusätzlich 435 Millionen Euro, das Deutschlandradio 100 Millionen Euro und Arte 35 Millionen Euro.
Es wäre interessant, mit welchen Kostensteigerungen beispielsweise RTL für dieselbe Zeit rechnet. Viel spricht dafür, dass man dort etwas anders rechnet, denn was ARD und Konsorten fordern, das brauchen sie lediglich gut genug begründen und schon treibt der Staat notfalls mit Gewalt die zur Finanzierung gewünschten Gebühren in voller Höhe ein.
Wo also RTL jeden Euro zweimal umdrehen und aktiv und aufwendig um Sponsoren werben muss und nicht zu vergessen permanent nach Marktlücken suchen muss, die ihm der überbordende öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt noch zu lassen bereit ist, können die Bosse von ZDF und Co. fordern, was sie wollen und davon ausgehen, dass ein guter Teil ihrer Forderungen wenig später erfüllt werden ihre Kassen füllen – mit denen sie dann die private Konkurrenz mit weiteren Quiz-Shows, schweineteurer Sportberichterstattung, dem weiteren Wegkaufen von Topverdienern der Branche wie Günter Jauch und neuen Daily-Soap-Wellen ärgern können.
Comments
2 Responses to “Fässer ohne Boden – Heute: Radio und Fernsehen”
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September 24th, 2011 @ 17:52
Ist ein staatlicher Persilschein zum Rauben nicht wunderbar? Was waren eigentlich Kaperbriefe?
September 24th, 2011 @ 18:00
ArrrrRD^^